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Verfassung für den Planeten (vorher für Deutschland)


#21

Ich finde die Idee eine Verfassung neu zu entwickeln gut.

Der jetzigen Form merkt man sein Alter an und dem entsprechend muss man sehr viel interpretieren. Man merkt ihm auch die Sichtweise von vor 70 Jahren an… Aus damaliger Sicht wurden Sachen aufgenommen, die sehr fortschrittlich klangen, so würde ich es mir auch für eine neue Verfassung wünschen.

Ich denke aus heutiger Sicht sollte man so einen Prozess wieder in Gang bringen um eine Grundlage zu schaffen, die für die nächsten Jahrzehnte die Grundrichtung vorgibt. Dabei ist ja auch gar nicht ausgeschlossen, dass wir 75% oder mehr von dem jetzigen übernehmen.


#22

Ihr Lieben Alle, danke dass ihr so groß denkt und auch alle Bedenken formuliert.
JA ich finde eigentlich auch, dass wir groß einsteigen sollten. Aufsehen und Aufmerksamkeit sind wichtig. Demokratie in Bewegung darf sich nicht nur auf Deutschland oder Europa beschränken.
Lasst uns zeigen dass wir ALLE Menschen meinen.

Ich habe wieder was eingefügt bzw. angefügt. Danke @Surfista für den grandiosen Anfang.


#23

Das sehe ich ebenso. Dazu ist die Idee von DiB zu gut :wink:

Also folgender Vorschlag: Wir (alle die unsere Idee sinnvoll finden) arbeiten die Verfassung aus. Wir nehmen nach guter DiB - Manier die Gegenstimmen mit auf. Das Ergebnis stellen wir DiB zur Abstimmung vor.

Für die Gegenstimmen / Gegenargumente habe ich unten ein Kapitel eingefügt. Bitte ergänzt nach Belieben.

@Anna-Maria, ich finde “Gewaltenteilung” sollte eher Teil von “Die Gesetzgebung” sein. Oder andersherum. Irgendwie finde ich, das gehört zusammen. Was meinst du?


#24

checkt doch mal das Buch :open_book: “Das demokratische Weltparlament - Eine kosmopolitische Vision”.
Ich glaube, von Jo Leinen und Andreas Bummel.

Ich hab leider noch nirgendwo 'reinschauen können,
aber Franz Alt hat sich positiv dazu geäußert - insofern bin ich neugierig d`rauf.


#25

@surfista ja ich war mir auch nicht so sicher ob man das extra nehmen soll - mir ist das aber wichtig.
Unter Gesetzgebung ist das zu eingeschränkt - von der Überschrift her.

Vorschlag: da in jedem der Bücher einige “Ewigkeitsklauseln” verankert gehören, sollten jeweils pro Buch die ersten paar Paragraphen “unveränderlich” festgeschrieben werden.


#26

Ich bin da etwas gespalten . Mir gefällt zwar der Gedanke sehr , Teil von etwas Großem zu sein und das ist die Erarbeitung einer Verfassung durch das Volk, statt durch abgehobene und volksfernen Technokraten und Politiker zweifellos . Und ich zweifle auch nicht daran , dass Leute , wie WIR ein gescheites Werk zuwege bringen .
A B E R , es sollte nur ein E R S T E R Vorschlag sein , der dann auch wirklich von möglichst Vielen diskutiert , erweitert , verbessert werden , mindestens jedoch von und mit unseren Bündnispartnern , damit wir wenigstens eine gewisse Legitimation und Relevanz erreichen .

Wo WIR aber vorsichtig sein sollten , ist dem Ganzen gleich einen Europa-Anstrich oder gar einen globalen Touch zu verpassen . WIR müssen zwar europäisch und global denken , sollten uns jedoch hüten , eine Verfassung für Europa und die ganze Welt vorzuschlagen . Das kann m.M… nach hinten losgehen , wenn ich an unsere spezielle Geschichte denke .
Besonders vorsichtig müssen wir aber sein, wenn es um Ewigkeitsklauseln für Europa und die Welt geht .


#27

eine neue Verfassung so zu denken, gefällt mir :star_struck: Die Einleitung ist sehr ermutigend, Harry, danke dafür.

