Schwurbeln tötet!

Original Veröffentlichung: Schwurbeln tötet! | DEMOKRATIE IN BEWEGUNG - DiB

Impfverweigerung ist ein Schaden für die gesamte Bevölkerung
Wenn sich ein so grosser Teil der Bevölkerung gegen die Covid-Impfung entscheidet, ist das auch eine Entscheidung dafür, der Gesundheit von schwächeren Gruppen zu schaden und deren Freiheit einzuschränken.
Wir wissen alle, warum das so ist: Schulpflichtige Kinder müssen in die Schule gehen, Pflegeheimbewohnerinnen können sich ihre Pflegerinnen nicht aussuchen. Tumorpatient*innen haben ebenfalls ein Recht auf zügige medizinische Versorgung. Menschen in prekären Jobs mit viel Menschenkontakten können nicht einfach kündigen. Diese Menschen haben auch Rechte. Und die Rechte der Schwächeren zu schützen ist eine der wichtigsten Aufgaben des Staates.

Die aktuellen Versäumnisse führen dazu, dass viele Menschen schwer und dauerhaft erkranken oder sterben. Das Motto der vergeigten Impfkampagne lautet leider: Wer sich impfen will, soll es tun, und wer nicht, hat Pech gehabt. Es werde irgendwann alles schnell wieder normal. Dabei wird vergessen, dass sich Kinder und Immunschwache nicht einfach selbst schützen können. Selbst wer geimpft ist, wird im Zweifel an etwas anderem sterben, weil die Krankenhäuser durch ungeimpfte Covid-19-Patient*innen überlastet sind.

Die Konsequenzen tragen immer andere
Gehen Ungeimpfte das Risiko einer eigenen Covid-19-Infektion ein, entscheiden sie sich – meist unbewusst – in der Masse auch dafür, dass die Gesundheitsversorgung der gesamten Bevölkerung nicht mehr gewährleistet werden kann. Doch die Konsequenzen dieser Entscheidung müssen andere Menschen tragen.
Das insofern vermeidbare Blockieren von medizinischem Personal verwehrt anderen Menschen die Gesundheitsversorgung. In einer pandemischen Situation ist das jedoch etwas ganz anderes als der gelegentliche Beinbruch einer Skifahrerin, den die Solidargemeinschaft gut verkraften kann. Am Ende gehen wir alle mal ein Risiko ein und machen Fehler.
Immer wieder hat die Bundesregierung versprochen, dass es keine Impfpflicht geben wird. Auch viele Kommentator*innen halten eine Impfpflicht – aus guten Gründen – für einen zu grossen Eingriff in die Selbstbestimmung. Die Leer-(Quer-)denker*innen hyperventilieren schon beim leisesten Hauch einer Einschränkung aufgrund des Impfstatus und reden von „Zwangsimpfung“.
Wir mĂĽssen leider anerkennen, das es nicht geht dass alle fĂĽr sich selbst entscheiden. Erst recht nicht, wenn diese Entscheidungen in einer gesamtgesellschaftlichen Notlage wie einer Pandemie auf Grundlage von Fehlinformationen erfolgen.

Dabei dürfen wir nicht zulassen, dass sich der „Dann sollen sie halt sterben“-Diskurs durchsetzt. Weder sollte man Ungeimpfte mit dem Verweis auf „selbst schuld“ sterben lassen – aus grundsätzlicher Solidarität, und weil Desinformation, Mangel an Information, Ängstlichkeit und prekäre Lage ihre Gründe sein können. Noch dürfen wir aber auch zulassen, dass das Verhalten der Impfverweigerer Gesundheit und Leben so vieler anderer Menschen bedroht.

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Danke fĂĽr diesen Blog.

Ich will immer andere Standpunkte als meinen eigenen akzeptieren, zugegebenermaßen fällt mir das bei den Impfgegner*innen und -skeptiker*innen zunehmend schwer.

Ich dachte, wie wahrscheinlich viele Andere auch, dieser Winter wird entspannt, zumindest entspannter als der letzte. Wie es aussieht, ist dem nicht so.

Nach zwei Osterfesten, die dem Virus zum Opfer fielen, droht nun auch das zweite Weihnachtsfest der Pandemie zum Opfer zu fallen.

Warum?

