Über Corona hinaus denken und planen

Zu einer Gefährlichen Nebenwirkung der Corona-Pandemie

Die Pandemie ist ein gefundenes Fressen für die Medien. Seit Monaten bedarf es langen Scrollens, um auf Online-Nachrichtenseiten Berichte zu anderen Themen zu finden. Specials und Talk-Shows dazu beherrschen die Fernsehprogramme. Ein Umstand, der suggeriert, dass es momentan nichts Wichtigeres auf der Welt gibt, womit wir uns befassen müssten.

In den Medien werden, je nach Betroffenheit oder Nichtbetroffenheit einzelner Gruppen, bestimmte derzeitige oder eventuelle zukünftige Auswirkungen der Pandemie in den Vordergrund gerückt, über die in den SoMe und sonstigen Foren dann engagiert diskutiert wird:

  • Schnellere und umfassendere Lockerung von Einschränkungen oder Fortsetzung?

  • Befristete Beschränkung von Grundrechten zulässig oder nicht?

  • Bereitstellung von noch mehr Geld zur Unterstützung wirtschaftlich Betroffener oder Hinnahme von „Kollateralschäden“ mit Rücksicht auf den Verschuldungsgrad?

  • Stützung von und ggfls. welcher Wirtschaftsunternehmen in welcher Weise?

  • Bis hin zur Erörterung, ob dem Leben bestimmter Menschen Vorrang vor dem Anderer zu geben ist.

All das findet allein mit Blick auf die nähere Zukunft vor allem unseres eigenen Landes statt. Soweit dabei die Gegenwart und nähere Zukunft Europas einbezogen wird, jedenfalls nicht die aller europäischer Länder. Und das nicht nur seitens der öffentlich Diskutierenden, sondern auch seitens der politisch Handelnden.

Betreffend die Gegenwart z. B. Griechenland: Laut Menschenrechtsorganisationen sitzen auf den ägäischen Inseln Zehntausende Flüchtlinge aus Ländern wie Syrien oder Afghanistan zusammengepfercht in Lagern fest. In einem davon leben 20.000 Geflüchtete in einem für 3.000 ausgelegten Lager, das „der reinste Horror“ sei. Es fehle nicht nur an Wohnraum, sondern insbesondere an Hygiene und sogar an Wasser.

Laut Innenministerium verfolgt Deutschland das Ziel, „Griechenland bei der schwierigen humanitären Lage auf den griechischen Inseln zu unterstützen“ und hatte sich daher vor Monaten dazu durchgerungen, von den Zigtausenden 350 ohne ihre Eltern dort angekommene Minderjährige aufzunehmen. Mitte April sind 47 davon in Hannover angekommen. Die Zahl sei „etwas geringer als erwartet“ ausgefallen, da „einige der ausgewählten Kinder und Jugendlichen als nicht reisefähig eingestuft worden seien“. „Einige“ bei 47 von 350?

Niedersachsen, wie auch andere Länder und Kommunen, hatten sich zur Aufnahme weit höherer Zahlen angeboten. Vom Bund war das abgelehnt worden, „um keine falschen Signale [„neue Migrationsanreize“] zu setzen“. Dabei hatte sich Deutschland mit der Aufnahme von 350 Minderjährigen noch relativ großzügig gezeigt – die von nur 10 Mitgliedsstaaten angebotene Aufnahme beschränkte sich auf insgesamt 1.600 Personen , wobei sich die Umsetzung wegen der Corona-Krise „leider verzögert" habe.

Darf die Ausblendung des Weltgeschehens einfach als unvermeidbare „Nebenwirkung“ der Krise hingenommen werden? Sind Parteien nicht vielmehr gerade während einer solchen Krise gefordert, dafür zu sorgen, dass die Regierung sie nicht nutzt, um andere gleichermaßen drängende, aber unliebsame Verantwortlichkeiten (weiterhin) auf die lange Bank zu schieben? Immerhin geht es bei diesen Verantwortlichkeiten nicht nur um die Gegenwart oder die nähere Zukunft, sondern um die Zukunft der menschlichen Existenz insgesamt.

Ich frage mich daher, ob DiB sich vielleicht – nicht zuletzt im Hinblick auf die nächste Bundestagswahl (inkl. Wahl-o-mat) – auch damit profilieren könnte, sich frühzeitig damit auseinandergesetzt zu haben, wie eine postpandemische Gesellschaft aussehen könnte / müsste.

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na, hauptsächlich nonpandemisch und nonhisterisch. ;- )

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Mich stört es, dass andere Themen keine Beachtung mehr zu finden scheinen.

Weder im Fernsehen noch in der Presse oder im Internet.

Gefühlt gibt es keinen Klimawandel mehr, keine Massentierhaltung und keine sozialen Ungerechtigkeiten?

Wie schnell sich Blickwinkel verschieben können.

