Projekt: Infrastruktur (eMobilität, Maut, ÖPNV, Fahrradwege, Sozialticket, Nord-West Umfahrung)

initiative-in-arbeit

#1

Projektgruppe Infrastruktur in Halle.

Auf unserem Visionen Workshop am 4.11. haben wir in 4 Arbeitsgruppen die Projekte/Initiativen (Bildung, Kinderarmut, Infrastruktur, Identitäre Bewegung) entwickelt, das Projekt Kinderarmut wurde hier bereits von @Anna vorgestellt.

Die Gruppe Infrastruktur hat sich folgender Themen angenommen:

  • eMobilität
  • Innenstadtmaut statt Parkgebühren
  • Ausbau ÖPNV
  • Infrastruktur der Fahrradwege
  • Sozialticket

(Weitere Projekte werden hier bald vorgestellt)

Teammitglieder: Matthias @MDK , Alex @Alex93 , Johannes @JohannesP
Weitere Interessenten aus Halle bzw. Sachsen-Anhalt erwünscht

WARUM? Hintergrund ist die Dieseldiskussion und damit optional verbundene Dieselfahrverbote in Städten.
Da selbst ein Verbot mit all seinen Außnahmen nicht zu eine signifikanten Besserung führen wird, ist das Anbieten alternativer Konzepte eine Möglichkeit zur Kompensation.

  • eMobilität: Halle und Magdeburg sollen ihre Ladepunkte auf je 100+ ausbauen, auch soll Sachsen-Anhalt insgesamt aufstocken. Grund: Sachsen-Anhalt ist mit 111 Ladepunkten fast Schlußlicht in Deutschland… dass soll geändert werden, da die Elektromobilität eine mögliche Zukunft darstellt. Hier noch ein paar Daten: Deutschland hatte rund 100.000 Elektrofahrzeuge aber nur rund 11.000 Ladepunkte. Sachsen-Anhalt hat 111 Ladepunkte 23 davon in Halle und 15 in Magdeburg, im Vergleich hat allein die Stadt Leipzig 157 Ladepunkte (BDEW-Erhebung/stand Juni 2017)
    Diese Vision ist unmittelbar umsetzbar, als eine langfristige Vision wünschte ich mir persönlich eine Infrastruktur basierend auf induktives Laden auch während der Fahrt.

  • Innenstadtmaut statt Parkgebühren: Ein Konzept zur Entlastung der Innenstädte von Verkehr nach dem Vorbild von Stockholm. Eine Maut statt Parkgebühren würde mehr Einnahmen generieren und weniger Ausgaben verursachen. Kassensysteme und Kontrollen würden wegfallen eine einfache Erfassung des Nummernschildes würde ein spezielles Mautsystem überflüssig machen. Die Abrechnung wurde automatisiert und könnte zum Monat oder Quartalsende online oder per Post erfolgen. Man könnte über eine einfahrtsgebühr oder eine Tagesgebühr reden. Diese Gebühren müssen nach oben auch gedeckelt werden dies kann für Pendler über eine Flat funktionieren oder durch Einrichten einer monatlichen Maximalgebühr.

  • Ausbau ÖPNV (Halle): Nachdem Leipzig verstanden hat, dass Kaputtsparen der falsche Weg ist muss Halle überzeugt werden in die Zukunft zu investieren. Nur ein dichtes Netz ist attraktiv, aber historisch gesehen hat Halle aktuell sein schlechtestes Straßenbahnnetz und die S-Bahn scheint wie eine Art Fremdkörper in der eigenen Stadt zu sein.
    Bessere Integration der S-Bahn ins Stadtbild durch mehr Haltepunkte (hinzu kommen könnten: Heide, Dölau, Dieselstraße, Angersdorf) und Schaffen von mehr/besseren Verkehrsknotenpunkte ( z.b. Wohnstadt Nord, Zoo, Südstadt). Die Hallenser sollen ihre S-Bahn wieder als Schnellbahn für Halle verstehen durch abstimmen von Fahrzeiten an den Knotenpunkten zwischen S-Bahn, Tram und Bus. Einmal quer durch die Stadt zukünftig nicht mehr mit der Straßenbahn sondern mit der S-Bahn in Kombination mit Straßenbahn oder Bus. Die Linien Vielfalt da Straßenbahn muss wieder nach oben korrigiert werden Schluss mit dem zusammen streichen der Linien. Umweltaspekt der Linienbusse muss beachtet werden Schluss mit Diesel und einen go für Elektrobusse. Der O-Bus mag eine Variante sein aber gehört doch eher der Vergangenheit an. Induktion soll zukünftig in Verbindung mit dem Individualverkehr angeboten werden.

