Volksbegehren Artenschutz “Rettet die Bienen” in Baden-Württemberg

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das DiB LV BW Logo auf deren Website wird in Kürze angezeigt werden.

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ist nun auf der Website des Volksbegehrens drauf. :wink:

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Na also, geht doch!

edit:
Und so geht’s natürlich auch. Jeder Baustein zählt.

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Und die ersten motzen schon rum- Der Obstbauernverband lehnt das Volksbegehren ab weil es die Gewinne der Mitglieder schmälert. Wie immer, Kommerz vor Vernunft. Frag mich nur wer die Bestäubung übernehmen soll wenn die Insekten weg sind. Und was mir da grad durch den Kopf geht will ich mir nicht bildlich vorstellen.

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In China gibt es bereits eine Region, in der Menschen mit Pinzetten die Obstbäume bestäuben. Ob das billiger ist als Naturschutz?!?

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Frau Klöckner und der ganze Bauernverband beim Zwangsobstbaumbestäuben lebenslang?

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also ich bin neu hier, möchte mich aber dennoch gerade hierzu äußern. Ich helfe regelmäßig jedes Jahr einem befreundeten Winzer in Oberbergen bei der Weinlese. Dieses aktuelle Thema stößt bei Winzern und anderen hier in der Gegend auf enorme Kritik. Man achtet auf ökologischen Anbau und tut alles mögliche für den Umweltschutz damit die Bestäuber erhalten bleiben oder gar vermehrt werden können. Und was tut die Landesregierung. Sie stellt nichts konkretes darf was Insektenschutzmittel in großem Umfang verbieten würde. Auch bei einem Herrn Kretschmann geht hier der Profit vor dem Artenschutz.
Mehr sage ich dazu nicht sonst wird es undiplomatisch.

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Ich habe gestern an einem Obstbaum-Schnittkurs teilgenommen. Veranstaltet vom hiesigen Obst- und Gartenbauverein, Kursleiter ein Obstlandwirt aus der Region Ortenau. Mein Anliegen: ich wollte wissen, wie wir zivilisierten Landbewohner Obstbäume und Sträucher zu schneiden haben, damit diese uns wohlgefallen. Ich weiß eigentlich ohne Qualen wachsen lassen. Ich hatte mir deswegen auch nicht viel erwartet aber:

Irgendwann wurde mal nebenbei über die Kirschessigfliege - siehe Wikipedia oder Umweltbundesamt - gesprochen und die vielen meist einzelnen Obstbäume in Gärten und auf Äckern, die nicht mehr bewirtschaftet und somit auch nicht mehr abgeerntet werden.

Wenn nun, wie im Wiki-Artikel zu lesen, solche Bäume in etwa 1km Abstand zu den Wirtschaftsplantage stehen, dann können diese ihre Ernte bei Befall in die Tonne kippen, denn die Abnehmer wie Ferrero - ja die Kirschen kommen schon lange nicht mehr aus dem Piemont :wink: -, große Handelsketten etc. bei ihren Wareneingangskontrollen Befall feststellen, dann schicken diese die Ladung wohl zurück. Ich vermute mal, dass diese es nur dann machen, wenn sie noch genügend andere Liefermengen haben.

Das heißt, dass der auch im Volksbegehren gewünschte Erhalt von Streuobstwiesen in zweifacher Weise schädlich sein kann:

  1. Bleiben Streuobstbäume, die nicht mehr bewirtschaftet werden, also die Ernte bleibt liegen/hängen, stehen, dann stört dies erheblich naheliegende Streuobstbäume, die bewirtschaftet werden. Da die Kunden auf den Wochenmärkten aber auch nur noch perfektes Obst kaufen - mit einer steigenden Anzahl an Menschen, die auch unperfektes Obst kaufen würden - kann dieses Obst kaum noch an Frau und Mann gebracht werden.
  2. Wurden in Bayern bereits Bäume gefällt, aus Angst vor einer Bestandsschutz-Regelung, die aufgrund des dortigen Volksbegehrens in ein Gesetz übernommen werden könnte. Siehe zum Beispiel hier.

Soweit kann ich die Angst und Kritik nachvollziehen. Wo mal wieder gelogen oder aus Unkenntnis Falsches behauptet wird: laut der Aussage des Obstbauern haben die Landwirtschaftlichen Verbände nach Veröffentlichung des derzeit erarbeiteten Gesetzes wohl nur 24 Stunden Zeit eine Stellungnahme abzugeben. Einerseits glaube ich die 24 Stunden nicht ganz und andererseits wusste er nicht oder ignorierte, dass auch die Landwirtschaftlichen Verbände beim aktuellen Dialog mit der Landesregierung am Tisch sitzen.

