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Professionelle aktive Sterbehilfe jetzt - Unser Ende gehört uns!


#1

Aufruf: Mitstreiter gesucht
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag
Inhaltliche Diskussion öffentlich erwĂŒnscht?: Ja
Eine Initiative von: Tobias René Keisers
Bearbeitungsstatus: Entwurf
Redaktionsschluss: Offen

Liebe Leserin,
lieber Leser,

ich bin heute erst zu DiB dazu gestossen und hoffe, dieser Weg ist so richtig. Mein Thema:

Professionelle aktive Sterbehilfe jetzt - Unser Ende gehört uns!

Warum?

  • Weil nicht nur unsere Haustiere das moralische Recht haben notfalls eingeschlĂ€fert zu werden.
  • Weil es inhuman ist, Menschen, die wirklich nicht mehr wollen / können, leidvoll und langsam krepieren zu lassen.
  • Weil die gegenwĂ€rtige Gesetzeslage / Praxis der Menschlichkeit widerspricht.
  • Weil es uns allen ein menschenunwĂŒrdiges Ausgeliefert-Sein, das GefĂ€ngnis des eigenen handlungsunfĂ€higen Körpers, die Hölle auf Erden ersparen kann.
  • Weil es das Leid der Betroffen und Angehörigen vermindert.
  • Weil gegebenenfalls nur Freitodbegleitung uns ermöglicht Abschied zu nehmen.
  • Weil es viel weniger Geld kostet, Geld das in den Gesundheitssystemen effektiver / menschlich nutzbringender eingesetzt werden kann.
  • Weil es die Möglichkeiten zur Organspende verbessert.
  • Weil aktive Sterbehilfe (zumindest in Österreich und Deutschland) noch ein Tabuthema ist.
  • Weil ich nicht wegen des geĂ€ußerten Wunsches nach Professioneller Sterbehilfe / Assistierten Suizid in die Psychiatrie eingeliefert werden will.
  • Weil die religiösen Bedenken von Wenigen nicht bewirken dĂŒrfen, dass der Staat das Selbstbestimmungsrecht seiner BĂŒrger einschrĂ€nkt, und Etlichen einen Qualtod aufzwingt.
  • Weil auch ein hoffentlich möglichst rasch entwickeltes flĂ€chendeckendes Hospizsystem fĂŒr alle alleine nicht genug ist.
  • Weil Palliativmedizin, PatientenverfĂŒgung und Vorsorgevollmacht alleine nicht genug sind.
  • Weil Missbrauch durch entsprechende Regularien wirksam begegnet werden kann.
  • Weil die massiven Vorteile die etwaigen Nachteile bei weitem ĂŒberwiegen.
  • Weil es die persönliche Freiheit / die BĂŒrgerrechte gebieten.
  • Weil es unser Selbstbestimmungsrecht / Freier Wille erfordert.
  • Weil es falsche Gewissenskonflikte, Grauzonen, die Kriminalisierung von menschenfreundlichen Ärzten ursĂ€chlich vermeidet.
  • Weil es Sterbetourismus unnötig macht.
  • Weil es Suizide, insbesondere missglĂŒckte Suizide mit ihren schrecklichen Folgen, verhindert.
  • Weil es unheilbar Sterbewillige nicht zu grausamen Brachial-Selbsttötungen, bei denen auch andere Menschen zu Schaden kommen können (“Mit dem Auto in den Gegenverkehr rasen”, “Vom Hochhaus auf die Straße springen” 
) bzw. bei denen im schlimmsten Falle (“Flugzeug abstĂŒrzen lassen”) auch Hunderte unschuldiger Menschen mit in den Tod gerissen werden können, zwingt.
  • Weil der Rechtsanspruch auf Freitodbegleitung mit obligater Beratung Suizide / Suizidversuche von Menschen, die dazu gedrĂ€ngt wurden / sich dazu gedrĂ€ngt / veranlasst fĂŒhlten, verhindert.
  • Weil es ein Recht zu leben, aber keine Pflicht zu leiden gibt.
  • Weil unser Ende uns gehört!
  • Weil die Möglichkeit, selbst bestimmt und sanft aus dem Leben scheiden zu können, Lebensmut bringt.

Gern wĂŒrde ich hierzu eine Initiative starten, sobald mir das möglich ist. Daher suche ich UnterstĂŒtzer!

In der Hoffnung, das jetzt so richtig gemacht zu haben
sende ich liebe GrĂŒĂŸe aus Köln!

