Projekt Phönix - DiB 2.0

Vorstandsbeschlüsse.

Zunächst mal hatte ich explizit darum gebeten:

Ich mische mich ja auch nicht in die Orga der BTW ein und verreiße alles und sage wie aussichtslos das ist und wie hilflos die Versuche sind. Ich klinke mich nicht ein und merke nicht an, dass Leute die organisieren und anpacken können vergrault oder frustriert wurden und als „Lautsprecher“ oder „Vielschreiber“ geschmäht werden und dass man mit den „Liebhabern der leisen Töne“ nichts bewegt bekommt.

Also warum bitte soll ich mich rechtfertigen müssen für einen Anstoß zur Verbesserung von DiB? Was soll das? Ist jetzt alles verboten, was nicht zur BTW beiträgt? Den Beschluss habe ich wohl verpasst.

So wie der LV BW mit Austritt oder Arbeitsniederlegung gedroht hat, sehen viele nicht ein, warum sie in einen aussichtslosen Wahlkampf ziehen sollen. Organisiert bitte eure BTW und nehmt bitte zur Kenntnis, dass die Skeptikers sich die Kommentare dazu verkneifen, wie klar von vornherein war, dass es nichts wird, dass sich niemand freiwillig meldet und dass nicht scharenweise neue Leute eintreten.

Dann fällt es euch vielleicht leichter, Leute in Ruhe zu lassen, die DiB weiterentwickeln wollen, damit es z.B. tatsächlich Gründe gibt, DiB zu wählen, die es nicht auch bei der Linken oder Volt in viel modernerer Form schon lange gibt.

Das ist mir klar. Aber es gibt Leute, die das so sehen und die vielleicht durch eine Diskussion zur Modernisierung doch Lust auf Wahlkampf bekommen.

Also wie schon gesagt: Wenn du hier nicht beitragen möchtest: OK. Verreißen und verbieten: Nicht OK.

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Ist das unser abschließend angestrebtes Ziel?

„Vieles wird in unserer Gesellschaft neu gedacht: wie wir uns fortbewegen, wie wir arbeiten, wie wir konsumieren. Aber wir müssen auch Mitbestimmung neu denken […] ein runderneuertes System von Mitbestimmung und Transparenz in der Politik.“

Das hat mich hier her geführt. Ja, es gibt viele gut Initiativen, die darauf abzielen und die es zu bewerben gilt, gerne auch im Rahmen einer aussichtslosen Beteiligung an einer Wahl, warum nicht?

Aber ich habe nicht das Gefühl, dass wir bereits ein abgerundetes Konzept dazu anbieten können und schon gar nicht, dass wir seine Elemente in innerparteilicher Mitbestimmung und Transparenz vorleben. Zu viele „Realo-Restriktionen“ verstellen noch den Blick auf eine echte Utopie, zu Viele kleben an der repräsentativen Demokratie.

Wer sich für eine neue Partei interessiert hat eine Distanz zu den bestehenden politischen Strukturen und Tendenzen. Wer sich dabei gegen autoritäre Entwicklungen stellte sieht die Notwendigkeit einer Fortentwicklung der demokratisch verfassten Gesellschaft.

Wer darüber hinaus bereit ist sich in ein solches Projekt einzubringen, möchte Teil eines Experiments, eines Prozesses sein, in dem neue Strukturen der Mitbestimmung die Teilhabe an diesem Prozess erfahrbar machen. Auf dieses Waagnis lässt sich nur neu ein, wem es nicht um die Durchsetzung des eigenen Standpunkts sondern um die Entwicklung von Standpunkten geht, wer offen für die Utopie ist und Freude darin findet bestehendes radikal in Frage zu stellen und Demokratie neu zu denken, Überlegungen ggf. auch wieder zu verwerfen.

Wer das erleben möchte, dessen Weg ist der Austausch mit anderen Menschen und anderen Blickwinkeln in dem Wissen, dass diese kleine Gruppe von Menschen in ihrer Vielfalt alles andere als repräsentativ ist. Der Gedankenaustausch nimmt eine zentrale Stellung ein.

