Schüler*innen streiken für den Planeten - ab jetzt jeden Freitag!

Original Veröffentlichtung: Schüler*innen streiken für den Planeten – ab jetzt jeden Freitag! | DEMOKRATIE IN BEWEGUNG

Es ist ein kleines Wunder: Ein Teenager in Schweden hat die Nase voll von leeren Versprechungen zum Klimaschutz und protestiert. Sie wird dabei sehr deutlich und wirft der Politik Lügen, Untätigkeit, Diebstahl und Gier vor. In kürzester Zeit wird daraus eine politische Bewegung “Fridays For Future” und Jugendliche weltweit engagieren sich für Klimaschutz. Smartphones und Social Media werden offensichtlich – entgegen der üblichen Einschätzung – von der jungen Generation auch für außerordentlich sinnvolle Dinge eingesetzt.

Die jungen Menschen, die da protestieren, haben sehr genau verstanden worum es geht: Sie wollen ihre Zukunft retten. Es ist nicht mehr zu leugnen, dass dringend gehandelt werden muss. Umweltverschmutzung, Klimaveränderung und Artensterben sind von uns Menschen herbeigeführt und wir Menschen sind es, die ebenso darunter leiden werden, wie die Natur und unsere gesamte Erde. Vielleicht spüren wir nicht sofort die kompletten Konsequenzen unseres Handelns, aber unsere Kinder und Enkel müssen mit Sicherheit darunter leiden.

Darum ist es richtig und wichtig, dass gerade sie sich einmischen. Sehenswert: Wie Greta Thundberg der Klimakonferenz die Leviten liest.

Teenager ergreifen Partei für ihre Zukunft

Die Bewegung erzielt schon Aufmerksamkeit, obwohl sie erst ganz am Anfang steht. Eine Meldung in den Tagesthemen kann der Protest bereits jetzt verzeichnen. Es ist zu hoffen, dass es so weitergeht. Denn es ist unverantwortlich und nicht hinnehmbar, wie über die Köpfe von Kindern und Jugendlichen hinweg regiert und über ihre Lebensgrundlagen entschieden wird. Die jungen Menschen sind in ihrem Protest motiviert und kreativ. Zum Beispiel basteln sie ihre Schilder bewusst aus Müll, um Ressourcen zu schonen. Darauf fassen sie die Probleme gut zusammen: ”Euch gehen die Ausreden aus und uns die Zeit!”.

Die Politik ist bereits alarmiert. Statt sich über das erstarkende politische Interesse der jungen Generation zu freuen, weisen die Kultusminister*innen auf die Schulpflicht hin und drohen mit Konsequenzen. Das war leider zu erwarten, denn die Kultusminister*innen sind ebenfalls Politiker*innen genau der Parteien, die sich weigern, konsequent Maßnahmen zu ergreifen, um unseren Kindern einen möglichst intakten Planeten zu hinterlassen.

Diese Bewegung von Schüler*innen ist von den Politiker*innen nicht zu kontrollieren und zu steuern, weshalb ihnen nichts anderes einfällt, als die Proteste zu diskreditieren und auf die Schulpflicht zu pochen. Vielleicht wäre es ihnen lieber, dass die Kinder sich in den Jugendorganisationen der Parteien politisch engagieren, wo sie lernen, dass Entscheidungen von den Mächtigen getroffen werden?

Man kann der Bewegung nur Glück und Erfolg wünschen. Und man muss sie unterstützen, im Kampf dafür, dass ihre Zukunft nicht von wirtschaftlichen, sondern menschlichen und ökologischen Interessen bestimmt wird. Die Versuche der Kultusminister*innen, diese Bewegung zu unterdrücken, weise ich scharf zurück. Das Recht auf freie Meinungsäußerung, körperliche Unversehrtheit und freie Persönlichkeitsentfaltung steht über der Schulpflicht. Durch ihre Umwelt- und Bildungspolitik missachten die regierenden Politiker*innen diese Rechte unserer Auffassung nach massiv. Daher ist es mehr als nachvollziehbar, dass die Schüler*innen dagegen aufbegehren.

