Wirtschafts-Hintergründe in Deutschland - Ich glaub mir wird schlecht

Kann denn jemand bitte den Wahnsinn stoppen:

Investition: Katar steigt groß bei RWE ein

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Und so machen wir uns immer weiter abhängig … Aus gehabtem Schaden nichts gelernt!

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Eine Autokratie mit eine andere ersetzt und gleichzeitig geht der größte Windradhersteller in Insolvenz. Was für ein Erfolg. .

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Mal die Kirche im Dorf lassen. RWE hat einen Börsenwert von ca. 26 MRD €. Mit dem Einstieg hält Katar ca. 9% des Aktienkapitals. Bislang war BlackRock mit 7% größter Aktionär.

https://www.rwe.com/investor-relations/rwe-aktie/aktie-im-ueberblick/aktionaersstruktur#:~:text=Nach%20unserer%20jüngsten%20Erhebung%20waren,23%20%25%20unseres%20Aktienkapitals%20auf%20sich.

Na dann @RobWoh

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Verbeugen oder frieren. Im Ernst, natürlich moralisch bedenklich oder eigentlich ein NoGo. Alternative Vorschläge, welche adhoc helfen, sind gerne gesehen.

Realpolitik +zumal in Kriesenzeiten+ ist nie ! = moralisch vermittelbar =.
Work+Life+Balance sozusagen als Paralelle.
Aber gerade die Kataris haette ich ausgelassen.

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Tja, ich würde mal sagen „Faust auf’n Tisch“ und klar, laut, mit Vehemenz verkünden „Spart endlich“!

Jetzt diskutieren die Leute schon wieder darüber, dass man Weihnachtsbeleuchtung reduzieren soll. Schon alleine, dass man so etwas überhaupt verkünden muss und es keine Selbstverständlichkeit ist, ist ein Unding.
Tagelange Berichte in den Medien über verstopfte Flughäfen, weil die Leute nach zwei Jahren Corona endlich mal wieder in den Urlaub fliegen „müssen“.
Auf der Wiesn dürfen ein Bier und ein halbes Hähnchen soviel kosten, wie eine Woche lang Bude heizen. Aber über Letzteres regt der Pöbel sich auf.

Habeck könnte mal Lindner in die Schranken weisen oder dafür sorgen, dass wir mit den Erneuerbaren einen Zahn zulegen (Papierkrieg um Photovoltaikanlagen: Der lange Kampf um den Strom vom Dach | tagesschau.de).

Statt auf Menschenrechte zu schei… und sich den nächsten Despoten um den Hals zu werfen, einfach mal das eigene Volk wieder einnorden.

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Heute früh las ich bei Focus Online (nicht immer solide Quelle) einen Bericht ursprünglich deutsche Welle, das uns Uruguay ein gutes Beispiel gibt und schon beinahe den ganzen Energiebedarf des Landes aus Erneuerbaren deckt. Weniger Bürokratie, alle Akteure um einen Tisch und jetzt geht ihnen der Ukraine Konflikt woanders vorbei.
Die Art und Weise mit einer Energiekrise umzugehen ist nirgendwo so deutsch wir kompliziert als hierzulande.
Ich kann diese Politik nicht beschönigen die hier seit Jahrzehnten gemacht wird. Probleme werden so nicht gelöst, allenfalls verlagert.

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Das ist jetzt auch nicht viel mehr als ein Totschlag-Argument: erstens fliegen nur die Menschen in Urlaub, die sich das leisten können und zweitens müssen vor allem die Menschen hohe Gas- und Ölpreise zahlen, die in Miete wohnen. Ich vermute, dass die Schnittmenge sehr klein ist.

Jene, die auf die Wiesn gehen und sich einmal im Jahr ein paar überteuerte Bier reinschütten und überteuerte Hendl essen, sind vielleicht in beiden obigen Gruppen zu finden. Aber das ist Freizeit, freiwillig und nicht lebensnotwendig. Du willst den armen Menschen und den Ärmeren unserer Gesellschaft das bisschen feiern doch nicht verbieten wollen. Dass die Medien über deren Unmut berichtet ist auch nur der notwendigen ‚Abwechlung‘ in der Berichterstattung geschuldet und sollte nicht überbewertet werden.

Das wir bzw. die Politiker immer noch nicht die Macht der Erneuerbaren erkannt haben ist beschämend. Wo doch alle in der Pandemie gelernt haben, auch mal auf die Wissenschaft zu hören ist kein Schaden. Naja, leider halt doch nicht alle!

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Hei Thomas. Das musst weder du noch wir anderen. Gerade weil wir die Politik der letzten Jahrzehnte nicht mehr haben wollen gibt es DEMOKRATIE IN BEWEGUNG.

Und die Wähler*innen haben die Wahl. Alles so zu lassen wie bisher. Oder uns zu unterstützen und zu wählen. Sie müssten es nur tun.

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Das sehe ich ganz anders, Jochen. Es geht genau um diese Menschen, die ich verachte.
Diejenigen, welche abends nicht in den Schlaf kommen, weil sie nicht wissen, wie sie morgen die Kids satt oder die Wohnung warm bekommen sollen, sind weder am Flughafen noch auf der Wiesn anzutreffen.
Es geht um die, welche ein, zwei Stufen höher stehen und nicht gewillt sind, ihren Beitrag am Sparen zu leisten.
Zweitens geht es eben nicht ums Verbieten, sondern darum, den Grips einzuschalten und von sich selbst auf den Trichter zu kommen, statt einer Flugreise mal in die Eifel oder den Harz zu reisen, statt das nächste SUV für die Grossstadt zu bestellen, ein sparsameres Modell zu wählen, etc., pp.

