Tierw├╝rde ­čÉĽ : Lebewesen statt Sache

gesetz
tierschutz
w├╝rde

#81

Es ist meiner Meinung nach ein Unding, einen Hund wie einen (Wert)Gegenstand zu behandeln und so zu verkaufen.

Da besteht in unserer Gesetzgebung wohl doch noch eine L├╝cke oder Grauzone.


#82

┬ž 90 a BGB Tiere:
Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze gesch├╝tzt. Auf sie sind die f├╝r Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

Der Tierbegriff ist nicht auf h├Âhere Tierarten begrenzt, stattdessen ist vom biologischen Tierbegriff auszugehen, unter den zum Beispiel auch Sch├Ądlinge fallen und keine Tiere im Sinne der Norm sind.

Im Klartext besagt dieser Paragraph, dass es bestimmte Vorschriften f├╝r Sachen gibt, die auf Tiere entsprechend angewendet werden. Da Tiere jedoch Lebewesen und keine leblosen Sachen sind, werden diese durch besondere Vorschriften gesch├╝tzt. Diese speziellen Vorschriften, z.B. das Tierschutzgesetz, haben stets den Vorrang vor allgemeinen Gesetzen.

Das Anwenden der Vorschriften f├╝r Sachen auf Tiere erm├Âglicht uns im Grunde, dass wir uns Tiere kaufen k├Ânnen. Die Tatsache, dass Tiere aber keine Sachen sind, schr├Ąnkt unser Eigentumsrecht an einem Tier im Gegensatz zum Eigentumsrecht an einer Sache ein. So kann der Eigent├╝mer mit seinem Eigentum zwar generell machen, was er will, mit seinem Tier jedoch nicht. Daf├╝r gibt es das Tierschutzgesetz.

Tiere sind keine Sachen! Wer mit einem oder mehreren Tieren sein Leben teilt, der wei├č genau, wie schlau, sensibel und liebevoll sie sind. Durch Gestik, Mimik und Laute machen sie ihre Gef├╝hle und Bed├╝rfnisse deutlich. Sie bereichern unser Leben, wir k├╝mmern uns gerne und r├╝hrend um sie und werden teilweise auch zu Therapiezwecken eingesetzt. Sie sp├╝ren Schmerzen und k├Ânnen traurig sein.

Art. 20 a Grundgesetz:
Der Staat sch├╝tzt auch in Verantwortung f├╝r die k├╝nftigen Generationen die nat├╝rlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsm├Ą├čigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Ma├čgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

Ich stelle also fest, dass Tiere eigentlich keine Sachen sind, sie werden aber so behandelt.
Wie k├Ânnen wir das ├Ąndern?
Meiner Meinung nach, muss der ┬ž 90 a BGB erg├Ąnzt oder ge├Ąndert werden und wir m├╝ssen uns mal das Tierschutzgesetz genauer ansehen.

┬ž 765 a ZPO:
(1)Auf Antrag des Schuldners kann das Vollstreckungsgericht eine Ma├čnahme der Zwangsvollstreckung ganz oder teilweise aufheben, untersagen oder einstweilen einstellen, wenn die Ma├čnahme unter voller W├╝rdigung des Schutzbed├╝rfnisses des Gl├Ąubigers wegen ganz besonderer Umst├Ąnde eine H├Ąrte bedeutet, die mit den guten Sitten nicht vereinbar ist.
(2)Es ist befugt, die in ┬ž 732 Abs. 2 bezeichneten Anordnungen zu erlassen.
(3) Betrifft die Ma├čnahme ein Tier, so hat das Vollstreckungsgericht bei der von ihm vorzunehmenden Abw├Ągung die Verantwortung des Menschen f├╝r das Tier zu ber├╝cksichtigen.

Leider hatte der Mops einen bestimmten hohen Wert, deshalb konnte er gepf├Ąndet werden. Er ist halt in diesem Fall nur eine Sache.
**nicht als Moderatorin++


#83

Falls du vegan lebst dann m├╝ssen wir nicht weiter reden, f├╝r alle anderen die das so wie du sehen und Tierprodukte essen: wie ist es mit der Kuh, dem Huhn etc. Wie soll das dann behandelt werden, wenn es vom Z├╝chter auf den Schlachter ├╝bergeht?


#84

Das Thema Tiere essen haben wir schon weiter oben besprochen, siehe Posts Nr. 37+43, in dem beschriebenen Fall wurde ein Mops vom Gerichtsvollzieher beschlagnahmt, um Schulden zu begleichen.

In diesem Sinne meinte ich, dass Tiere keine (Wert)Gegenst├Ąnde sind. Der Mops wurde vom Gerichtsvollzieher wie ein Gegenstand behandelt und nur auf seinen materillen Wert reduziert, das finde ich nicht in Ordnung.

Der Hund wurde aus seiner gewohnten Umgebung herausgenommen und weiterverkauft.

Wenn Z├╝chter Tiere verkaufen, werden sie als Jungtiere verkauft und nicht, wenn sie schon jahrelang in der Familie gelebt haben.