Vielleicht muss man eine “Jugend-Gewerkschaft” oder ein “Kinder- und Jugendparlament” gründen, die dafür sorgen, dass nicht weiter ignoriert wird, was Kinder und Jugendliche brauchen. Wir denken darüber nach: Gründung einer “Jugendgewerkschaft”. Jugendämter, Schülervertretungen und Parteien bemühen sich zwar um die Minderjährigen, aber sie kämpfen meiner Meinung nach nicht dafür, dass ihre Meinung in Parlament und Regierung gehört wird.

Wir wünschen uns, dass “Fridays For Future” endlich etwas in Bewegung setzt, das nicht wieder nur in Lippenbekenntnissen endet. Unsere Unterstützung haben “diese jungen Leute”.

Hier findest Du eine #FridaysForFuture-Regionalgruppe in Deiner Nähe.

DEMOKRATIE IN BEWEGUNG kämpft bereits für viele der Forderungen, daher zeigen wir uns uneingeschränkt solidarisch. Einige wichtige Initiativen von DiB zu Umweltthemen findest Du hier:


EU-Strukturförderung auf Dekarbonisierung ausrichten Energiewende
Flächendeckende nachhaltige Mobilität
Ressourcenschutz ( auch für Europa)
Reform der Nutztierhaltung




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Einerseits halte ich es für sehr gut, das die Sozialisation unserer Kinder sie mittlerweile mit 16 Jahren erreicht. Damit bilden sie sich eine eigene Meinung, 2 Jahre bevor sie Wâhlen dürfen, über ihre eigene Zukunft. Und diese Generation Kinder wird möglicherweise politisch deutlich mehr interessiert sein. Aber was kommt danach?
Wenn “Fridays for Future” weiter läuft wird die Sozialisierung durch den Mangel an Wissen wieder später im Leben bei den Jugendlichen ankommen. Schon die nächste Generation könnte “die Freiheit der eigenen Entscheidung durch Wissen”, erst mit 18 erlangen. Das ist dann möglicherweise zu spät für einen “politischen Weg” Probleme anzugehen. Also muss es diese Generation rausreißen.

Und der FDP- Chef Lindner hat gar nicht so unrecht, indem er sagt, “die Erwachsenen, mit Know how”, wissen wie sie es ändern können. Denn die Schüler fordern jetzt nur die Ziele ein, aber sie machen keine konstruktiven Vorschläge, wie die Klimaziele einzuhalten sind.
Die jetzt 16 jährigen Schüler müssen erst eine qualifizierte Ausbildung machen und danach einige Jahre im Beruf leben um Erfahrung zu machen, für konstruktive Vorschläge.

Unter dem Hintergrund sehe ich die Aufforderung durch die Kultusminister jetzt zur Schule zu gehen oder den Schulstoff, den sie verpassen, in 4 Tagen zu lernen und nicht in 5 Tagen.

Klar, demonstrieren kann Mensch nur “während der Arbeitszeit”. Aber eine Dauerhafte Demonstration über mehrere Schuljahre, kann sich nur jemand leisten, der den Schulstoff einfacher versteht. Und das führt wieder zu Elitenbildung.
Wie man’s macht, macht man es falsch!
Dieser Satz ist bekannt, wenn er mittlerweile auch falsch gegendert ist.

Ich finde, wir (als Erwachsene) sollten auf die Aktion “Fridays for Future” anders reagieren. Ich möchte den Schulen Mut machen, die Schulthemen, die für 5 Tage geplant sind, in 4 Tagen zu vermitteln. Der 5 Tag einer Woche sollte für das “soziale Miteinander” freigehalten werden. Darunter fallen auch Demonstrationen.
Für einige Schüler wird, möglicherweise dadurch, ihr wissensbasierte Sozialisation verschoben um max. 2 Jahre. Das ist noch sehr viel, wenn Mensch 16 oder 18 ist. Es relativiert sich aber später.

Ich würde gern die Bildungsinteressierten unserer Partei dazu aufrufen eine Initiative zu starten und diese Idee der “4 Tage für die Schule lernen und ein Tag gesellschaftliche Sozialisation” zu prüfen und zu planen.