Weil einige Zauderer sich nicht durchringen können, ihre Bedenken einem Faktencheck zu unterziehen und zu realisieren, dass die Risiken einer Coronainfektion die Risiken von Impfnebenwirkungen um ein Vielfaches übertreffen.

So nimmt eine Minderheit eine Mehrheit gefangen, weil deren Weigerung die Freiheitsrechte, die in diesem Zusammenhang immer hochgehalten und eingefordert werden, Aller einschränkt. Spätestens dann, wenn die Infektionszahlen nicht schnell genug runter gehen, weil man Kontaktbeschränkungen der Ungeimpften (!) im Privatbereich nicht ausreichend kontrollieren kann.

Passend dazu ein Podcast

Der Podcast vom 15.11. der unerträglichste Corona-Mythos und der Podcast vom 13.11. Vierte Welle in was für einem Land leben wir eigentlich?

Es gibt Situationen, da treffen persönliche Entscheidungen nicht nur einen selbst, sondern auch andere.

Die Grenzen sind fließend, wer schränkt wen nun mehr ein?

Ich fände es sehr interessant, wenn das RKI die Inzidenzen aufgeschlüsselt nach Geimpften und Ungeimpften veröffentlichen würde. Damit man einen Vergleich hätte.

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Es gibt es alle Daten die man braucht beim RKI. Ist allerdings so viel, das man nicht immer alles gleich sieht.
Hier gibt es aufgeschlĂĽsselte Fallzahlen in allen Details, auch nach Orten usw.

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Es wäre nur gut, wenn es jeden Morgen verkündet würde:
Inzidenz gesamt: XXX
Inzidenz geimpft: XXX
Inzidenz ungeimpft: XXX

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z.B. bei spiegel.de, sogar nach drei Altersstufen aufgeschlüsselt, unter der Überschrift „Ungeimpfte deutlich gefährdeter“:
Coronavirus in Deutschland: Infizierte, Tote, Tests – alle Live-Daten - DER SPIEGEL

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sehe ich alles genau so. allerdings ist es zu kurz gegriffen, gesundheitsfürsorge so sehr zu individualisieren: die verantwortung für die überlastung des gesundheitssystems kann man nicht auf einzelne abwälzen. private kassen und renten

andererseits ist das, wie ihr sagt, ein gefährlicher sozialdarwinismus, der auch von den schwurbel verbreitet wird.

ich hab gestern versucht, mit welchen zu diskutieren. was haltet ihr davon?

ich veranstalte mit meiner neuen gruppe „antiverschwurbelte aktion“ kundgebungen gegen schwurbel überall in deutschland. von bremen bis konstanz. vielleicht mögt ihr euch ja beteiligen oder uns einladen? am samstag sind sie in jena, erlangen und magdeburg. in md hab ich schon was angemeldet. @franka.kretschmer bist du am we da? ich würde das konzept gerne vorstellen. @Guido hab ich schon davon erzählt.

Zunächst ist es die Entscheidung jedes einzelnen Menschen, ob er sich impfen lässt oder nicht. Damit ist es auch die Verantwortung eines jeden einzelnen, was die Folgen angeht.
Aber, welch ein Glück und unfassbarer Vorteil, wir haben ein solidarisches Gesundheitssystem das uns alle auffängt und versorgt. (Über die Qualität muss man an anderer Stelle sprechen)

Diskussionen mit Menschen die sich nicht impfen lassen wollen erlebe ich bislang immer als nicht hilfreich. Sie stellen ihren Standpunkt dar, nehmen gegebene Informationen nicht ernst geschweige das sie im Anschluss mal so was wie einen Faktencheck machen wĂĽrden (um es freundlich zu formulieren).
Ich bevorzuge nachprüfbare wissenschaftliche Veröffentlichungen und ergänze das mit persönlich erlebtem aus meinem Umfeld, unter anderem auch aus Italien. Dort gibt es in jeder Familie jemanden der schwer erkrankt oder an Covid verstorben ist.

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deine aussage
„Die Konsequenzen tragen immer andere“
steht im starken widerspruch zu
"die Entscheidung jedes einzelnen "

sollten nicht alle ĂĽber das entscheiden, was sie betrifft?

bei schwurbel helfen fakten nicht, sie vertreten einen radikalen relativismus. das ist die gefahr.

