Webseite Plenum

Protokoll SPV-Vorstand 20.11


#65

Ich finde, das gehört schon hier her. Denn ich glaube das hängt mit dem aktuellen Fokus zusammen. Aktuell geht es viel um die Zusammenarbeit mit DiEM. Und darin geht es um die Demokratisierung Europas.

DiB hat doch keine Inis gekippt, um mit DiEM zusammen zu passen. Dann wäre die Aussage angemessen.

Wenn DiE & DiB & DiEM ihr Ziel erreichen, kommt die sozialere Marktwirtschaft automatisch. Also keine Panik. Und damit diese Ziele erreicht werden können, muss aktuell der Fokus anders liegen.

:luv::dib_spirit::luv::dib_spirit::luv::dib_spirit::luv::dib_spirit::luv::dib_spirit::luv::dib_spirit::luv::dib_spirit::luv::dib_spirit:


#66

Ist genug DiB in DiE?
Ich würde das nicht in Menschen zählen, die aus Richtung DiB kommen sondern an den DiB-Werten. Ich sehe bei DiE keine Plenums-beschlossenen Programmpunkte, ich sehe kein explizites Fürsprecherprinzip, eine Frauenquote, die noch schwächer ist als bei den Grünen (keine Frau auf Platz 1) und vor allem keine Vielfaltsquote.
Wird es immer ein AMV für die Abstimmungen der Abgeordneten geben? Wird Varoufakis sich an sowas halten oder zieht er seine Agenda durch, die ja die DIEM-Leute so toll finden?
Wieviel DiB ist da also noch drin?

Der Grund für eine so internationale Liste in Deutschland ist ja einfach: Deutschland stellt die meisten Abgeordneten im EU-Parlament 96), es werden die wenigsten Prozentpunkte bei der Wahl benötigt, um jemanden ins Parlament zu bringen. Griechenland stellt nur 21 Abgeordnete.


#67

Ihr Lieben,

noch einmal - ich stelle nicht eure Arbeit und nicht eure Ziele in Frage. Ich kann sogar das Warum und Wieso nachvollziehen. Auch wenn ich persönlich meine, ein anderer Weg wäre besser gewesen.
Aber das ist jetzt unwichtig. Wie gesagt, es gibt außer mir noch andere, die ernsthaft mit der derzeitigen Situation bei DIB hadern. Nur - ich habe hier den ersten Schritt gemacht, den Weg bereitet. Wenn diese sich nun nicht ebenfalls zu Wort melden, wenn ich mit meinen Äußerungen allein stehen bleibe, war’s umsonst.

LG Cheeny


#68

Beides schließt sich ganz und gar nicht aus. Was DEMOKRATIE IN EUROPA mit dem New Deal vorstellt, hat sehr viele solidarische und soziale sowie demokratische Elemente. Das ist sogar der Kern des Ganzen! Das sind die Grundgedanken der wirtschaftspolitischen Strukturen, die dort beschreiben werden. Und glaubt mir, ich habe mich da inhaltlich schon ziemlich tief eingearbeitet.

Da geht es zum Beispiel um Mitbestimmung der Bürger beim EU-Haushalt, um Transparenz. Darum, mehr Investitionen von europäischer Ebene in soziale Zwecke umzuwidmen. Grün zu investieren für eine echte Klimawende.

Ich finde, das passt inhaltlich sehr gut zu uns. Wir “verkaufen” hier nicht unsere Seele, ganz im Gegenteil.

Der AMV wird bei DiEM sehr hoch gehalten und mein Eindruck ist, dass auch Yanis Varoufakis dahinter steht.


#69

Das ist gut, es war auch nicht als generelle Kritik gedacht. Eher als Bestätigung dafür, wie wichtig die deutschen Übersetzungen sind, genau aus dem Grund, wie oben beschrieben.


#70

Ich bin bei Dir.
Ganz losgelöst davon, dass ich aktuell berufsbedingt meine Aktivitäten bei DiB temporär stark einschränken muss, bin ich inhaltlich nicht bei dem Europakurs.
Ähnlich wie Du, habe ich nicht viel Ambitionen mich dort einzubringen. Ich schätze das Engagement der Leute die das machen und bin grosser Hoffnung, dass ich mich in allem täusche.