  1. Nein.
  2. https://www.scientists4future.org/

“Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?”
(“Warum sollte ich für eine Zukunft lernen, die bald nichtmehr sein wird, wenn niemand etwas dafür maht, diese Zukunft zu retten?”)
Greta Thunberg

FFF ist eine Klimastreik-Bewegung. Dafür einen freien Tag einzurichten, würde die ganze Bewegung obsolet machen. FFF will mit ebensolchen Aktionen provokant darauf aufmerksam machen, dass wir tief in der Scheiße sitzen. Dafür brauch man keine abgeschlossene Ausbildung und mehrere Jahre Berufserfahrung, man muss einfach nur auf das hören, was Klimaforscher*innen und weitere Expert*innen uns sagen.

Wie tief sitzen wir in der Scheiße? Viel Spaß damit:

https://www.climate-lab-book.ac.uk/2018/2018-visualisation-update/#more-5614

image

European Council - Climate Change and international security

Nature - Has the Earth’s sixth mass extinction already arrived?

Und davon hab ich noch viel mehr. Angesichts dieser Tatsachen, sollten die Entscheidungsträger der führenden Industrienationen mal so schnell wie möglich darüber nachdenken, was gegen den Klimawandel gemacht werden kann, vollkommen unabhängig davon, ob die Schüler*innen der FFF-Bewegung nur Forderungen stellen oder auch Vorschläge machen.

Und solange wir nur darüber diskutieren, ob es in Ordnung ist, dass Schüler*innen jetzt die Schule dafür schwänzen, können wir uns gleich die Kugel geben. Kommt aufs selbe hinaus.

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Du, selbst, bist aber sicher aktuell älter als 16 Jahre, gell?
Und, “davon hab ich noch mehr” unter ein Diagramm zu schreiben, das laut Fussnote die Sommer von 1961 - 1990 darstellt und dann im zugehörigen Diagramm die Bilder von Sommer 1976 bis Sommer 2018 darzustellen; können selbst 16 jährige besser fälschen.
Sollte Lindner von der FDP doch Recht haben?

Nein. Das wichtige ist, wir müssen die Demonstrationen ernst nehmen und die 16 jährigen dürfen nicht zu ihrem eigenen Schaden demonstrieren. Und vielleicht ist es das, was Lindner und die anderen Politiker meinen, in Bezug auf die Aktion “Fridays for Future”. Es muss aufgedeckt werden, das es Minister gibt, die von der Funktion des Ministeriums keine Ahnung haben. Aber wenn sie davon Ahnung haben, wird ihre Politik gehaltvoller. (Siehe BM Altmaier.)

Es hat auch einen “faden Beigeschmack”, wenn sich die 16 jährigen Demonstranten mit Wissenschaftlern zusammentun, die nicht für die Bundesregierung arbeiten, aber die Bundesregierung kritisieren.
Das hört sich fast so an, als würden sich die Demonstranten von der Opposition vereinnahmen lassen (!).

Ich finde es gut, das es die Aktion “Fridays for Future” gibt. Aber ich finde es traurig, das die jetzt 16 jährigen darunter leiden, oder politisch vereinahmt werden. Noch schlimmer finde ich es, das die Menschen, die nicht mitdemonstrieren gehen, möglicherweise, schlechtere Abitur Noten bekommen, dadurch einen schlechteren Abschluss und schlimmstenfalls in der Ausbildung “hinten runter” fallen.
Um diesem Verlauf vorzubeugen, habe ich gefordert, die Beschäftigung mit gesellschaftspolitischen Themen in den Schulstoff aufzunehmen.

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Schön, dass du nur auf eine der Quellen eingehst und die auch noch falsch verstanden hast. Das Diagramm stellt nicht die Sommer von 61-90 dar. Als Vergleichswert wurde hier die Durchschnittstemperatur von 61-90 genommen. Die Farbskala unten beschreibt die Temperaturdifferenzen von dieser Durchschnittstemperatur.
Diese Farben wurden nun auf die Weltkarten oben angesetzt. Ist die Sommertemperatur von 1976/2018 höher, als die Durchschnittstemperatur von 61-90, so wird der Temperaturmessbereich auf den Karten rot eingefärbt, ist die niedriger, wird sie blau eingefärbt. Je röter/blauer, umso heißer/kälter.

