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Schrittweise Einführung eines Vollgeld-Systems

mitstreiter-gesucht

#1

Aufruf: Vorschlag für unser Wahlprogramm
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja
Eine Initiative von: Kris Kunst u.a.
Bearbeitungsstatus: Fast Fertig - es gibt genug, auch detaillierte Konzepte hierzu - siehe:


Redaktionsschluss: Sobald die Vorschläge für das Programm abgestimmt werden (01.07.)?

Einleitung, Problembeschreibung, Forderungen

Wir mögen in unserem Wahlprogramm (aber auch danach) fordern, dass wir in Deutschland schrittweise das Vollgeld einführen. Das beinhaltet auch, dass wir hier eine nationale Währung einführen (zunächst parallel zum Euro, dann ihn langsam ablösend), die ganz anders funktioniert als der Euro. Erläuterungen dazu: Siehe Quellen unten.

Es kann nicht sein, dass private Geschäftsbanken faktisch unser Giralgeld “schöpfen” und der Staat (Finanzminister) gezwungen ist, sich bei ihnen sowie bei vermögenden Privaten zu verschulden. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Geld ist eine öffentliche Infrastruktur: Sie ist vom Staat (insb. seiner Zentralbank) zu schöpfen, nach ökologischen und sozialen Kriterien in Umlauf zu bringen, dann kann sie im Markt zirkulieren, und am Ende ist Geld wieder vom Staat einzusammeln und zu löschen. Erst ein solcher Kreislauf würde sicherstellen, dass a) Geldmengenpolitik wirklich möglich wird, b) der Staat (das bedeutet in einer Demokratie zumindest mittelbar: Das Volk) endlich finanziell souverän wird und c), dass Geld zu solchen sinnvollen Zwecken eingesetzt wird, die mit dem Gemeinwohl vereinbar sind (zumindest bei seiner Emission) - also sozial und ökologisch konditioniert, und ganz bestimmt nicht z.B. für Spekulationsgeschäfte (die heute massenhaft mit Krediten “gehebelt” werden).

Quellen



#2

Gibt es schon ein Google Doc oder wie ist der Stand? Finde die Initiative geht grundsätzlich in die richtige Richtung. Das Thema Geld kommt mir noch zu kurz auf dem Marktplatz :smiley: Würde mich also gern beteiligen.


#3

Hey,

generell bin ich für Vollgeld. Es wäre die Frage ob man einen neue Währung schaffen muss? Kann man nicht das jetzige Geldsystem umstellen?


#5

Hi zusammen,
bin neu hier und habe mich auf Grund genau dieses Threads registriert.

Wenn ihr/wir das mit einbringen, ist die DiB meine Partei forever.

Ich beschäftige mich fast 10 Jahre mit dem Geldsystem und bin gerne bereit hier Aufklärungsarbeit zu betreiben.

@Ruben1
Um Dich direkt als Einstieg zu nehmen…

Vollgeld ist keine neue Währung. Bzgl. Währung / Euro bleibt alles erhalten, so wie es ist.

Man kann die Vollgeld Idee reduzieren auf folgenden Grundsatz.

Geschäftsbanken können dann endlich pleite gehen, und müssen nicht vom Steuerzahler gerettet werden, weil potentiell Zahlungsverkehr zusammenbrechen kann (die Systemrelevanz-Argumentation).

(es gibt noch weitere Vorteile, kommt aber später)

Das Geld auf den Girokonten wäre nämlich nicht weg, sondern nur die pleite gegangene Bank.
Das liegt im Vollgeld-System daran, daß Banken die Girokonten von Kunden nur noch treuhänderisch verwalten.
Das eigentliche Konto mit dem „elektronischen“ Geld liegt bei der Zentralbank.

Wenn das so wäre, dann wäre das elektronische Geld auch tatsächlich gesetzliches Zahlungsmittel, da es echtes gedecktes (Zentralbank-) Geld ist.

Dies ist Girokonto Geld nämlich nicht, obwohl die gesamte Bevölkerung denkt, das dem so wäre.
Wenn man die Leute auf der Strasse fragt, dann erhält man durch deren Antworten den Eindruck, als würden sie glauben, daß wir bereits in einem Volgeld-System leben.
Das ist aber nicht so. Wir haben ein sogenanntes „fraktionales Reservesystem“-Geld.
(da gehe ich später beim der Kreditvergabe drauf ein)

Nimmt man 100Euro Bargeld und zahlt sie auf ein Girokonto ein, wandelt sich das Geld in Giralgeld um.
Damit ist es kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr bzw. kein gedecktes Zentralbankgeld.
Das ist übrigens auch der Grund, warum jeder Händler eine Überweisung ablehnen kann, denn Giralgeld ist lediglich ein Auszahlungsversprechen auf Geld.

