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Schrittweise Einführung eines Vollgeld-Systems

mitstreiter-gesucht

#45

Könnte aber auch ebenso gut sein , dass , wie in den Medien propagiert , die Banken dieses billige Geld eben nicht adäquat weitergeben , sondern missbrauchen , um sich selbst zu sanieren und den Eigenkapitalanteil zu erhöhen .


#46

a) die von Dir bezeichnete Asset Inflation in den Deflator mit eingeht
(hast Du ja bestätigt),

Ah, ok. :slight_smile:

Sollte nicht aber ein wesentlicher Vorteil des Vollgeldsystems genau damit verbunden sein, siehe hier?
“Weil die Geldmenge sich im Einklang mit der Realwirtschaft verändert, ist Geldwertstabilität gewährleistet.” (Zitat aus vorgenannter Quelle)

Ich denke, daß sich hier eher auf die Verbraucherpreisinflation bezogen wird.
Das müsste vll. konkretisiert werden.

Bin aber der Meinung, daß die Monetative sich eigentlich auch zum Ziel macht, die Asset-Inflation besser im Griff zuhaben. Also, in Gänze den BIP-Deflator.
Da muss ich aber nochmal die genaue Herleitung raussuchen.
Hier ein Link zu einem Kapitel 3.5
https://www.vollgeld.de/35-inflation-und-asset-inflation/
Der letzte Absatz erklärt das aber auch nur wage.

Die Asset-Inflation ist spontan gedacht m.E.n. nur schwer zu steuern, denn die basiert ja mehr auf ein ein Glücksspielszenario, weil der Markt ja merkt, daß Gelder in Immobilien wandern und dort die Nachfrage erhöht. Deswegen steigen die Preise für Häuser. Blasenbildung. Die werden ja nicht wirklich mehr “wert”. Eher verrotten die ja ohne entsprechende Erhaltungsinvestitionen. Aber mit den 500000,- für ein ‘eigentlich zu teueres Haus’ bekommst Du immer noch 500000 Franzbrötchen a 1Euro.
Es kommt auf die Verwendungsart des Geldes an in welchem Inflationsbereich man landet.

b) demzufolge nicht die Geldmenge allein die Inflation steuert

Im Grunde Zustimmung.

Meine Einschätzung nach kann Vollgeld primär besser die Verbraucherpreis-Inflation in den Griff bekommen, als Asset-Inflation, da die eher auf Spekulation beruht.
Wohlgleich beides durch die Monetative adressiert wird.

Ich versuche das nochmal genauer herauszufinden und würde mich dann hier wieder äussern.

Viele Grüsse
Patrick


#47

Zwei Anmerkungen:

  • wenn die Preise von Asstes wie z.B. Immoblilien steigen, werden über kurz oder lang auch andere Preise steigen, genauso als wenn z.B. Rohstoffpreise steigen. Wenn also die Immoblienpreise steigen, müssen die Erwerbskosten über steigende Mieten kompensiert werden (geschieht ja gerade). Dieses wird zu steigenden Lohnkosten führen, da die Mieter die Kosten ebenfalls kompensieren müssen. Die steigenden Lohnkosten führen zu steigenden Preisen bei Produkten und Dienstleistungen. Et voila, eine ganz normale Inflation.
  • Eine Wirtschaft könnte man dann als gesättigt bezeichnen, wenn kein steigender Konsum oder keine steigende Produktion mehr möglich ist. Dann wäre das Erreichen einer Sättigung sehr früh zu verhindern, weil wir dann innerhalb weniger Jahrzehnte auf eine Zerstörung der meisten relevanten Ressourcen zusteuern. Eine “vernünftige” Definition könnte aber auch sein, das eine Sättigung erreicht ist, wenn alle materiell relevanten Faktoren, die für ein glückliches Leben erforderlich sind, erfüllt sind. Das ist bei zumindest mindestens 1 Milliarde Menschen schon lange erreicht. In Deutschland sind sämtliche konsumtiven Bedürfnisse spätestens seit seit den 60’er Jahre erreicht.

