Reichtum muss Grenzen haben

@SoMe wieder was für euch


Auf seine 56 Lebensjahre umgerechnet hat er pro Jahr 3,57 Milliarden Dollar erwirtschaftet…
Aber gehen wir davon aus dass er erst mit 18 angefangen hat zu arbeiten, hat er pro Lebensjahr 5,26 Milliarden erwirtschaftet.

So viel sollte niemand verdienen.

Solcher Reichtum verpflichtet normalerweise in einer Gesellschaft z.b. durch Zahlen von Steuern.

Und da sich die wenigsten vorstellen können Steuern in Milliardenhöhe zu zahlen werden selbst die einknicken die normalerweise Gerechtigkeit auf ihrer Stirn stehen haben.

3 Like

Hatte ich hier schon mal „sichtbar“ gemacht, wieviel Kohle das ist und es gab ein paar weitere Wortmeldungen dazu:
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/vermoegensverteilung-sichtbar-gemacht/34734?u=gerald

Hier der direkte Link:

Da hatte der arme Mann erst 139 Milliarden. Nun sollen es bereits 200 Milliarden sein.

Ich gönne Bezos (s)einen Reichtum. Man kann über Amazon denken was man will, aber er hatte zur rechten Zeit den rechten Gedanken. Er hat sein Unternehmen erfolgreich gemacht und zur Spitze geführt. So soll man es tun als Unternehmer*in.

Aber wie schon erwähnt, sollte Reichtum eben auch verpflichten, nicht nur auf dem Papier.

  • Derart vermögend, müsste Amazon seine Mitarbeiter*innen nicht ausbeuten.
  • Derart vermögend darf man Steuern zahlen wie jedes Kleinunternehmen auch. Da sind dann halt 70 Milliarden futsch - so what.
  • Derart vermögend kann man sein Image aufpolieren, indem man nicht nur „klimaneutral“ heuchelt, sondern lebt.
3 Like

Nö.

Er hat dafür nicht ein Vielfaches dessen geleistet, dass er im Vergleich zu einem Bananenpflücker, einem Fabrikarbeiter, einer Putzkraft, einer Pflegefachkraft, einem Abgeordneten ‚verdient‘ hätte. Er hat es ‚verdient‘, weil er wußte und weiß, wie man andere ausbeutet. Wie man seine ‚Unternehmensteile‘ in Länder ‚setzt‘, wo kaum Steuern zu zahlen sind. Er hätte dies alles auch aus der USA machen können.

Kein Mensch leistet ein Vielfaches von Menschen, die ‚normal‘ berufstätig sind. Es gibt also keinen Grund ihm seinen Reichtum zu gönnen. :face_vomiting:

6 Like
4 Like

Aber auch für ihn gilt: er kann nichts ins Jenseits mitnehmen, wenn er abberufen wird. Gegen den Tod ist auch er machtlos!

Liebe Grüße!

:dib_spirit:

Tobi

Sagen wir mal so in sein eigenes nächstes Leben vielleicht nicht aber er kann es gut vererben nach eigenem gut dünken.

Und seit der Erfindung des giving pledge kann man auch noch die Erbschaftssteuer unterschlagen.

kleine Hinweise auf Aussichten aus sicht eines Science-Fiction-Lesers, der sich wundert, was schon so geht, das früher pure Fiction war:

  • wissenschaftlich-medizinische Fortschritte u. Erkenntnisse zu Alterungsforschung,
  • oder Kriotec.
  • KI-Forschung (und Übertragung Persönlichkeitsstruktur auf ’ Hamankerne’ - und Transhuman-Freunde werden aus purer Technikverliebtheit es auch befürworten)

ergo: kein Jenseits.

Haufen Kohle = Haufen Möglichkeiten Extrawurste zu drehen.

3 Like

Eine wichtige Option ist eine geeignete Ausgestaltung der Einkommens-, Vermögens- und Erbschaftssteuer.

Vor allem aber sollte man an den Mechanismen ansetzen, die eine derartige Bereicherung ermöglichen. Ein weiteres Problem ist das Umsetzen derartiger ökonomischer Stärke in politische Macht. Oftmals durch Einflussnahme auf die gewählten Volksvertreter. Es macht also durchaus einen Unterschied, ob ein Anwalt mit Abgeordnetenmandat mal so nebenbei in einem Nachbarschaftsstreit mit Maschendrahtzaun und Knallerbsenstrauch eine der beiden Seiten vertritt oder aber seinen Einfluss und sein Insiderwissen nutzt, um die Interessen eines großen Akteurs durchzusetzen.

