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Übernahme sämtlicher Betreuungs- und Bildungskosten für Kinder durch den Bund

idee-zur-initiative

#1

Hallo zusammen,

Im Rahmen vorhergehender Initiativen zur Bildung möchte ich nach dem Vorbild von Schweden das Thema zur Diskussion stellen mit folgenden Punkten:

  • Übernahme aller Betreuungs- und Bildungskosten für Kinder, ungeachtet der Herkunft und des sozialen Status
  • Im Gegenzug Streichung des Kindergeldes usw. , da seitens des Staates nicht gwährleistet werden kann dass das Geld auch immer für die Belange von Kindern verwendet wird - da nicht machbar ohne Einmischung in die Privatsphäre
  • Es würde allen Eltern erheblichen Druck nehmen und die Wahrnehmung beruflicher Interessen für beide Elternteile wesentlich entspannen
  • Grundlage ist die Gleichbehandlung aller Menschen und demzufolge auch Kinder, welche laut Art.3 GG gewährleistet sein sollte

Soziale Ungleichheiten sollten von den Möglichkeiten einer guten Betreuung und Bildung getrennt sein und Unterschiede bei den Betreuungskosten in den Bundesländern sollten ebenfalls aufgelöst werden; dies würde überhaupt Belastungen bei Eltern wesentlich reduzieren, lästige Beantragungen und Erklärungen von Zuschüssen für Schulbücher, Fahrkarten usw. ersparen -> demzufolge auch die Planung für den Bund erleichtern, da aufgrund der Gerburtenmeldungen zu erbringende Leistungen besser planbar wären.

Freue mich auf weitere Diskussionsbeiträge…

Aufruf: Ich suche Mitstreiter*innen? Expert*innen? Prüfer*innen?
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag / persönliche Nachricht ?
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja
Eine Initiative von: nirwana1959
Bearbeitungsstatus: Idee / Entwurf
Redaktionsschluss: Ende des Jahres

Einleitung:
Worum geht es in der Initiative? (eine kurze Zusammenfassung)

Problembeschreibung:
Was ist das Problem? (eine Beschreibung des Ist-Zustand)

Forderungen
Was forderst Du? (detailliert, aber nicht juristisch)

Quellen
Wie hast Du gearbeitet? Mit wem hast Du gesprochen? Woher kommen die Daten?


#2

Prinzipiell finde ich die Idee gut.
Ich finde es aber schwierig, dafür das Kindergeld zu streichen, da Kinder ja Kosten verursachen, lange bevor sie eine Einrichtung besuchen … Windeln, Nahrung, Kleidung; selbst gebraucht kostet ein gescheiter Kinderwagen Unmengen an Geld …
Da das Kindergeld die Kosten, die ein Kind verursacht, sowieso bei weitem nicht deckt (geschweige denn die Betreuungskosten), muss eine andere Art der Finanzierung gefunden werden.


#3

Punkt 1 und 4 kann ich sofort zustimmen.
Für 2 und 3 bin ich nicht zu haben. Das Kindergeld zu streichen, würde bedeuten, dass ich kein Geld mehr zur Verfügung habe für mein Kind, wenn es noch nicht in Betreuung ist. Genauso, wenn es nicht mehr in einer Bildungseinrichtung ist.
Mir ist es auch wichtig, dass jede Mutter und jeder Vater frei sein kann in der Entscheidung, ob sie schnell wieder arbeiten gehen oder Zeit mit und für das Kind verbringen wollen.


#4

Ich würde diese Initiative unterstützen aber nicht die Streichung des Kindergeldes hingegen eines was gestrichen werden kann ist der Kinderfreibetrag.


#5

Reduzierung wäre aber denkbar ab Eintritt in eine Bildungseinrichtung (?).


#6

Dass wir für dieses große gemeinsame Ziel - allen Kindern die gleiche Basis für Betreuung und Bildung zu schaffen -vielleicht auch den Kinderfreibetrag aufgeben und das Kindergeld, wäre aus meiner Sicht ein erträgliches Opfer und käme mehrfach in positiver Weise zurück.
Ich sehe es kritisch Leistungen des Staates - eigentlich unserer Gesellschaft - immer an Zahlungen fest zu machen.
Es geht um die Etablierung eines Systems welches Eltern den Druck nimmt, ob allein erziehend oder nicht, über Jahre in dem Zwang zu sein für entsprechende finanzielle Mittel einer Ausbildung zu sorgen.Das klappt in der heutigen Berufswelt nicht immer.
Wenn man es dennoch durchrechnen wollte würde man mit dem Kindergeld und dem Kinderfreibetrag über einen Zeitraum von 20 Jahren finanziell schlechter wegkommen.
Nehmen wir an man bekäme 200 Euro Kindergeld auf 20 Jahre , dann wären das 48000 Euro. Die Kinder- und Ausbildungsfreibeträge wirken sich unterschiedlich aus aufgrund der Einkommen der(s) Elternteile und setzen eine ständige Berufstätigkeit voraus, damit sie zum Tragen kommen.
Dann wäre mir eine gesicherte Bertreuung und Bildung, die von der ganzen Gesellschaft für die nachfolgende generation getragen wird, wesentlich lieber.


#7

Dennoch kann man das Kindergeld nicht einfach streichen, zumindest nicht ohne einen angemessenen Übergangszeitraum.
Familien rechnen das Kindergeld praktisch zu ihrem Familieneinkommen dazu.

In meinem konkreten Fall hieße das, meine Elternzeit wäre sofort beendet, da das Elterngeld allein nicht reicht, um über die Runden zu kommen. Dafür könnte ich ja mein unter 1-jähriges Kind kostenlos in einer Kita betreuen lassen, bzw. ich müßte es - für mich und meine Familie würde es zusätzlichen Druck bedeuten.

Ach Moment, es gibt ja gar keine Betreuungsplätze für unter Einjährige - ich würde ganz schön in der Patsche sitzen :wink: mal davon abgesehen, dass Familien ja eigentlich die Wahl haben sollen, ob sie ihr Kind zuhause betreuen wollen oder in eine Kita geben - beides sollte nicht von finanziellen Erwägungen abhängen müssen!

Andere Familien würden zum Ausgleich Hartz IV beantragen (ich kenne einige, die mit Kindergeld und Unterhalt über die Runden kommen und so der Hartz IV- Tretmühle entgehen).
Das mögen sehr spezielle Fälle sein, aber ich glaube, jede Familie versucht irgendwie über die Runden zu kommen, und deshalb wäre eine ersatzlose Streichung nicht einfach so durchsetzbar. Bzw. es wäre für viele eben kein

Wie sehr bin ich da doch ein Fan des BGE :heart_eyes:

Dennoch volle Zustimmung für das große gemeinsame Ziel, nur die Finanzierung muss eine andere sein.


#8

'das Bisschen hilft nicht viel auf d. Privatschule, viel in gut geführten Gesamtschule. (vorausgesetzt es geht tatsächlich zweckorientiert in Bildung).