Wer das in einer neuen Partei erleben möchte zielt darüber hinaus darauf ab, aus der Minderheit einer Wohlfühlblase von Gleichgesinnten in die bestehende Gesellschaft und ihre Strukturen hinaus zu wirken und Erfahrungen daraus als Korrektiv der eigenen Standpunkte anzunehmen. Dazu erweitert sich der Kreis über die lokale und reale Kommunikation in die moderne virtuelle Welt ohne räumliche Grenzen. Aber nicht im Sinne einer anonymen Öffentlichkeit die nur über Statements und Appelle erreichbar ist, durch die 1001-te Unterschrift unter eine gute Sache und bestenfalls 10.000 follower und hunderte likes für eine neu gedachte Demokratie in 160 Buchstaben getwittert.
Dafür braucht es Plattformen, die in gegenseitigem Austausch Lernen ermöglichen. Denn wir müssen lernen anders zu agieren.

Wer sich in eine neue Partei einbringt weiß, dass da keine Hausmacht ist, die eine praktische Umsetzung der erdachten Ziele und Strukturen durchsetzen kann, dass nur Argumente und das eigene Beispiel überzeugen können. Dass es um die Verbreitung von Inhalte geht und nicht darum, sich Ideen patentieren zu lassen.

Wie muss eine Partei aussehen, die einen so gearteten Menschen begeistern kann?

  • Sie muss tolerant gegenüber Gedankenspielen sein,
  • sie muss Raum schaffen, dass mal etwas praktisch ausprobiert werden kann,
  • sie muss über ein Gerüst von Grundwerten, einen gemeinsame Rahmen verfügen, an dem sich die Bedeutung der Ziele und der Erfolg ihrer Umsetzung misst,
  • sie muss Mechanismen entwickeln, die den Missbrauch der Strukturen und Denkverbote verhindern,
  • sie muss als Partei der Rechtslage entsprechend handeln und ihr Mitglieder schützen,
  • sie darf aber die Utopien nicht in das Korsett der aktuellen Rechtslage zwängen, denn Politik entwickelt den Rechtsstaat, indem sie das Recht weiterentwickelt,
  • sie darf die Utopien nicht in das Korsett von Stimmenfang und Teilhabe an der Macht zwängen,
  • sie tritt bescheiden auf und weiß, dass ihr gesellschaftliche Aufgabe darin besteht zu erinnern und am Besten am eigenen Beispiel zu beweisen, dass es auch anders geht,
  • und sie muss Spass machen, Spass bei gemeinsamen Aktionen, sie muss Spass machen in der Erfahrung von Selbstwirksamkeit der einzelnen Mitglieder, Spass, der nicht getrübt wird durch persönliche Angriffe, wenn es doch um den Ideenwettbewerb geht.

:_:

Für mich ist DiB fast alles das fast.

Aber es gibt Aspekte wo wir nachsteuern sollten und über die viele Arbeit für eine Wahl - ich stecke ja auch selbst darin - sollten wir die Aufgabe aus dem Grundsatzprogramm immer vor Augen haben.

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Du musst dich nicht rechtfertigen. Ich habe dir lediglich eine Frage gestellt, gleichzeitig meinen Standpunkt erläutert.

Genauso wenig habe ich etwas verrissen und verboten schon gar nicht. Ich wollte nur wissen, warum das für dich jetzt ansteht.

Das Thema selber habe ich dabei nicht bewertet, weder zustimmend noch ablehnend.

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sehr schön zusammengefasst.
Deswegen hadere ich mit der neusten DiB-Entwicklung. Wer braucht schon noch eine Partei?
Was wir hier haben sind richtige Leute und richtige Tools eben ein anderen Weg zu gehen.
DAS zieht!

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Vielleicht können wir uns auch immer wieder erneuern, ohne jedesmal alles zu „verbrennen“, um beim Bild des Phönix zu bleiben.

Aus meiner Sicht wäre eher der Weg, und beständig zu hinterfragen, zu schauen, wo wir uns von unseren idealen wegentwickeln und dann durch satzungsanträge, neue Teams, kleine Umstrukturierungen etc. einen Weiterentwicklungsprozess zu machen.

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Wertvolle Anregungen hier:

und hier:

https://www.e-fellows.net/Karriere/Beruf-und-Karriere/Die-Kunst-zu-versagen/(page)/all

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Man kann ja über den Abgang der drei Autor*innen denken was man will, aber dieses Papier sollte für jede*n DiBler*in (auch die, die es werden wollen) zur Pflichtlektüre werden.

Es ist eine sehr gute, relativ emotionslose, also sachliche Zusammenfassung der Entstehung, den Aufbau, die Problemchen und Querelen von DiB, sowie den Bruch der Drei mit DiB.