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BaWĂĽ gestern (Quelle: Hart aber Fair/PlaĂźberg)

Ungeimpfte: 893
Geimpfte: 36

Sachsen
Ungeimpfte: 1.718
Geimpfte: 62

Noch Fragen?

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Exakt das meine ich, da sieht man, wer die Pandemie-Treiber sind.

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Tja, … quod esset demonstrandum.

Mein Schwager (71) geimpft, fĂĽhlte sich dadurch geschĂĽtzt und schimpfte auch auf die Verweigerer, hatte sich dennoch mit Corona infiziert, kam am 1.11. ins Krankenhaus, wurde am 10.11. entlassen und verstarb am 12.11.

Mag ja sein, dass seine Vorerkrankungen erheblich zu seinem Ableben beigetragen haben. Aber gerade solchen Risikopatienten wird doch der Pieks wärmstens empfohlen. Es hatte übrigens auch meine ebenfalls geimpfte Schwester erwischt. Sie hatte einige Tage grippeähnliche Symtome.

Zu möglichen Langzeitnebenwirkungen (die wohl einen erheblichen Teil der Impfmuffel verunsichern) wurde mal geäußert, solche seien aus vorangegangenen Impfkamopagnen nicht bekannt. Aktuell haben wir es jedoch mit einem völlig neuen Wirkmechanismus zu tun. Da taugen Erfahrungen aus früheren Zeiten nur bedingt
.
@miri:

Vierte Welle in was fĂĽr einem Land leben wir eigentlich?

Gute Frage. Wann begann die erste Welle? War es nicht im Sommer 2019 in China? Nur wenige Flugstunden entfernt? Daher der Name Bratkartoffel…

@kreichenbach-01:

…auch aus Italien. Dort gibt es in jeder Familie jemanden der schwer erkrankt oder an Covid verstorben ist.

Wann begann dort das Sterben? Und wann raffte man das hier? In was für einem Land leben wir eigentlich? Aus gutem Grund wurde eine allgemeine Ausstattung von Wohnräumen mit Rauchmeldern beschlossen. Wenn die auch manchmal ohne erkennbaren Grund losdüdeln, ist das ein anderes und durchaus zu bewältigendes Problem. Aber man kann nicht warten, bis irgendwann die ganze Hütte brennt. Dank moderner Verkehrsmittel können wir unseren ganzen Planeten als ein großes Haus mit verschiedenen Räumen betrachten. Da gibt es kein fernes Elend mehr, welches uns nicht betrifft und später irgendwann von den Archäologen erkundet wird.

Ich hatte schon mal angeführt, dass es ein Fall für den Staatsanwalt wäre, wenn sich der Einsatzleiter einer Feuerwehr mit dem Handeln Zeit ließe, bis der Leidensdruck hoch genug ist.

Wir müssen Covid-19 verdammt ernst nehmen. Jeder hat aber auch die Möglichkeit, sich selbst zu schützen. Ich erinnere mal an den hohen Nutzeffekt, der den FFP-2-Masken zugeschrieben wird. Abstand halten, Hände waschen und desinfizieren usw. Sich hauptsächlich auf die Impung zu verlassen, reicht eben nicht, wie wir am Freitag Abend erfahren mussten.

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Zunächst mein Beileid zum Tod deines Schwagers.

Es ist schwierig, wenn Zitate aus dem Zusammenhang gerissen und umgedeutet werden. Dieses Zitat von mir bezieht sich auf den Titel eines Podcasts, den ich oben verlinkt habe und fĂĽr sehr empfehlenswert halte.

Dann einige Fragen: Wie viele Jahre soll das so weiter gehen? Jeden Winter wird das soziale Leben lahmgelegt?

Es hat schon jetzt unabsehbare Folgen. Was ist mit den Kindern, die möglicherweise bald wieder Wechselunterricht und Homeschooling haben?

Und die Wirtschaft? Ich bin weit davon entfernt den gnadenlosen Konsum zu befĂĽrworten, aber was geschieht, wenn die Lieferketten fĂĽr lebensnotwendige Dinge zusammenbrechen?

Das sind Fragen, die beantwortet werden mĂĽssen.

??? Diese Aussage verstehe ich nicht.

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Ich sehe da keinen Widerspruch.