#48

bezieht sich das auf das wekan von Neuhier ? ich insgesamt für das Thema…sorry bin auch ziemlich neu hier und finde das noch alles sehr verwirrend…


#49

Na dann müsste es aber in den Bilanzen der privaten Banken auftauchen.
Was hat denn so eine Bank an Schulden angehäuft?
Ich glaube, die Größenordnungen passen nicht zueinander …
Wie gesagt, Berlin - Nordkap mit 100 € Scheinen gepflastert, hochkant.
Außerdem würde die Verwendung zur Bankensanierung ja gerade gegen das niedrige Zinsniveau sprechen. Noch dazu, als es nach dem Beginn des Anleihekaufprogramms immer noch weiter runter ging.


#50

@andreas.haselbach

Dass wir eigentlich genug haben, führt leider dazu, dass immer mehr “Schrott” produziert wird. Die Hersteller vieler Waren, reduzieren einfach die “Lebensdauer” der Geräte.


#51

Hallo zusammen, Hallo @ah1st,
ich bin ja noch eine Antwort schuldig, bzgl. der Asset-Inflation, und weshalb die in einem Vollgeld-System besser abgefedert wird.

Bzgl. meiner Aussagen…

Bin aber der Meinung, daß die Monetative sich eigentlich auch zum Ziel macht, die Asset-Inflation besser im Griff zuhaben. … Da muss ich aber nochmal die genaue Herleitung raussuchen.

Ich versuche das nochmal genauer herauszufinden und würde mich dann hier wieder äussern.

Das ist eigentlich total einfach erklärt und wurde implizit schon erläutert.

Aktuell:
Die EZB stellt Unmengen an Geld zur Verfügung, damit die Geschäftsbanken Kredite in den Markt pumpen, damit hoffentlich die Realwirtschaft anspringt.

Tut sie aber nicht, denn die Realwirtschaft fragt die Gelder nicht ab. Warum auch immer…
Der Grund ist erstmal sekundär.

Das Geld steht aber dennoch zur Verfügung. Es sucht sich seinen Weg, wie Wasser.
Was machen solvente Investoren?
Sie nehmen die günstigen Kredite und investieren in Immobilien oder Wertpapiere oder ähnliche Anlagegüter.
Zack, das kommt sie wieder, die Asset-Inflation.

In einem Vollgeld-System:
Das Prinzip dreht sich ein wenig um von Push auf Pull.

Im Vollgeld-System ist es exakt genauso wie in einem Giralgeld-System.
Kredite für Investitionen werden angefragt, bewertet, mit Zins-Faktor versehen, ausgezahlt und los gehts. (Pull / auf Anfrage)

Was es meines Verständnisses eines Volldgeld-Systems nach der Monetativen nicht mehr gibt, ist das zügellose Pushen von Krediten/Geldern in den Markt, die Spekulationen forcieren und Blasenbildungen herbeiführen und (Asset-)Inflation.

Pushen von Krediten in den Markt geht lediglich über öffentliche Ausgaben.
(Aus)Bauen von Infrastruktur, Schulen, öffentlichen Gebäuden/Behörden etc.
“Da weiß man ja, was man hat”. Da muss nichts verspekuliert werden.

Im jetzigen System fliessen viel zu viele Kreditnahmen in die Finanzwirtschaft. Dort werden aber keine Werte geschaffen. Es geht an der Realwirtschaft vorbei.
Die Zinsen müssen aber dennoch erwirtschaftet werden. Wer kann das? Nur die Realwirtschaft.
Die Realwirtschaft blutet aus.

Grüsse
Patrick


#52

Danke Neuhier !!! ich denke wir sollten das Thema genau so strukturiert mittels wekan angehen !! Ansonsten wirkt mir das zumindest zu diffus ( Mails hin und her…)

Frage: könntest Du mich zu Deinem Wekan Channel hinzufügen ! ( und mir mal einen Link senden, wo die Erstellung erklärt wird…

danke


#53

Hey,
ich habe das mit Wekan selbst erst letzte Woche hier: https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/liste-kostenloser-kommunikations-tools/284 gefunden.

Ihr müsst mir eure eMail Adresse per PN schicken, dann kann ich euch einen Einladungslink schicken. Ihr müsst euch hier einen Account machen https://wekan.bewegung.jetzt

Ich bin hier bei der Diskussion zwischen @Patrick1701 und @ah1st leider etwas raus. Wäre super wenn ihr kurz schreiben könntet was bei der Diskussion raus gekommen ist :wink:


#54

Hallo, scheint dass die Diskussion irgendwie im Sande verlaufen ist / tot ist…
wie kann das hier weitergehen ? ich würde das gerne mit in das DiB Programm bekommen…wie weiter ?
vg


#55

Aktuell:
Die EZB stellt Unmengen an Geld zur Verfügung, damit die Geschäftsbanken Kredite in den Markt pumpen, damit hoffentlich die Realwirtschaft anspringt.
Tut sie aber nicht, denn die Realwirtschaft fragt die Gelder nicht ab. Warum auch immer…
Der Grund ist erstmal sekundär.