Ich habe es schon öfter geschrieben, möchte es aber noch mal erwähnen:

Ich behaupte nicht, das die Massnahmen der Regierung alle falsch waren, aber für mein Empfinden wurde einige Male über das Ziel hinausgeschossen.

Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass in Ruhe aufzuarbeiten und nicht gleich mit Maximamassnahmen zu beginnen.

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Im Falle von Diskussionen über eine postpandemische Gesellschaft wäre sicherlich zum Einen eine Unterscheidung nach geografischen Gesichtspunkten erforderlich (d. h. ob es um Veränderungen in Deutschland, in Europa, in der westlichen Welt oder weltweit gehen soll), zum Anderen für den jeweiligen Fall eine Trennung nach folgenden Kriterien (da eine Vermischung keine Basis für konstruktive Vorschläge bieten, sondern nur zu einem unübersichtlichen Chaos führen würde):

  1. Die Darstellung einer Nach-Corona-Gesellschaft, wie wir sie uns, aufgrund der jeweiligen persönlichen Perspektive, wünschen würden, fiele uns allen sicherlich leicht.

  2. Deutlich schwieriger wird – unter Einbeziehung der Komplexität der gegebenen Verhältnisse mit ihren vielfältigen, einander beeinflussenden Verknüpfungen – eine Darstellung, wie sie eigentlich aussehen müsste (Konditional, da rein visionär).

  3. Die Erarbeitung eines halbwegs realistischen Konzepts im Hinblick auf die Umsetzbarkeit dürfte eine Sisyphosaufgabe werden, wäre aber m. E. das einzig sinnvolle Projekt für eine Partei.

Im Hinblick darauf, wie sie eigentlich aussehen müsste (Ziff. 2), wären u. a. folgende Missstände zu berücksichtigen (aus denen dann für ein Projekt nach Ziff. 3, je nach Realisierbarkeitseinschätzung, auszuwählen wäre):

  • Zerstörung der Umwelt mit den entsprechenden Folgen

  • ausgebliebene Reaktionen auf den Klimawandel bzw. Maßnahmenplanung zum Umgang damit

  • Ausbeutung des Planeten

  • soziale Ungleichheit (innerhalb von Nationen bis hin zu 1. Welt versus 3. Welt)

  • Überbevölkerung

  • Missachtung der Menschenrechte

  • Missbräuchliche Nutzung technischer Entwicklungen (von Kernenergie und Waffenproduktion über Biologie und Chemie bis hin zu Digitalisierung)

  • der Menschheit schadende Implementierung der Globalisierung

  • gemeinwohlschädliche kulturelle Gepflogenheiten

  • mangelnde Gegenmaßnahmen bezüglich gesellschaftlicher Fehlentwicklungen
    (Der Homo sapiens [homo = Gattung Mensch / sapiens = weise, einsichtig] sollte wohl besser Homo insapiens heißen)

Kritisch zu prüfen wären die jeweiligen zu den aufgeführten (ggfls. zu ergänzenden) Punkten gehörenden zahlreichen Unterkategorien.

NACHTRAG.
Viele erinnern sich sicherlich an Gerd Müller, den Fußballer, dessen Tor D. im 1974er Finale zum Weltmeister machte. Ist eigentlich auch allen bewusst, dass das derselbe Gerd Müller ist, der heute als Bundesentwicklungsminister im Kabinett sitzt?

Einer der wenigen Minister, die sich mit Leidenschaft ihrem Amt widmen, ist aus meiner Sicht der Bundesgesundheitsminiter Gerd Müller, der , obwohl kein Polit-Profi, viele seiner Vorgänger hinsichtlich Expertise und Einsatz in den Schatten stellt. Dazu überzeugt er, da er nie die Bodenhaftung verloren hat, mit Authentizität.

Von ihm fand ich soeben den folgenden Gastbeitrag auf Spiegel-online:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-und-andere-zoonoseerreger-gerd-mueller-bundesentwicklungsminister-warnt-vor-den-gefahren-a-e4e42281-4ad1-460f-9ad3-818117be37b6#

Zitat daraus: „Die Megatrends unserer Zeit – Globalisierung, Urbanisierung, Rückgang von Biodiversität, Bevölkerungswachstum und Klimawandel – befördern solche Infektionskrankheiten.“

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Äh Tina, da bist du aber einem gewaltigen Irrtum aufgesessen: der Gerd (Gerhard) Müller, der D zur Weltmeisterschaft schoss, war nie außerhalb des Fußballs tätig. Er war nach seiner aktiven Zeit viele Jahre beim FC Bayern München tätig, hat eine Alkoholkarriere hinter sich und hat sich seit seiner Demenzerkrankung ab 2015 zurückgezogen.

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Danke für die Aufklärung eines Irrtums, lieber Christian, dem ich seit gut 6 Jahren anhänge. Damals äußerte ich in einem Gespräch mit einem Freund meine Verwunderung, dass Gerd Müller (2013 als [damals] „Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ ins Kabinett berufen), demonstrativ seine Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien abgelehnt hatte, woraus ich den Schluss zog, dass er, im Gegensatz zu Merkel und Gauck, mit Fußball wohl „nichts am Hut“ habe.