Dieses Versprechen kann aber von einer Bank nie eingehalten werden, weil das Geld nicht vorrätig ist, bzw z.T. noch nicht mal echt existiert.
Das äussert sich dann in den sog. Bank-Runs, die die Politik und die Banken unter allen Umständen immer vermeiden wollen. Denn durch den Einlagensicherungsfond ist das Giralgeld nur bis zu 100000,- pro Girokonto gesichert.

Will der Händler sein Girokonto Geld abheben, nachdem er sein Verkaufsgeschäft durchgeführt hat, kann das sein, daß die Bank das nicht leisten kann.

Witzigerweise ist an dem Spruch „Nur Bares ist Wahres“ tatsächlich was dran.

Diese Probleme gibt es im Vollgeld-System nicht.

Da ich jetzt zur Arbeit muss, brech ich mal kurz ab.
Wer Fragen hat, kann die gerne schon mal stellen.

Ich würde in den kommenden Tagen hier nochmal einen Post ergänzen, wo ich auf die Kreditvergabe in einem Vollgeld System eingehe, und wie einfach es eigentlich wäre, ein Vollgeld-System einzuführen.

Viele Grüsse
Patrick


#6

Danke Patrick.
Die Problematik an sich hat mich bisher nicht bewusst erreicht. Damit gehöre ich wohl zu dem übergroßen Teil des Volkes, das zwischen dem Geld in der Börse und dem Geld auf’m Girokonto keinen Unterschied sieht.

Mich würde nun interessieren, für wen der Unterschied ein existenzielles oder zumindest ein Gerechtigkeits-Problem darstellt. Ist es erst für Menschen ab einem Guthaben von 100.000 überhaupt von Bedeutung, oder muss ich mir (mal privat gedacht), als permanent um 1 - 150 € Guthaben Besitzender Gedanken um so etwas wie Giralgeld und Vollgeld machen? Als Frage nach der gesellschaftlichen Dimension.

Ich weiß nur, dass mich die Kontogebühren erheblich anöden, die etwa 20 bis 25 % meines Minieinkommens wegschnappen … Aber das ist wohl ein anderes Problem.


#7

Das Problem betrifft im Prinzip jeden:

  1. Seit Basel III (seit 2010 in Kraft) gilt für europäische Banken eine Eigenkapitlquote von 8%, früher lagen sie noch viel niedriger.
    Für die Praxis bedeutet das Folgendes: Ein Sparer bringt 100€ auf die Bank. Die Bank legt von diesen 100€ 8%, also 8€, als Sicherheit auf die Seite und darf deswegen - völlig aus dem Nichts (!) - 92€ Giralgeld generieren und als Kredit vergeben.
    Im Prinzip bezahlt ein Kreditnehmer also Zinsen an die Bank für Geld, das die Bank garnicht hat.
    Ziemlich ungerecht, oder?
    Insofern entsteht den Banken bei Zahlungsausfall bspw. Griechenlands auch kein “echter Schaden”, weil das Geld nie existiert hat, sondern nur in den Büchern der Banken generiert wurde.

  2. Durch diese Geldschöpfung aus dem Nichts und dem System des Zinses-Zins vermehrt sich die gesamte im Umlauf befindliche Geldmenge exponentiell. Langfrisitig ist das ein Problem, weil die reale Wirtschaft - also der Gegenwert des Geldes - maximal endlich wachsen kann. Irgendwann also steht das Geld in keinem realistischen Verhältnis mehr zur Realwirtschaft.

Hierzu ganz interessant (Artikel aus der Taz, 2012)

“Wie die Statistik der Bundesbank ausweist, nahm die umlaufende Geldmenge zwischen 1992 und 2008 um 189 Prozent zu. Das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen - also mit Inflation - legte aber nur um 51 Prozent zu. Ohne Inflation betrug das reale Wachstum sogar nur 24 Prozent.”

Die Erklärung ist arg verkürzt, wenn euch die Mathematik dahinter mehr interessiert, empfehle ich euch auf Youtube nach “Giralgeld” zu suchen. Professor Franz Hörmann oder Dirk Müller sind in dem Bereich sehr hörenswert.