Um das Bild auch nochmal in einen anderen Kontext zu setzen: Das wurde erstellt auf den Vorwurf hin, dass es in England schonmal eine Hitzewelle gab (1976), wodurch versucht wurde, die aktuelle Hitzewelle zu relativieren. Wenn man sich das Bild aber mal genauer anguckt, sieht man, dass die Hitzewelle letztes Jahr um einiges heftiger war und globalere Auswirkungen hatte, als die “Hitzewelle” 1976… eigentlich muss man dafür noch nichtmal genauer hingucken. Gepaart mit der Tatsache, dass 2015 bis 2018 die heißesten Jahre, seit Aufzeichnung sind, halte ich diese Veränderung für alarmierend.

Aber danke, dass du mir Fälschung unterstellst.

Ich denke nicht, dass sie die Demonstrant*innen von der Opposition vereinnahmen lassen, sondern von dem wissenschaftlichen Konsens. Und das halte ich für sehr vernünftig.
Und woher kommt der Beigeschmack, wenn sowohl vom Staat finanzierte, als auch unabhängige Wissenschaftler*innen, die Bundesregierung für faktisch katastrophale Entscheidungen kritisiert? Gerade diese Menschen haben Ahnung von ihrem Thema. Deren Brot und Butter ist die Forschung. Auf wen sollten die jungen Menschen denn sonst hören? Die meisten wissen, dass sie selbst die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen haben und auf wen wäre es dann besser zu hören, als 97% der wissenschaftlichen Publikationen, die den Klimawandel behandeln?

Naturkatastrophen, Nahrungsmangel, Massenmigration (>100 Mio), wirtschaftlicher Zusammenbruch, Ressourcenkriege. Nur ein paar der bevorstehenden Folgen des Klimawandels. Warum sollte ich mich als 14/15/16 jähriger noch weiterbilden, wenn mir das alles bevorsteht, wenn ich alternativ auch dafür kämpfen kann, dass eben das nicht passiert.

Ich kann auch das Argument, dass beides möglich sein sollte, nachvollziehen, jedoch halte ich die Provokation in diesem Thema ebenfalls für wichtig und stelle die auch über den einen Schultag pro Woche.

Außerdem bitte ich dich erstmal abzuwarten, wie die Schulnoten der Schüler*innen nach diesem Halbjahr Streik aussehen und dann erst weiter darüber zu diskutieren. Greta Thunbergs Zeugnis ist
beispielsweise gefüllt mit Bestnoten. Das kann in Deutschland bei vielen anders aussehen, ja, aber bevor wir hier Vermutungen anstellen, würde ich da erstmal abwarten. Jetzt sind eh erstmal Ferien, da verpasst niemand Schulstoff. Ich gehe davon aus, dass Artikel über den Notendurchschnitt vor und nach den Demonstrationen früher oder später erscheinen werden.

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Ich will mich nicht mit dir Streiten. Aber in deinem Text hast du bereits einige interne Diskussions- und Textfehler ( aus meiner Sicht) begangen.
Gerade, wenn die Zukunft der Schüler *Innen so wichtig ist, sollten sie darauf achten eine gute Allgemeinbildung zu haben.
Und wenn da steht unter dem Diagramm 1961 - 90 dann halte ich das für die Sommer von 1961 - 1990.
Ich kann in diesem Editor nicht zitieren. Und es bringt auch nichts uns gegenseitig zu bekriegen, oder uns etwas zu erklären, was eh keiner versteht.
Der Bundesregierung stehen auch Wissenschaftler zur Verfügung, die mit ihrer Arbeit Geld verdienen. Und wenn die Wissenschaftler andere wissenschaftliche Ergebnisse haben als die Oppositionswissenschaftler, halte ich die Diskussion für eine “politische Aussage”.