„Ganz im Gegenteil“, widersprach mein Freund, schließlich sei Gerd Müller vor seinem Wechsel in die Politik doch selbst Fußballer gewesen. Ob ich mich denn nicht daran erinnere, dass er es gewesen sei, der 1974 das entscheidende Tor geschossen habe. Da mein Freund Fußball-Fan (und ich erfreut über die Schließung einer politischen Wissenslücke) war, kam ich nicht auf die Idee, seine Aussage in Frage zu stellen. (Hätte ich einen Moment lang nachgedacht, wäre ich vielleicht darauf gekommen, dass Müller wohl ein wenig zu jung war, um bei einem so wichtigen Spiel eingesetzt worden zu sein.)

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ginge es - im Sinne einer mitreissenden Vision - diese Liste ins Positive zu übersätzen?
Von Verboten haben die Peoples Nase voll - auch wenn es tatsächlich sinnvollerweise darauf hinausläuft.

zB.
statt

etwa
unbedingt wertschätzender Umgang mit der Umwelt (ggf, Renaturierungsprogramme, Aufforstungen etc. - nicht zuletzt unter Beachtung positiver Effekte in Hinsicht auf Klimaänderung)

Das dient eher dem Ziel, positiv-konstruktiv (mit-)denkende Menschen einzusammeln, auf die es - jetzt, angesichts des Aufkommens neuer ´Bewegung´ ankommt (!).

Widerstand 2020 läuft definitiv- ähnlich der AfD - gedanklich schon mal auf den Antipoden der Vernunft.

Das heisst, wer klar im Kopf ist, wird - um solchen Blödsinn entgegen zu wirken - entweder die Partei bestehender polit. Kräfte egreifen (´verlässlich-bekannte Macher´ positiver Entwicklung), oder mit ´konstruktiv-subversiven Pionieren´ tiefer einsteigen wollen in das Thema: Transformation des gesellschaftlichen Systems.

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Auf dem Marktplatz der Ideen eingebrachte Ideen verlaufen meistens sehr schnell im Sande. Darum freut es mich, dass Du Dich mit der hier zur Diskussion stehenden noch auseinandersetzt.

Ich habe dabei nicht an die Entwicklung einer Vision (gem. Ziff. 1 im Beitrag Nr. 4) gedacht (ich glaube, auch für Visionen wären momentan nicht allzu viele ’Peoples’ zu begeistern). Als Realist denke ich über Themen lieber auf der Schiene ’Umsetzbarkeit’ im Sinne von Ziff. 3 nach.

Zum besseren Verständnis, worauf ich hinaus wollte, will ich erläutern, im Hinblick auf welche DiB betreffenden Umstände ich auf diese Idee kam bzw. warum ich sie hier zur Diskussion gestellt habe.

Dauerthemen bei DiB sind erfolgversprechende Maßnahmen im Hinblick (positiv formuliert :wink:) auf:

  • a) Steigerung des Bekanntheitsgrades (diesbezüglich auch Schärfung des Profils)

  • b) Gewinnung von an aktiver Mitarbeit Interessierten

  • c) Gewinnung neuer Mitglieder

  • d) Verbesserung der finanziellen Situation (nicht zuletzt durch Mitgliedsbeiträge und Steigerung des Spendenaufkommens)

und infolgedessen Erreichbarkeit der übergeordneten Ziele:

  • Medienaufmerksamkeit (dadurch Ansprechbarkeit Prominenter als Unterstützer)

  • Wahlerfolge (bis hin zur Überwindung der 5-Prozent-Hürde)

  • Mitsprache in der Politik – zumindest auf kommunaler und regionaler Ebene

  • Teilhabe an der Parteienfinanzierung

  • und daraufhin letztlich: schnelleres weiteres Wachstum

Wegen dieser meiner Interessen habe ich beim virtuellen Treffen am 2. Mai an den Workshops ’Öffentlichkeitsarbeit’ und ’Mitgliederkampagnen’ teilgenommen (zur Teilnahme an weiteren mich interessierenden Themen fehlte mir leider die Zeit). Einige wenige diesbezügliche Ideen siehe (insbesondere DiB-Website, Beitrag Nr. 4)

https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/dokumentation-onlinetage-mitgliederkampagnen/34329/5

Die im Eröffnungsbeitrag dieses threads aufgelisteten Punkte bieten in ihren Unterkategorien unendlich viele Ansätze, um das für die Website vorgeschlagene zusätzliche Menu „Thema des Tages“ (oder der Woche) laufend mit interessanten Themen zu füllen und damit für Besucher der Website Anreize zum häufigen Aufruf der Seite zu schaffen, wissend, dass sie hier immer wieder Neues dazu finden werden, wofür DiB sich einsetzt und DiB so immer besser kennenzulernen, was allen oben aufgeführten Belangen zugute käme.