  1. da steht an erster Stelle des einzelnen sich nicht impfen zu lassen
  2. die Folge davon ist, dass diese Entscheidung sehr viele Menschen betrifft:
    Menschen die von dem einzelnen angesteckt werden
    Menschen, die im Krankenhaus oder Pflegeeinrichtungen usw. arbeiten
    Die Gesellschaft als Ganzes, die die Kosten trägt

Ich befürchte, wenn wir allen die Entscheidung über die Impffrage und die Kosten überlassen wird das unser noch einigermaßen gut funktionierendes und genau an dieser Stelle auch solidarisches Gesundheitssystem zerstören. Das will ich nicht, das kann niemand wollen.

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Zunächst mein Beileid.

Dann der Reihe nach.

  1. wann genau das Virus auf Menschen ĂĽbergegriffen hat, weiĂź aktuell niemand. Sicher aber bereits irgendwann ab Herbst 2019. Im Nachgang wurden bei Obduktionen Covid Viren entdeckt.
  2. wer hat wann was verbreitet? Das ist leicht zu beantworten:
    a) in Italien waren es die Unternehmen, die seit Jahren „innige“ Geschäftsbeziehungen mit China haben. Die hatten nix eiligeres zu tun, als alle ihre Mitarbeiter*innen zurück nach Italien zu holen. Natürlich ohne Quarantäne oder Artzbesuch.
    b) das selbe haben die deutschen Unternehmen, die noch „innigere“ Wirtschaftsbeziehungen nach China pflegen, gemacht. Kann man gut nachvollziehen. Die mit den meisten Niederlassungen und Angestellten in China sitzen in Bayern, BaWü und NRW. Genau dort eskalierte die Pandemie als erstes. Warum? Weil das selbe Verhalten beim Rückholen dieser Menschen stattfand wie es italienische Unternehmen vorgemacht hatten.

An der Stelle muss die Frage gestellt werden warum nicht da schon entsprechend umsichtig aber auch hart eingegriffen wurde. Denn das Covid brandgefährlich ist, war ab Mitte Februar bekannt.

Noch ein Wort zum Thema Selbstschutz. Nein, den kann niemand mehr sicherstelllen. DafĂĽr sorgen auch die Geimpften. Ich hatte gerade gestern Abend so ein Erlebnis. Ich wollte zu einem Arbeitstreffen fĂĽr eine Unternehmergruppe die im hiesigen Klimarat aktiv werden will.
Treffpunkt: eine Kneipe. 3G Regel draussen, 2G Regel drinnen. Draussen alles proppevoll, Abstand zwischen den Menschen maximal 50 cm, Masken in dem Zelt (soviel zu draussen) trug niemand.
Drinnen gähnende Leere.
Kontrolle der mit groĂźen Aufstellern angekĂĽndigten Regeln: Fehlanzeige Insofern ist es korrekt, nur impfen reicht nicht.
Wir alle mĂĽssen endlich lernen, mit diesem kleinen Biest richtig umzugehen. Es ist gekommen um zu bleiben.

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Ich reiche hier noch eine wichtige Information nach.
Schon letztes FrĂĽhjahr hat der ehemalige Bundesjustizminister Gerhart Baum bei der Frage nach Verantwortung und Haftung im Zusammenhang mit Covid Infektionen und deren folgen auf das Grundgesetz verwiesen.
Grundgesetz Artikel 2
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

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Danke fĂĽr die Anteilnahme!

@kreichenbach-01:

Ein derartiges Gedränge ist natürlich auch im Freien nicht ganz unbedenklich. Dazu etwas Passendes, auch wenn es sich eher auf die Innenräume bezieht:

Der erste Clubabend im Berghain (Berlins größtem Techno-Schuppen, H.) mutierte zur Corona-Party – trotz 2G-Regelung: 19 Besucher erkrankten, 2.500 andere werden informiert (beziehungswiese sind es hiermit ja jetzt).
Tagesspiegel-Newsletter „CheckPoint“ vom 20.10.21

Doch auch an solchen Orten ist das Risiko noch einigermaßen beherrschbar. Da muss eben auch mal der Wirt, Veranstalter oder Behördenbeauftragte ein Machtwort sprechen. Das eigentliche Problem sind irgendwelche privaten Treffen, bei denen heimlich und unheimlich gefeiert wird. In den Bau- Elektronik- und Textilmärkten, die ab und zu geschlossen werden, weil man sie nicht für existeziell notwendig betrachtet, steht dagegen das 100- oder 1000-fache Luftvoöumen zur Verfügung. Und die Betreiber haben meistens ein Auge daraauf, dass sich die Leute nicht gar so dicht auf die Pelle rücken.