Ich bin der Meinung, das die Wissenschaftler in eine Diskussion einsteigen und gemeinsame Ergebnisse produzieren sollten. Nicht in einen Krieg und nicht in einen Kampf. Wir müssen zusammen an den Problemen des aktuellen Klimawandels arbeiten. Nur das hilft uns weiter.
Und ich glaube, nichts anderes soll “Fridays for Future” aussagen.

Welche Wissenschaftler haben denn andere “Ergebnisse” als die der "Opposition "?
Alleine schon die Tatsache, dass hier die Diskussion in “Regierungs - und Oppositionsfakten” aufgeteilt wird, zeigt, wie absurd die Schieflage in unseren Systemen ist
Es ist sch… egal “für” wen der einzelne Wissenschaftler sich politisch interessiert.
Wir haben alle gemeinsam ein RiesenProblem.
Die Hütte brennt und einige diskutieren immer noch, wer auf dem Sofa sitzen soll…unfassbar!

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Eben.
Und genau deshalb sage ich; ALLE Wissenschaftler setzen sich zusammen und arbeiten zusammen.

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Ich denke, dass, was die Schüler*innen auf die Straße treibt, ist unter anderem die Tatsache, dass Regierungen immer wieder Klimagipfel abhalten, mit viel Tamtam Ziele festlegen, die sie, ups sorry, leider nicht einhalten können.

Es wäre schon viel gewonnen wenn die Politiker endlich dafür sorgen würden, dass die Ziele, die sie selbst verabschiedet haben auch eingehalten würden.

Dann würden die Schüler*innen wieder 5 Tage die Woche zur Schule gehen.

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Zitieren ist gar nicht schwer. Einfach den zu zitierenden Text markieren und auf das dann erscheinende Wort “Zitat” klicken.
Und um dir bei der Interpretation der Diagramme auf die Sprünge zu helfen: Darunter steht wörtlich: “difference from 1961 - 90 average”. Zu deutsch: “Abweichung vom Durchschnitt der Jahre 1961 - 90”. Und schon ergibt sich ein stimmiges Bild.
Bitte bemühe dich, ein Diagramm korrekt zu lesen (bei sprachlichen Verständnisproblemen hilft beispielsweise https://www.deepl.com/translator), bevor du dich über angebliche Fälschungen auslässt. Ich hätte gedacht, gerade du als Ingenieur solltest doch mit der sorgfältigen Interpretation von Diagrammen vertraut sein.

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(1) Zitieren funktioniert nicht mit dem Smartphone. Da habe ich keine Maus. Und den Befehl “Copy” mit Strg- C und Strg- V kann ich nicht am Smartfone ausführen.

(2) Danke für die Erklärung, aber deine Übersetzung sagt mir, was ich auch schon gesagt habe. Eine Abweichung der Jahre von 1961 - 1990 hat eben Tatsächlich nichts mit den Jahren 1976 und 2018 zu tun wenn es als Unterschrift unter dem Diagramm steht. Dann hätte dort vielleicht eher stehen sollen, das die Sommer der Jahre von 1976 und 2018 eine Abweichung der Aufzeichnung der Sommer von 1961- 1990 darstellt. Und das wäre immernoch aus dem Zusammenhang gerissen. Besser ist ein kurze Zusammenfassung mit Hinweis auf die Quelle, das ist unmissverständlicher.

Ich entwerfe solche Berichte beruflich fast jeden Tag. Und ich verwende Bildunterschriften die textlich zu den Bildern gehören und nicht zu irgendeinem Text. Das gehört sich so, zumindest in DE.( In meiner Diplomarbeit war das ein Beurteilungspunkt.)
Und desweiteren müssen Bilder und Texte einfach verständlich gestaltet werden, weil das Publikum, mit breitem Wissen, dem Spezialwissen meines Faches nicht unbedingt immer folgen können.

Eben das steht da. Das Diagramm zeigt, in wie weit die Temperaturen der Sommer der Jahre 1976 und 2018 jeweils von einem Mittelwert der Temperaturen aus den Sommern von 1961 bis 1990 abweichen. Und das geht auch aus der Bildunterschrift hervor. Das verstehe sogar ich als Nicht-Akademiker ohne einschlägiges Spezialwissen.