Ich halte mich nur sehr zurück, weil ich auch nicht demoralisieren will.

Liebe Grüsse, gerald


#71

Woher kommen eigentlich diese Fragen? Es gab doch den Wunsch, dass DiB nicht genannt werden sollte (was ich persönlich eher schade fand) und nu isses wieder falsch. Man kann nicht alles haben.


#72

Was die Nennung von DiB in den Medien angeht, haben wir es in meinen Augen genau so bekommen, wie wir es bestellt und gewollt haben:

  • Geht es um das Bündnis gesamt, ist sowohl von DiEM25 als auch DiB die Rede. Das ist korrekt so, denn das Bündnis besteht ja weiterhin und wir unterstützen es ja weiterhin.

  • Geht es um die SPV alleine, nur von Demokratie in Europa. Auch das ist korrekt, weil in den Zielen und Werten von DiE nicht (mehr) die genügende Prozentzahl an DiB DNA steht, sodass wir uns im Plenumsentscheid entschlossen haben, hier keine Nennung zu wollen. Nichtsdestotrotz unterstützen wir ja DiE über das Bündnis. :slight_smile:


#73

Es geht nur indirekt um DIE, SPV und Co.

Während die einen an der Europafront stehen, einige im Kommunalen, einige Abwarten, verflüchtigen sich andere (vielleicht auf Niemehrwiedersehen). Darauf wollte ich den Blick lenken.
Und dass es eine Diskrepanz gibt, zwischen dem, was sich DIB auf die Fahnen geschrieben hat und dem, was auf dem Marktplatz geschieht. Aber, wenn nur ich nörgel ist das doof.

Ich bin dann mal untergetaucht. :kissing_heart:
LG Cheeny


#74

Liebe @cheeny,
gestern sah ich eine Reportage über desillusionierte Franzosen, die Gelbwesten.
Und ja, Macron hat tolle Europavisionen.
Aber vernachlässigt soziale Themen im Inneren.

Ich gebe deinen Beschreibungen Recht und der Übertragung auf unsere parteipolitischen Schwerpunkte. Das berührt DiB elementar.
Aber!
Das müssen wir wohl selber weiter anschieben.
Wird auch versucht.

Es liegt bei uns. Zu einem gewissen Grad.


#75

Liebe @cheeny,

nur Geduld, nicht jede*r schreibt gleich am Handy einen Sermon, ich kann das mit den längeren Antworten jedenfalls nur am Computer :grin: ja älteres Semester…

ich empfinde zur Zeit genau dasselbe wie Du und gebe Dir und @Gerald in allem bisher gesagten recht;

mit Ausnahme

das kann ich so nicht wirklich nachvollziehen.

Dass aber in letzter Zeit wieder Enttäuschte die Partei verlassen oder es sich zumindest schon ernsthaft überlegen, weil es mit DiB einfach nicht vorwärtsgeht, kann ich bestätigen.

Was wir eigentlich jetzt massiv voranbringen sollten, ist Mitgliederaufbau, Programmaufbau und Markenaufbau von DiB. Was uns dabei aber ziemlich behindert ist das Europawahlbündnis, nämlich einerseits durch Abzug von dafür motivierten Aktiven (die ich aber ausdrücklich nicht dafür kritisieren will; alles Gute und viel Erfolg dabei, ich hoffe Ihr DiBisiert das Ganze noch etwas…) und andererseits aber durch spürbare Demotivation anderer bisher Aktiver.

Ich war 2017 heilfroh, mit DiB endlich eine Partei gefunden zu haben, die ich mit Überzeugung wählen konnte, aber DiB tritt nicht mehr an… Unter den gegebenen Umständen bin ich auch nicht motiviert für Europawahlkampf, da ich zur Zeit bezweifle, dass ich DiE selbst überhaupt wählen würde.

Aussitzen bis Juni? klingt auch nicht so gut…

+++ nicht als Moderatorin +++


#76

Die Diskussion die ihr hier gerade führt ist wichtig und deshalb solltet ihr sie jetzt nicht beenden.
Meiner Meinung nach werden hier einige Probleme sichtbar, die gerade Linke Parteien und politischen Ogranisationen immer wieder haben.