#8

Da kann ich auch drauf antworten, lieber @olaf_wendel.
Auf dem Konto einer deutschen Bank oder Bank, welche der deutschen Gesetzgebung unterliegt, ist Giralgeld pro natürliche Person bis 100.000,- € über den Sicherungsfond gesichert. Nicht, wie @Patrick1701 oben schrieb, je Konto. Deine 150,- € sind eindeutig unter dieser Grenze und somit nicht gefährdet.:wink:

Auch Geld, welches in Fonds oder Aktien angelegt ist und von solchen Banken verwahrt wird, ist nicht betroffen (da kein Giralgeld). Hier ist der Gegenwert der Anteil an z.B. einer Firma oder physischem Gold, oder, oder.

Gewinnst Du morgen 500.000,- € im Lotto und lässt alles auf dem Girokonto, Tagesgeld oder Sparbuch liegen (ganz schön doof *) und die Bank ginge pleite, gehörst Du zu den Gläubigern der Bank und liefest Gefahr, max. 400.000,- € zu verlieren.

(*) Als Vermögensberater erkläre ich genau das ständig meinen Kunden:
a) es gibt keine 100%ige Sicherheit für Geld -> auch Bargeld kann verloren gehen, gestohlen werden, verbrennen, …
b) Girokonto, Tagesgeld oder Sparbuch dienen dem kurzfristigen Gebrauch und Verbrauch oder der Rücklage bis max. 1.500,- € (bei Privatpersonen)


#9

Puh, danke erst mal. Bin erleichtert ob meines giralen Vermögens.

Kenne eigentlich gar niemanden, auf den die 100.000 EURONEN-Grenze nach oben hin zutreffen könnte. Alles arme Schlucker.


#10

Doch, die kennst Du. Man sieht es den meisten nur nicht an. :wink:


#11

Gut. Bei dem einen oder anderen Mittelstandskumpel kann ich es mir vorstellen.
Aber: Ich lebe in Sachsen-Anhalt. Auf’m Land. Die meisten legen ihr Geld in Bauch an. Oder Rasentraktoren. Ist auch egal.


#12

@Gerald Gerald
Danke für den Hinweis bzgl. natürlicher Person. Hatte auch kurz überlegt, was genau richtig ist. War mir dann aber nicht ganz sicher…

@olaf_wendel

Mich würde nun interessieren, für wen der Unterschied ein existenzielles oder zumindest ein Gerechtigkeits-Problem darstellt.

Ein Gerechtigkeits-Problem gibt es zwischen denen, die von den sog. Seigniorage-Zins profitieren, gegenüber denen die davon nicht profitieren.

Das sind in erster Linie die Banken, die über das fraktionale Reserve-System Geld schöpfen können, und ungerechtfertig Seigniorage-Zins-Einnahmen haben.
Somit auch die Bank-Angestellten / Boni-Systeme etc pepe.

Ungerechtfertig deswegen, weil sie das Risiko nicht „wirklich“ tragen, da sie durch die System-Relevanz immer via Steuerzahler gerettet werden.

Der Seigniorage-Zins gehört somit eigentlich der öffentlichen Hand, weil alle (die Gesellschaft) das Risiko eines jeden Kredites tragen.

Sie bezahlen (sofern eine Bank nicht pleite geht, an einem geplatzten Kredit) auch über die Inflation.
Denn wenn ein Unternehmer seine Produkte/Dienstleitungen nicht an den Markt bringt und pleite geht, ist das Kreditvolumenen in die Gesamtwirtschaft dennoch geflossen, ohne daß das angestrebte Produkt/Dienstleistung des Unternehmers fertig geworden ist.
(Geht die ganze Bank pleite, zahlt die Gesellschaft sogar nochmehr)

Inflation ist ja ein Ungleichgewicht zwischen verfügbarem Geld und verfügbaren Produkten und Dienstleistungen im Markt.
Ist dies 100% im Gleichgewicht, gibt es quasi keine Inflation im klassischen Sinne.
(ausgenommen Asset-Inflation)


Ich gehe nun nochmal auf das Kreditwesen in einem Vollgeld-System ein.
Es könnte sein, daß ich mich jetzt ein wenig wiederhole, aber das schadet eigentlich nicht.

„fraktionales Reserve-System“ bedeutet, daß nur ein Bruchteil eines Kredites einer Geschäftsbank durch Zentralbank-Geld gedeckt sein muss.
Wie @toobi richtig sagte, braucht eine Geschäftsbank zur Zeit nur ca. 8% Zentral-Bank-Reserven.