Ich lese da nichts von Nachtritt oder „bösem Blut“. Einfach nur eine Analyse des Gewesenen und am besten: das Papier resümiert, was man hätte anders und/oder besser machen können.
Warum es also nicht als Anleitung für die nächsten drei Jahre nutzen?

Nur mal drei exemplarische Auszüge für Menschen, die nicht alle 14 Seiten lesen mögen:

Im Sinne flacher Hierarchien hätten wir zu Beginn am liebsten auf klassische Vorstände verzichtet, doch das Parteiengesetz machte uns einen Strich durch die Rech- nung. Ohne Vorstände, keine Partei. Also versuchten wir, eine Vorstandsrolle zu entwickeln, die im wesent- lichen Repräsentations- und Organisationsaufgaben vorsah. Gleichzeitig gehörten aber mehrere Vorstands- mitglieder zu den aktivsten Mitgliedern und wurden als zu einflussreich wahrgenommen. So gelang es uns nicht, die typische Dichotomie “Vorstand – Basis” zu verhindern. Auch löste das grundsätzlich basisdemo- kratische Versprechen von DiB bei einigen Aktiven, insbesondere im öffentlichen Online-Forum der Partei, Misstrauensreflexe im Hinblick auf Vorstandsentschei- dungen aus. Es wurde kein Weg gefunden, die ständige Kritik an Verfahren und Entscheidungsprozessen in der Partei einzudämmen.

Und trotzdem denken wir, dass Basisdemo- kratie nicht als “Alle können immer über alles disku- tieren und über alles mitentscheiden” missverstanden werden darf.

Im Nachhinein scheint dies wenig zu verwundern, da es natürlich die Enttäuschten sind, die sich einer neuen Partei und dem Versprechen eines Neuanfangs zuwen- den. Die zerstörerische Dynamik dieser Enttäuschung haben wir von Beginn an unterschätzt und nicht aus- reichend bearbeitet. Nur durch Transparenz, gute Struk- turen und Prozesse sowie das Vorleben einer Vertrau- enskultur in einer stabilen, gewachsenen Gruppe kann Vertrauen auf einer breiteren Basis entstehen.

Wir hätten mehr Zeit und Ressourcen einplanen müssen, um interne Diskussionen, Prozesse und Ent- scheidungen aufzubereiten, zusammenzufassen und zu kommunizieren. Wir hätten mehr mit der Gruppe zum Thema Vertrauen arbeiten müssen, anstatt uns ins Stellvertreter-Debatten zu verlieren. Bei der Befassung mit Vorwürfen hätten wir resoluter Grenzen ziehen und besser differenzieren müssen. Wir hätten das Online- Forum von Anfang an stärker moderieren und den Stimmen auf diesem Forum weniger Aufmerksamkeit und weniger Gewicht zugestehen müssen.

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Danke für diese Links @SimonFilser. Momentan fehlt mir leider die Zeit, aber ich werde jede Zeile, insbesondere des Interviews mit den Ex-DiBlern (deren Abschied ich damals SEHR bedauert habe!) sobald wie möglich lesen.

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zu


Die Autor*innen verraten nicht, woran Sie fest machen, dass DiB gescheitert ist. Bzw. woran ihr Projekt gescheitert ist. (Im Paper sprechen Sie nicht davon, dass die Partei gescheitert ist.)

Zur Mitgliederentwicklung:
Wie hatte DiB es eigentlich geschafft, von anfänglich 30 Personen auf 400 Mitglieder zu wachsen? Kann das jemand, der von Anfang an dabei war, beantworten?
Können wir das nicht noch einmal anwenden?

Was macht eigentlich die Mitgliedergewinnung? War nicht dazu die Ansage vor ein paar Monaten, dass wir das priorisieren wollen? Wer hat sich denn alles zuletzt darum gekümmert und können die eingebundenen Personen mal einen Zwischenstand zur Konzepterarbeitung preisgeben?

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Sie schreiben wirklich nicht, dass die Partei gescheitert sei, vielmehr, dass sie selbst gescheitert sind:

Keine Angst vorm Scheitern! Auch wenn wir unser
Projekt als gescheitert ansehen und viele Fehler
gemacht haben, sind wir glücklich und stolz, Teil dieser
Gründungsgeschichte gewesen zu sein.

Und dass der Vorstand vielleicht mehr Transparenz und Kommunikation hätte pflegen sollen:

Wir hätten mehr Zeit und Ressourcen einplanen
müssen, um interne Diskussionen, Prozesse und Ent-
scheidungen aufzubereiten, zusammenzufassen und
zu kommunizieren. Wir hätten mehr mit der Gruppe
zum Thema Vertrauen arbeiten müssen, anstatt uns ins
Stellvertreter-Debatten zu verlieren.