Ein amerikanischer Aktivist, hat dazu Mal ein gutes Buch geschrieben, welches mittlerweile quasi zum Standardwerk für viele Organisatoren bei DiEM25 gehört ( Jonathan Smucker Hegemony How-To: A Roadmap for Radicals) :smiley:

In dem Buch beschreibt er, warum am Beispiel von der Occupy Bewegung, warum Linke Organisationen immer größere Probleme haben als konservative Organisationen.

Im wesentlichen identifiziert er dabei drei Probleme.

  1. Das Homogenitätsproblem
    Wenn eine politische Organisation erfolgreich sein will muss sie wachsen. Wachstum bedeutet aber immer, dass mehr und mehr Leute mit unterschiedlichen Hintergründen, Idealen und Vorstellungen zusammenkommen.
    Ab einem gewissen Punkt ist die Organisation dann nicht mehr Homogen und es kommt zu Konflikten. Konservative Gruppen lösen das, durch klare Hierarchien. Bei Linken Gruppen wird sowas aber abgelehnt, daher muss man entweder Kompromisse finden mit denen alle leben können oder man findet ein gemeinsames Ziel, welches die Kompromissbereitschaft oder die Identifikation soweit erhöht, dass man wieder miteinander arbeiten kann.
    DiEM25 hat deshalb das Manifest entwickelt und ein klares Ziel bis 2025 definiert. Wir haben natürlich auch innerhalb dieses Rahmens eigene Gruppen, aber durch den eng gesetzten Zeitrahmen müssen wir uns immer wieder zusammenraufen und wenn wir es nicht schaffen, haben wir immer noch den all-member-vote der einen Kompromiss herbeizwingt. Das ist auch der Grund, warum der all-member-vote so final ist und einmal getroffene Entscheidungen auch von Yanis akzeptiert werden müssen.

  2. Das selbstbeschaftigungsproblem
    Wenn die Identifikation und der Zusammenhalt groß sind, neigen Gruppen dazu sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das wird für politische Parteien, aber dann problematisch, wenn es darum geht die eigenen Visionen und das eigene Programm nach außen zu tragen. Spätestens im Wahlkampf muss man daher den Punkt finden, an dem man die selbstreferenzierung zurückschraubt und anfängt sich auf externe Kommunikation zu fokussieren.
    Meiner Meinung nach können wir das bei DiEM25 sehr gut. Was wir bisher nicht geschafft haben ist die richtige Mischung aus Selbstreflexion und Campaigning zu schaffen, weshalb das Bundeskollektiv soviel Wert darauf legt den Wahlflügel strikt von der Bewegung zu trennen und auch fordert, dass der Wahlkampf die Bewegung nicht zu sehr vereinnahmt.

  3. Das Prozessproblem
    Linke sind meistens idealisten und häufig auch perfektionisten. Das ist natürlich nichts schlechtes, es wird aber dann problematisch, wenn man sich darin verliert.
    Man kann ewig lange Prozessdiskussionen führen, allerdings bringt das ganze nichts, wenn man nicht irgendwann damit anfängt die Dinge auch umzusetzen die man diskutiert.

Die drei Punkte sind natürlich nicht vollständig. Allerdings spiegeln sie in teilen sehr gut wieder, was gerade hier im Forum und wie oben beschrieben auch bei DiEM25 passiert.
Deshalb finde ich die Diskussion hier auch so interessant, weil ihr mir vielleicht erklären könnt ob euch diese Problematiken bewusst sind, was für Lösungen ihr entwickelt habt und wie wir es gemeinsam schaffen eine gesunde Mischung aus Wahlkampf, Selbstreflexion und Organisationsentwicklung zu entwickeln ohne die Leute die einen Großteil ihrer Freizeit in dieses Projekt investieren völlig zu zermürben.


#77

Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei @claudia bedanken, die bei der für unsere Verhältnisse ziemlich großen und fetten Pressekonferenz am Sonntag ein wirklich wahnsinns (!!!) Job gemacht hat. Es ist toll, den Namen Demokratie in Bewegung nun wieder so viel in der Öffentlichkeit zu lesen. Zahlreiche Freund*innen und Bekannte haben mir am Wochenende geschrieben und gratuliert. Dass die Presse nicht immer alles genauso übernimmt, wie man es zu erklären versucht hat, das kenne ich sehr gut. Auch dass einzelne Sprecher*innen nicht immer alles genauso sagen, wie man es sich wünscht, ist normal. Damit müssen wir leben. Wichtig ist, dass wir insgesamt etwas bewegen. Und ich habe das Gefühl: da geht gerade richtig was voran! :plus_dib::dib_spirit: Die Evaluation, ob es uns was gebracht hat, können wir meiner Meinung nach in 6 Monaten wagen. Und nun an die Arbeit!