Tobi


Professionelle aktive Sterbehilfe jetzt - Teil II
#2

Traut sich keiner? Na gut ihr Helden, dann will ich mich hier Ă€ußern. Eine aktive professionelle Sterbehilfe empfinde ich zwar als etwas bedenklich, aber wird nicht auch oft mit unserem Leben und unserer Gesundheit Schindluder getrieben? Nur mal ein Stichwort: Antibiotikamissbrauch.

Es wĂ€re schon viel gewonnen, wenn man alte oder sterbenskranke Menschen in Ruhe sterben lassen wĂŒrde. Ohne ungewollte und sinnlose Reanimationen und aufwendige Apparatemedizin. Mediziner und PflegekrĂ€fte bewegen sich oftmals in einer gefĂ€hrlichen Grauzone. Selbst eine eindeutige PatientenverfĂŒgung wird gelegentlich ignoriert.

Der Erhaltung oder Wiederherstellung der LebensqualitĂ€t sollte daher mindestens der gleiche Stellenwert beigemessen werden wie dem Erhalt des Lebens selbst. Ein Beispiel: Vor einem Jahr erlitt eine SchwĂ€gerin (nicht die mit den Globuli) einen schweren Schlaganfall, wurde reanimiert, in einer Spezialklinik behandelt und etwas spĂ€ter in eine Reha-Klinik verlegt. Es bestand zumindest etwas Hoffnung, dass sie wenigstens einigermaßen wiederhergestellt werden könnte. Im September wurde sie jedoch in ein Pflegeheim verlegt und dann ging es abwĂ€rts. Dekubitus an mehreren Stellen, Amputation beider Unterschenkel, bis die QuĂ€lerei vor einigen Wochen ihr Ende fand.

Das GrundĂŒbel ist das profitorientierte System, welches nicht an Gesundheit und Wohlergehen des Menschen interessiert ist, sondern daran, ihn als Dauerpatienten auszubeuten. Es wird nicht nur nicht mit dem notwendigen Nachdruck an der nachhaltigen Gesunderhaltung geforscht, sondern erfolgversprechende Forschungsergebnisse und alternative Therapien pauschal als Humbug und Scharlatanerie diffamiert.

Ich habe zumindest nicht vor, dieser Initiative eine unmoralische Motivation zu unterstellen.


#3

Lieber @trkeisers,
ich finde den Grundgedanken gut, eine Initiative in diese Richtung sehr wichtig, deinen Vorschlag im Ganzen allerdings zu radikal und gesetzlich schwer vor Missbrauch abzusichern. ( Entwicklung eines ‘TötungsgeschĂ€fts’).
Genau wie von @Herbert beschrieben sehe ich in meinem beruflichen Alltag leider allzuoft die AuswĂŒchse der Hochleistungsmedizin und die wirtschaftliche Notwendigkeit von KrankenhĂ€usern, durch die lukrative Versorgung reanimierter alter Menschen zu profitieren.
Die ethisch begrĂŒndete BeschrĂ€nkung des medizinisch ‘Machbaren’ und eine kostendeckende Finanzierung der KrankenhĂ€user, die diese Art der Finanzierung auf Kosten der LebensqualitĂ€t von Patienten hinfĂ€llig macht, könnte hier Abhilfe schaffen.
Das Recht eines jeden Menschen wĂŒrdevoll zu sterben ist höher anzusiedeln als wĂŒrdelos weiter existieren zu mĂŒssen , weil es medizinisch machbar und mit dem hippokratischen Eid des Arztes zu rechtfertigen ist.
Den Mut fördern und fordern, Sterben als einen natĂŒrlichen Prozess zuzulassen und - in aussichtslosen FĂ€llen - auch aktiv zu unterstĂŒtzen. Und vorhandenen PatientenverfĂŒgungen mehr Beachtung zu schenken und diese nicht im ‘Notfall’ auszuhebeln.
Vielleicht könnten wir in einer etwas abgespeckten Version der Initiative zusammenfinden, dann wĂ€re ich als UnterstĂŒtzerin gerne dabei.


