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Vernetzung von Behörden und Systemen im Land / in EU


#1

Aufruf: Ich suche Mitstreiter*innen? Expert*innen? Prüfer*innen?
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag / persönliche Nachricht
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja
Eine Initiative von:
Bearbeitungsstatus: Idee
Redaktionsschluss: noch keine Angabe

Überarbeitette Idee (10/18):

Einleitung:
Deutschland arbeitet mit veralteten Systemen und muss dringend auf ein neues Level angehoben werden um nicht weiter hinter der EU und anderen Ländern zu hinken.

Problembeschreibung
Vieles muss umständlich bearbeitet werden. Es werden doppelte Arbeiten gemacht, Ressourcen verschwendet und “die eine Hand weis nicht was die andere macht.”

Forderung:
Ich fordere eine Überarbeitung des gesamten Systems und eine bessere Verknüpfung verschiedener Behörden und Zweige der Gesellschaft. Dies dient für eine bessere und langfristig kostengünstigere Verwaltung der Bürger und Vorgänge.

BITTE BEACHTEN:
Im Anhang dieses Beitrages befindet sich eine PDF. in der habe ich meine Idee noch einmal zusammengefasst und hoffentlich verständlich dargestellt.

(Prinzipiell ist es nichts neues. Das Rad sollte man nicht versuchen neu zu erfinden und wenn man ehrlich ist. Wiederholen sich Filme inzwischen auch immer mehr.)

Grüße Julian

Staatliche Vernetzung 10.18.pdf (340,7 KB)


Orginalidee und Beitrag:

Einleitung:
Ein Smartphone OS für den Deutschen oder sogar den Europäischen Raum zum Schutz der User vor Datenklau und Entmündigen durch Konzerne.

Problembeschreibung:
Google (Android), Apple (IOS), Microsoft (Windows) sowie diverse App-Dienstleister nutzten die Unkenntnis, das vermehrte Desinteresse und die Bequemlichkeit der User, um ihren Datenpool auszubauen und die Menschen mehr und mehr von sich und Ihren Produkten abhängig zu machen.
Hinzu kommt, dass immer noch sehr viele veraltete Android Versionen im Umlauf sind und die Gefahr des Datendiebstahles erhöhen.
Google hat bereits einen Marktanteil von 70-80% (quellenanhängig) dahinter Apple und MS

Forderungen
Ich wünsche beginnend mit den Öffentlichen Institutionen, die Einführung eine speziellen Smp-OS, welches für Diensthandys zur Pflicht wird, wie bspw in Russland, um sich Von Den großen Anbietern zu lösen. Dies Kann auf der Basis von Jolla oder einer gehärteten Android Version sein, welche nicht von Google selbst, sondern, von einer eigenständigen Firma Supportet wird. Wichtig ist, dass die Geschenisse, welche auf dem OS stattfinden einsehbar, also Quelloffen etc sind und Datenflüsse kontrolliert werden können. Apps könnten in VMs (virtuellen Umgebungen) eingesetzte werden, wie bei dem PC-OS Qubes-OS, um sie besser zu kontrollieren, auch wenn dort bspw keine Einsicht auf Inhalte möglich ist.
Das ermöglicht bereits einen höheren Datenschutz.

In einem Weiteren Schritt könnte dies für den Deutschen/ Europäischen Markt etabliert werden und in ggf abgewandelter Form (Android, IOS) verpflichtet werden. Somit wären die Konzerne verpflichtet dies Einzuhalten und Versionen anzupassen. Ähnlich wie in China, unter Einhaltung der Menscherechte etc.

Eines der Probleme ist, selbst wenn man auf den Datenschutz achtet und auf diverse Apps verzichtet und sein OS so härtet dass es als rellertiv sicher eingestuft werden kann (was schon zu viel für den normal-User ist) scheitert es am gegenüber, welcher einer App bspw Zugriff auf Kontakte etc zulässt, da die Mehrheit aus persönlicher Erfahrung einfach weiter klickt.