Ein anderer Kritikpunkt ist, dass die Landwirte Angst davor haben, dass von heute auf morgen die noch einsetzbaren Pestizide verboten werden, ohne dass es eine Alternative gibt. Nun halte ich diese Angst für relativ unbegründet, da solche gesetzlichen Einschnitte bisher immer mit einer Übergangsfrist versehen sind und werden.

Leider war auch meine Kenntnis zum Volksbegehren und dem Dialogprozess zu umfangreich, dass ich gestern nicht angemessen unser aller Unkenntnis wenigstens in Ansätzen bereinigen konnte und außerdem habe ich begonnen zu frieren.

Also: es braucht Aufklärung auf allen Seiten.

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gibt es wohl kaum. Ich kenne hier oben rund um Hamburg lediglich einen „Bio-Apfel-Papst“, der das macht. Und die Bioobstbauern haben ja auch ihre Spritzmittel auf Kupferbasis. Es ist ja nicht so, dass da garkein Pflanzenschutz stattfindet. Der beginnt nämlich schon mit der Auswahl der robustesten und resistentesten - meist alten - Obstbaumsorten. Und auch solche stehen meist in Streuobstbeständen.

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Ja, in solchen Bereichen ist der regionale Unterschied zwischen Nord und Süd, zwischen den Bundesländern und teilweise zwischen den Landkreisen sehr groß. Bei uns im Rheintal gibt es neben Weinbau immer noch relativ viel Obstbau. Da bei uns die Erbschaft von Acker und Wald zu immer kleinteiligeren Flächen geführt hat, die nun durch Zukauf wieder umgekehrt wird, sind die Flächen bei uns deutlich kleiner als in Norddeutschland.

Dass du das mit dem Kupfer erwähnt hast, hat mich nun etwas recherchieren lassen, denn gestern hat der Obstbauer auch behauptet, dass das Kupferpräparat nur im Bio-Winbau erlaubt sei und sonsst gebe es nichts nützliches mehr. Sehr stark untertrieben, wenn ich mir dieses Seite ansehe:

Hier wird auf eine sehr umfangreiche Liste erlaubter - genauer: zugelassener - Pflanzenschutzmittel verwiesen, die 161 Seiten umfasst. Von Seite 82 bis 115 sind da alle Mittel für den Obstbau nach Wirkungsbereich aufgelistet. Das sind meines laienhaften Erachtens „etwas“ mehr als „nichts“.

Desinformation ohne Ende. Nur damit alle so weitermachen können wie bisher.

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Meintest Du damit die Infos von Deinem Baumschnittkurs?
Ich finde die von Dir verlinkte Seite sehr informativ.
Ich denke, ganz „ohne“ scheint es nicht zu gehen, denn dann riskiert man bis zu 40% Ertragsausfälle im Obstbau. Und davon kann eventuell kein Obstbauer existieren. Dazu müßte man dann mal Eckart Brandt befragen.
Brandt, der selbst ausschließlich biologisch anbaut, steht dem ökologischen Obstanbau allerdings auch kritisch gegenüber: „Die wollen das gleiche Sortiment wie die konventionellen Kollegen. Es werden Sorten angebaut, die für einen ökologischen Apfelgarten viel zu empfindlich sind. Öko heißt dann, dass man die Bäume mit Bio-Spritzmitteln statt mit Pestiziden bepüstert.“ Aufgrund dieser Meinungsverschiedenheiten ist er aus dem Anbauverband Bioland ausgetreten.

Es wären mir aber in jedem Falle schon mal Pflanzenschutzmittel lieber, die im Ökolandbau zugelassen und überprüft sind. Besser noch die Äpfel aus meinem eigenen Garten. Die sind völlig unbehandelt. Aber es fallen dann tatsächlich auch gut die Hälfte vom Baum und sind wurmstichig oder sonstwie faul.

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Okay ; nicht besonderer effizient , aber früher wurde daraus Apfelmus , Konfitüre oder Saft und ein Teil bliebe einfach als Teil des Ökosystems zurück ; hatte den Vorteil , dass unsere heimischen Piepmätze fette Maden statt Meisenknödel aus China zu fressen hatten . Und es blieben trotzdem noch Äpfel für die Biotonne des Supermarktes übrig :apple:

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