Der Vorteil der (z. B. wöchentlich) wechselnden Inhalte des zusätzlichen Munüpunkts wäre, dass Besucher sich – je nachdem, wie stark ein Thema sie interessiert und wie viel Zeit sie dafür aufzuwenden bereit wären – mehr oder weniger mit einem Thema beschäftigen könnten. Würde es sie überhaupt nicht interessieren und sie es deshalb überspringen, bliebe die Motivation zum baldigen erneuten Aufruf der Seite erhalten, wissend, dass in der kommenden Woche eine neues Thema auf sie wartet.

Erforderlich wäre es allerdings, primäre Anreize zum Besuch der Website zu schaffen, nicht zuletzt über die SoMe. In diesem Zusammenhang hatte ich u. a. an Anzeigen mit einem Link zur Seite in Wochenblättern gedacht. Sicherlich hätten Andere von uns diverse weitere Ideen dazu. (Vermutlich auch ich, wenn so etwas ins Auge gefasst würde. Solange das nicht der Fall ist, mag ich keine weitere Zeit dafür aufwenden.)

Eine Aufgabe im Hinblick auf entsprechende Themen zur fortlaufenden Veröffentlichung, aber auch hinsichtlich der Schärfung des Profils von DiB – im Sinne von „Wir befassen uns schon jetzt (als Erste?) mit der postpandemischen Gesellschaft“ – wäre die Entwicklung von Unterkategorien zu den im obigen Beitrag Nr. 4 unter Ziff. 3 genannten Kernbereiche.

Allein zum Kernbereich „soziale Ungleichheit“ gäbe es unendlich viele Kategorien (beispielsweise Gesundheit, Arbeit, Finanz[un]wesen, Schere zwischen Armut und Reichtum, um nur einige wenige zu nennen) mit noch mehr Einzelthemen. Vor allem, wenn man sich dabei nicht nur mit Deutschland und Europa, sondern mit den weltweiten Reformbedürfnissen (negative Globalisierungseffekte, Überbevölkerung) befassen würde.

Es geht mir dabei ausdrücklich nicht etwa um die Erarbeitung einer „DiB rettet die Welt“-Ini, sondern vornehmlich um die Zusammenstellung eines Kompendiums der Belange, die beim öffentlichkeitswirksamen Aufgreifen auf Anhieb signalisieren würden, dass und in welchem Umfang DiB vorausdenkt.

Allerdings stünde insofern am Anfang eine Ausarbeitung, in der alle oder möglichst viele der genannten Kernbereiche thematisiert werden (die in entsprechenden Abwandlungen für bestimmte Zwecke wiederverwendet werden könnte bzw. auf die im Zusammenhang bei der Behandlung von Einzelbereichen eventuell sogar Bezug genommen werden könnte).

Gleichzeitig wären die Unterkategorien eines solchen Kompendiums eine unerschöpfliche Quelle für Themen zur Steigerung des Interesses an DiB generell, aber insbesondere auch im Hinblick auf die Erreichung der unter a) bis d) und folgend genannten Erfolgsziele.

So weit es den Status quo betrifft, sind vielleicht einige Ansichten unseres derzeitigen Bundesentwicklungsministers Gerd Müller interessant:

https://amp.n-tv.de/politik/Minister-Mueller-verurteilt-Turbokapitalismus-article21755802.html

Ich weiß nicht, ob Dich (oder sonst jemanden) all das in dieser Ausführlichkeit interessiert, doch zumindest schienst Du mir noch Zeit zum Lesen zu haben / zu nehmen :wink:, und für mich ist es, auf DiB bezogen, ein Herzensthema.

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Hallo @Elena

zunächst, wenn auch verspätet, ein herzliches Willkommen bei DiB :purple_heart:

Obwohl Du Dich bereits vor einem Jahr auf dem Marktplatz angemeldet hattest, habe ich Dich erst heute dadurch „entdeckt“, dass Dein Like zu meinem Eröffnungsbeitrag dieses threads erschien.
Da ich mich nicht erinnerte, Deinen Namen schon einmal in den MP-Diskussionen gesehen zu haben, rief ich Dein Profil auf und stellte fest, dass Du schon relativ viele Beiträge gelesen, aber noch zu keinem eine Meinung geäußerst hattest.

Das hat mich nun neugierig gemacht, warum Du offenbar noch nie Lust hattest, Dich an einem Meinungsaustausch zu beteiligen. Hast Du noch kein Thema gefunden, das Dich dazu genug interessiert hat? Welche Themen interessieren Dich denn vor allem und welche überhaupt nicht?

Liebe Grüße, in der Hoffnung, bald wieder von Dir zu hören / lesen,
Tina

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Vielleicht ein paar Gedanken zum Thema, die mir gefallen:

Ich bin mal gespannt, wie wir alle über diesen Lockdown reden und denken, wenn mal 2 Jahre vorbei sind…

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Bis hierhin war es für meine Familie eine sehr, sehr schöne Zeit: viel Gemeinsamkeit, Freizeit in der Form echter freier Zeit, Entspannung pur.