Bei einem einheitlich Geschützen Raum könnte der Schutz erhöht werden, ohne die Bequemlichkeit der User großartig zu schmälern. Wichtig ist, dass es funktioniert. Welcher Preis bezahlt wird, ist vielen bewusst, sie wollen es iwie auch nicht, aber etwas zu ändern, ist Ihnen zu aufwendig, bzw dann doch nicht wichtig genug. „Die haben doch eh alles schon von mir“.

Quellen
https://jolla.com/
https://www.teodex.com/index.html
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256790/umfrage/marktanteile-von-android-und-ios-am-smartphone-absatz-in-deutschland/
https://www.qubes-os.org/


#2

Ich glaube, das nur bestimmte Versionen von Android auf Smartphones lauffähig sind. Ich weiß auch nicht, inwiefern Daten bei Android geschützt werden müssen, so das nur Google einen Zugriff auf die Daten hat und andere User nicht.
Ich hoffe das es zukünftig möglich ist, eigene Datenschutzoptionen zu aktivieren, so das selbst Google von dem Datenzugriff ausgeschlossen werden kann.


#3

Shiftphone hat mir kürzlich mitgeteilt, dass sie an einem eigenen OS arbeiten.

Aber das hilft hier nicht für die Ini.

Mir ist gerade nicht ganz klar, was die Ini genau will. Inis sollen ja unser Programm sein. Und die Herstellung eines OS ist ja dem Markt überlassen. Da kann man schlecht was fordern.

Oder hab ich was nicht verstanden?


#4

Ich muss jetzt echt überlegen, wie ich das rüberbringe, dass es so ankommt, wie ich es meine.

Der Gedanke ist, den Bürokratischen Apparat auf ein System anzupassen, was kontrolliert werden kann. Windows als PC-OS, und Android, Apple und Windows sind keine Systeme, welche als so sicher eingestuft werden können dass dort mit Daten gearbeitet werden die einen nicht selbst betreffen (Stichwort: „Jeder ist seines Glückes Schmied“), sondern es werden mit fremden gearbeitet. Win 10 ist ein Instrument zur Datensammlung, wie Android und Apple auch und wenn bspw mit Patienten-Daten gearbeitet wird, ist das ein No-Go.

Leider hat München kapituliert, als sie das Linux im Bürokratischen Apparat eingestellt habe. Ich denke, dass es zu voreilig war. (Anderer Punkt)

Wenn man wie in Russland und China bspw auf Jollas Sailfish setzen würde (das soll keine Werbung sein) kann man es so anpassen, wie es gebraucht wird und Bundesweit würde ein System auf den mobilen Endgeräten laufen. (Dieses Konzept kann auch auf Desktop-PCs ausgebaut werden.)

Und mit dem Hintergrund finde ich ist es auch als ein Politischer Aspekt.
Denn nur so kann das Datenschutz zumindest auf oberster Ebene effizient durchgesetzt werden.
Denn die Konzerne lachen nur darüber, zahlen die Strafen und machen weiter und im schlimmsten Fall wird irgendwann die Politik von Konzernen wie Google etc vorgegeben und nicht mehr von der Politik selbst.

Außerdem wenn China schon als Technik-Nation auf ein eigenes OS setzt, finde ich müssen wir aufpassen, sonst werden wir ganz schnell noch weiter abgehängt. Die haben ein Näschen dafür. :slight_smile:

Das ganze ist ja auch eine Idee :slight_smile:


#5

Achso, alle öffentlichen Dienste sollen andere OS nutzen als eben die aufgezählten? Diese Forderung wäre eine wunderbare Ini. Aber ich hab es immer noch nicht, oder?


#6

Also selbst wenn es ein solches OS geben würde, müsstest du die Menschen dazu zwingen es zu nutzen, denn von selbst werden sie dass nicht tun.
Das wird bei Messenger wie WhatsApp ganz deutlich zwar gibt es mit Chiffry eine sichere deutsche Alternative aber keiner will diese haben.
Wie also soll es ohne Zwang umgesetzt werden?

Nachtrag:

Okay das ist was anderes. Das kann ich nachvollziehen.