Ă–l schmiert Inflation
China kauft uns arm

Der Tagesspiegel-Kommentator kommt zu dem Schluss: „Zahlen oder weniger Auto fahren“. Das passt natürlich zunächst gar nicht zum Thema, aber es passt wunderbar zu der Denke unserer Regierenden. Denn das Zitat stammt bereits vom 25. Mai 2004. Dennoch wurde der ÖPNV weiterhin auf Sparflamme gehalten und dennoch brachte man 2009 die Abwrackprämie auf den Weg, um die Autoindustrie zu pampern. Egal, ob das neue Wägelchen atsächlich sparsamer war oder ein echter Spritsäufer. Solche Leute denken nur bis ans Ende der Legislaturperiode… Und das ist nicht viel weiter, als… (der schöne Vergleich aus der Landwirtschaft sollte allgemein bekannt sein). Zwar denkt man gelegentlich auch etwas weiter, aber eben nur, wenn der aktuelle Druck da ist. Die deutschen AKWs waren nach dem großen Bums von Fukushima am 11.3.2011 nicht plötzlich unsicherer als vorher. dennoch vollzog sich innerhalb weniger Tage der Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem zuvor von Rot-Grün beschlossenen Atomausstieg. Und jetzt wollen maßgebliche Kreise der Atomenergie erneut das blaue Umweltengelchen anheften.

Mag sein, dass so manche Schwurbler tatsächlich auf dem Holzweg sind. Wenn jedoch einige Leute sogar für einen gefakten Impfnachweis bezahlen, obwohl sie den realen Pieks kostenlos kriegen könnten, sehe ich da ein abgrundtiefes Misstrauen.

Die bisherige Impfquote kam auch dadurch zustande, dass man den Leuten eine Rückkehr zur Normalität in Aussicht stellte. Ich will keineswegs bestreiten, dass daurch die Zahl schwerer Verläufe gesenkt werden kann. Über die mittel- und langfristigen Risiken gibt es jedoch keine Fakten. Immerhin wurde mit der mRNA-Technologie medizinisches Neuland betreten. Und selbst die führenden Virologen räumen ein, dass allein durch das Impfen das Problem nicht zu bewältigen ist.

@miri:
Daher der Name Bratkartoffel - das ist so eine Redensart aus dem Berliner Raum. Immerhin wurde diese Pandemie als Covid-19 benannt, weil sie vor 2 Jahren bereits in vollem Gange war. Wie sich das Übel genau entwickeln konnte, lässt sich eigentlich nur vermuten. Könnte sein, dass dort in Wuhan etwas zu forsch geforscht wurde, die grauenvollen Zustände bei der Tierhaltung, dem Handel und bei der Schlachtung entscheidend dazu beigetragen haben oder beides. Von den Herrschaften in Peking werden wir es kaum erfahren.

Was bleibt zu tun? Hatte schon mal das Beispiel des Hinterherrennen hinter dem abfahrenden Zug angeführt. Wir stecken im Dilemma. Da kann eigentlich nur jeder nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Auch als Nichtgeimpfter kann man Abstand halten, sich eine Maske umhängen, wenn es tatsächlich zu eng wird usw. Wenn ich jedoch lese, dass die Beschaffung von Luftfiltern für die Berliner Schulen erst europaweit ausgeschrieben werden muss, schwillt mir der Kamm! Denn dann wird es erst im Frühling etwas damit.

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Nein, das ist kein Neuland und ja, führenden Virologen*innen räumen ein, die Pandemie oder besser (!), das Virus, ist so nicht auszurotten. ABER, Impfen rettet tausende von Leben und verhindert in grosser Zahl schwere Verläufe.
Nur weil man mit Impfen keine 100%-Lösung, sondern nur eine 80%-Lösung hat, ist es dumm, Impfen abzulehnen. Ein Helm rettet auch nicht 100% aller Unfallopfer, aber viele.

