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Verbesserung Verbraucherschutz im Bereich Finanzprodukte

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#21

nicht als Moderator:

Zur Verdeutlichung füge ich mal einen Musterantrag der DWS bei.

Herr Gernespar möchte 100,- € monatlich sparen. Vor einigen Jahren hatte er mal über seine Vermögenswirksamen Leistungen (VWL) einen Fondsparplan bei seiner Hausbank.
Da er das Prinzip des Fondsparens trotzdem nicht richtig wiedergeben konnte, empfahl der Berater ein Splitting der Anlage.
Sein Anlagehorizont ist minimum 5 Jahre. Er möchte trotzdem jederzeit Zugriff auf das Geld haben für “Notfälle”.
DWS-Musterantrag.pdf (866,3 KB)


#22

Ich hätte da noch einen Teil der Unterlagen zu einer Hausratversicherung, die für einen Normalhaushalt zwischen 100.- und 200.- € je Jahr kostet:

IDEAL-Vertragsinformationen.pdf (273,9 KB)

Dazu kommen da noch ein paar andere Formulare, im Ernstfall ein Antrag und eine Beratungsdokumentation, tja über was eigentlich!?
Wieviel verdient der Vermittler, Berater, Betrüger oder wie man ihn immer nennen mag?


#23

Sehr hilfreich, vielen Dank! Ich finde die Informationen auch wirklich gut und übersichtlich.

Die Zusammenfassung, die ich fordere, würde gut auf den Protokollbogen passen. In den dargestellten Beispielen - sofern ich sie beim Überfliegen richtig verstanden habe - würde stehen:

Erstes Beispiel:

Anbieter: Bisher Unbekannt, wird bei Abschluss festgelegt (?), Unternehmensbewertung: Hohe Sicherheit, Anlagebetrag: 1.800€, maximaler Verlust: 1.800€, garantierter Gewinn: 0€.

Zweites Beispiel:

Anbieter: Deutsche Concept Kaldemorgen LD (WKN DWSK01), Unternehmensbewertung: Keine Sicherheit, Anlagebetrag: 3.300€, maximaler Verlust: 3.300€, garantierter Gewinn: 0€.


#24

Lieber Andreas,

ich finde, das geht wirklich ein wenig weit:

Zudem ist es OT, hier geht es nicht um Versicherungen.


#25

Surfista entspann Dich mal! So kann man Sachen falsch interpretieren! Ich stellte eine Frage.

Die Unterlagen hast Du Dir wohl kaum angeschauen und ich bin einer der den man gelegentlich gerne als Betrüger bezeichnet; also Betroffener!


#26

Was ist mit Finanzprodukten im Versicherungsmantel. Kann Dir gerne auch Produktunterlagen z.B. zu Fondspolicen zukommen lassen.


#27

Lustige Diskussion, es geht doch nichts über ein “gesundes Halbwissen”


#28

Wohl wahr!!! Ups 20!!!


#29

Hab ich ja oben als Frage formuliert:

Vorschlag & Beispiel: Die Versicherung läuft 10 Jahre. In der Zeit zahle ich 10.000 € an Beiträgen. Am Ende bekomme ich garantiert 1.000 € ausgezahlt.

Anbieter: Arroganz AG, Unternehmensbewertung: Hohe Sicherheit, Anlagebetrag: 10.000 €, maximaler Verlust: 9.000€, garantierter Gewinn: 1.000€. Ausschüttungstermin: 20.11.2027


#30

nicht als Moderator:

Warum wollt Ihr hier hauptsächlich die Exoten diskutieren? Im Normalfall laufen die Policen nicht nur 10 Jahre, im Normalfall kaufen Menschen (die Masse) nicht Anlagen der Risikoklasse 5 und höher, …

Fondpolicen zu erläutern ist eigentlich einfach. Eine Versicherung packt den Sparanteil der Prämie in einen Fond - fertig. Es existieren weitestgehend die gleichen Regeln für den Fond wie ohne angepfropfte Versicherung.


Und diese Frage finde ich immer wieder interessant. Sie kam mir in 27 Jahren 1x von einem Kunden unter, jedoch ungezählte Male von Leuten, die nichts bei mir kauf(t)en, warum?

Inzwischen muss das ja offen gelegt werden. Jedoch ist die Offenheit so dargestellt, dass sich keine konkreten Rückschlüsse auf den Verdienst der Vermittler ziehen lassen. Ehrlich gesagt, ist es mir egal. Ich spreche offen über meinen Verdienst (kommt übrigens von Dienen).
Warum soll ein Vermittler seinen Verdienst offen legen und ein Handwerker nicht, bzw. warum soll er es anders darstellen als ein Handwerker. Wenn dieser eine Rechnung stellt, steht da 65,- € Stundenlohn. Dass dieser die Kohle nicht auf der Tasche hat, sondern davon Miete, Fahrzeuge, Werkzeug, Versicherungen, Lohnnebenkosten, etc. zahlen muss ist klar. Genauso ist es bei einem Berater oder Vermittler - nur leider nicht in der Wahrnehmung der Konsumenten.