#5

Guten Abend Herbert,

vielen Dank fĂŒr Deine ausfĂŒhrliche Antwort. Da Du auch ein Beispiel aus Deinem Leben gebracht hast, werde ich das jetzt auch mal tun:

2014 hatte meine Oma mit 91 einen Gehirnschlag. Sie lag daraufhin noch 1 1/2 Jahre im Bett in einem Pflegeheim, bevor sie erlöst wurde. Die Schmerzen konnten Ihr mit Morphium genommen werden. Was sie aber wirklich mit bekommen und wie sie die Zeit erlebt hat, weiss keiner


Vor zwei Wochen starb mein Vater an COPD im Endstadium Gold IV. Er hat ein halbes Jahr zwischen Intensivstation und Pflegeheim dahinvegetiert. Wir waren dankbar, dass er gehen durfte und dieser unwĂŒrdigen Situation nicht noch lĂ€nger ausgesetzt war. Auch er bekam Morphium in Massen gegen seine Schmerzen


Und jetzt rufe ich all’ diejenigen von Euch auf, die von wĂŒrdevollem Sterben sprechen. Wo bitte seht Ihr in meinem erlebten Beispielen die WĂŒrde? Soll so Euer Ende aussehen? Jeder von Euch weiss doch genau, wie hĂ€sslich der Tod sein kam, wenn man ihm hilflos ausgeliefert ist. Ich darf hier an die vielen Varianten von Krebs erinnern, gegen die noch immer “kein Kraut gewachsen” ist!

Außert Euch!

Nachdenkliche GrĂŒĂŸe!
Tobi


Guten Abend @cfo,

ich freue mich, dass wir zumindest in die gleiche Richtung ticken. NatĂŒrlich ist keine Freigabe ohne Risiko. Aber schau Dir zB die Schweiz an: es ist machbar! Es kann jedenfalls nicht sein, dass sich ein deutscher BĂŒrger ernsthaft vor einen Zug werfen oder als Geisterfahrer unterwegs sein muss, um aus dem Leben zu scheiden, wenn er den Wunsch danach hat. Klar darf man den Tod nicht komplett aus der Hand geben. Aber ein wenig Kontrolle gepaart mit dem Gewissen wohlwollender Menschen (z.B. Ärzte oder Angehörige oder der betroffenen Person selbst), sollte hier genĂŒgen. Wenn man den Rahmen so steckt, dass z.B. Ärzte nur eine Pauschale fĂŒr die Beschaffung des Medikamentes bekommen und nur gering fĂŒr die Umsetzung bezahlt werden, dann dĂŒrfte das reichen. Heutzutage wird mit allem irgendwie ein GeschĂ€ft gemacht und machen wir uns nichts vor: wer Böses vor hat, der macht das sowieso, ob mit oder ohne professionelle aktive Sterbehilfe!

Gruß Tobi


#7

Auch ich möchte selbst entscheiden dĂŒrfen, wann ich genug vom Leben habe und mich daraus verabschiede - stimme trkeisers also grundsĂ€tzlich zu. Nicht zuletzt aufgrund eines im vergangenen Jahr erlebten Falls, wĂŒrde ich sogar noch weiter gehen: Ich möchte nicht nur, wenn bei unheilbarer Krankheit der Rest meines Lebens nur noch Leiden oder unter Morphium DahindĂ€mmern bedeutet, sondern aus welchen GrĂŒnden auch immer selbst entscheiden dĂŒrfen, ob und wann ich sterbe. Unabdingbare Voraussetzung: Ich muss die Entscheidung im Vollbesitz meines Verstandes selbst getroffen haben. Eine diese Voraussetzung sicherstellende Ausgestaltung eines Gesetzes, das entsprechende Kontrollmechanismen beinhaltet, dĂŒrfte möglich sein. Allerdings sollte es dabei jedem Arzt ĂŒberlassen bleiben, ob er die gesetzlich zulĂ€ssige Sterbehilfe ausĂŒben will/kann bzw. sie abzulehnen, wenn sein Gewissen / sein Berufsethos es ihm nicht erlaubt.
So, nun dĂŒrft Ihr alle ĂŒber mich herfallen :wink: - möglichst aber nicht mit dem beliebten Argument Euthanasie.


#11

Volle Zustimmung zu diesen Punkten. SelbstverstĂ€ndlich bin auch fĂŒr eine LebensverlĂ€ngerung, solange das Leben lebenswert bleibt, also das Leiden sich in ertrĂ€glichen Grenzen hĂ€lt, aber auch und: ich noch leben möchte. Ich schrieb außerdem: solange ich bei klaren Verstand bin, denn solange das gegeben wĂ€re, wĂŒrde ich mir von niemendem etwas einreden lassen, sondern allein nach persönlichen Kriterien entscheiden.