Für mich ist der Grund eher gar nicht sekundär, sondern ein (wenn nicht sogar “der”) Schlüssel für die Überwindung wirtschaftlichen Probleme der Eurozone und für die Bremsung der zunehmenden Ungleichheit. Wir erinnern uns: Deutschland wird seit vielen Jahren von der OECD auf das Problem der zunehmenden Ungleichheit hingewiesen. Und diese Ungleichheit muss langfristig überwunden werden. Was sonst sollte oberstes Ziel der Politik sein?
Die Unternehmen fragen (per Saldo, einzelne tun es sicher schon) Kredite deswegen nicht ab, weil sie Nettosparer sind. Die haben soviel Geld in der Kasse, dass sie keine Kredite benötigen! Die jetzt kommenden Bilanzen der großen DAX - Unternehmen werden das erneut bestätigen.
Darüberhinaus ist die Investitionsquote in Deutschland über Jahre eine absolute Katastrophe.
Warum sollen also Unternehmen Kredite aufnehmen?
Wer das nicht glaubt, kann sich die Zahlen gern selbst ansehen, beispielsweise hier gibt es immer wieder aktuelle Statistiken zum Thema.

Gleichzeitig führen die über viele Jahre niedrigeren Inflationszuwächse Deutschlands zu Wettbewerbsvorteilen Deutschlands gegenüber seinen Handelspartnern in der EWU. Warum hat denn Frankreich (Deutschlands Haupthandelspartner) dermaßen wirtschaftliche Probleme?
Und auch Italien?
Wenn eines dieser bedeutenden Länder aus dem Euro aussteigt, weil eine nationalistische Regierung an der Macht ist, sind aufgrund der dann folgenden Währungsabwertung gegenüber dem Euro unsere Exportüberschüsse (die ja der Motor für das deutsche Wachstum sind) über Nacht dahin. Dann macht unsere Wirtschaft eine Vollbremsung mit ungeahntem Ausmaß an Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg.
Wie soll eine Europäische Union, die sich ökonomisch selbst zerlegt bei der Abwendung der Folgen des Klimawandels, der Stabilisierung von Krisenländern der Dritten Welt und der Überwindung der dortigen ökonomischem Probleme helfen?
Nein, realistisch gesehen besteht die einzige Chance in der Anregung binnenmarktwirtschaftlicher Investitionen durch entsprechende wirtschaftspolitische Steuerung.
Und da gibt es enorm viele Möglichkeiten. Einige der nachfolgenden Ideen sind aus intensiven Diskussionen entstanden:

  1. Anhebung der Masseneinkünfte
    z. B. a)durch Schaffung deutschlandweit (und später europaweit) vernetzter, regional ansprechbarer Markttranzparenzstellen, die Auskunft über das Lohnniveau in einzelnen Branchen und bei bestimmten Qualifikationen, Berufserfahrung etc. geben
    b) durch Stärkung der Gewerkschaften und Flächentarifverträge (wie man es umgekehrt mit dem “Bündnis für Arbeit” und der Agenda 2010 getan hat - wir erinnern uns?)
    c) Kürzung der wöchentlichen Regelarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich (in der Metallbranche gab es bis Mitte der 90er intensive Verhandlungen zur 35 Stundenwoche, in der Chemiebranche Nordost versucht man gerade zaghaft sich der 38 Stundenwoche anzunähern), Prof. Bontrup fordert sogar ganz radikal die Einführung der 30 Stundenwoche
    2.) massive staatliche Investitionen, z.B. in ökologiosche Projekte oder ökologisch nachhaltige Infrastrukturprojekte als Initiator für privatwirtschaftliche Investitionen. Wenn die Masseneinkommen steigen, steigt auch der private Konsum. Was, wenn nicht (staatliche, private oder sonstige) Nachfrage regt denn privatwirtschaftliche Investitionen an? Das setzt voraus, dass die Schäublesche schwarze Null verschwinden muss. Denn wenn man sparen will, kann man nicht investieren.

