Umweltschutz/Klima: Neophyten (Bäume) schützen

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Eine Initiative von: @MDK
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Redaktionsschluss: offen

Einleitung:
Die Bundesregierung hat aktuell Fördergelder für die Amazonas Region auf Eis gelegt unter der Begründung es wird zurzeit zu viel gerodet, dabei rodet Deutschland selbst ständig riesengroße Waldgebiete ab nicht nur durch das Entstehen von Tagebau für den Kohleabbau auch fallen jährlich tausende Bäume unter dem Vorwand sie müssen bekämpft werden weil es Neophyten sind.

Problembeschreibung:
Die Bekämpfung von Neophyten in Deutschland gründet sich darauf dass diese scheinlich einheimische Pflanzen verdrängen. Vom Problem der Verdrängung spricht man nur wenn es auf natürliche Weise passiert, doch in Deutschland ist das größtenteils überhaupt nicht der Fall, vor allem wenn es um Bäume geht. Denn zum einen sind Bäume in Stadtgebieten größtenteils von Menschenhand gesetzt wurden, die Natur wurde hier eher von Menschen verdrängt und durch Neuanpflanzung kompensiert. Ob es auf ländlichen Gebieten eine natürliche Verdrängung gibt ist schwer nachweisbar vor allem dann wenn man eher genau das Gegenteil nachweisen kann, so zeigen Baumkarten Konturen politischer Karten die damit zeigen dass diese Bäume hauptsächlich von Menschen gepflanzt worden. Dies sieht man vor allem sehr gut in den neuen Bundesländern.

Ein weiterer Fakt ist, kann man hier überhaupt von Neophyten sprechen wenn es um Pflanzen geht, die man dorthin sortiert da sie seit 1492 nach Europa bzw Deutschland kommen?

Forderungen:
In Deutschland gibt es Baumschutzordnungen aber Neophyten sind hier ausdrücklich ausgenommen vom Schutz. Auf Grundlage der Erfüllung des Pariser Abkommens soll Demokratie in Bewegung fordern Neophyten (Bäume) ebenfalls zu schützen. Vor allem da gerade diese Arten den kommenden Klimaveränderung (die wir eh nicht mehr aufhalten können) besser gewappnet sind als einheimische Pflanzen.

Erklärung warum wir bis zu einem gewissen Grad die Klimaänderung nicht mehr aufhalten können: selbst wenn wir heute aufhören würden CO2 zu produzieren bräuchte unsere Erde ein paar Jahrzehnte 50 bis 60 (80) Jahre um daraufhin zu reagieren. Denn alle Klimaveränderungen die wir jetzt beobachten haben wir vor über 60 Jahren verursacht.

Quellen:
-> muss erst erarbeitet werden <-

Aufruf:
Wer dieses spannende Thema nicht nur verfolgen möchte sondern auch selbst behandeln möchte soll sich nur melden.

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Ich glaube hier kann BUND helfen, die haben mehrere Experten in dem Bereich. Ich konnte bei der nähste Treffen von Klima und Umwelt Gruppe nach fragen was an Forschungen in dem Bereich gibt.

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Neophyten sind nicht an sich ein Problem, aber invasive Arten sind es schon. Mir würde da, unter den Bäumen, in erster Linie die glänzende Traubenkirsche (Prunus serotina) einfallen, die ich schon für ein echtes Problem halten würde.

Insgesamt halte ich Baumschutzsatzungen in Kommunen im übrigen nicht für ein gutes Mittel, um Bäume zu schützen. Menschen, die sich dessen bewusst sind versuchen dann, sie störende Gehölze auf ihren Grundstücken trotzdem los zu werden bzw. möglichst keine Gehölze zu pflanzen, die irgendwann in eine solche Satzung fallen könnten.

Was aber ein erhebliches Problem in meinen Augen darstellt ist oftmals die kommunale Verwaltung, die nicht gerade mit gutem Beispiel voran geht. In der Straße in Rostock, in der ich mal gewohnt habe waren einige Bäume krank. Daher wurde die gesamte Allee (eine nicht heimische Art der Gattung Sorbus) gefällt und durch junge Bäume einer anderen Art der gleichen Gattung (ebenfalls nicht heimisch) ersetzt. Gute landwirtschaftliche und gärtnerische Praxis rät eigentlich dazu, eine möglichst wenig verwandte Art zu wählen, da Krankheitserreger und einseitige Nährstoffbedarfe dann weniger zum Tragen kommen.
Und vor unserer Schule / KiTa wurden gerade sämtliche Gehölze gefällt um Platz für Baumasnahmen zu schaffen.

Fazit: Schutz von Gehölzen muss generell überdacht werden, an Arten würde ich invasive Arten wie die glänzende Traubenkirsche von Neophyten und normalen heimischen Arten trennen (eine Sonderkategorie können dann noch akut gefährdete heimische Arten bilden).
Und natürlich sind auch an Siedlungen hier andere Maßstäbe anzulegen als an die verschiedenen Kategorien von Naturschutzgebieten.

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