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REEZA-Neuigkeiten: Vertiefender Video-Kurs, Moderator/innen-Ausbildung und wie ihr es bei euch im Team einführen könnt – wenn ihr das wollt


#1

Moin ihr lieben,

ein Update von mir von der REEZA-Front :smiley:

1) Video-Kurs

Mitte November haben wir im LV Berlin einen eintägigen REEZA-Vertiefungs-Workshop gemacht. Die Aufnahmen davon sind jetzt zusammen geschnitten und im REEZA-Video-Kurs gelandet und in thematisch verträgliche 30-60-minütige Häppchen aufgeteilt. Viel Spaß damit! :smiley:

Link hier: http://bit.ly/reeza-videokurs (Fangt am besten mit dem 2-minütigen Intro-Video an. :smiley:)

2) Moderator/innen-Ausbildung

Nach dem Vortrag zu REEZA auf dem BPT sind super viele Menschen auf mich zugekommen und ihr Interesse signalisiert, zu REEZA-Moderator/innen ausgebildet zu werden. Das ist super schön! Jetzt endlich schaffe ich auch den nächsten Schritt dazu:

Bitte tragt euch in dieses Doodle hier ein, welche ganzen Samstage und Sonntage ihr Januar, Februar und März könnt. https://doodle.com/poll/ht9rwx7i8s2tgerq
Im Kommentar schreibt ihr dann bitte rein, wo ihr wohnt und wie weit ihr euch vorstellen könnt für den Workshop zu reisen. Dann können wir aufgrund dessen hoffentlich 3 bis maximal 5 Moderator/innen-Workshops so in Deutschland verteilt organisieren, dass alle die wollen physisch anwesend sein können.

3) Wie ihr bei euch im Team REEZA einführen könnt.

Das ist jetzt ein bisschen ein längerer Punkt. Bisher war ja der Stand, dass wir in 2-3 Teams starten, BuVo, LV Berlin und ein bisschen LV Niedersachsen. Jetzt sind auch noch weitere Teams auf mich zugekommen bzw. haben schon einfach losgelegt.

Ich bin da ein bisschen hin- und hergerissen. Einerseits finde ich die „einfach loslegen“-Energie voll schön und es freut mich, wenn Teams Bock auf REEZA haben. Das würde mir auch leid tun, das zu bremsen.

Andererseits habe ich die Sorge, dass wenn Teams ohne gute Begleitung loslegen, dass einige im Team dann eine schlechte Erfahrung mit REEZA machen, und dann für sie das Thema REEZA „verbrannt“ ist. Da ist dann der langfristige Schaden oft höher als der kurzfristige Nutzen, ein paar Monate früher mit REEZA anzufangen.

Mein aktueller Plan, beides sinnvoll zu integrieren sieht so aus. Wenn ihr als Team Lust habt, REEZA umzusetzen, macht ihr folgendes:

  1. Ihr sagt mir bescheid (am besten per Mattermost oder per E-Mail an georg.tarne@bewegung.jetzt) und macht ein Vorgespräch mit mir aus.
  2. Ihr schaut im Team den REEZA-Video-Kurs an
  3. Ihr bestimmt im Team 1-2 Menschen, die a) alle im Team interviewen, was deren aktuelle Tätigkeiten und Rollen sind und b) aufgrund dieser Informationen eine erste grobe Rollenstruktur ausarbeiten.
  4. Diese 1-2 Menschen machen mit mir einen Call aus, in dem wir über die grobe Rollenstruktur drüber schauen und sie in das Organigramm-Tool einarbeiten.
  5. Ihr macht mit als Team mir einen Termin für ein erstes Governance-Meeting aus, in dem diese erste Rollenstruktur aufgrund von Spannungen aus dem Team verbessert und verfeinert werden kann. Wenn ich keine Zeit habe, verweise ich euch evtl. an eine/n REEZA-Moderator/in

Von da aus schauen wir dann weiter. BITTE startet nicht ohne mir zumindest bescheid gesagt zu haben und ein kurzes 10-15-minütiges Telefonat mit mir. Mir geht’s nicht darum, euch zu bremsen, sondern die Einführung von REEZA auch langfristig motivierend zu halten.

Wieso dieser Ablauf? Wir haben jetzt bei 2 Teams das so gemacht, dass wir ohne grobe Rollenstruktur gestartet haben und alles über das Governance-Meeting eingepflegt haben. Das hat sich als super mühsam heraus gestellt. Um diesen Prozess zu entschlacken daher die Lösung der Vorarbeit. Und da ja in der Rollenstruktur nichts in Stein gemeißelt ist, kann im ersten Governance-Meeting alles sinnvoll verändert werden, was einem daran nicht passt. Dieser Prozess hilft also auch, wirklich die Erfahrung zu machen, dass alles verändert werden kann, und sich zu üben, nicht in den Stress zu verfallen von „oh Gott, ich muss da jetzt auch schon im Vorfeld unbedingt mitreden“. :wink:

Und: Das ist der aktuelle Plan, das kann sich in den nächsten Wochen auch aufgrund der gemachten Erfahrungen nochmal ändern. Aber im Sinne der Transparenz werde ich euch über Änderungen dieses Einführungs-Prozesses (auch im Eigeninteresse :wink: ) schnell informieren.