Und die Realwirtschaft blutet gerade nicht aus, es findet jedoch eine immer stärkere Konzentration statt. Dieser können die klein - und mittelständigen Unternehmen nur entrinnen, wenn sie flexibler und agiler als die großen Unternehmen sind. Die großen Unternehmen habe das natürlich auch erkannt und fahren gerade massive Kampagnien für Agilität und Digitalisierung, um sich weitere Vorteile gegen die klein - und mittelständigen Unternehmen zu erarbeiten.


#56

Hallo Markus, ich habe vor Weihnachten ein wirtschaftspolitische Programm für DIB entworfen. Es fehlt nur noch die Idee mit dieser Markttransparenzstelle, das muss ich noch einfügen. Ich würde das Programm gern zur Diskussion stellen, kannst Du dabei helfen?


#57

Gerne ja, können wir mal telefonieren bzw schnell ein power point dazu erstellen ? Hast Du vorab Infos für mich welche Du schicken könntest ? danke


#58

Zuerst möchte ich darauf hinweisen, dass ein Vollgeldsystem, wie es hier beschrieben wird auch mit dem Euro möglich ist. Es handelt sich nur um besonders scharfe Regulierungen für Banken. Strengere Regeln für Banken sind zweifelsfrei sinnvoll. Es gibt aber auch Regulierungsmodelle die nicht den gewünschten Effekt haben.
Das Vollgeldsystem hat das Hauptziel, die Geldmengenpolitik wieder in Staatsverantwortung zu führen.
Die Frage ist ob dieses Ziel aufgeht, was für Auswirkungen das hätte und welche Alternativen es gäbe.
Um das bewerten zu können muss erstmal das aktuelle System dargestellt werden.

Die Banken gestalten die Geldmengenpolitik in der Regel nur in eine Richtung. Mehr Inflation. Das ist ja auch die Hauptaufgabe von Banken. Geld in Umlauf bringen. Die Zentralbanken können die Inflation durch einen hohen Leitzins begrenzen und sogar Geld wieder einziehen. Bei Rezession kann die Zentralbank eingreifen, indem sie neues Geld druckt und den Banken zu einem sehr niedrigen Leitzins zur Verfügung stellt.
Die Geldmengenpolitik liegt also schon in staatlicher Verantwortung. Die benutzten Werkzeuge halte ich aber für ungerecht. Wenn ein Wirtschaftswachstum stattfindet und neues Geld geschöpft wird nimmt es den Umweg über die Banken und wer sich bei denen keinen Kredit leisten kann kriegt garnichts.
Auch ob Geldschöpfung generell nötig ist, oder ob man mit einem konstanten Betrag arbeitet, wäre eine Diskussion wert. Dem Ansatz stehe ich zwar skeptisch gegenüber, die Auswirkungen wären aber weniger schädlich als das beschriebene Vollgeldsystem. Das Vollgeldsystem fordert eine Eigenkapitalquote von 100%. Banken könnten dann ihrer Aufgabe Geld zu verteilen und in Umlauf zu bringen nichtmehr nachkommen. Stattdessen könnten sie nurnoch die Kontoführung verwalten. Folge wären deutlich höhere Kontoführungsgebühren. Das beträfe hauptsächlich Geringverdiener. Das wäre aber nur nebensächlich. Es würden auch viel weniger Kredite ausgegeben werden. Gerade Geringverdiener sind auf Kredite angewiesen, wenn sie innovative Ideen haben. Natürlich bedeuten viele herausgegebene Kredite Inflation. Unkontrollierte Inflation ist, weil es die Währung unbrauchbar macht gefährlich. In geringen Ausmaßen ist Inflation aber äußerst positiv. Inflation ist nicht nur ein Symptom dafür, dass Umverteilung von Oben nach Unten stattfindet, sondern treibt sie durch Entwertung von Sparguthaben sogar an. Mit Hinblick auf die Vermögensverteilung in unserer Gesellschaft wäre eine Rezession das größere Problem. Banken verursachen Rezessionen in der Regel nur wenn sie Pleite gehen. Wenn sie Einlagen nicht mehr auszahlen können, wird die Geldmenge sehr plötzlich radikal reduziert. Wirtschaftskrise ist die gängige Bezeichnung.
So eine Krise würde in erster Linie starke Umverteilung von Unten nach Oben bedeuten.
Diese Krise muss also verhindert werden. Zurzeit passiert das durch Bankenrettungen. Die Freie Wirtschaft funktioniert aber nur dann, wenn grobe Inkompetenz und Misswirtschaft auch abgestraft wird. Das ist hier nur begrenzt der Fall. Es muss also ein Weg gefunden werden, wie man ohne Banken zu retten Wirtschaftskrisen verhindern kann. Die Eigenkapitalsquote von 100% ist Schwachsinn. Eine flexible Eigenkapitalsquote ist sinnvoller. Diese Quote muss so hoch sein, dass Sparguthaben in Höhe des Medians der Privatvermögen garantiert ausgezahlt werden können. Den restlichen Anteil können sie frei verwenden. Auf diese Weise bleiben die Banken handlungsfähig. Falls eine Krise entsteht müssen aber nur diejenigen dafür bezahlen, die sie verursacht haben und die Gesellschaft wird zum Großteil komplett verschont.
Ein anderes Mittel um die Finanzmärkte zu stabilisieren ist eine Finanztransaktionssteuer.