#78

Mit Vorsicht zu interpretieren, ich meine zumindest einen Anstieg des Interesses an allen Beteiligten zu erkennen und damit ist es schon ein kleiner Erfolg.

Der gefühlte “Weggang” (DiB zu DiE) von motivierten Menschen muss ja nicht von Dauer sein.
Für mich gehört es zum Prinzip von DiB, dass man sich nicht ständig einbringen muss, also auch mal gehen und wiederkommen kann. Auf lange Sicht gehe ich davon aus, dass es gut für uns alle ist.

Vielleicht hilft es wenn wir für DiB einen klaren Fahrplan auslegen um so Durststrecken mit einem Ziel vor Augen zu überstehen?


#79

Nein lieber Robin,
wir emanzipieren uns gerade von …

Ich halte das dieser Diskussion wegen für einen wichtigen Reifeschritt.
Das “Personal” ist vorhanden, glaube ich.
Kurzzeitig frustriert, aber das kann sich durch unvermittelte Impulse auch rasch ändern.

Wir sind DEMOKRATIE IN BEWEGUNG
:man_cook: :man_factory_worker: :woman_artist: :man_firefighter:


#80

Danke Robin für die passende Literatur zu genau dem Problem das ich hier ausmache!

Die Rechten haben mit der Top Down Methode immer leichteres Spiel als wir Progressiven (Linken).

Gibt denn das Buch auch Anhaltspunkte zur Lösung des Problems?

M.E. wär es hilfreich sich noch stärker um den Aufbau von Lokalgruppen zu kümmern. Dabei könnten DiB und Diem25 Mithlieder gut zusammenarbeiten (was sie ja auch schon tun).

Ich würde mir erhoffen, dass offline Treffen und gemeinsame Aktionen die Gruppen auch menschlich näher bringen!

Mir fällt auf, dass immer wenn ich Menschen auf der Straße oder auf Veranstaltungen treffe - vor allem Solche, mit denen ich auch online schon mal aneinandergeraten bin - die eigentlich total nett sind und wir uns super verstehen!

Der MP ist toll, aber nur wenn man nicht ausschließlich digital kommuniziert!

Am WE habe ich ja jetzt auch mal das “sagenumwobene” CC kennengelernt.
Das war auch so ein AHA-Erlebnis: das sind nämlich alles auch genau “einfache” Menschen wie wir und wir habe super nette Einzelgespräche geführt. Rosemary ist klasse, die musste icc zu ihrer Rede sogar erst mal ermutigen! Fotini (vor der man wirklich keine Nagst haben muss) etc.

Hürden werden nur durch persönlichen Kontakt abgebaut - auch wenn wir uns das anders wünschen, analoges sprechen ist immernoch die beste Kommunikation.
Digitale Kommunikation ist super als Ersatz, aber halt eben ich nichts Anderes als ein Ersatz!

Von daher mein Plädoyers: geht raus, trefft euch, macht Aktionen zusammen.
Ob Europa oder kommunal ist völlig egal - vielleicht ja im besten Fall beides!

:100::+1:t2::kissing_heart:


#81

Das stimmt so nicht. Bei den Grünen ist es ganz normal, von “Kampfkandidaturen” zu reden, wenn mehr als eine Person kandidiert, bei ganz normalen Listenaufstellungen, wo es keinerlei Erwartung gibt, dass nur eine bestimmte Person kandidieren sollte. Ich würde den Begriff eher deshalb nicht verwenden, weil er impliziert, dass zwei Personen, die den Wählenden eine demokratische Auswahl anbieten, dadurch miteinander kämpfen, was bei anderen Parteien leider oft der Fall ist und was wir anders.machen sollten.