Fasziniert hat mich der erwĂ€hnte Fall einer Patientin, die unter Morphin seit vielen Jahren ein lebenswertes Leben fĂŒhrt, da ich nicht wusste, dass dies möglich ist. In der eigenen Familie hatten wir zwei FĂ€lle, in denen die Patientinnen in einem Hospiz tatsĂ€chlich nur noch so dahindĂ€mmerten, dass sie meistens nicht einmal ihre Besucher erkannten. In einem Fall zog sich dies ĂŒber viele Wochen hin, und wahrscheinlich kann sich kaum jemand vorstellen, was dabei von einem Menschen ĂŒbrig bleibt. Ich wĂ€re sehr froh, wenn ich den Menschen, die mir am nĂ€chsten stehen, dieses Bild als letztes von mir ersparen könnte, denn man wird es nie mehr los, und es ĂŒberlagert die schönsten Fotos aus guten Zeiten, mit denen man es verdrĂ€ngen möchte.


#12

Meine Einstellung war schon immer vorhanden und beruhte auf der Überzeugung, dass jeder Mensch in eine auswegslose Situation geraten kann, ohne dass ich mir ausgemalt hĂ€tte, wie eine solche Situation aussehen könnte. Erst der erwĂ€hnte Fall hat mir das latente Gegenargument genommen (eigentlich bin ich nĂ€mlich Optimist und der geborene KĂ€mpfer :wink:), dass es immer einen Ausweg gibt.


#13

Spannendes Thema
!

FĂŒr mich ergibt die EinschĂ€tzung von Menschen mit mehr oder weniger ĂŒberzeugenden GrĂŒnden fĂŒr einen Sterbewunsch keinen Sinn.

Bei schwer kranken und / oder alten Menschen wird der Sterbewunsch als nachvollziehbar dargestellt. Hat aber ein junger gesunder Mensch nicht das gleiche Recht, zu sterben, wenn das sein (langfristiger eigener) Wunsch ist?

Wahrscheinlich befindet sich heutzutage dieser junge (körperlich) gesunde Mensch in psychischer Behandlung, Diagnose schwere Depression oder Ă€hnliches. Wird er dann als “nicht entscheidungskrĂ€ftig” eingestuft?

Da die Erde von uns Menschen völlig ĂŒberbevölkert ist, sollte die Gesellschaft doch Respekt vor jedem haben, der freiwillig frĂŒher gehen möchte, und ihm auf diesem Weg helfen! :earth_africa::slightly_smiling_face:


#15

Nein, ich meine das leider ernst. Global und wissenschaftlich betrachtet sind wir zu viele. Niemand soll entscheiden, wer sterben soll und wer nicht, versteh das bitte nicht falsch, @uwe.trulson (Deine Reaktion hat mich sehr ĂŒberrascht).

Wenn jedoch jemand (vorzeitig) sterben möchte,dann wird das Problem der Überbevölkerung natĂŒrlich nicht davon gelöst, ĂŒber ein Jahrhundert global betrachtet wĂŒrde es allerdings etwas ausmachen.
Das ist lediglich der Gedanke, dass die Pflegekosten von schwerkranken Menschen mit Sterbewunsch wegfallen wĂŒrden, in einer grĂ¶ĂŸeren Dimension (Vielleicht denke ich da zu langfristig und international).
Hoffe, das geklÀrt zu haben
?


#16

@Shannon: Die aktive Sterbehilfe mit dem Bevölkerungswachstum zu begrĂŒnden, halte ich aus ethischer Perspektive fĂŒr höchst fragwĂŒrdig. Dass es aus wissenschaftlicher Perspektive zu viele Menschen gĂ€be, entspricht nicht der Wahrheit und dies ist keineswegs auch nur annĂ€hernd Konsens im wissenschaftlichen Diskurs.

Entscheidend ist nicht allein die Anzahl der auf der Erde lebenden Menschen, sondern deren Verbrauch von Ressourcen pro Person. Hierzu ist festzuhalten, dass es durchaus möglich ist, weitaus mehr als die derzeitigen rund 7,5 Milliarden Menschen zu ernĂ€hren, wenn die notwendigen Ressourcen gerechter verteilt wĂŒrden.


#17

Ok, ich merke, dass dieses (eine) Argument (von vielen) pro Sterbehilfe anscheinend nicht geteilt wird. Von mir aus könnten entsprechend diese BeitrĂ€ge entfernt werden
? FĂŒr schnelleres Durchlesen?

Damit dann lieber ĂŒber die viel wichtigerere Frage diskutiert werden kann, wer das Recht auf Sterben bekommen soll!


#18

Definitiv! Die Wiedererlangung der EntscheidungsfĂ€higkeit wĂŒrde eine erfolgreiche Therapie der psychischen Erkrankung und die Beseitigung der Ursachen (RĂŒckfallgefahr!) voraussetzen. Jeder suizidgefĂ€hrdete Patienten behandelnde Psychiater/Psychologe kennt die FĂ€lle von Patienten, die, wenn das geschafft ist, dankbar sind, dass ihnen ihr Suizidwunsch verweigert wurde.