Es geht um das WOLLEN, wie @Bine richtig schreibt.
Ich will meine (wirtschaftlichen) Erfolge weiterhin geniessen, keine Abstriche machen, weiter wachsen, CO² verballern ohne Ende, ich will, ich will, ich will.
Woanders sterben Menschen, werden auf’s grausamste gefoltert für eine Meinung wie Du und ich sie haben, müssen flüchten weil ihr Dorf absäuft oder abfackelt und so weiter und so fort. Hier regen sie sich über 8% Inflation auf und darüber die Zimmertemperatur um 2° zu senken. Geht’s noch?

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Klare Worte. Nichts hinzuzufügen.

Das ist doch genau das Problem: Solange die Menschen (und die Corona-Pandemie hat das ganze noch mal potenziert) sich immer mehr auf Egoismus zurückziehen, bleibt der Politik doch nichts anderes übrig, als aus realpolitischen Gründen moralisch fragwürdige Deals zu machen. Man kann um Sparen bitten, so viel man will - wenn der Wille fehlt, ist es sinnlos. Ich finde es daher falsch, der Regierung hier den Schwarzen Peter zuzuschieben. Man muss sie zurecht kritisieren, aber Schuld an der Misere ist sie ganz sicher nicht - und dass nicht nur, weil die im Grunde nur den Schwachsinn aufräumen müssen, den uns 23 Jahre Schröder und Merkel eingebrockt haben.

Wenn die Politik in dieser Frage nicht realpolitisch (oder pragmatisch) handeln würde, würden sie die Menschen in die Arme von so Gestalten wie Wagenknecht, Höcke, Gauland, Weidel oder Ballweg treiben. Ob das die bessere Alternative ist, ich weiß nicht.

Die Frage ist also, wie bekommen wir den Egoismus wieder eingefangen, damit wir es uns wieder leisten können, unsere Entscheidungen auch nach Moral und nicht nur realpolitischen Gegebenheiten fällen können. Und eben nicht das kleinere (Katar) dem größeren (Putin) Übel vorziehen müssen…

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Da stimme ich nur teilweise zu.
Klar bei Dir bin ich bzgl. der Argumentation, dass die aktuelle Regierung die Fehlentscheidungen der vergangenen korrigieren muss. Auch macht sie im Grossenganzen bisher einen guten Job bei der Krisenbewältigung allgemein - insbesondere Habeck & Baerbock.

Warum man jedoch nicht mal schnell ein Gremium und ein bisschen Kohle locker macht um bei den Erneuerbaren aus dem Quark zu kommen, verstehe ich nicht. Das Gremium sollte die 16 Länderregelungen + die Bundesvorgaben zusammenführen, eindampfen auf das Nötigste und Bürokratie reduzieren.
Vermögenssteuern rauf, Subventionen für Flugbenzin weg, Subventionen für die Schiene und den ÖPNV nicht nur rauf, sondern auch vereinfachen (viele Gelder werden nicht abgerufen, weil zu kompliziert), etc.

Und, wie gesagt, fehlt mir die klare Ansage an die Leute zum Sparen. Das ist mir zu seicht bisher, vor allem aus den Reihen von FDP und SPD - über Opposition reden wir mal gar nicht.

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Ich möchte auch meinen Senf dazugeben:

Sofian schreibt: „Man muss sie zurecht kritisieren, aber Schuld an der Misere ist sie ganz sicher nicht - und dass nicht nur, weil die im Grunde nur den Schwachsinn aufräumen müssen, den uns 23 Jahre Schröder und Merkel eingebrockt haben.“

Doch Sofian, es ist die Kombination eins SPD/ Grüne, die Kombination zwei CDU / SPD, die Kombination drei CDU / FDP und die Kombination 4 CDU / SPD. Nur von Merkel und Schröder als Verursacher zu schreiben ist falsch und verkennt die Ursachen unserer heutigen Misere.

In Verbindung mit den Experten der Wirtschaftswissenschaftlichen Institute, die als Experten immer noch dem Mantra eines Wohlstandes basierend auf Wachstum hinterherhecheln, kann keine Reformation, keine Erneuerung unserer Denkweise erfolgen.

Solange eine Wirtschaftswissenschaft dem Wachstum hinterherhechelt wird sich nichts ändern.

Vor fünfzig Jahren hat der Club of Rome eine Ausarbeitung veröffentlicht. Reaktion der damals politisch Verantwortlichen: Null.

Hat der Ölpreisschock 1973 was bewirkt? Null. Ursache war das Ölpreiskartell der OPEC-Staaten.

Was oder Wem wurde gehuldigt? Einem stetigen Wachstum.

Hilft uns das irgendwie weiter. Wo wollen wir sparen, an was wollen wir sparen, wer soll sparen?

In den Beiträgen werden verschiedene Aspekte vermischt. Die Beteiligungen von Katar´s Investmentfonds und Black Rock bei RWE sind doch Krebsgeschwüre eines deregulierten Finanzmarktes.

Wer hat das ermöglicht? Thatcher, Reagan, Kohl und Konsorten.

Wem hat diese Deregulierung genutzt? Den im Finanzmarkt Tätigen.

Es ist die weltweit frei verfügbare Geldmenge, die dieses Ungleichgewicht verursacht.

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na ja. die Gangart (abgesehen vor der Kriesenbewältigung) ist eher ‚konventionell‘,
mehr Klaeckern als Klotzen - trotz „Basuka“ u. Wumms"-Rethorik,
verstrickt in Besitzstandswahrungsreflexe.

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oder Wählerschaftbestandswahrungsreflexe :wink:

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na dann sind aber unsere Aller Pawlowsche… gefragt.