Der Text ist mir zu philosophisch, auch wenn ich den Kern teilen würde.
Persönlich denke ich, dass wir
a) mit den Lockerungen viel zu forsch sind und uns das noch lange Zeit beschäftigen wird - im schlimmsten Fall also auch noch in 2 Jahren.
b) Werden wir solche Ereignisse künftig bestimmt häufiger erleben, da diese Ergebnisse unseres Handelns der letzten Jahre sind und nicht schnell reversibel sind (als überhaupt).
c) sich ganz andere (Folge-)Probleme anschliessen wie politische Dispute über falsches/richtiges Handeln von Verantwortlichen in der Krise. Hieraus können ganze Aufstände, ggf. sogar Kriege entstehen.

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„Das Ende der Geschichte“ war nichts als plakativer, aber hohler Slogan.
Sollte eine Zeit jenseits nationaler Konkurenz (dieser Art Geschichtsschreibung!) in Zeiten einer egalitären, globalen Wirtschaft umschreiben.
Das Ende ist aber nie eingetreten, das Ende vom Ende folglich auch nicht.
Merkantille Handelsformen wirken seit eh u. jeh, nationale Konkurenzen - wenn nicht gar handfeste Konflikte - auch:
Spaltung des Islams z B. wird die Welt noch 100 Jahre (!) bewegen. Chinas Ambitionen auch.
Von wegen Gechichtslosigkeit!

Die anderen Thesen hingegen sind interessant.
Nur haben sie nix mit irgendwelchen Enden zu tun.
Das gleiche Ankämpfen gegen Stumpfsinn wie seit Jahrtausenden! Das (!) ist Geschichte!

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Ein sehr interessanter Artikel. Es wird das beschrieben, was ich auch denke.

Zunächst, Anfang des Jahres, kam keine Reaktion von Seiten der Regierungen, da wäre noch Spielraum gewesen.

Konsequent hätten Reisende aus betroffenen Gebieten in Quarantäne gehen müssen wenn sie in andere Länder und Kontinente(!) gehen.

Erst als die Sache zu eskalieren drohte, kamen drastische Maßnahmen.

Die wirtschaftlichen Folgen werden uns wohl noch lange beschäftigen.

Man darf auch nicht vergessen, dass unsere Grundrechte massiv(!) eingeschränkt wurden und es teilweise immer noch sind.

  1. Dass ein Pandemieabwehrplan in der Schublade steckte, aber nicht ernst genommen wurde ist klar - erster Fehler, für den Jemand Verantwortung trägt.
  2. Dass jemand dann notwendigerweise ‚Notbremse ziehen musste‘ (lok down) damit alles nicht aus dem Ruder läuft, ist nachvollziehbar.
    Ist aber eben als ‚Fehlerkorrektur‘ zu begreifen.
    Es kann also durchaus sein, dass die ‚Helden von heute‘ die ‚Trötten von gestern‘ waren.
  3. War das Kind schon mal in d. Brunnen gefallen, hilft keine Lermojanz, sondern Disziplin.
  4. Müssen strickte Vorgaben erfüllt werden, fokusierte Abwehrmassnahmen ergriffen werden - also eine ‚Katastrophentaskforce‘ agieren müssen, dann sind ‚querschiessende‘ ‚basisdomokratische‘ Foren kontraproduktiv.
    Es ist die Stunde der Sicherheitsspezies etc.
    Wer mault ist Querulant! Sorry, ist so. Bei realen Gefahr sind irationale, wenn nicht gar hysterische Handlungen hinderlich bis verheerend. Gester haben wir uns noch darüber aufgeregt, dass Feuerwehr, Notärzte, Polizisten in Ausübung ihrer Pflichten angepöbelt wurden… Wieso? Weil…
  5. Wüsste man/frau genau, was Corona bedeutet, könnte man/frau genau…
    Ist aber nicht!
    Mysteriöse Symptome bei Kindern in NY…
    Es muss sachte an die Grenzen dessen was geht herangetastet werden.
  6. siehe Pkt.1, da kann man/frau meckern, Argumente für eine Abrechnung sammeln, oder schlicht froh sein, wenn das ganze Schlamassel vorbei ist (das ist die politische Frage).
  7. Wie formuliert man/frau also die Frage nach Konsequenzen nach der Reihe von Epidemien der letzten Zeit (Zika, Ebola, SARS, Corona, …)?
    (das ist die 2te politische Frage)

Was ist WHO (UNO) noch wert?
(ideell Aless! real devastiert! entmachtet!)

Was ist EU noch wert?

Ich gönne es jedem Lebenskünstler, wenn er aus der aktuellen Zeit das Beste macht - und machen kann. Leider gibt es auch viele, die momentan am Rande des Abgrunds hängen.

Persönlich denke ich, dass wir … mit den Lockerungen viel zu forsch sind…

Aus dem von mir genannten Grunde muss nicht nur jede Lockerung, sondern auch jede Einschränkung gut überlegt sein.

