Umgang mit Whistleblowern und Andersdenkenden

Habt ihr von Edward Snowden gehört? https://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Snowden
Oder von Julian Assange? https://de.wikipedia.org/wiki/Julian_Assange

Für manche Menschen sind sie Verbrecher, für andere sind sie Helden.

Nach welchen Maßstäben sollte man bewerten, was sie sind? Was kann eine Partei wie DiB dazu beitragen? Oder unser Verhalten?

Sind Menschen wie sie wichtig für die Welt, oder sind sie egal oder gar schädlich?

Hier die Kernaussage von Snowden selbst zu dem Thema (45 Sekunden):

Das Interview insgesamt ist sehr interessant, aber das ist der wichtigste Punkt: „The distance between speculation and fact is everything in a democracy.“ Frei übersetzt: „Der Weg von einer Vermutung zu Tatsachen ist das Wichtigste in einer Demokratie.“

Sein Punkt ist, dass die Aufdeckung von Tatsachen uns erst dabei hilft, die richtigen Gesetze zu erlassen und die richtigen Regeln aufzustellen.

Die Tatsache ist, dass Menschen, die Dinge aufdecken, die schädlich, verboten oder gar strafbar sind, selber zum Opfer werden. Snowden lebt im Asyl in Russland, Assange sitzt in Haft und erwartet einen Prozess über seine Auslieferung an die USA. Auch Menschen, die in Firmen illegale oder strafbare Aktivitäten aufdecken, werden gemobbt, entlassen, mit Klagen überzogen, beschimpft, verleumdet.

Es scheint so zu sein, dass unsere Gesellschaft noch nicht reif ist, einen offenen und transparenten Diskurs zu führen, um Regeln zu hinterfragen und zu verbessern. Ansätze gibt es:

DiB sollte mal die Partei sein, die das ändert. Wo stehen wir heute?

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Und jetzt stellt euch mal vor, Edward hätte bei DiB gearbeitet und etwas entdeckt, das nicht korrekt ist. Damit will ich nicht andeuten oder unterstellen, dass dies passiert ist oder passieren könnte. Also rein hypothetisch.

Wie würde bzw. sollte DiB mit Edward umgehen? Wie würde bzw. sollte DiB sich verhalten?

Da fällt mir sofort der Umgang mit Ellen ein?

OT: Ist das ein Ratespiel? Eine Umfrage? Was willst du auf diese rethorische Frage nun von uns hören?

Ja, Vorgänge bei DIB „aufzudecken“ braucht sicher genausoviel Mut, wie sich gegen die US-Regierung zu stellen, riskiert man doch Gefängnis. Nicht wahr? Sorry, Leute, was für eine anmaßende Überhöhung findet denn hier wieder statt? Snowden wäre nie bei DIB und es gibt bei uns auch keine Pfeife zu blasen.

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Das ist schmeichelhaft für DiB, dass du diese Partei in die selbe Größenordnung hebst wie den amerikanischen Geheimdienst NSA.

Ich denke nicht, dass es hier solche Geheimnisse von internationaler Tragweite aufzudecken gäbe.

Wir haben eine Initiative im Programm für Edward Snowden

Übrigens @Surfista, wird jetzt in der Agora darüber diskutiert, ob und wie weit verifizierte Beweger*innen über das Wahlprogramm und -strategien mit abwägen dürfen, du siehst, nicht alles was du schreibst wird ignoriert.

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Wo steht das? Bitte mal die Stelle zitieren. Oder denkst du das, weil Wute das behauptet?

Ich habe lediglich eine Frage gestellt:

Daraus wird durch Wute:

Erstaunlich finde ich, wie lange solche Aussagen hier stehen bleiben. Und ich frage mich, wie es mit dem Textverständnis bei der Papiertiger-Wute steht. Also nur ich nur mich frage das.

Und bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen:

Nur mal als Frage: Wenn man das anders sieht, lügt oder phantasiert man?

Danke für die Antwort.

Das ist meine persönliche Einschätzung, auch schon, bevor ich Utes Post gelesen habe!

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Kuck mal. Hier hast du etwas geschrieben, was zu Äußerungen wie

führen können, nicht müssen.

Offensichtlich. Da miri und Wute dies unterstellen, hier eine Klarstellung: Es geht hier nicht darum, DiB mit der NSA und z.B. Ellen mit Snowden gleichzusetzen. Es geht nur darum, wie eine progressive Partei, die Transparenz in Grundwerten und Grundsatzprogramm verspricht, mit einer Situation umgehen sollte / könnte / würde, in der Menschen etwas bemerken, das von höchster Stelle betrieben / geduldet / unterstützt wird. Also rein hypothetisch.