  • Infrastruktur der Fahrradwege: Halle hat durch den Wegfall der Hafenbahn einen beachtlichen Fahrrad highway bekommen. Nun gilt es weitere Alternativen umzusetzen und verstehen zu lernen dass man das Trio Straße, Fahrradweg, Fußweg nicht mehr überall umsetzen sollte, vor allem an Verkehrsknotenpunkte sind Fahrradfahrer gefährdet und sollten dieser umfahren. Gefährdet nicht nur durch den Individualverkehr sondern auch durch dessen Abgase. Da Halle ein Platzproblem hat macht es auch Sinn wenn man dieses Trio nicht überall mehr platztechnisch aufbauen kann die Infrastruktur anders aufzubauen. Spezielle Routen wie der Fahrrad Highway auf der alten Hafenbahn sind ein sehr gutes Vorbild um auf diese Art und Weise weiter zu arbeiten. Auch müsse darüber nachgedacht werden den Verkehr auf mehrere Ebenen zu verteilen wenn eine Ebene nicht mehr ausreicht.

  • Einführung Sozialticket: Die Einführung eines solchen Tickets soll schrittweise vollzogen werden. Schritt 1: Freigabe des bisher verfügbar billigste Tickets für sozial Benachteiligte (Azubiticket: 43€). Schritt 2: Anwendung des Jobtickets um einen weiteren Rabatt auszuhandeln (bis zu 10 % bzw 5 € sind möglich). Schritt 3: Beantragung weitere Fördergelder von Stadt, Land, Bund jeder einzelne Euro ist hier wichtig. Die Zielsetzung von etwa 35 € für ein Sozialticket sind hier realistisch. ( …zu beachten ist, im Regelsatz für Hartz IV Empfänger sind nur 26 € für Mobilität enthalten, diese kann aber freiwillig z.b. mit dem Anteil für Genuss Mittel von 8 Euro aufgestockt werden…) Somit ist die Zielsetzung untermauert. Berechtigungsgrundlage wie in Leipzig, hier dann durch den Halle-Pass.

  • Nord-West Umfahrung: Um Fahrzeuge aus der Innenstadt raus zu holen, müssen auch entsprechende Routen angeboten werden. Doch Halle fehlt es einer Nord-West Umfahrung. Der anstehende Schluss des Autobahnrings reicht nicht aus.

Falls ihr diese Ideen auf eure Städte übertragene wollt nur Mut dazu.

…am 15.12. Hinzugefügtes Teilprojekt: “Einführung Sozialticket”
…am 28.02. hinzugefügtes Teilprojekt: “Nord-West Umfahrung”


#2

Zum Thema Sozialticket in Halle

Interessant ist, dass es im selben Tarifverbund dem MDV in Leipzig ein Sozialticket bereits gibt, dieses kostet dort 35 € im Monat oder im Abo 31,60 €.
Leipzig Pass Mobilcard
Abo Leipzig Pass Mobilcard

2015 gab es bereits eine Initiative im Stadtrat von den Grünen, den Linken und der Partei die Partei welche lapidar abgelehnt worden ist.
Initiative von 2015
Beschluss
Konzept HAVAG

Sehr gute Argumentationsgrundlage…


#3

Das Video ist leider nicht mehr verfügbar ;(


#4

Danke Marcus für die Hinweis.
Alternative eingebaut, …
Habe doch noch das komplette Video gefunden
Das vorherige auf YouTube wurde wegen Urheberrechtsverletzungen gelöscht bzw das ganze Konto wurde gelöscht eigentlich schade aber dieser Fakt brachte mich sofort darauf auf welchem Sender dieses Video ausgestrahlt wurde denn nur das ZDF geht aktuell gegen Urheberrechtsverletzungen auf YouTube vor.