4) Neues Organigramm-Tool

Wir werden in den nächsten Wochen auf ein Organigramm-Tool für REEZA umsteigen, das dann auch Menschen ohne Account für dieses Tool anschauen können. Darauf dürft ihr also schon gespannt sein :smiley:

So, das war’s für jetzt von mir. Wenn Fragen sind oder ihr Rückmeldungen habt: Immer her damit :smiley:
Und seht mir bitte nach, wenn ich es nicht schaffe, auf alles sofort zu antworten. Arbeitsbelastung ist gerade am Rande der Belastungsgrenze. :confused:
Auch daran, dass sich das ab Januar ändert, arbeite ich gerade. :smiley:

Herzliche Grüße,
Georg :slight_smile:


#2

hallo! ich hab mir die videos angekuckt, weil ich erklär-videos schön finde und hab mich gefreut, dass es in dib einen positiven gebrauch des wortes “anarchie” gibt. ich hab mich schon mit soziokratie, gfk und systemischen konsensieren auseinandergesetzt.

mich würde jetzt interessieren, wie die erfahrungen waren, in denen reeza probiert wurde und warum das nicht auf dem letzten bpt wie vorgesehen diskutiert und abgestimmt wurde.

ich überlege grade eine satzung für eine anderes projekt, das kleinparteien-bündnis und frage mich, ob sowas wie reeza nicht auch dort total sinnvoll ist. nun ist es eine entwicklung für dib, das zwar nicht heterogen sein will, aber in den zielen einig. wohingegen die parteienlandschaft alles mögliche an zielen parat hält. allerdings hab ich das gefühl, dass man sich schon recht früh auf reeza einigen sollte und soetwas schwer einzuführen ist, wenn sich gewisse strukturen schon verfestigt haben.

hättest du denn bock, auf eine schulung im rahmen des kleinparteien-bündnisses, @georgtarne ?


#3

Das Posting oben ist von Dezember 2017, neues von REEZA habe ich lange nicht gehört, außer:

https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/alternative-strukturen-zu-landesverbaenden/26924/37


#4

Zuletzt hörte ich als Begründung für das Scheitern von Reeza bei DiB, dass Reeza eher zu Unternehmen passt, als zu Organisationen, die zu großen Teilen von ehrenamtlich Arbeitenden anhängig sind.


#5

das hast Du richtig wiedergegeben. REEZA ist super, aber als Organisation aus lauter ehrenamtlichen Personen, die mal mehr und mal weniger Zeit haben, hat es leider nicht ganz gepasst.
Denn wenn Personen mal teilnehmen und dann längere Zeit mal wieder nicht teilnehmen und dann dazwischen neue Personen dazukommen und auch wieder weg bleiben, lässt sich das Konzept nicht wirklich umsetzen.
Dafür müssten, wie in einer Firma, Personen kontinuierlich an den Themen arbeiten, aber wir können ja keinen der ehrenamtlichen Personen dazu verpflichten, dies zu tun.


#6

REEZA ist eine einfache Organisation und trotzdem eine gute Diskussions- Projektentwicklungsgrundlage mit stichhaltigen Abläufen. Modifizierbar /anpassbar und erweiterbar ist es auch, meinerseits auf jeden Fall eine Empfehlung als Startkonstruktion, auch für politische Projekte…

Ja, nun,
Zeitressourcen für regelmässiges Mitmachen freizustellen ist auch / teils in erster Linie eine Frage der Motivation für die Priorisierung eines Projektes.
Es bedarf einer grossen Begeisterung heutzutage die freie Zeit die man hat in einem bestimmten “freiwilligem” Vorhaben reinzustecken, wenn andere Beschäftigungen mehr direkten “Nutzen” bringen, selbst wenn dieser “nur” der Erholung oder dem Vergnügen dienen - auch ohne weitreichender Zielsetzung -, die mit sofortiger Wirkung aber eben “attraktiver” und “lebenswerter” erscheinen…

z.B. DiB ist in bestimmten Richtungen schnell gewachsen und hat ein klassisches Problem der Gemeinschaftsbildung :
Gute, hohe und aber aufwendige Ziele, doch nur mäßige Motivation - begeistert als “lebendiges Projekt” noch nicht ausreichend -,
was dazu führt, daß Fluktuationserscheinungen die Stammentwicklung sehr verlangsamen.

DiB braucht eine Profilerneuerung, siehe
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/mitglieder-halten-und-gewinnen-aufruf/27347/16

…und stellt dadurch gleichzeitig als ein grundlegendes Beispiel dar, die Schwierigkeiten jedes ambitionierten politischen Projektes, wie


das nicht auf populistische Vorgehensweisen und Aussichten setzt


#7

ich wollte es eigentlich nicht posten, weil ich bin ja nur bewegtes, aber ich sehe das ähnlich wie drakon.

ich glaube, reeza gehört zum allgemeinen reformstau, genau wie die soziokratie. man hätte reeza wirklich sofort zur gründung einführen müssen. dass jetzt leute kommen und gehen oder hin-und wieder reinschnuppern halte ich für eine post-btw17-erscheinung. es gibt ja dennoch eine menge leute, die kontinuierlich arbeiten, auf mattermost und offline, aber die sind vielleicht nicht mehr daran interessiert, relativ autonome und transparente strukturen zuzulassen

vielleicht muss reeza auch nochmal angepasst werden. einen 4- stunden workshop allein für die struktur, dass ist vielleicht etwas viel. das im laufenden betrieb zu implementieren ist vielleicht schwierig, aber wenn der nutzen sofort sichtbar wird…