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Wahlkampfmethoden

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#61

Volksbühne (Berlin) hat kein “Tempanon”, aber trotzdem eine imposante Front.
So was?
VB%20DiB%20kl


#62

Als Grundlage nicht schlecht. Aber eine schöne, plastische Bleistiftzeichnung schwebt mir vor, bröckelnder Putz, naja. Wenn man sich dazu entschließt, das zu machen wird sich schon ein Zeichner finden (notfalls hätte ich sogar jemanden, ist aber sehr problematisch da minderjährig)


#63

Bist Du zufällig aus Berlin? Kennst Du die ´Klax-Gallerie´?
http://www.klax-galerie.de/
grafik
DAS SIND KÜNSTLER!


#64

Ich bin nicht aus Berlin. Aber was ich meine ist, dass ein Zeichner in der Lage sein müsste, eine echte plastische Illusion einer abbröckelnden Fassade zu erstellen. Meine Tochter würde das vielleicht schaffen, leider kann ich nicht halb so gut zeichnen wie sie.
Man könnte das natürlich auch mit einem im Computer retuschierten Bild machen, aber auch das muss man können.

Wenn der Vorschlag jetzt nicht auf breite Ablehnung stößt, welche Themen, die wirklich auf den Nägeln brennen könnte man den noch wie clever illustrieren und auf den Punkt bringen? z.B.

  • Soziale Gerechtigkeit
  • Kriegsgefahr
  • sinkende Löhne
  • Umwelt
  • drohende Wirtschaftskrisen

Ich meine, Wahlplakate mit Personen oder einfach nur platten Sprüchen zu drucken fände ich reine Verschwendung. Die PARTEI hatte 2017 eines mit “Inhalte überwinden”. Das war zwar irgendwo genial, vom Standpunkt einer Satirepartei, sein Sinn dürfte sich aber nur den ohnehin stark politisierten erschlossen haben

Ich würde denken:

  • nicht um den heißen Brei drumrumreden
  • trotzdem prägnant, einprägsam und kurz bleiben
  • Werbung muss sich abheben

Verdammt schwer unter einen Hut zu bekommen. Mit Masse können wir aber keinen Blumentopf gewinnen, dazu fehlt uns das Geld, also geht es, wenn überhaupt, nur über Qualität.


#65

Die Europawahle sind gerade noch an den Schwerpunkthemen für die Wahl.
Sind aber schon fast fertig - wird bis Sonntag stehen, da geht es ja dann wirklich los mit Wahlkampf - mit der PK!
Die Webseite mit allem wichtigen sollte auch bis Montag fertig sein!
Die neue URL wird www.deineuropa.jetzt heißen :100::eu::heart:

Für hashtags gerne #deineuropa und #hopeisback nutzen!


#66

die Frage wäre, mit welcher Partei wir für das europaweite BGE werben wollen ? :wink:


#67

Globalisierungskritik wird heutzutage aus rechter Seite missbräuchlich genutzt,
daher ist die Distinktion demgegenüber, eben durch die Betonung der Weltoffenheit , absolut notwendig.
Und eingentlich ein guter Aufhänger um gezielt Aufklärung über die obige Fragen zu betreiben, auch als Wahlkampfmethodik (u.A.),
indem man genau auf ein solche Argumentation schon Kurzslogans entwirft :wink:

welche Menschen sind hier aber gemeint? und
sind unsere bessere Lösungen nicht weltoffenheit-kongruent ?

doch, die sind es und
wir sollten sicher nicht den Fehler begehen unsere Positionen und Werte gegen andere unserer Position und Werten auszuspielen, nur weil der Wahlkampf-Modus oberflächlichere Qualitäten teils nahelegt.

Also müssten wir genau jene Erzählungen finden, die uns voll entsprechen und ausdrücken und Nichts dabei ausblenden :slight_smile:

Und die Abschottung die du meinst ist nicht gegen die Weltoffenheit :wink:


#68

Globalisierungskritik kritisiert eben vernünftiger weise nicht globale Bezihungen, sondern d. Rosinnenpickerei der ‘global player’.
Müsste also heisen: Kritik des ungeregelten Wirtschaftliberalismus.


#69

Mit Menschen sind die Bürger gemeint, die nach Antworten auf ihre Probleme suchen. Die Rechten geben ihnen bestimmte Antworten, die offenbar einige überzeugen, obwohl sie eigentlich vollkommen am Problem vorbei gehen. Z.B. wird thematisiert, wie “viel” uns die Versorgung der Flüchtenden kostet, wie teuer die Sozialsysteme sind etc., es wird aber nicht darauf eingegangen, welche gigantischen Summen allein durch die Gier des Finanzsystems via Zins und Zinseszins aus dem System gesogen werden, es wird nicht thematisiert, welche Last von den starken Schultern auf die schwachen umverteilt wird etc.