#5

Zum Thema Dieselverbot…

Hier mal ein Einblick wie Schweden dem begegnet:

Auch dort tut man sich nicht leicht, da auch in dem Land die Autolobby vor allem die deutsche Autolobby groß ist. Immerhin haben die meisten Marken dort ihre Entwicklungsschmieden.
So lässt man sich dort auch etwas mehr Zeit, gar bis 2020.
Und man will strikte Umweltzonen einführen, strikt weil darin nur noch sehr wenig fahren darf.

Zone 1 (gilt schon): verbietet bestimmten LKW und Bussen die Einfahrt.
Zone 2 (geplant): Einfahrt nur für Fahrzeuge; Diesel (ab Euro 6) und Benzin, Ethanol, Gas (Euro 5)
Zone 3 (geplant): Einfahrt nur für Elektrofahrzeuge, Wasserstoff oder Hybride (Euro 6)

Urwitzig die Schweden folgen gar deutschen Tests, und gehen diesen strikten Weg.
Dies zeigt doch was man alles machen kann wenn man nur will.


#6

Zum Thema e-Mobilität:

Das Land SA zu Leitidee Grüne Mobilitätskette

"Rund 30,5 Millionen Euro stellt Sachsen-Anhalt mit Hilfe der Europäischen Union bis 2023 für die Erforschung, Einführung und Nutzung intelligenter Verkehrssysteme bereit. Dabei geht es um den Aufbau einer Grünen Mobilitätskette: Mit dem E-Bike zum Bahnhof, mit der Bahn zum Job und mit dem geliehenen Elektroauto weiter zum Supermarkt.

„Elektromobilität ist ein wichtiges Zukunfts- und ein Querschnittsthema für Sachsen-Anhalt“, betont Verkehrsminister Thomas Webel. „Denn die Elektromobilität eröffnet nicht nur vollkommen neue Perspektiven für eine nachhaltige Verkehrspolitik. Gerade in ihrer Kombination mit öffentlichem Personennahverkehr, erneuerbaren Energien, intelligenten Verkehrssystemen sowie Wohnungsbau und Stadtentwicklung sehen wir die Chance, die Vision von energieeffizienten, emissionsarmen Städten umzusetzen und die umwelt- und klimapolitischen Ziele der Bundes- und Landesregierung zu erreichen.“

Ziel der Landesregierung ist es, eine Grüne Mobilitätskette aus Bahn, E-Bus, Fahrräder und eCar-Sharing zu schaffen. Dabei soll das elektrobasierte Mobilitätsangebot an den Schnittstellen zu den verschiedenen Verkehrssystemen bereitgestellt werden. Das ermöglicht an den Haltestellen und Haltepunkten den nahtlosen Übergang vom Nahverkehr zu alternativen Verkehrsmitteln. Die Landesregierung unterstützt den Aufbau der notwendigen informations- und kommunikationstechnischen Bausteine, die notwendig sind, um Elektromobilität für die Menschen verlässlich nutzbar zu machen."

Wo versumpft gerade dieses Geld?

Quelle: https://verkehr.sachsen-anhalt.de/neue-mobilitaet/


#7

Hier ein weiterer Argumentations Punkt: Citymaut statt Dieselverbot
Denn der Verkehr in Innenstädten muss allgemein verringert werden.