Werden wir solche Ereignisse künftig bestimmt häufiger erleben, …sich ganz andere (Folge-)Probleme anschliessen

Das kommt dazu und verschärft den Zwang zum sorgfältigen Handeln. Nicht alles, was als seuchenpolitisch sinnvoll erscheint, wird sich umsetzen lassen. Die aktuellen Demos sind nur ein kleines Vorgeplänkel zu dem, was uns erwarten könnte, wenn es zum großen Krachen käme.

@miri: Zunächst, Anfang des Jahres, kam keine Reaktion von Seiten der Regierungen, da wäre noch Spielraum gewesen.

Das wird durch jüngste Meldungen bestätigt. Habe auch ich so in Erinnerung. „Wir haben das beste Gesundheitssystem der Welt!“ (Also, Leute, bleibt mal locker)

@rojko: Wer mault ist Querulant! Sorry, ist so.

Nee, das Maulen müssen die da oben aushalten. DAS LASSE AUCH ICH MIR NICHT VERBIETEN! Wenn es natürlich beim Maulen bleibt. Gewaltakte sind absolut indiskutabel!

Wie formuliert man/frau also die Frage nach Konsequenzen nach der Reihe von Epidemien der letzten Zeit (Zika, Ebola, SARS, Corona, …)?

Darüber muss es ebenso wie über die aktuelle Pandemie eine offene Debatte geben. Bei einer weltweiten Mobilität, die innerhalb weniger Stunden erfolgt, können gefährliche Krankheiten keine ausschließlich innere Angelegenheit eines Staates mehr sein. Also, entweder ein offener Informationsaustausch oder von vornherein gewisse Einschränkungen. Und natürlich müssen sich die da oben auch für solche Informationen interessieren. Wenn der Feind erst im Lande ist, dann ist nicht mehr viel zu löten. Es stellte sich auch die Frage, warum sich dieser Virus in Italien so verheerend auswirkte. Eine durchaus plausible Erklärung: Dort neigt man eher zur Einnahme fiebersenkender Mittel.

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ist Maulen, konstruktive Kritik ist konstruktive Kritik,
und es gibt natürlich auch die Rebellion.
Nur um die Finessen der deutschen Sprache auszuloten.
Ich bin hier nicht in einer Splitterpartei um Etablierte zu glorifizieren. Differenzieren ist alles.

weil Italiener eher in grossfamillierem Kontext leben, weil sie ‚körperlicher‘ miteinander verkehren, weil Italien eben mehr als D für Touristen zu bieten hat, weil Gesundheitssystem nicht ganz so gut wie in D ist, weil sie nicht gleich reagierten…

Witzigerweise hört man/frau nichts über ItaloAluHüter (?).
Noch ein Unterschied?

Um zum Thema zurück zu kommen:
Ein weiterer Bereich, in dem es - im Prinzip schon jetzt, und nicht erst nach der Pandemie - offenbar dringenden Handlungsbedarf gibt: Die innere Sicherheit Deutschlands und Europas.

In der Talkshow von Markus Lanz am Dienstag, 19. Mai, gab der Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Kriminalkommissar Sebastian Fiedler, einen verstörenden Einblick in die sogenannte innere Sicherheit Deutschlands. Dabei prognostizierte er, untermauert und begründet mit erschreckenden Zahlen und Fakten, eine demnächst zu erwartende explosionsartige Zunahme der organisierten Kriminalität in Deutschland in Verbindung mit den angrenzenden Ländern, insbes. Holland.

Unter anderem werde Deutschland mit Drogen aller Art in nie gekanntem Ausmaß überschwemmt werden, vor allem deshalb, weil Deutschland in Mafiakreisen als Paradies für Geldwäsche gelte. Milliardenschwere Clans kaufen sich vermehrt in Unternehmen ein und (Bezug zur Coronapandemie) werden insolvent gewordene Unternehmen übernehmen. Sie engagieren sich ferner in Cyber-Kriminalität und dergleichen düstere Bilder mehr.

Das Drama an der Geschichte: Unsere Sicherheitssysteme seien, obwohl seit Jahren vor dieser Entwicklung gewarnt worden sei, machtlos dagegen, weil das Polizeipersonal (inkl. Zoll) schon lange nicht einmal mehr ausreicht, um die sonstige Kriminalität halbwegs unter Kontrolle zu halten.

Die Quartalsberichte über die Arbeit der Polizeibehörden würden der Bevölkerung von den Politikern als Berichte über den Stand der Kriminalitätsentwicklung in Deutschland insgesamt verkauft, dabei würde nur ein Bruchteil der tatsächlichen Fälle überhaupt bei der Polizei aktenkundig – in einzelnen Bereichen gerade einmal 1 Prozent, d. h. es gebe eine enorme Dunkelziffer.

So wird also die innere Sicherheit einfach schöngerechnet, statt das Sicherheitspersonal aufzustocken.