Wer das zu abstrakt findet, kann sich ja - ebenfalls rein hypothetisch - vorstellen, Ellen hätte tatsächlich etwas zu sagen und tatsächlich Dinge wahrgenommen, die nicht korrekt sind.

Wie gesagt, nur falls man möchte und um es plastischer zu machen und ohne zu unterstellen, dass dies passiert ist oder passieren könnte. Offensichtlich hilft das.

Wer denkt

und dass dies auch nie passieren könnte und die Frage irrelevant ist, kann den Thread ja auf Ignorieren stellen und nicht weiter beachten.

Sollte es zu einem derartigen Vorgang kommen, gehe ich davon aus, dass die mitgeteilten Dinge von der angesprochenen Stelle, z. B. dem BuVo, geprüft werden und dann entsprechend Konsequenzen daraus folgen täten.

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Danke @marasita Auf den Punkt gebracht. Und genauso hat DiB auch gehandelt. Leider haben Einzelne nicht die Geduld gehabt, zu warten, bis die Angelegenheit aufgearbeitet wurde was zu vielen üblen Anschuldigungen und Diskussionen geführt hat. Es wäre schön, wenn wir dies nächstes Mal besser zusammen hinkriegen. Dafür braucht es auch einfach ein bisschen mehr Vertrauen in die Personen, die hier in der Verantwortung sind :_: :luv:

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DiB redet im Grundsatzprogramm von Transparenz. Inwieweit sollte das Ergebnis dieser Prüfung transparent gemacht und aufgearbeitet werden?

Vertrauen fordert man nicht ein, man verdient es sich. Und wenn ihr euch mal das Interview mit Snowden anschaut, dann redet er davon ,dass er nicht will, dass die Menschen ihm vertrauen. Er will, dass man ihm misstraut und alles hinterfragt, was er macht und entscheidet.

Dadurch entsteht Vertrauen, das er selber aber nicht will. Klingt vielleicht für einige Menschen absurd, aber ich bin da voll einer Meinung mit ihm. Und ein Mittel, um das zu ermöglichen, ist die Transparenz. Das ist der Grund, warum DiB das im Grundsatzprogramm hat und das ist der Grund, aus dem unsere Mitglieder das als ihr Top Thema gesetzt haben.

Transparenz ist wirklich wichtig, ich stimme Dir da natürlich zu.
Doch der Transparenz sind z. B. seitens des Datenschutzgesetz oder auch des Briefgeheimnis’ Grenzen gesetzt.

Der BuVo besteht aus mehreren Mitgliedern, die sich alle mit den zur Debatte stehenden Vorwürfen gleichermaßen auseinandergesetzt haben (davon gehe ich jedenfalls aus, dass das sich nicht z. B. nur @Guido alleine angesehen hat).
Sie sind alle gemeinsam zu einem „Urteil“ gekommen, welches durchaus kommuniziert wurde, wenn auch nicht unter Offenlegung von Details, Gründe s. o.
Ich glaube kaum, dass, sagen wir sechs BuVos eine Entscheidung getroffen haben, die nicht über jeden Zweifel erhaben wäre.
Du?

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Nur mal so eine Frage vielleicht habe ich es ja noch nicht gefunden aber wo steht eigentlich dass der Buvo einstimmig zu einem Ergebnis gekommen ist?

War der Buvo nicht sieben Personen groß?

Klingt irgendwie wie königliche Hoheit oder so…

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Glauben ist nicht so mein Ding. Daher bin ich ja bei DiB eingetreten, denn wenn man Transparenz lebt, muss man nicht glauben.

Bitte was…?

Was wurde denn aufgearbeitet?
Wenn es aufgearbeitet wäre, würden wir diese Diskussion nicht führen!

Bitte sprecht nicht von Aufarbeitung, wenn man eigentlich untern Teppich kehren meint!

Und da wo Dinge unter den Teppich gekehrt werden gibt es keinen Nährboden für Vertrauen.

Soll heißen, Du weißt, was sonst nur noch die (teils ehemaligen) BuVo-Mitglieder wissen?

dann lebe doch bitte mal Transparenz und teile Dein Wissen mit uns.

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Mich widert der Marktplatz nur noch an. 2-3 Meckerköppe, die nicht ertragen können, dass andere zu anderen Einschätzungen kommen, dominieren alles. Das ist alles, aber nicht basisdemokratisch…
Deshalb werde ich mich nach der Iniabstimmung zur SFF Ini sehr zurückhalten

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…das ist unangemessen.