#7

Zurzeit ist es sogar so dass wenn du den Datenaustausch zu Google verhinderst was tatsächlich möglich ist, Google dich aus seinem Dienstleistungsangebot ausschließt.


#9

Also im öffentlichen Dienst sehe ich schon mal nicht das Problem. Denn was vorgegeben wird muss umgesetzt werden, denn sonst ist es Vertragsbruch.
Dort ist es wichtig, sich von den großen Konzernen zu lösen um aus deren Abhängigkeit raus zu kommen!

Das mit der Öffentlichkeit sehe ich halt auch als kritisch. Wenn man jedoch überlegt, werden die Menschen inzwischen gezwungen. Der ottonormal Mensch hat nur die Wahl zwischen 3 Systemen. Also wirklich freie Wahl hat er nicht.

Und wenn die beibehaltet werden, aber nur noch in spezieller Form zugelassen sind hat der Bürger immer noch „nur“ die Wahl zwischen den 3 Systemen. Und deshalb die Überlegung mit VMs in denen Apps laufen, die Datenschutztechnisch bedenklich sind. Dadurch können Sie auf jeden Fall schon einmal etwas besser kontrolliert werden. Ähnlich wie bei Qupes OS.

Wichtig ist, dass es funktioniert, es keine Eingrenzung der freien Nutzung gibt und man nicht das Gefühl hat etwas machen zu müssen. Denn die Menschen sind nunmal „Faul“ sry aber wenn ihr ehrlich hinterfragt ist das so :slight_smile: (also nicht persönlich angegriffen fühlen :slight_smile: ) der normale Nutzer verwendet es wie es ist und ändert nicht viel daran.
Bspw kann wie in China Google von Haus aus nicht auf den Geräten zugelassen werden und wer es nutzen möchte installiert es nach.

Und es kann nicht sein, dass die Hälfte der Apps nicht mehr gehen, wenn man Google Dienste ausschließt (spreche aus Erfahrung) das zeigt doch noch einmal die krasse Abhängigkeit. :frowning:


#10

Selbst wenn nur der erste Teil meiner Idee Anklang findet, bin ich schon sehr zufrieden :slight_smile:


#11

Ich verstehe die Intention die hinter deiner Forderung / Idee steckt, @Julwern. Jedoch glaube ich, dass das weder vom Bürger (siehe Beitrag von @MDK)

, noch vom Staat gewollt ist.

Den Bürger*innen ist es weitestgehend egal, wer was mit ihren Daten macht. Man findet es zwar doof, nicht zu wissen wer die eigenen Daten wo, wie wofür nutzt, aber man ist zu bequem, Datenschutzrichtlinien bei einer Registrierung zu lesen oder einfach auf einen sicheren Messenger zu wechseln.

Der Staat wiederum will gläserne Bürger*innen. Snowden, in meinen Augen ein Held, wird kriminalisiert, Asyl wird ihm verwehrt. Da werden Polizeigesetze verschärft, mit dem Ziel, den Digitalaustausch der Menschen immer und überall überwachen zu wollen.
Der Staat wird kein System installieren, in dem Daten sicher aufbewahrt und ausgetauscht werden können, nur zwischen Parteien die es etwas angeht.

+++ nicht als Moderator +++


#12

Ich sehe noch ein anderes Problem, und zwar der Lobbyismus von diesen besagten großen Firmen. Deutschland ist gerade dagegen, dass diese Firmen in der EU höhere Steuern zahlen, aus Angst, Trump kommt mit der nächsten Sanktion daher. Keine aktuelle deutsche Regierung wird sich so gegen Google wenden.

Aber stopp, wie reden ja von einer DiB-Initiative. Wir wollen progressive Politik machen. Also ich finde das gut, @Julwern.

Ich glaube, dass ich es vielleicht auch langsam verstanden habe. :slight_smile:


#13

Ich finde es sogar bedenklich dass die Bürger keine Probleme haben von Firmen ausspioniert zu werden aber Probleme damit haben staatliche Organisationen ihre Daten anzuvertrauen.