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Mir scheint, wir reden aneinander vorbei. Ich sehe das, was ich sehe, du siehst das, was du siehst. Ich ändere meine Berichte nicht und du änderst dein Wissen nicht. Ist auch eine Lösung.:wink::sunglasses:

Ich will Mal darauf antworten, so wie es mir möglich ist.
(1) Wer sind die 26.800 Wissenschaftler, die unterschrieben haben? Ist da auch mindestens ein Wissenschaftler, der von der Bundesregierung bezahlt wird dabei? Und wieviel Wissenschaftler hatten da unterschreiben können? Mehrere Millionen? Wieviel Wissenschaftler sind dann nur 26.800 ? Wessen Brot ich esse, dessen konstruktive Ideen beführworte ich? ( Frei nach Dr. Martin Luther) Also so ist mir das zu wenig qualitativ.
( Und Nein, zitieren des Textes unter dem Stichwort “Team” hat nicht funktioniert, wie ich bereits bemerkt habe.)
Und Erfahrung braucht Mensch hier selbst zu erkennen, wie lange es vom Antrag bis zum Ändern der Regierungspolitik braucht. Möglicherweise zur Zeit länger, weil die Politiker von CDU und SPD noch nicht im “Neuland” angekommen sind.

Um auf die Frage von Greta Thunberg zu antworten: (1) Es wird alles nicht so Heiss gegessen, wie es gekocht wird. Bekommt Mensch aber nur heraus, wenn Mensch Erfahrung gesammelt hat. (2) Mit dem Demonstrieren schädigt Mensch seine eigene Ausbildung. Die Menschen, die nicht demonstrieren werden besser ausgebildet. Und unsere Jugend muss deutlich besser ausgebildet werden als Wir würden, weil ihre Zukunft noch schwieriger zu lösen ist. Die jungen Menschen, die nicht demonstrieren gehen, dauerhaft seit einem Jahr, werden möglicherweise eine bessere Ausbildung haben und in der Zukunft die Gesellschafts leitenden Jobs. Das ist dann die “Elite”.

Und Fridays for Future gibt es schon gefühlt seit mindestens einem Jahr, nicht erst seit März 2019.

Und FFF muss nicht unbedingt Streiken. Eine Klimastreik- Bewegung kann in eine Gesellschaft verantwortlich Schule in den Unterricht mit eingebunden werden. Wendet doch Mal die Ergebnisse unserer Politik an. Erfindet nicht als was neues, von dem wir nicht wissen, ob das in 3 Jahren noch interessant ist.
Beispiel: Ich habe,während meines Studiums, mit Entscheidungsmitteln der Fachhochschule in Friedberg (H), projektorientiertes Studieren an der FH ( und vielen Studierenden und einem Professor) eingeführt. Mittlerweile (nach 15 Jahren) ist daraus ein Studienprofil geworden.
“Klimarettung” ist eine Arbeitsaufgabe der nächsten, mindestens 20 Jahre, wenn nicht noch länger. Das muss Mensch in die Arbeitswelt integrieren. Das ist nicht mit einer Entscheidung getan.
Und mein Vorschlag ist das in allen Schulen als dauerhaftes Lernfach einzuführen.
So, jetzt ist erst Mal gut. Später vielleicht mehr.

Bedeutet im Umkehrschluss: Diejenigen, die sich einen Dreck um die Ressourcen der Menschheit scheren, sind die “Elite”? Und das ist dann genau der Pool an “Profis”, der den Klimawandel aufhalten soll? Na schönen Dank auch!

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Das ist genau das Problem.
Mir wäre es auch lieber, wenn es so nicht ist. Aber die Demonstrierenden nehmen IHRER Ausbildung die Zeit weg.
Anders wäre es, wenn Mensch die Demonstrationsthemen in den Schulalltag einbaut.
(1) haben dann Alle was davon. Und
(2) fallen dann keine Schulstunden aus für die, die Demonstrieren wollen.