#8

Zum Thema induktives Laden während der Fahrt, baut Schweden die erste Teststrecke…
https://eroadarlanda.com/the-technology/

Mittels Elektroschiene die leicht in jede Fahrbahn ohne großen Aufwand eingebracht werden kann soll zukünftig ein Pantograph mit Strom versort werden. Aus Sicherheitsgründen wird der Strom nicht direkt über die Schiene an den Pantograph weiter gegeben sondern per Induktion.

Schweden hat zudem ein ehrgeiziges Ziel schon bis 2030 sich von fossile Energie zu verabschieden.


#9

Estland macht den nächsten Schritt…
Kostenloser ÖPNV in fast ganz Estland.


#10

Das Ende des Verbrennungsmotors in Europa ist eingeleutet…
Die ersten Länder beschließen gerade den Ausstieg.

2025 Norwegen
2025 Schweden (hängt gerade noch an der Regierungsbildung)
2030 Dänemark
2030 Island
2040 Frankreich

Und wo bleibt das ach so fortschrittliche Deutschland?

Quelle MZ


#11

Der CO2 Ausstoß muss runter


#12

Eine (Unterschriften-)Kampagne, gerichtet an die Bundesregierung,
versehen mit dem Verweis auf andere Staaten,
wäre jetzt das Mindeste, was “man” tun kann.

Nur nicht wieder bloß online, sondern mit viel Tam-Tam
in den Fußgängerzonen, auf den Plätzen usw.


#13

Es gibt eine neue Entwicklung im ÖPNV in Halle…

Diese Entwicklung ist Formal zu begrüßen aber ist dennoch sehr denkwürdig.
Denn bisher war man nichtmal bereit ein Sozialticket einzuführen.
Und wenn diese Ideen umgesetzt würden, gehen abermals Sozialbenachteiligte leer aus.
Man ist also bereit 10 Mio. Euro dafür mehr auszugeben, aber für Sozialbenachteiligte nicht mal einen Bruchteil (es ging um rund 1 Mio. Euro).

Interessant ist der Größenvergleich der betreffenden Bevölkerungsgruppen die hier etwa gleich groß sind so kann man also zu der Aussage kommen dass es ebenfalls 10 Millionen kostet alle Sozialbenachteiligten kostenlos zu befördern.


#14

Leben ohne Auto, ist das denkbar?
Brauch man immer und überall ein Auto?

Wie es geht hier Bsp:

E-mobilität im ÖPNV, wo bleibt Deutschland?

Mehr Ideen auf:


#15

So sieht Infrastruktur in Deutschland aus…alles eine Frage der Wahrnehmung.


#16

DDR E-Mobilität in Ungarn (für innerstädtische Transporte wie Post etc.) interessant…

Wie sich Themen doch immer wieder wiederholen - wer hat an der Uhr gedreht(?)


#17

Neues Gesetz zu Dieselfahrverboten…


#18

Lieber @MDK , Energie ist (auch) “Dein” Thema , will mir scheinen :wink: Du hast vielleicht bemerkt , dass ich auch nicht ganz uninteressiert bin . Auf mancher Nacht-Linie habe ich viel Wendezeit (so heißt die Pause an den Endhaltestellen) , so dass ich oft ein bisschen im Netz surfe . Heute Nacht stieß ich auf folgende Seite , die mich an einen mir aus meiner züricher Zeit bekannten Wissenschaftler erinnert . Er gibt ein Energie-Lexikon heraus , wo er ziemlich detailliert und in einfacher Sprache Vieles erklärt , was wir gut gebrauchen können , da wir hier doch häufig auf mediale Berichterstattung zurückgreifen , die leider allzu oft nur tendenziell einseitig Halbwahrheiten und manchmal sogar reine Propaganda der Energielobby zum Besten geben . Der erste link führt Dich zwar zu einer österreichischen Seite , gibt aber einen ersten Eindruck davon , was ich meine und worüber wir uns ja hier auch immer wieder zu recht aufregen . Vielleicht schaust Du Dir mal das Energie-Lexikon an , es erklärt (m.M.n.) etwas besser , als Wikipedia .