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Meiner Meinung nach ist es schon ein wenig vermessen, im Nachhinein ein Projekt als gescheitert zu beurteilen, wenn es noch Menschen gibt, die weiterhin für dieses Projekt kämpfen. Aber es heißt: Totgesagte leben länger.

Die Lösung die sie anbieten, überzeugt mich auch nicht, denn sie wollen die Partei wieder durch eine Person, also ein Gesicht vertreten lassen.

Das ist genau das was die anderen Parteien auch machen und nicht mehr Politik. Anders. Machen.

Gefühlt interessieren sich die Menschen nicht mehr für Wahlprogramme, das ist schade, denn darum geht es doch.

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Im gleichen Absatz steht auch:

Bei der Befassung
mit Vorwürfen hätten wir resoluter Grenzen ziehen und
besser differenzieren müssen. Wir hätten das OnlineForum von Anfang an stärker moderieren und den
Stimmen auf diesem Forum weniger Aufmerksamkeit
und weniger Gewicht zugestehen müssen.

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Ja, Kritik ist schon nervig. Zuviel Mitbestimmung wohl auch: Ich erinnere mich gut an die Abstimmung zu den Wahlomat-Fragen, bei der im Nachhinein vom Vorstand mehrere Ergebnisse verändert wurden, um dem Wähler gefälliger zu sein.

das kam als Resultat / Auswirkung der 100.000 Kicks-Umfrage auf change.org hauptsächlich
Eigentlich ist es erstaunlich, daß es in der Anfangszeit nicht viel mehr Mitglieder wurden…
Der Grund dafür wieder liegt evtl. an der Existenz beachtlicher Konkurrenz im gleichen politischen Lager, auch auf Kleinpartei / bzw. -bewegungs-Ebene, wie z.B. DiEM

abgewandelt, ja

ich habe einen Vorschlag ungefähr in dieser Richtung unterbreitet
https://abstimmen.bewegung.jetzt/solution-archiv/26-kampange-fur-progressive-allianz-und-empfehlung-anderer-inhaltsnaher-und-aussichtsreicher-parteien

Wir müssen dennoch einsehen, daß wir inzwischen nicht mehr so viele charismatische und engagierte Kommunikatoren haben, wie damals

Ich persönlich glaube kaum, daß momentan die interne Situation in DiB die Partei empfehlenswert macht … - das war damals eben völlig anders

wie gesagt :

dabei können wir kaum auf neue Leute zählen, die reinkommen würden im Bewußtsein der Situation,
denn Leute die Interesse an Streitumgebungen finden, bringen meist noch mehr Streit…
Eine Lösung wären evtl. Leute die viel Erfahrung mitbringen und Mediationstalent gleichzeitig :wink:

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Das lag an einer strengen Aufnahmeüberprüfung, manche vormals Aktive wurden gar nicht aufgenommen. Man war auch der Meinung, dass man nicht mehr Mitglieder bräuchte, da diese ja nur organisatorisch tätig seien und sich alle beim Mitgliedsntrag ja verpflichtet hatten 10 (oder so) Stunden pro Woche für die Partei zu arbeiten.

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nicht wirklich, bis zur BTW 2017 am 24. September waren wir trotzdem noch unter 200 Personen.
Die meisten neuen Mitglieder sind zu uns über den Wahl-O-Mat gekommen. Am 31. Dezember 2017 waren wir dann 379 Parteimitglieder und unseren höchsten Stand hatten wir im Oktober 2018 mit 418 Mitgliedern. Ich habe seit Juli/August 2017 sehr viele der Gespräche mit geführt und das war damals mit eine der Fragen, die wir gestellt haben, wie die Personen auf DiB aufmerksam geworden sind.

das ist ja eine der Hoffnungen, dass wir über die verschiedenen Tools wie Wahl-O-Mat und Ähnliche, wieder mehr Aufmerksamkeit erregen. Außerdem wird in Wahlzeiten auch wieder mehr über Parteien in den Medien berichtet, auch über kleine Parteien. Außerhalb der Wahlzeiten ist es für kleine Parteien leider sehr schwer von den Medien überhaupt wahrgenommen zu werden.

ja die damaligen Kriterien waren rückblickend betrachtet wohl etwas zu stark angesetzt, diese wurden dann ja nach und nach geändert, nachdem wir entsprechende Erfahrungen gesammelt hatten.
Aber ohne das Aufnahmeverfahren wäre die Gefahr doch sehr groß gewesen, dass wir überrannt worden wären, also ohne Verfahren wäre es auch nicht gegangen.