Die rechten Parolen von den Flüchtlingen, die uns alles wegnehmen, kann man jetzt im Wahlkampf von zwei Seiten angehen:

  • Man thematisiert, wie wenig die Versorgung der Flüchtenden kostet
    oder
  • man thematisiert, wie viel unser Finanzsystem an Geld verschlingt

Ich halte den zweiten Part für besser, weil es das eigentliche Problem betrifft, das andere ist bloß beschwichtigendes Gelaber. Wenn sich die Gelegenheit bietet, also in einem Gespräch, einer Rede o.ä. kann man auch den Zusammenhang erläutern, Vergleiche ziehen etc. Für einen Wahlkampfslogan ist das aber nun mal viel zu kompliziert, da sollte man sich eben auf das zweite Thema stürzen. Das ist keine Frage der Verleugnung der eigenen Haltung des ersteren sondern folgt einfach der Logik, sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Wenn Du einen Kurzvortrag von 5 Minuten halten musst kannst Du darin nicht alle Inhalte eines halbstündigen Vortrags unterbringen.

Was ich für kontraproduktiv halte ist einfach die Reaktion auf rechte Hetze statt der Aktion, eigene Themen zu setzen.
Wir sollten nicht sagen: “Eure Probleme sind nicht die, die die AfD benennt”, wir sollten sagen: “Eure Probleme sind die und die, wir wollen die lösen”


#70

ich denke schon daß auch in kurzen Darstellungen die Unterscheidung machbar ist und da sie eben ganz wichtig ist, muss sie sein.

Und der Grund dafür ist auch ein anderer und grundsätzlicher:
Die Rechten sind ab der Mitte (SPD(heute)-CDU-CSU-AFD-FDP) an jenem Punkt der neoliberalen politischen Ausrichtung nicht groß unterschiedlich untereinnader.
Es ist also keine AfD-Thematik-Reaktion wenn man von Weltoffenheit spricht,
man muss nur den richtigen ganzheitlicheren und “weltweiten” Bogen öffnen (und wieder - innen-politisch dann - schließen) und den Menschen die ihre Probleme noch nicht bis dorthin betrachtet haben, dazu bringen, weiter zu sehen :wink: und die wahren Ursachen zu erkennen…


#71

#deinEuropa finde ich richtig gut. :love_you_gesture:t4: Besser sogar als DiE (“stirb”… /Demoktratie in Europa).


#72

In öffentlichen Toiletten (Parkbuchten an der Autobahn?) - für stehende Fahrer über dem Urinal, für sitzende Fahrerinnen Innenseite der Toilettentür. Dafür würden nur kleine Plakate benötigt. Was wären dafür “passende” Themen? :wink:


#73

Ich bringe jetzt mal eine ganz radikale Wahlkampf-Methode ein:

…wie wäre es mit Themen!


#74

Ohne Kritik an irgendwem hier auszuüben dachte ich mir das Gleiche.
Gestern Abend erst wurden wir auf unserer Facebook Seite dafür kritisiert, dass DiB doch nicht noch eine “Nörgelpartei” sein soll sondern mit Ideen und Vorschlägen zur Besserung glänzen soll. In die Richtung “Das läuft scheiße, aber hier ist unsere Idee wie man das verbessern kann” anstatt “Schaut mal! Das läuft scheiße!”


#75

Wir haben über 200 Initiativen im Plenum stehen, von denen die meisten angenommen wurden.

Das sind eine Menge Themen finde ich.


#76

Themen sind Themen und Methoden sind Methoden! Nicht vermischen :hugs:. Das Eine dient dazu das Andere an die Frau zu bringen!


#77

ja, Themen und Methoden getrennt betrachten um zu wissen Was man gerade und Wie machen sollte, ist wichtig,
aber “vermischen” ist dann auch klug :wink: :
die Aufforderung “Mitmachen”
(“wir wollen deine Ideen, nicht nur deine Stimme”)
ist eine Methode und Thema von DiB zugleich :wink: : hin zum ersten Punkt von
Partizipation - Aufklärung - Kooperation” als Bewegungs-aufbau-programm, - wurde eigentlich vom Anfang an auch praktiziert :slight_smile:

und dieser zentrale Ansatz von DiB, worauf auch das Initiativen-Prinzip basiert, ist das Werbe-Bindeglied zwischen
Zielsetzung > Methode und > Inhalt
_ gut kombinierbar nicht nur mit
Veranstaltungen / DiB-Tischen / Strassenständen / Plakatbotschaften, sondern auch mit Online-Interventionen : s.


und


#78

Zurück zum eigentlichen Thema: Wahlkampfideen :wink:

Neulich habe ich irgendwo gelesen (Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr wo), dass es im Ausland teils die Möglichkeit gibt sein ÖPNV Ticket mit Sit-Ups zu bezahlen.
Weil wir ÖPNV ja auch auf unserer Themen Liste haben, dachte ich an eine Aktion bei der man einer gewissen Anzahl von Menschen im Gegenzug zu 30 Sit-Ups das lokale ÖPNV Ticket bezahlt.
In Stuttgart wären das bei 50 Personen kosten von 145€ , was ich völlig überschaubar finde…
Was haltet ihr davon? Ich frage gerade allgemein rum :smiley:


#79

Das ist zwar ein netter Gag, aber erkläre z.B. mal Alten und Rollstuhlfahrer*innen, warum die anderen bevorteilt werden. :slight_smile:


#80

Das wäre ja ziemlich ableistisch. https://de.wikipedia.org/wiki/Ableism

Und dieses Leistungsprinzip dabei sagt mir irgendwie auch nicht zu. “Leiste was, dann kriegste was.”