Kann man machen …, aber dann ist es halt sche… und unverantwortlich, egoistisch … einfach nur dumm!
Jede Person, die sich aus medizinischer Sicht impfen lassen kann, sollte dies tun. Sie schĂĽtzt sich selbst und alle anderen. Wer meint als Eremit leben zu wollen, soll dies tun, aber dann bitte konsequent ohne Kino, Weihnachtsmarkt, Stadion, Shoppingmeile, Urlaub, etc, pp.

Dem Rest deines letzten Posts kann ich zustimmen. :wink:

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Diesem Eingangsthread, von @kreichenbach-01, kann ich voll und ganz zustimmen.

Du beleuchtest nämlich beide Diskussionsseiten, und das ehrlich.
Einerseits wollen wir nicht, das unsere Freiheit des Selbstverantwortlichen Lebens beschnitten wird. Und andererseits wollen wir aber entsprechend im Krankenhaus behandelt werden, wenn wir krank sind.

Das geht mit dem Gesundheitssystem nicht, wie wir das vor der Pandemie aufgebaut und finanziert haben.
Anfangs dachte ich, es scheitert an den Kosten. Die Bundesregierung muss einfach Geld in die Hand nehmen, medizinische Kräfte schulen und für die entsprechende technische Ausrüstung in den Krankenhäusern sorgen. Aber offensichtlich ist der Bundesregierung, dieser Weg zu teuer.
Stattdessen nahm die Bundesregierung Geld in die Hand und organisierte Impfmittel und Impfmassnahmen. Ein vernĂĽnftiger Ansatz, der jetzt aber an der (zu) hohen Zahl der Impfverweigerer scheitert.

Ich gebe offen zu, dass ich auf Twitter dafür plädiert habe, das jeder Mensch die Freiheit haben sollte, sich selbst zu entscheiden, ob er/sie geimpft werden will.
Ich dachte aber nicht, das es 27 Millionen Menschen (Heute Show, ZDF, vom 19.11.2021) sind, die sich nicht impfen lassen wollen. Ich hatte vielleicht mit mehreren 100.000 Menschen gerechnet. Eine Menge, die unser Gesundheitssystem, ohne Probleme, meistern kann.
Schlieslich hat fast jeder Mensch Zugang zum Internet oder fragt einen Arzt und kann sich entsprechend informieren.

Um meine Worte abzukĂĽrzen.
Wir können, jetzt als „Grundrechtspartei“, die Impfgegner nicht als „Schwurbeler“ hinstellen und sie damit abwerten. Ich würde, als nächsten Schritt vorschlagen;

  • erst den Impfverweigerern zuhören
  • sie dann, mit nachweisbahren Fakten ĂĽberzeugen
  • und sie begleiten, wenn sie sich impfen lassen.

Denn Menschen, die einfach nur sagen;" Geh dich doch Impfen lassen, sonst bist du selbst schuld" und dann den (Ehemaligen) Impfgegner alleine lassen - haben wir genug in Deutschland.

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Ja, das wäre der normale Weg. Hast Du schon mal jemanden, der sich nicht impfen lassen will, auf dem Weg versucht zu überzeugen? Probier’s mal.
Ich habe das oft versucht, nie geschafft. Diese Menschen haben tonnenweise wissenschaftliche Papiere, die inhaltlich zu 90% übereinstimmen, der Rest ist nur im Detail abweichend. Es sind auch sehr viele völlig unabhängige Wissenschaftler*innen dabei. Das kommt leider alles nicht mehr an.

Die Politik ist da im übrigen seit Beginn an fröhlich dabei mit ihrer ganz eigenen und verwirrenden Kommunikation der Impfbereitschaft den Rest zu geben.

Aktuelles Beispiel: jetzt soll vorrangig Moderna verimpft werden. Da macht man eine harte Vorgabe mit der einzigen und dummen Erklärung das davon so viel da ist und diese Chargen verimpft werden müssen bevor sie verfallen. Korrekt wäre gewesen, in den vergangenen 2 Monaten Moderna als Alternative anzubieten. Nicht weil’s weg muss, sondern weil es als Drittimpfung tatsächlich zusammen mit zwei vorhergehenden Biontech Impfungen noch wirksamer ist.
Mit guter Kommunikation haben sie es eben kein bischen.

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