Reform der Bundeswehr, Begrenzung der Dienstzeit auf 8 bis 10 Jahre

Ich suche Mitstreiter und Unterstützer für das Thema Reform der Bundeswehr, Begrenzung der Dienstzeit auf 8 bis 10 Jahre, damit die Bundeswehr nicht zum Staat im Staat wird.

Damit die Militärzeit nur einen gewissen Abschnitt der beruflichen Laufbahn umfasst und nicht das gesamte Berufsleben.

Damit sich Jeder auch noch Altrnativen überlegen muß für die Zeit danach.

Damit die Bundeswehr kein Sammelbecken und keine Brutstätte für Rechtsradikale und Waffenfanatiker wird.

Wer ist der gleichen Meinung und unterstützt das Thema?

Die Begrenzung wäre für die unteren Dienstgrade. Nicht jeder Soldat wird Offizier.
Bei den Offizieren muß man dann auch die Haltung zum Grundgesetz überprüfen.

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Mein Vorschlag zielt in erster Linie darauf, zu verhindern,daß Berufssoldaten sich irgentwann “langweilen” wenn es niemals zu einem Kriegseinsatz kommen und somit zu Kriegstreibern werden.

Den Offizieren muß klar sein das der Ernstfall möglichst niemals eintreten soll, und sie eigentlich daran arbeiten müssen, ihren Berufsstand überflüssig zu machen. Was ein Widerspruch in sich ist.

Lieber Grigorii,
wenn alle Mitglieder der Bundewehr so denken würden wie du, dann hätte ich keine Bedenken. Aber du weißt doch selbst, daß die Geschichtsbücher voll sind mit Beispielen wo dies gründlich schief gegangen ist. Nur noch mal zur Erinnerung das jüngste Beispiel aus den USA, der Irakkrieg www.spiegel.de/politik/ausland/jahrestag-der-invasion-wie-der-irak-krieg-die-usa-veraendert-hat-a-886830.html. Der damalige Außenminister Colin Powell hat die Öffentlichkeit belogen, was die angeblichen biologischen Waffen im Irak anging. Als Exgeneral wußte er was er tat. Er hat die Söldaten wissentlich in einen unnötigen Krieg geschickt.

Weshalb ich die Begrenzung der Dienstzeit für die unteren Ränge für sinnvoll halte: Die Möglichkeit der Entstehung eines Millitärputsches.
Ob so ein Putsch gelingt oder nicht ist auch davon abhängig, ob die Soldaten nur Befehle ausführen oder aus Überzeugung handeln.

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Das ist so ein Satz, bei dem ich Kopfschmerzen kriege.

Menschen sind beinflußbar. Sie beeinflußen sich sogar selber bewußt oder unbewußt durch ihr handeln. Kann man das wirklich hinkriegen, sich 20 oder 30 Jahre mit Krieg und kämpfen und allem was so dran hängt zu beschäftigen und Krieg nicht irgentwann als etwas ganz normales zu sehen? Ich könnte das nicht und ich glaube nicht, daß das an Anderen spurlos vorbei geht.

Der Effekt den ich mir erhoffe ist der, daß das Kämpfen und das trainieren für das Kämpfen nicht zur Routine in dem Sinne wird, daß Krieg etwas ganz normales ist.
Zumindest für den größten Teil der Soldaten, und das der geforderte Gehorsam nicht zum bedingungslosen Gehorsam wird.

Danke für den Link, lieber Grigorii . Der letzte Abschnitt “neue Herausforderungen” bestätigt aber eher meine Bedenken. Ich hatte auch erwartet, das es sich um neuere Regeln handeln würde. Mein Mann hat zwischen 1978 und 1979 seinen Wehrdienst bei der Marine geleistet und damals war es wohl üblich die Rekruten zu beleidigen und zu demütigen.

Jetzt kann man sagen, das ist lange her und heute ist das anders. Aber die Regeln, die du mir präsentiert hast, galten damals doch auch schon.

Was ich damit sagen will, ist Folgendes: Tolle Regeln zu erdenken ist das Eine, was dann daraus gemacht wird etwas ganz Anderes. In dem Link wird ja auch darauf hingewiesen, das es Bestrebungen gibt, wieder zu den alten Regeln zurück zu kehren.

Ich will dir nicht absprechen, das du so denkst, aber ich fürchte, das gilt nicht für Alle. Auch du kannst jedem Soldaten nur vor den Kopf gucken und nicht hinein.

Zum Thema Lohnangleichung möchte ich darauf hinweisen, das diese auch bei den Europäischen Politikern gelungen ist. Oder?

Also ich finde, dass die Initiative, Wenn überhaupt eher in Richtung Qualitätskontrolle Hilfe bei der Entwicklung der Bundeswehr gehen sollte. Das prinzipielle Mißtrauen einer gesamten Berufsgruppe gegenüber stärkt das gegenseitige Vertrauen überhaupt nicht. Vielleicht sollte mehr Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit angedacht werden. Das würde viele Ängste “im Volk” minimieren.

Die Idee einer europäischen Armee finde ich nicht schlecht, aber dazu braucht man ein europäisches Parlament das mehr Befugnisse hat als das jetzt der Fall ist. Das sehe ich in nächster Zeit leider noch nicht.