Dies war (für den Fall, dass sich jemand die Sendung noch aus der Mediathek ansehen möchte) das Thema im letzten Teil der Sendung. Davor ging es auch um die Probleme, mit denen die Polizei bei den derzeitigen Demonstrationen konfrontiert ist.

https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz

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Und täglich grüßt das Murmeltier. Das Interview ist von Anfang 2019.

Herr Fiedler hat als Gewerkschafter die Aufgabe, die Kriminalpolizei sachlich und personell zu stärken, das nimmt er energisch vor. Ist okay. Allerdings spielt er im wesentlichen mit Emotionen, wenn er die Statistik abwertet und sich auf eine ominöse Dunkelziffer stützt und von Jahr zu Jahr sagt, dass die zurückliegenden Zahlen nicht aussagekräftig seien.

Bevor über uns diese Fall zuschnappt und wir von so präsentierten Zahlen auf die Sicherheit der Bürger im Alltag schließen, sollten wir doch einmal schauen, wie unsere persönliche Sicherheit wirklich beeinträchtigt ist und vor allem wodurch. Müssen wir Angst haben, von kriminellen Banden wegen eines Lösegelds entführt zu werden (Mittelamerika), steht uns Knast ins Haus, weil wir sagen, was wir meinen (China), gehen wir nicht mehr raus, weil überall Räuber unterwegs sind (wo auch immer), sind rote Ampeln und Fußgängerüberwege nur leichte Empfehlungen an Autofahrer (Asien)?

Der Drogenkonsum in D ist extrem hoch, einige davon sind zufällig legaler als andere. Meine subjektive Sicherheit wird aber höher gefährdet durch Alkoholkonsumenten, die im Straßenverkehr unterwegs sind, als durch die Heroinabhängigen, die sich in einem Konsumraum etwas injizieren.

Strukturell wird die Ausstattung der Strafverfolgungsbehörden dadurch beeinträchtigt, daß kriminelle Banker dem Staatshaushalt Milliarden vorenthalten haben, daß Menschen ihr Geld schwarz verdienen und keine Steuern zahlen, daß Mindestlohnregeln mit Werkverträgen unterlaufen werden usw. white collar crime eben. Aber das ist nicht so leicht in Emotionen umzusetzen als die Aussage, dieses Land würde bald durch Drogen überschwemmt.

Gewaltkriminalität ist seit Jahren rückläufig, Wohnungseinbrüche sind zurückgegangen, die objektive Sicherheit in D nimmt zu. Leider bekommen diejenigen immer noch zuviel Raum, die ständig die Apokalypse an die Wand malen.

Außerdem haben wir eine Ini im Programm, die Drogen legalisiert, so dass es insoweit kein „Sicherheitsproblem“ geben sollte.

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Sorry, aber angesichts der Zunahme der Kriminalität im Großen, verbunden mit den enormen volkswirtschaftlichen Schäden (für die wir Bürger letztlich aufzukommen haben), beruhigt es mich nicht sonderlich, dass ich noch nie entführt oder überfallen worden bin und mir selbst noch nie die Handtasche geklaut wurde.

Damit meinst Du wohl die gemeldeten und von der Polizei verfolgten. Diesbezüglich kann ich Dir von drei persönlichen Erfahrungen mit erheblichen Einbruchschäden und (in einem Fall unter Lebensbedrohung) hohen Verlusten an Wertgegenständen berichten. In allen drei Fällen wurden die Ermittlungen nach kurzer Zeit mangels Erfolgsaussichtein eingestellt. (Ja, die Versicherung hat gezahlt - frage besser nicht in welcher Höhe. Leider hatten wir für Erbstücke keine Einkaufsbelege oder Wertgutachten, und die Echtheit war den Fotos nicht zu entnehmen.)

Und was meinst Du wohl, wie toll erst die Statistik für das Frühjahr 2021 im Vergleich zum Frühjahr 2020 (Lockdown) aussehen wird. - Soviel zu Statistiken, auf welcher Basis auch immer erstellt, und von wem auch immer interpretiert.

Insbesondere den Vergleich mit Ländern, in denen dieses oder jenes noch schlimmer ist, betrachte ich wieder einmal als appeasement in Reinkultur.

Zur Verdeutlichung, warum ich bezüglich der inneren Sicherheit Handlungsbedarf sehe, hier (bunt gemischt) Aussagen aus nur zwei Medienberichten (siehe Links unten):

  • „100 Milliarden Euro. So viel Geld wird Schätzungen zu Folge jedes Jahr in Deutschland weiß gewaschen.“
    Um Geldwäsche zu verfolgen, wurde schon 2001 die Financial Intelligence Unit gegründet, kurz FIU. … In der Praxis herrscht bei der Anti-Geldwäsche-Einheit allerdings „Land unter“. 2017 wurde die Behörde vom Bundeskriminalamt zum Zoll verlegt, …. Doch die Mitarbeiter versinken in Aktenbergen. Fast 80.000 Verdachtsmeldungen sind zuletzt pro Jahr eingegangen. Mehrere 10.000 stapeln sich unbearbeitet auf den Schreibtischen.