#14

Also,
Ich achte schon darauf, wer meine Daten bekommt und was der damit anfangen könnte. Ausser bei DIB. Da habe ich allerdings das Vertreuen das DiB meine Daten nicht gegen mich anwenden kann.

Und es ist richtig, ich brauche Google eigentlich nicht. Sobald ich einmal des Android OS auf meinem Rechner habe, und nichts anderes ist das Smartphone, kann ich Updates sparen und muss nicht Google verwenden. Ich bin nicht bei FB oder benutze es nicht so stark auf meinem Smartphone. Twitter nutze ich eher, lass es aber auch nicht auf meine Adressdaten zugreifen.
Und sonst bin ich bei Telegram. Das verschlüsselt wenigstens untereinander. Und das war auch der Grund, warum ich Telegram gekauft habe. Klar, der Telegram Messenger kostet 2,45 Euro, aber dafür ist er verschlüsselt. Mittlerweile kann man mit Telegram sogar telefonieren, kostenlos.
Es gibt die Programme für kleines Geld. Und wenn wir noch mehr mit den Piraten zusammenarbeiten, dann können wir auch die “richtigen” Messenger benutzen. Noch ein Grund, die Zusammenarbeit mit kleinen , linken Parteien zu suchen, nicht nur für Europa.


#15

Findet bei mir höchsten Anklang @Julwern.
Habe nur keine Kapazitäten, bitte dich aber audrücklich um weiteres vorantreiben.
Dieses Seelendurchleuchten aus dem Silikon-Valley ist eine Bedrohung der Freiheit gleich Terrorismus.


#16

Achtung OT!

Ich bin mir nicht zu 100% sicher, was du mit “Updates sparen” meinst, ich muss aber dringend davon abraten, Updates des Betriebssystems nicht durchzuführen, wenn man denn welche angeboten bekommt. In aller Regel dienen diese auch dazu, Sicherheitslücken zu schließen, diese Updates nicht durchzuführen ist höchst gefährlich!


#17

Mich erinnert das ganze an die Stadt München, die etwas ähnliches ja mal umgesetzt haben, mittlerweile aber wieder rückrüsten:

Grundsätzlich:

München hatte mal beschlossen, alle Verwaltungsrechner auf Linux umzustellen, statt Microsoft. Das hatten sie dann auch umgesetzt. Allerdings stießen Unkompabilitäten zwischen verschiedenen Datenversionen zu Problemen und nervten die Mitarbeiter.

So haben sie sich entschlossen, nun wieder Microsoft zu nutzen, was sehr viel Geld kostet… und geben so die Kontrolle wieder an Microsoft ab.

So war zumindest mein Stand, durch ein - zwei Artikel. Vlt. weiß ja jemand mehr davon.


#18

Ja, Leon. Als Technik-Legastheniker frage ich mich jedesmal:
Update zulassen oder ablehnen? Zumal ablehnen gar nicht optional ist, du wirst gefragt:
-jetzt
-in 10min
-in einer Stunde
-in 4 Stunden.
Sch…ß Erpressung …
Ich erlaube es, weil ich so denke, wie du es soeben andeudest. Sicherheitslücken schließen.
Nur, … die Intelligent-Ingeniers sind doch nicht blöder als der Gesetzgeber???


#19

Die meisten Rechte tritt man schon beim ersten Herunterladen ab. Wenn man etwas an der Geschäftspraxis des Anbieters auszusetzen hat, dann sollte man sich da bereits die Gedanken darüber machen.

Updates (und gerade die von Betriebssystemen) ändern eher selten etwas daran, wie viele Daten vom Anbieter gesammelt werden. Es werden aber oft Sicherheitslücken geschlossen. Bei aller Kritik an Datensammelpraktiken von Facebook, Google etc.: Sicherheitslücken machen diese Daten für Kriminelle erreichbar. Und sind wir mal ehrlich: Auf jedem Handy würden sich genug Daten für Identitätsklau finden.


#20

Deshalb gefällt mir sehr die Argumentation

Und ja, die breite Gesellschaft ist mit diesen Fragen zumindest annähernd überfordert. Deshalb staatliche Schutzfunktion per gesetzlichen Regelungen.


#21

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