Da ja Hygge derzeit in aller Munde ist:

Ich glaube, in Bhutan gibt es in der Verfassung das Recht auf Glück, das sollten wir auch intergrieren. Das “Recht auf Streben nach Glück” - wie es die amerikanische Verfassung vorsieht, ist m.E. kein ausreichender Auftrag an die Planetenförderation.

Benötigen wir überhaupt ein “Militär”? Wir wollen doch alle dazu bringen, friedliche Lösungen anzustreben, die Durchsetzungsinstrumente sollten dahinter zurückstehen und sich anders aufstellen und auch anders heißen (Förderationsgarde z.B.).


#28

In einer Welt , wie WIR sie anstreben ganz sicher nicht und wir brauchen auch keine Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie - Waffen schaffen immer nur Leid .


#29

— hab dazu mal was
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/info-box-gutes-interessantes-wissenswertes-aller-art/21178/31
hereingebracht.

Ich spür aber auch ein Empfinden, wie

@raba schreibt, wenn DiB zu utopistisch auf den Plan tritt :comet: kann das wirklich nach hinten losgehen… …


#30

da ist natürlich auch diese Seite :thinking:

dass Andreas Bummel ihre Vision eines “demokratischen Weltparlaments” :earth_asia:
in einem Interview bei 3-Sat vorstellen konnte, hat mich auch positiv überrascht.


#31

Ich denke, wir sollten nicht zu zaghaft sein. Wir wollen ja niemanden unterwerfen. Es soll ein Zeichen sein, dass wir nicht “Europa first” wollen, sondern “Make the planet great again”.


#32

Nachdem das hier so ALLGEMEIN geworden ist - soll ich nicht mal den Titel ändern?

Verfassung für den Planeten - zum Beispiel!


#33

Stimmt, das würde besser passen.


#34

Ja das mit dem Militär - ob wir auf einem friedlichen Planeten ein Militär brauchen oder nicht. Eine riesen Aufgabe und Frage.
Ich würde es in der Verfassung drin lassen - zumindest vorerst. Wenn wir das “vergessen” oder nicht erwähnen lässt das zu viel Raum für “wildes Kriegsspiel”

Nicht vergessen sollten wir auch Regelungen für den Weltraum.
Umgang mit den Rohstoffen, Verteilung der Schürfrechte, Besiedelung von Mond/Mars usw.
Oder zumindest die Regelung, dass alle Gesetze auch im Weltraum gelten.

Ich weiß das klingt jetzt so utopisch. Doch gerade wenn so etwas großes angedacht wird sollte man auch immer wirklich groß denken.


#35

Sehr gut , sehe ich genauso . Es muss ja nicht gleich die Besiedlung sein . Klar muss sein und auch festgeschrieben , dass der Weltraum niemanden und Allen gehört , egal , wer da aktuell forscht oder/und ökonomisch aktiv ist ; ähnlich den Regelungen für die Antarktis .


#36

Ich denke schon, dass wir das brauchen, auch wenn ich selbst eher Pazifist bin - allerdings eher in Richtung moderne Verteidigungs-Armee.
Es wird immer wieder mal ein paar Spacken geben, die aus der Reihe tanzen werden und es für eine gute Idee halten, sich zum Weltherscher zu krönen.

Zudem, sollten wirklich mal eines Tages Nichterdlinge vorbeischauen, werden sie nicht kommen um nur “Guten Tag” zu sagen. Das wäre wider der Natur. Das sprengt nun aber wohl das Thema.

+++ nicht als Moderator +++


#37

Nicht unbedingt , lieber @Gerald , denn auch diese Frage gehört von einer fortschrittlichen Verfassung beantwortet . Verteidigung ja oder nein ; und wenn ja , was soll wogegen oder gegen wen , mit welchen Mitteln verteidigt werden . Wo darf Verteidigung stattfinden , im Wirkungsbereich der Verfassung oder auch außerhalb ?