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nun leider wurden wir auch teils überrannt, nur das hat keiner groß mitbekommen :wink: _bzw zu spät

ich denke es stimmt tatsächlich, daß der Wahlomat uns die Leute „zuschickt“
die Frage ist aber, ob diejenigen die kommen werden, dann auch bleiben werden

DiB hat sich zwar weiterentwickelt, aber die Entwicklung ist weiterhin ambivalent, auch wenn anders als früher

Basisdemokratie ist inzwischen positiv ausgebaut worden, womit eine Notwendigkeit für den demokratischen Aufbau jetzt nehr gegeben ist als früher,

doch das Herzstück von DiB, der MP, ist stark rückläufig und entwicklungsgehemmt

Wir waren damals in einer offenen und hoffnungsgetragenen Fortschrittsphase, die Zukunftsvorstellungen und DiB waren zum sich engagieren verlockend attraktiv,
als Community, als Programm, als Aktivitätenmöglichkeiten, als Kooperationsträger zu etwas Größerem hin, das eine besondere politische Kraft entfalten würde,
alles schien möglich, um ganzheitlich und effektiv zugleich einen Unterschied zu machen im politischen Terrain …
und dieser Impetus hat DiB auch einen Sinn insgesamt als Projekt gegeben für Viele

nun, als diese Startup-Euphorie gedämpft wurde, in zwei Wellen, BTW17 und EU-Wahl-Kooperationsverhandlungen, gab es kaum noch emotionales Potential übrig für die meisten Aktiven um weiterzumachen
_ ich schätze ungefähr ein Viertel der frühen Kapazität ist noch übrig

  • ok, was tun ?

Sind die Ursachen die uns bis hierhin ins Negative gebracht haben erkannt und sind für entstandene Probleme auch Lösungen da?

Diese Frage, die eine nach der Überwindung einer festgestellten Uneinigkeit auch ist, bleibt mMn unausweichlich zu beantworten,
denn obwohl ich Vertrauen zu den kreativen Kräften die DiB entfalten könnte generell habe, würde uns die bisherige Atmosphäre weiterhin nur auf Halbmast fortfahren lassen,
das bringt uns sicher nicht dahin, wo wir gern landen würden…

theoretisch gäbe verschiedene Szenarien weiterzumachen…
und wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg

doch vllt sollte die obige Frage auch anders gestellt werden …
Angesichgt einer welchen auch immer Uneinigkeit,
wollen wir überhaupt noch gemeinsam weitermachen ?

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Naja, dazu müsste man sich das eingestehen, was unsere Gründers formuliert haben. Aber vielleicht liegen wir ja falsch und DiB bekommt durch die BTW massig neue Mitglieder.

Aber schon nach der letzten BTW war der Onboarding-Prozess nicht ideal. Also unabhängig von der komplizierten Aufnahme. Aber all das ist nicht entscheidend.

DiB hat zahlreiche inaktive Mitglieder, die weiter Beitrag zahlen und den Laden am Laufen halten. Selbst wenn wir alle Wahlen verpassen, gibt es noch das Forum, die Mods, MM usw. Auch wenn es kein politisches Ziel mehr gibt, besteht das alles weiter. Und ich fürchte, das genügt einigen Leuten schon als Ziel.

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nicht wirklich.
Aber was mich pers. betrifft, so habe ich auf ‚Durchhalten‘ u. Hofnung auf ‚Revival‘ gesetzt.

Was bleibt denn sonst?

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bezeichnend für die vielfältige Bedeutung die der MP für DiB hat - bzw haben sollte !, ist auch der Zustand der Kommunikation im LV-Berlin :

https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/aufloesung-lv-berlin/35186/17

Es gab viel Diskussion zu diesem Punkt, u.a.
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/ideenboerse-demokratische-ausrichtung-des-marktplatzes-teil-2/30075/89

die Weiterentwicklung des MP wurde aber blockiert…
wolle irgendein „DiB-Phönix“ wieder aufsteigen, wäre der MP eine der ersten Prioritäten, denn ohne einen MP anders als momentan, wird es garantiert auch kein Politik.Anders.Machen geben

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