Lieber Ingenieur,
Diese Informationen finden sich auf der Webseite der Scientists For Future: https://www.scientists4future.org/, die @Jojo bereits verlinkt hat.
Unter Team und Unterschriften findest du genauere Angaben dazu, wie das entstanden ist, bis wann Unterschriften gesammelt wurden und wie geprüft wurde, sowie alle Unterzeichner*innen.
Ein Beispiel für eine Wissenschaftlerin, die für die Bunderegierung arbeitet ist Maja Göpel, Generalsekretärin des WBGU. Es gibt diverse informative Interviews mit Scientists for Future und allgemein ist alles, was ich bisher über sie finden konnte sehr transparent :smiley:

Was ich außerdem noch loswerden möchte:
Wieso Fakten lernen, von denen sie mitbekommen, dass führende Politiker*innen sich nicht an sie halten? Sie können noch nicht wählen, wie sollen sie anders Einfluss auf die Politik nehmen, jetzt? Wir wissen spätestens seit 1970 wie grauenvoll die Lage ist und dass alles schlimmer wird: Wieso sollten Kinder und Jugendliche darauf vertrauen, dass die Politik jetzt einfach so genug tut, obwohl ihnen klar ist, dass nicht genug geschehen ist in diesem Zeitraum, der vor ihrer Geburt begann und bis heute anhält wo sie inzwischen alt genug sind, es selber zu verstehen aber noch nicht richtig aktiv mitbestimmen können?

Sie hören damit auf, sobald die Politik sich an das hält, was sie unterschrieben hat und die Zukunft der Streikenden (also im Grunde: Die Zukunft von uns allen, unseren Nachkommen und so weiter) schützt. Mal abgesehen davon, dass diese Jugendlichen zum großen Teil sehr viel lernen, während sie streiken. Einige organisieren Großdemonstrationen, viele haben schon mit Pressevertreter*innen gesprochen - fast alle sind auf solche Gespräche vorbereitet. Sie lernen, sich auszudrücken, lernen, dass sie für ihre Rechte einstehen können, lernen Verantwortung zu übernehmen, allgemein vor allem Soft Skills, die ihnen in der Schule nicht annähernd so wundervoll beigebracht werden können.

Liebe Grüße :_:
Paula

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Das gilt nur, wenn in den wegen Demos ausgefallenen Stunden unwiederbringlicher und unwiederholbarer Lernstoff stattgefunden hätte. Und da kann ich nur auf meinen eigenen Demo-Erinnerungsschatz als Schülerin zurückgreifen (soweit ich mich jetzt spontan erinnern kann):

gegen die Abschaffung von Schüler-Bafög - DEMO
gegen Mittelstreckenraketenstationierung - DEMO
für die Übernahme eine Referendars - DEMO
Friedenswoche als Projektwoche für die ganze Schule durchgesetzt - viele Tage nicht im Unterricht
für überdachte Fahrradständer an der Schule - DEMO

Dazu kommen unzählige geschwänzte Stunden wegen wer weiß nicht was, Unterrichtsausfall, Schulbusausfall, Sportfeste, Projektwochen, Krankheit, Schülervertretung…

Das ist die Normalität der (meiner) 80er Jahre des letzten Jahrhunderts gewesen. Und ich bilde mir ein, daß ich trotzdem oder gerade deshalb genug gelernt habe, um in einer universitären Ausbildung zu bestehen. (Ich frag mich zwar auch wie eigentlich, waren doch rückblickend gefühlt ständig Ferien und die Zeit dazwischen im Vergleich zum späteren Lern- und Arbeitspensum verschwindend kurz)

Die einzelne Unterrichtsstunde ist nicht wichtig, hat mich das gelehrt. Sachzusammenhänge begreifen, Kontext bilden, Informationen erarbeiten und verarbeiten - das ist wichtig. Persönlichkeitsbildung, Widerstandserfahrung (auch Konsequenzen dafür spüren) - das ist wichtig.

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Es ist sicher eine Art von Bildung eine Demo zu organisieren, sich zu vernetzen und überhaupt erst mal für oder gegen etwas zu sein.

Kurz, sich mit einem Thema zu beschäftigen, komplexe Zusammenhänge erfassen und zu bewerten, das ist auch eine Form von Bildung, vielleicht nachhaltiger als die Schulbildung.

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