#38

Ich bin auch für eine NEU-Gestaltung einer / unserer Verfassung. Auch wenn das Lesen aller bisherigen Beiträge ziemlich Zeit kostet und ich deshalb nicht alle gelesen habe, fällt mir aber trotzdem auf, wie alle die fehlende Aktualisierung in vielen Punkten anregen.
Ist es nicht wie bei einem alten Haus?
Man kann es abreißen und neu bauen, um es zukünfig bewohnbar zu machen mit allen sinnvollen technischen Möglichkeiten oder man kann es Denkmalgeschützt als Anschauungsobjekt erhalten…
ich bin der Überzeugung, das die Geschwindigkeit der Veränderung von Gesellschaft, Sprache und Technik, uns nicht die Chance bietet, die ehrenwerte und denkmalwürdige Verfassung wichtiger zu nehmen als eine Orientierungshilfe.
Wir müssen moralische und verbindliche Regeln und Gesetze formulieren, in der fast alle Menschen mit-einander leben können.
Dazu gehören Ideen von Ex-Minister Möllemann
(+) Die Steuererklärung muss auf einen Bierdeckel passen.
oder
der Wähler ist Arbeitgeber und nicht Bittsteller, ein Politiker darf nicht Visionär mit einer Medienmacht im Rücken sein usw
Die Macht geht vom Volk aus (demokratisch) muss endlich den Hebel finden, um unseren Planeten zu retten.
Wobei ich die Spezies “Mensch” als eine größere Bedrohung sehe als Angriffe aus dem All…
Nicht nur im Sinne von einigen wenigen Irren, sondern auch in der Menge. Sind erstmal 1o Milliarden Menschen auf diesem Globus, sehen Nahrungsbedürfnisse anders aus. UNd nicht zu denken bei 11 oder 12 oder noch mehr Milliarden…
Eine neue Grundordnung muss entstehen - für alle verständlich.
Nur wie wir die kulturellen und geographischen Unterschiede in der menschlichen Entwicklung da berücksichtigen können, bleibt mir ein Rätsel.
Von der Notwendigkeit überzeugt! Genauso wie von der Nichtdurchführbarkeit…
liebe Grüße
Wolfgang


#39

Ich weiß nicht ob ich den planetenweiten Ansatz folgen kann. Es gibt ja schon Übereinkommen dieser Art.

Man nehme nur die UN-Menschenrechtskonvektion. Die gilt ja sobald es um menschliches Miteinander gilt, also ja eigentlich nicht auf unseren Planeten beschränkt. (https://www.menschenrechtserklaerung.de/)

Daneben gibt es noch die:

Für mich scheint es sinnvoller eine deutsche oder europäische Variante zu entwickeln. Wenn diese wirklich mal was neues enthalten, kann man diese Elemente dann in die bestehenden weltweiten Abkommen einfließen lassen. Einen Wettbewerb der Verfassungen sehe ich als sinnvoll an, aus denen dann die wichtigsten Sachen für die globalen Regeln zusammengestellt wird.

Jede “Neuheit” braucht auch Überzeugung und die baut sich eher auf, wenn man es von kleinen Kreis auf einen großen erweitert und nicht von oben herab diktiert. Bei einer Verfassung für den Planeten kommt entweder nur ein Minimalkonsens raus oder ein Reglement, an das sich nicht alle halten, so wie es ja teilweise schon bei den UN-Abkommen ist.

Wichtiger finde ich da den Ansatz, weltweit agierende Institutionen zu stärken oder zu gründen, die es schaffen, jetzt schon bestehende Abkommen durchzusetzen.


#40

Eine Verfassung für den Planeten - wäre echt schön. Aber die können nicht wir im reichen, fehlentwickelten Deutschland entwickeln und sagen, da, macht mal mit. Diese muss von möglichst allen Menschen auf dieser Erde entwickelt werden. Wir werden nicht die Ideallösung haben.

Deswegen: Verfassung für Deutschland - wir sind auch nur in D wählbar. Bisher.

Die Schweiz zeigt uns seit Jahrhunderten, wie sich eine Verfassung stetig weiterentwickelt. Mit Bürgerbeteiligung. Per Volksabstimmung. Und es kommt ganz selten etwas seltsames dabei raus.

Deswegen: da wir noch eine Splitterpartei sind und sich auch an den Abstimmungen sehr wenig beteiligen, nämlich nicht mal 1 ppm (Millionstel), sollten wir allenfalls eine Ini starten, die vorsieht in Deutschland eine Verfassungsreform zu erzwingen. Mit möglichst großer Beteiligung aus allen Schichten der Bevölkerung. Inklusiv, generationenübergreifend. Alles andere ist in meinen Augen überheblich und erzeugt eine weitere Verfassung, die von ein paar Menschen ganz vielen übergestülpt wird.


Weltbeteiligungsgeld