Eines verstehe ich immer noch nicht, warum sind bei der Bundeswehr so viele Experten im Einsatz, die so lange bei der Bundeswehr arbeiten müssen. Es gibt doch auch im zivilen Leben viele Experten und anspruchsvolle Berufe, für die man unter Umständen jahrelang studieren muss. Aber niemand erhebt den Anspruch, das ein Mitarbeiter über 10 Jahre in der Firma arbeiten muss, damit sich das Ganze lohnt. Im Gegenteil, viele Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft würden vor Freude Purzelbäume schlagen wenn sie die Aussicht hätten 10 Jahre im Betrieb bleiben zu können. Befristete Verträge sind heute eher die Regel, auch für Akademiker.
Du hast Flugzeugmechaniker als Beispiel angeführt, die könnten doch problemlos in der zivilen Luftfahrt arbeiten, die physikalischen Gesetze sind doch für militärische und zivile Flugzeuge gleich.
Zusammenfassend kann ich sagen, das meine Zweifel nicht kleiner sondern größer geworden sind. Die Bundeswehr erscheint mir immer rätselhafter. Sie mag unter ziviler Führung stehen und der Bundestag mag den Einsatz beschließen, aber was innerhalb der Bundeswehr passiert wird immer undurchsichtiger.

Transparenz sieht anders aus. Ich erwarte ja nicht die Offenlegung militärischer Geheimnisse, aber die Angabe:

So eine Aussage ist mir zu nebulös. Selbst mit Studium braucht man im zivilen Leben selten mehr als 5-6 Jahre. Solche Aussagen machen eher Angst als für Aufklärung zu sorgen.

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, bedeutet das: Es geht um soziale Kompetenz, um Menschenführung oder schlicht zusammen gefasst um Lebenserfahrung.

Das bringt mich auf eine ganz andere Idee: Vielleicht ist es sinnvoll, wenn Offiziersanwärter ein Praktikum oder mehrere Praktika in einem sozialen Beruf machen. Es sei denn sie können eine abgeschlossene Ausbildung in einem sozialen Beruf nachweisen?

Es ist sehr schwer für Zivilisten sich da rein zu denken. Aber ich denke, das liegt nicht an den Zivilisten sondern an der Bundeswehr, denn die präsentiert sich nach außen immer noch mehr oder weniger als “geschlossene Gesellschaft”.

Nein, ich möchte keinen privaten Austausch. Was du zu sagen hast, das sage bitte hier.:slightly_smiling_face:

???
Ich habe doch keine Rechtfertigung verlangt.

Hallo @Grigorii,
danke für das nette Angebot, aber es bringt mir nichts wenn du meine Fragen beantwortest. Weil du ja nur deine Meinung und dein Wissen vermitteln kannst. Aber ich brauche auch andere Quellen, sonst bringt mich das nicht weiter.

Ich glaube fast ihr könnt euch entspannen. Bislang ist es ja nicht zur Initiative geworden.

Hallo Widukind,

vielen Dank für deine vielen Anregungen, du bist der erste der gute Gegenvorscläge macht!!!
Bisher kam immer nur Abwehr.

Was den Zivildienst angeht, da habe ich auch schon einen Vorschlag gemacht, der in die gleiche Richtung geht, mit dem Praktikum in einem sozialen Beruf.

Was den Wehrbeauftragten angeht, hast du wahrscheinlich auch recht, man vergisst fast, das es den ja auch noch gibt.

Bei den Einsetzen im Inneren bin ich mir nicht sicher, ich fand es gut als Soldaten 2002 bei dem Elbehochwasser zum Einsatz kamen, aber als Polizeiersatz lehne ich Soldaten auch ab.

Gruß miri

@Widukind :

Du sprichst mir aus dem Herzen.

Meine Gedanken gehen genau in diese Richtung. Meine Ängste sind auch mehr die Befürchtung, das da eine Parallelwelt entsteht und Soldaten die sehr lange dabei sind, den Bezug zu den Zivilisten verlieren.

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Ja, ausgrenzen war noch nie gut.
Ich definiere mich als Mensch unter Menschen, alles Andere sollte keine Rolle spielen.
Das Soldaten auch immer wieder Zivildienst leisten, ist in meinen Augen ein guter Gedanke.

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Hallo zusammen.

Lieber @miri, ich bitte Dich zukünftig für den Start einer Initiative die standardisierten formalen Vorgaben einzuhalten. Hier nochmal zur Ansicht:

Aufruf: Ich suche Mitstreiter/innen? Experte/innen? Prüfer/innen?
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag / persönliche Nachricht ?
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja / Nein ?
Eine Initiative von: Namen A, B, C… ?
Bearbeitungsstatus: Idee / Entwurf / Fast Fertig / Abgeschlossen ?
Redaktionsschluss: (voraussichtliches) Datum ?

Einleitung:
Worum geht es in der Initiative? (eine kurze Zusammenfassung)

Problembeschreibung:
Was ist das Problem? (eine Beschreibung des Ist-Zustand)

Forderungen
Was forderst Du? (detailliert, aber nicht juristisch)

Quellen
Wie hast Du gearbeitet? Mit wem hast Du gesprochen? Woher kommen die Daten?

Als nächstes meine Frage, ob sich in diesem Threat wahrscheinlich noch was tut oder ich ihn am Rahmen meiner Aufgabe als Moderator archivieren kann? Danke.

Von mir aus kannst du diesen threat archivieren