D.h., sie hat über die 92% geschöpften Geld aus dem Nichts ein Zinsgewinn.
Der Seigniorage-Zins.

Das ist unfair. Dieser Zins gehört dem Staat. Begründing siehe oben.
Das sind laut Dr. Huber von der Monetativen ca. 35Millarden jährlich (wenn ich die Zahl korrekt in Erinnerung habe; muss ggfl. nochmal überprüft werden.)
Er nennt es auch gerne Geld-Regal über dessen Hoheit der Staat haben sollte und nicht eine Geschäftsbank.


Nun gehe ich auf die Einführung ein.

Zwei Punkte sind -soweit ich das bisher verstanden haben— zu tun.

  1. Eine Bilanzierungsänderung im Bankenwesen
  2. Eine Gesetzesänderung bzgl. des „elektronischen Geldes“ / Giralgeld.

Zu 1. Eine Geschäftsbank darf die Giralgeld-Konten der Kunden nicht mehr als Aktivum in ihrer Bilanz führen, sondern nur die Anlagen, die Kunden bei der Bank haben.
Sparkonten, beispielsweise, die über 7 Jahre oder so angelegt sind und verzinst werden.

Das ist ja schließlich auch der Deal zwischen mir als Sparer und der Bank.
Ich lege mein Geld an. Bekomme Zinsen, verzichte dafür auf eine bestimmte Zeit auf mein Geld. Geht die Investition gut, habe ich danach mehr als vorher.

Diesen Deal gibt es bei meinem Giro-Konto nicht.
Ich möchte permanente uneingeschränkte Verfügung haben.
Ein Giro-Konto ist originär eine Verwahrungs-Dienstleistung der Bank (früher Tresor).
Kein Freibrief um die Bilanzen aufzubessern, um kreditfähig(er) zu sein.
(By the way, es ist total legitim, daß eine Bank dafür Kontoführungsgebühren verlangt. Ich lebe lieber in einer Niedrig-Zins-Phase, anstatt in einer Hoch-Zins-Phase und zahle über 30Jahre 100000,- weniger Kreditzins für mein Haus. Die 6,50- pro Monat Kontoführungsgebühren sind vernachlässigbar klein / aber das ist ein anderes Thema)

Zu 2. „elektronisches Geld“ muss per Gesetz gesetzliches Zahlungsmittel werden, das nicht einfach verschwinden kann.
Geht eine Bank pleite darf das „elektronische Geld“ nicht futsch sein.
Es ist ja nur verwahrt… hier in der computerisierten Neuzeit in einem „elektronischem“ Tresor.

——

Dies hat nun folgende Vorteile:

  1. Banken haben plötzlich eine Wettbewerbs-Situation
    Sie müssen endlich mal wirklich um Kunden kämpfen, um Kredite geben zu können.
    Zukünftig würde ja nur Geld verliehen werden können, was die Bank wirklich verfügen kann.
  2. Vollgeld ist sicher gegen Bankenpleiten
  3. Der Seigniorage Zins kommt der Gesellschaft zu gute.
  4. Wir brauchen eigentlich keinen Einlagensicherungs-Fond mehr.
  5. Es bedeutet keine Verstaatlichung der Banken, sondern nur Verstaatlichung des Geldes
    Häufig ein Argument der Kritiker von Vollgeld.
  6. Blasenbildung und Wirtschaftskrisen können “besser” vermieden werden, weil eine Geschäftsbank nicht uneingeschränkt* Geld erschaffen kann, um in solche Blasen zu investieren bzw. Kunden Investitionsmöglichkeiten über Kredite zu bieten.
    Ein wieder Einführen des Trennbanken-Systems kann dies zwar auch besser abfedern, aber gefühlt ist der Weg über das Vollgeld-System besser.
    (* der Begriff ist etwas irreführend. Klar hat die Zentralbank über den Leitzins einen Einfluss, aber der Hebel ist durch die 8%-10% Reserve-Regelung halt einfach mal ein schlechter Hebel. Eben halt nur 1:10.)

Viele Grüsse
Patrick

P.s. Vollgeld ist kein 100%-Reserve-System. Das darf bitte nicht verwechselt werden.


#14

Meiner Meinung nach ist es auch extrem wichtig das die Banken ihre Eigenkapitalquote erhöhen müssen, damit die Risikobereitschaft gegenüber den Spekulationsgeschäften sinkt, und man vorsichtiger mit dem Geld umgeht.