  • Schätzungen von Transparency International zu Folge werden 15 bis 30 Prozent aller kriminellen Vermögen in Immobilien investiert. Das wären in Deutschland jährlich mehrere Milliarden Euro.
    Notare werden in Deutschland praktisch nicht kontrolliert. Dabei spielen sie bei Immobiliengeschäften eine zentrale Rolle.

  • Längst hat sich die italienische Mafia in vielen Teilen Deutschlands ausgebreitet … Anders als noch vor einigen Jahren vermeiden sie es, durch Morde oder andere Gewaltdelikte aufzufallen. Sie agieren möglichst unter dem Radar und haben sich im legalen Wirtschaftsleben etabliert. Viele gelten als respektierte Bürger.

  • Das neue Geldwäschegesetz hat ein weiteres großes Manko: Bargeld. Kein Land in Europa gibt so viel Bargeld heraus wie die Deutsche Bundesbank …. Dabei spielt es für die Organisierte Kriminalität eine enorme Rolle.
    In Italien und vielen anderen Ländern Europas sind deshalb Barzahlungen ab 3000 Euro nicht mehr erlaubt. In Deutschland können Luxusautos oder Immobilien dagegen bis heute problemlos cash bezahlt werden.

  • „Das achte Jahr in Folge steigt die Anzahl an Rauschgiftdelikten in Deutschland.“ (FAZ vom 30.03.2019)

  • Drogenhandel ist nach wie vor das größte und lukrativste Geschäftsfeld der Organisierten Kriminalität – so besagen es zumindest die offiziellen Zahlen. Vor allem mit Kokain lassen sich enorme Gewinne erwirtschaften. Und die Droge breitet sich massiv aus – europaweit, quer durch alle Bevölkerungsschichten. (Nicht zuletzt Kinder und Jugendliche werden verstärkt als „Kunden“ und Dealer angeworben - sic)

  • „Gemessen an den geschätzt weit über acht Milliarden Euro jährlichen Umsätzen auf dem deutschen Rauschgiftmarkt muss man zugestehen, dass wir die kriminellen Märkte immer nur ein wenig stören, aber nicht nachhaltig beschädigen.“

  • Betrug mit Arzneimitteln wird kaum verfolgt. Arndt Sinn hat dazu geforscht, vor allem im Bereich Arzneimittel: „Das ist ein riesiger Markt. Schätzungen zufolge entfällt von den rund 790 Milliarden Euro, die das organisierte Verbrechen weltweit umsetzt, knapp die Hälfte auf Produktpiraterie. Die meisten illegalen Arzneimittel werden über den Online-Bereich vertrieben (von legal wirkenden Online-Versandapotheken, bei denen ganz normale Bürger einkaufen - sic). Und da geht es nicht nur um gefälschte Arzneimittel. Sondern da werden ganze Onlineshops gefälscht.

„… weil man eigentlich denken könnte, dass die Parteien SPD und CDU/CSU, die nun über viele Jahrzehnte die leistungstragenden Parteien in den jeweiligen Koalitionen waren, ein vitales Interesse daran haben müssten, dass diese Art von Bereicherungskriminalität, von asozialer Bereicherungskriminalität, wirksam bekämpft wird. Und da erleben wir eine eher schwach aufgestellte Politik, die zwar in den Sonntagsreden sagt: Wir müssen diese Kriminalität wirksam bekämpfen. Die auch die eine oder andere Gesetzeskosmetik betreibt. Aber der Masterplan, der bleibt aus.“

Na, wenn DiB eine Ini im Programm hat, ist ja alles gut. Dann müssen wir uns ja wirklich keine Sorgen mehr machen. Damit wird DiB die 5-Prozent-Hürde bei der BTW21 dann sicherlich locker überspringen.

Weitere beunruhigende Gegebenheiten, die, wenn gewollt, politisch verändert werden könnten, sind den Links zu entnehmen:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/organisierte-kriminalitaet-warum-die-polizei-sich-so.976.de.html?dram:article_id=470484

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/immer-mehr-drogendelikte-in-deutschland-16117811.html

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Seit der Corona-Pandemie hat sich in Sachen Kriminalität in Deutschland einiges verschoben.

Da viele oder fast alle Menschen sehr viel zu Hause sein müssten, gibt es viel weniger Einbrüche.

Stattdessen ist die Zahl der Internetstraftaten gestiegen. Inwieweit das der organisierten Kriminalität zuzuschreiben ist bleibt abzuwarten.

Zum Thema Geldwäsche gäbe es mit Sicherheit Möglichkeiten das Bezahlen mit Bargeld zu unterbinden.

Bei kleinen Beträgen finde ich das nicht sinnvoll. Mit dem Hinweis auf Corona wird das gerade massiv vorangetrieben.

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