#59

Hi @A.B , ich habe die Vermutung, daß Du dem Irrtum unterliegst, daß ein Vollgeld-System einem 100% Reservesystem entspricht. Dem ist nicht so.

Ist meine Vermutung richtig, oder meinst Du mit 100% Eigenkapitalquote eigentlich etwas anderes?

Viele Grüsse
Patrick


#60

Genau das ist mit einem Vollgeld-System möglich. In einem Vollgeld-System agieren die Geschäftsbanken lediglich als treuhänderische Verwalter des Geldes (originäre Aufbewahrungsfunktion -> Tresor. Nur halt virtuell…).
Gerät eine Geschäftsbank durch Misswirtschaft ins Schwanken, kann sie genau deswegen sauber Pleite gehen, da das Geld sicher ist, weil es Vollgeld ist.
Ein Bankrun würde nicht eintreten; die Zahlungssysteme blieben stabil, keine Rettungs-Aktion notwendig auf Grund des Todschlag-Arguments “too big to fail”.

Das betrifft natürlich keine festangelegte Sparguthaben oder andere Investments. Denn das ist ja genau der Deal zwischen Sparer und Bank. Ein Sparer verzichtet auf Konsummöglichkeit und legt (zB für 5J fest an), bekommt dafür aber Zinsen, geht aber auch ein Risiko ein. Wenn die Bank mit dem Geld Schindluder treibt, könnte es u.U. weg sein.

Grüsse
Patrick


#61

Hi @ah1st,
cool, kann ich da auch mal drüber schauen? Würde mich interessieren…

Grüsse
Patrick


#62

hallo zusammen,
ich habe nicht den Eindruck, dass irgendwas vorangeht in dieser Sache… Könnten wir auf das wekan
https://wekan.bewegung.jetzt/b/BMEA8pjfLzBW5HwfT/vollgeldreform konzentrieren und dort Eintragungen machen…? und dann mittels skype / zoom / teamviewer mal zusammen besprechen…das ganze hier ist weni ergebnisorientiert, netter Gesprächskreis; aber ohne Ziel… wer wäre denn bei einem regelmäßigen virtuellen Termin mit dabei ?


#63

Ein hallo in die Runde,

ich habe Vollgeld eingehend untersucht, mein Ergebnis: Ableitungsfehler wegen unglücklicher Gelddefinition.

Ich habe meine Erkenntnisse in meinem Buch: “Fließendes Geld für eine gerechtere Welt” veröffentlicht. Es ist in der Rubrik “Wissenschaft” im Dezember 2017 im Tectum Verlag erschienen.

Das Thema in einem solchen Forum hier auszudiskutieren, ist wegen seiner Kompexität kaum möglich. Stehe für ein Treffen, insofern Positionen diskutiert werden sollen, gern zur Verfügung.

Viele Grüße

Steffen Henke


#64

Ja gerne, ich bin aber großer Fan von Illustration von Gedanken…könntest Du Deine Gegenargumente gegen Vollgeld in ein paar “knackige” power points packen ? das wäre dann eine super Gesrpächsgrundlage - virtuell (Teamviewer zum Beispiel ) Ginge das ? danke dafür