2 Like

ist intendiert auch in unserer lange bestehende Ini, die oben verlinkt ist von Thomas, ebenso wie ein Versuch für eine sichere Lösung bezogen auf die Thematik

und zwar erstmal grundsätzlich vom Ende aus gedacht:
Überflüssige und überproportionale private Kapitalakkumulation von Gemeinwohl dienenden Ressourcenzugängen wird unmöglich gemacht,
zum präventiven Schutz von Mensch und Natur vor Ausbeutung durch zügellose Hortung von Gütern und Privilegien.

Es gab eine erste Novellierung der Ini für die Europawahl,
wenn Interesse besteht, arbeiten wir daran gemeinsam weiter,
auch für die Erweiterung der bisherigen Ansätze zu einem breiteren und detaillierterem Konzept von Maßnahmen

:pray:

8 Like

Die Sache muss von Unten und Oben gleichermassen und gleichzeitig angegangen werden.
Faktisch gibt’s grosse Vermögen hauptsächlich über (milde ausgedrückt) die Übervorteilung Vieler.
ergo:

  • angemessene Entlohnung für Arbeitseinsatz (unten),
  • Vermögensobergrenze (oben).

Das ganze Gerede und Hip um Philantrophen und Visionäre verschleiert nur die Sicht auf die tatsächliche ‚Machtanmassung‘.

4 Like

Grundsätzlich ja aber bei

habe sehe ich das Problem wer legt das fest und soll alles darüber hinaus genommen werden ?
Sinnvoller ist den Vermögensstatus zu erfassen/bewerten (das Hauptproblem).
wenn das erfolgt ist plädiere ich für eine „Vermögenssteuer“ in Prozent .
Damit ist es gerechter durch „wer mehr hat zahlt mehr“ und die Akzeptanz
ist sicher viel eher gegeben .
Als Prozentsatz könnte ich mir vorstellen daß man versucht die Gewinne
aus Kaptialgeschäften abzuschöpfen - also wenn der jährliche Kapitalertrag
bei 5 Prozent liegt würde ich maximal soviel abschöpfen.
Hat den Vorteil es bleibt was für die Folgejahre :wink:
Und bei den Vermögen kommt da genug zusammen


wenn wir von diesen ca. 47.000 Millarden 5 Prozent abschöpfen - WOW .
Und das nur bei den reichsten 10% der Bevölkerung.
2 Like

Ein ganz wichtiger Faktor sind leistungslose Einkommen, also Einkommen, für die nicht gearbeitet wird, letztlich alle Formen der Rendite von Vermögen. Verschleiert wird das allerdings im Sprachgebrauch dadurch, dass als Leistung vor allem auch ein „zur Verfügung“ stellen von Vermögen betrachtet wird, oftmals sogar insgeheim höher bewertet als Arbeitsleistung (vgl. „Leistungsträger der Gesellschaft“ für Investoren).
Faktisch sind das alle Einkommen, die dadurch generiert werden das jemand etwas hat, das andere haben wollen oder gar brauchen und die Macht hat, den Zugang dazu einzuschränken. Das gilt heute weithin als legitim, so dass es noch ein weiter Weg sein dürfte, bis die Legitimität vieler dieser Einkommen von der Gesellschaft bestritten wird. Das wäre aber sehr nötig, denn diese Einkommen sind es, die Reichtum ermöglichen. Leistungslose Einkommen haben keinen Grenznutzen, das heißt, man kann sie unbegrenzt akkumulieren, was bei Arbeitseinkommen nicht möglich ist (der Tag hat nur 24 Stunden, auch der von Bill Gates).

Leistungslose Einkommen sind weit verbreitet:

  • Zinsen: Eine Art private Steuer auf den Gebrauch von Geld. Es gibt einen Risikoanteil in den Zinsen, einen Anteil für die Bearbeitung und einige Komponenten mehr, aber der Kern ist eine Gebrauchsgebühr für Geld. Die meisten leistungslosen Einkommen treten zusammen mit einem durchaus legitimen Anteil für eine tatsächliche Leistung auf, was die Sache kompliziert macht.
  • Mieten und Pachten: Entgelt für die Abnutzung der Wohnung wäre hier auch wieder legitim, die Nutzungsgebühr für den Grund- und Boden sollte indes der Allgemeinheit zustehen, denn der Boden gehört der ganzen Menschheit
  • Lizenzen, Tantiemen, Urheberrechte, Patente: Auch hier ist meist eine Eigenleistung vorhanden. Allerdings bleibt die gleich, egal wie oft sich ein Programm oder Buch verkauft. Außerdem ist der eigentliche Schöpfer oft gar nicht groß am Gewinn beteiligt, sondern die Rechte werden von einer Firma verwertet. Hier sollten andere Wege der Vergütung gefunden werden. In allen Fällen gilt: Die Leistung baut auf der Kultur und dem Wissen der gesamten Menschheit auf, das der Rechteinhaber in sein Eigentum einbezieht (und bei Patenten oft auch noch auf öffentlich geförderter Forschung).
  • Bodenschätze, Ressourcen: Wer hier Rechte hat kann Gebühren für ein Gemeingut kassieren. Der weltweite Trend geht dahin, immer mehr solcher Gemeingüter in Privateigentum zu überführen.

Wenn Reichtum eine Obergrenze hätte würde auch viel von der Motivation wegfallen, noch den letzten Baum für ein bisschen mehr Geld zu verscherbeln und dem Arbeiter die Butter vom Brot zu streichen.

10 Like

Im Zweifellsfall übernehme ich die ‚Drecksarbeit‘ - soll heissen: unpopuläre Verantwortung:
5 Millionen auf priv. Vermögen. Darüber kann in gemeinnützige Stiftungen ausgelagert werden bevor FA schärt.

ich glaube das mein Ansatz gerechter ist .
Vorrausetzung in beiden Fällen ist die genaue Erfassung des Ist-Zustands.

Aber auch die Motivation sich besonders anzustrengen - damit geht auch einiges an
positiver Kreativität verloren .
Habe ich bei mir selbst und auch guten Freunden erlebt.
(gehalt eingeforen oder gekürzt)

Solange es Armut gibt, ist unbegrenzter Reichtum unmoralisch.

7 Like

Lieber @FrankK,
nun kenne ich deine Vermögens-/Einkommensverhältnisse nicht, aber ich denke dass es da durchaus Unterschiede gibt.

Wenn ein arbeitender Mensch sein Einkommen eingefroren bekommt, ob das nun 20 k€ oder 200 k€ im Jahr sind, ist das demotivierend - ja.
Wenn hingegen ein vermögender Mensch mit 20 Mio€ oder gar 2.000 Mio€, von der Wertsteigerung (also nicht durch Arbeit) einen Prozentsatz abgibt, hat das ja erst mal keine Auswirkung auf die Motivation, nicht mehr vermögend zu sein, bzw. noch vermögender zu werden.

Bei den meisten Superreichen ist es eh „eher ein Sport“, den Reichtum zu vermehren. Und dafür gäbe es ausreichend Alternativen. :wink:

7 Like

sind Peanuts, die nicht machtpolitisch o. wirtschafts(macht)politisch relevant sind.
Es geht um Kummulationen ganz anderer Grössenordnung u. ‚Wirksamkeit‘.

1 Like

Gerald hat es zutreffend schon beschrieben, aber vllt noch paar Erklärungen dazu:

Über welche Vermögen sprechen wir überhaupt, wenn wir Vermögensobergrenzen fordern?
Sicher über ziemlich hohe Vermögen.
Vermögenobergrenzen greifen erst nach mehreren Stufen von Vermögensbildung ein.

Als wir die Ini anfangs aufgelegt haben, gab es umgekehrt herum den Gedanken,
„wir wollen die Freiheit und Motivation auf jeden Fall retten“,
deshalb haben wir anstatt über eine Obergrenzen-Festsetzung zu „spekulieren“, uns mit der Suche nach einer Untergrenzen-Definition gemacht,
eben darum, um die Vermögensbildung (und die potentielle kreative Kräfte gesamtwirtschaftlich /gesellschaftlich dahinter) innerhalb bestimmter akzeptabler Größenordnungen und anhand nachvollziehbarer Argumentation abzusichern.

1 Like

Ich bin voll bei dir - aber Menschen ticken verschieden.
Du sagst 20 Mio , @rojko sagt 5 Mio - bei 100 Personen haben wir 100 Zahlen.

Den Satz finde ich gut . Aber das kann man auch im ersten Jahr mit meinem Vorschlag
aus der Welt schaffen ohne grosse Keule .

1 Like