Eigenes Geld wird man nicht so schnell verzocken.

Ansonsten muss ich gestehen, das mit dem Vollgeld habe ich nicht so ganz verstanden.


#15

Habe mal ein bißchen gestöbert und bin auf das hier gestoßen:

www.nachdenkseiten.de/?p=31761

Fand ich sehr interessant.


#16

nicht nur Du , obwohl ich zugeben muss , dass die “Nachdenkenseiten” mich immer ein wenig skeptisch machen , weil sie eben oft linken Verschwörungstheoretikern eine Plattform geben . Ich finde den besten Satz des Interviews >das gute, alte Tucholsky-Wort: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, dann wären sie verboten“?< Aber die Macht des Geldes und seiner wichtigsten Besitzer ist auch ziemlich schlüssig erklärt . Bei Marx waren es noch die Produktionsmittel , deren Besitzer ihnen die Macht gaben die Massen auszubeuten (stimmt ja bis heute) , nur heute wird das Geld selbst offenbar zum Produktionsmittel .


#18

Das weißt Du woher ?
Übrigens ist nicht die Schweiz unser Thema , sondern Deutschland und die EU . Die Schweiz wird sich anpassen , wie sie es seit Jahrhunderten tun .


#20

Also hat Vollgeld vs Giralgeld nichts mit einer Nationalen Währung zu tuen oder einem riesen Berg Geldscheinen (oder Goldbarren), der als exakter Gegenwert zu dem Giralgeld dient, zu tuen?

So wird es immer wieder versucht, mir einzureden…-. und da blocke ich dann…


#21

@M.M.Erpenbach und Andere

Ihr, die zu diesem Thema Aktiven, seid immer noch mit diesem schwierigen Theme beschäftigt. Gott möge euch führen:

Ich verstehe es nicht, und meine “Kumpels” werden es auch nicht verstehen. Nach meiner staatlichen Einschätzung gehöre ich immer noch zur Unterschicht. Aber seid vorsichtig, ich bemühe mich, ich will auch groß werden!

Ich kümmere mich erstmal um das, was in meiner Geldbörse ist - das andere Wort dafür kann ich nicht schreiben - und wie sieht es mit meiner Rente aus?


#22

Vielleicht hilft Dir diese Seite weiter . https://www.vollgeld.de Ich wusste bis zu diesem thread auch nichts darüber , ich verstehe jetzt zumindest , wovon die Rede ist .


#23

Korrekt. Vollgeld bedeutet keine eigene Währung, sondern lediglich Giralgeld bzw. alles E-Geld in den Status von Bargeld zu heben. Das hat Währungübergreifend Gültigkeit.

Korrekt2. Vollgeld bedeutet nicht, wie früher, daß Giralgeld gedeckt ist durch Gold oder andere Reserven.
Der Gold-Standard wurde von Nixon 1973 aufgehoben, was eine gute Entscheidung war, denn das Wirtschaftswachstum, welches ja unumstritten vorhanden ist, wuchs/wächst ja schneller, als Goldreserven beschafft werden konnten/können.
Ist ja auch irgendwie Unsinn. Die Wirtschaftsentwicklung deckeln zu müssen, weil gerade nicht mehr Gold schürfbar/beschaffbar ist, um das Geld in der wachsenden Wirtschaft mit Edelmetallen zu decken.

Es ist im Grunde ganz einfach.
Der Gegenwert jeden Geldes sind die Waren und Dienstleistungen, die im Markt vorhanden sind.

Zwei Extrembeispiele:
Gibt es keine Waren ist Dein ganzes Geld wertlos. Kannst ja nix kaufen.
Gibt es nur 1Euro, aber viele Waren, dann ist dieser eine Euro ziemlich viel Wert, denn Du kannst damit potentiell alles kaufen. Er ist der einzige vorhandene “Joker in diesem Kartenspiel”. Und Joker würde gerne jeder haben. :wink:


#24

Ich bin auch “Unterschicht” seit ich aus dem blöden Spiel ausgestiegen bzw nicht eingestiegen bin… ich hab nicht studiert, um reich, schön und berühmt zu werden… ich bin auch so zufrieden und berüchtigt.

Ich war schon immer neugierig und wollte Antworten.

Seit ich als Grundsicherungsempfänger zu “Unterschicht” gehöre, bin ich relativ frei und mit gehts so gut wie nie zuvor…