#31

Muss zugeben, dass ich da gerade im Bereich Finanzanlagen auch keinen wirklichen Überblick habe. Das Problem “verdeckter” Kosten ist ja schier unendlich.
Bei z.B. übersichtlichen geschlossenen Immobilienfonds geht es nicht nur um Vertriebskosten, die die Verkäufer erhalten, eventuell hat einer der Mitinitiatoren noch eine Baufirma dran oder Werbefirmen erhalten großzügige Tantiemen …
… von interssanten Schiffs- oder Filmbeteiligungen, die auch schon “Normalsparern” angeboten wurden, ohne dass die “Berater” das Prodult verstanden haben, hat man auch schon gehört.


#32

nicht als Moderator:

… sind nichts für “Normal”-Sparer. Und wer mit lauteren Absichten berät und verkauft, kann/darf es Oma Erna nicht anbieten. So ist das bereits heute.


#33

Ich unterstelle doch, dass das die Mehrheit vernünftig arbeitet. Es geht mir nur um die Information derer, die nicht gut beraten werden.

Ein “todsicherer Tipp” wird vielen Leuten wegen ihrer Gier sicher weiterhin aufzuschwatzen sein. Aber es gab auch viele Fälle von Menschen, bei denen zuvor andere Renditen und Laufzeiten garantiert wurden, die dann aber “versehentlich falsch” in den Vertrag übernommen wurden. Die Zusammenfassung schafft Klarheit.

Na dann gilt die Zusammenfassung für den Sparanteil. Sollte einfach sein.

Was sind denn die “Nicht - Exoten” also die Masse?


#34

nicht als Moderator:

Genau so ist es. Und wie ich oben schon mal erwähnte, wird es mit besseren oder anderen Richtlinien immer auch korrupte Ars …cher geben. Die gehören verbannt.

Genau, so ist es. Dann lasse uns da eine Zusammenfassung erstellen. Jedoch mache ich mir keine Hoffnung, dass diese ernst genommen wird. Wir kämpfen seit 40 Jahren für Aufklärung und transparente Information - teils gegen den Gesetzgeber, die Bankenlobby UND Verbraucherschützer.

Alles was ein Laie leicht versteht:

  • statt eines geschlossenen Fonds, ein offener
  • statt Termingeld, Tagesgeld
  • satt Aktien in Asien oder Spezialinvestments in neue Technologien, Standartfonds
  • Bausparvertrag :wink:
  • etc.

#35

was wird das Hier " Anlageberatung?" Offensichtlich gibt es einige unter uns die mit diesem Thema vertraut sind. Ich gehöre dazu. Wenn hier also eine INI" mehr Verbraucherschutz gestartet werden soll, bin ich gerne per PN dabei. Und Gerald wohl auch.


#36

Mir geht es um das Signal. DiB fordert eine leicht verständliche Zusammenfassung unter jedem Investment. 6 Kennzahlen, die jeder Mensch versteht. Vor der Unterschrift und groß gedruckt. Nur für die Menschen, die konservative Investments wollen. Alle “Profis” brauchen das nicht. Aber die hier schon viel zitierte “Oma Ilse” kann dann erkennen, dass der Ausschüttungstermin z.B. nach ihrem 155. Geburtstag ist und dass sie vielleicht alles verliert…


#37

Das wird so aber nicht funktionieren. Entweder Kurzübersicht oder angemessene rechtliche Aufklärung oder natürlich beides. Zu jeder Anlage oder Versicherung gibt es aber bereits Übersichten, die genügen aber nicht den Informationspflichten!


#38

Sorry, verstehe ich nicht. Bin ja auch nur Laie.

Also: Ich möchte die bisherige Informations- und Dokumentationspflicht nicht einschränken. Ich möchte zusätzlich eine Kurzübersicht mit 6 vergleichbaren und fundamentalen Kennzahlen, die sich für jede Anlage ermitteln lassen.

Was geht daran nicht?


#39
  1. Bei sehr verschiedenen Anlageformen benötigst immer unterschiedliche 6 Merkmale; also insgesamt wesentlich mehr als 6 relevante Merkmale

  2. Bei den meisten Angaben kannst Du die Informationen nicht in einen Satz packen:

  • z.B. Rendite. Es gibt eigentlich keine garantierte Rendite mehr. Selbst bei “sicheren” Länderanleihen kann es bei Endfälligkeiten zu einer geringeren Auszahlungsquote als 100% kommen, wenn die Anleihe notleidend geworden ist; z.B. Griechenland
  • Sicherheit: Wie Hoch werden die Aktienkurse sein, die Immobilienpreise? Wird Frankreich 2033 noch zahlungsfähig sein. Was bewirkt ein Ölpreis von 200.-$ je Barrell?
  • Was bei flexiblen Ablaufzeiten, die gerne gewünscht werden?
  • Welchen Interessen folgen Rating-Agenturen? Egal, ob europäisch oder amerikanisch?

Übersichtlichkeit bekommst Du hin, aber Wahrheit?


#40

nicht als Moderator:

Ich denke, @Surfista meint so eine Art Ampel, wie bei den Stromverbrauchern.
Wer dann genaue Daten wissen will, führt sich während seines 3-wöchigen-Sommerurlaubs das Kleingedruckte zu.