#82

Mir ist bewusst, dass dieses Wort sich mittlerweile etabliert hat - dennoch zeigt ist es in meinen Augen verurteilend, weil damit explizit ein irgendwie gearteter, gewaltsamer Angriff auf einen Platz oder Amt impliziert wird - es gibt mit dem Wort “Gegenkandidat” oder einfach “Kandidat” Wörter, die das gleiche aussagen, aber nicht diesen negativen Beigeschmack haben. Die Aussage, jemand strebe eine Kampfkandidatur an, sagt ja von vornherein aus, jemand wolle mit Gewalt etwas erreichen :slight_smile:

Für Grüne, SPD, Linke - und noch schlimmer bei FDP und CDU sind - ist es ja mittlerweile immer eine mittelschwere Krise, wenn mehr als die gewünschte Anzahl aussichtsreicher Kandidaten antritt - siehe CDU, über die jetzt schon mehrmals gefragt wurde, ob sie den Wahlkampf Merz - Spahn - AKK überstehen kann. Da frage ich mich, was sind das für Parteien, in denen die Möglichkeit, dass es eine echte Wahl gibt, eine Krise auszulösen vermag? :wink: Daher werden Kandidaturen dort, sobald sie aussichtsreich sind (also nicht der 0815 Basiskandidat, der 3% Achtungserfolgstimmen holt), sofort als Kampfkandidatur gebrandet. :slight_smile:

P.S: Wobei so ein echter Kampf im Sinne von Panem et circenses uns eventuell Aufmerksamkeit und Stimmen von RLT RTL- Zuschauern bringen könnte :wink:

EDIT: Wobei ich dir durchaus zustimme, dass manche Schlammschlacht um Posten durchaus das Prädikat Kampf und die Kandidatur damit die Kampfkandidatur verdient- aber eben nicht per se :slight_smile:


#83

…, wenns sein muss :ok_man:


#84

Jetzt hast Du das, wozwischen ich differenziert hatte, fein säuberlich wieder durcheinandergeworfen, und dabei Deine ursprüngliche Aussage verschoben :slight_smile:

Dass es bei den Grünen eine mittelschwere Krise ist, wenn mehr als eine “gewünschte” Anzahl von Kandidat*innen antritt, sehe ich nicht so, aber davon hängt auch nichts ab. Dass da “kämpfen” drinsteckt und damit eine negative Assoziation von gewaltförmiger Kommunikation hatte ich ja auch geschrieben. Ich denke, dass diese Gewaltförmigkeit bei den Grünen nicht so stark wahrgenommen wird und/oder die Leute dort das nicht so stört – aber auch davon hängt nichts ab.

Du hattest nicht bloß allgemein geschrieben, dass das eine negative Konnotation hat (und Gewalt hatttest Du gar nicht erwähnt), sondern:

Das ist wirklich einfach nicht richtig, trotz allem Richtigen aber Anderen, was Du jetzt danach geschrieben hast. Es werden bei den Grünen, wenn mehrere Leute auf einen Platz kandidieren, nicht bereits getroffene Entscheidungen durchgewunken. (Das gibt es natürlich auch manchmal, aber darauf ist der Begriff der “Kampfkandidatur” dort nicht beschränkt.) Da kandidieren zum Beispiel Leute von verschiedenen Flügeln gegeneinander. Es ist einfach nicht richtig, dass das ein “Ausdruck von Menschen, die einen Dreck auf eine demokratische Wahl geben” ist, und ich möchte das nicht so stehenlassen, weil Guido diesen Begriff gebraucht hat und wir uns sicher einig sind, dass er nicht einen Dreck auf eine demokratische Wahl gibt.

Überhaupt finde ich, wenn ich diesen Thread überfliege, dass hier von beiden/allen Seiten viel die hehre Demokratie bemüht wird, um die eigene Position zu stützen, und würde Euch bitten, damit aufzuhören. Ich denke, wir können uns leicht und schnell einigen, dass weder eine fälschungsanfällige europaweite Online-Abstimmung unter 2500 Menschen, noch eine Abstimmung mit Stimmzetteln in einem Raum in Berlin mit ein paar Dutzend Leuten der demokratischen Weisheit letzter Schluss sein kann und das längerfristige Ziel ist, möglichst viele Menschen möglichst fälschungssicher zu beteiligen. Die Kontroverse darüber, welche dieser beiden unvollkommenen Alternativen, die grade zur Verfügung standen, die demokratischere sei, könnte auf der Grundlage dann vielleicht etwas entspannter geführt werden.