Die BefĂŒrwortung des Freitods als Mittel gegen die Überbevölkerung ist schon deshalb abwegig, weil die Zahlen kaum ins Gewicht fallen wĂŒrden. Entscheidend jedoch ist, dass sie sich allein unter ethischen Gescihtspunkten verbietet.


#19

Das Thema Sterbehilfe ist ein sehr komplexes und sehr brisantes Thema - ich tue mich als Laie schwer, Stellung zu beziehen. Die Gesetzeslage ist schwer ĂŒberschaubar, oftmals widersprĂŒchlich und birgt viele Fallstricke, augenscheinlich , um uns Patienten vor missbrĂ€uchlicher profitorientierter Sterbehilfe zu schĂŒtzen.
Ich möchte hier gerne einen link teilen, der erst einmal die Begriffsvielfalt in diesem Bereich klĂ€rt, die alleine schon zu einiger Verwirrung fĂŒhrt, der darĂŒberhinaus aber, da ein Kommentar, klar Stellung bezieht und dieser Einstellung schließe ich mich im Großen und Ganzen an. Nur kann es ein Richter besser formulieren als ich ;-). Vielleicht können wir auf dieser Basis die Initiative treffender formulieren?


#21

Ein sehr schöner Artikel, den Du da verlinkt hast. Er fĂŒhrt genau das alles auf, was war, was ist und was sein könnte. Er wird auch dem Thema dieser Initiative gerecht und ich möchte hier noch mal etwas daraus einfĂŒhren, was bis dato hier gar nicht diskutiert wurde: der Deutsche Bundestag hat gegen die Interessen des Deutschen Volkes seine Entscheidung zum Thema Sterbehilfe durchgesetzt. Hallo, wir sind hier in einer Demokratie! Sowas darf man nicht dulden! Über 80% der Deutschen Bevölkerung will aktive Sterbehilfe! Deshalb fordere ich JEDEN unter Euch auf, der zu dieser mehr als 2/3 Mehrheit gehört, sich hier einzuklinken und unsere Initiative zu unterstĂŒtzen!


#22

Kann man so sehen. Jedes Beispiel - ob pro oder contra - ist jedoch ein Teil des Ganzen. Nur mal ein anderes Beispiel: Von Change wurde eine Petition zum ALS Medikament Masitinib verbreitet. Es ist echt hirnrissig. Da sollen sich die betroffenen Patienten in Geduld fassen, bis dieses Mittel ausreichend erprobt ist. Das werden wohl nur noch die aktuell noch nicht Erkrankten erleben. Heilen verboten - verrecken erlaubt.

Andererseits wird die Chemo mit ihren bescheidenen Erfolgen und schwerwiegenden Nebenwirkungen als “bewĂ€hrte” Therapie bezeichnet. Ein gewisses Risiko ist stets dabei. wie z.B. bei meiner Schwiegermutter. Einige Tage nach gelungener Blinddarm-OP verstarb sie. Kommt vor.

Und ob gegen so manche Krankheiten >>noch immer “kein Kraut gewachsen” ist<< (trkeisers), wer weiß das tatsĂ€chlich so genau?


#23

Hier mal zur KlÀrung der aktuellen Lage ein Artikel der Frankfurter Rundschau:


#24

Ich habe heute die Initiative auf der Abstimmungsplattform eingerichtet. Wen darf ich als UnterstĂŒtzer einladen?

@cfo & @Alexandra : habe Euch beide hinzugefĂŒgt, jetzt bitte nur noch bestĂ€tigen! Vielen Dank fĂŒr Eure UnterstĂŒtzung!


#25

Toller Text auf der Seite der Initiative!
WĂŒrde gerne UnterstĂŒtzerin sein, kannst du mich bitte einladen @trkeisers?


#26

Vielen lieben Dank! Habe Dich eingetragen. Zuerst fĂ€lschlicher Weise als Initiatorin. Dann als UnterstĂŒtzerin.

Stelle gerade fest, dass ich ja auch Initiatoren brauche. Also wer mag?!


#27

Hallo @trkeisers,
ich wĂŒrde die Initiative als Mitinitiatorin unterstĂŒtzen, allerdings ohne folgenden Punkt:
Weil es unheilbar Sterbewillige nicht zu grausamen Brachial-Selbsttötungen, bei denen auch andere Menschen zu Schaden kommen können (“Mit dem Auto in den Gegenverkehr rasen”, “Vom Hochhaus auf die Straße springen” 
) bzw. bei denen im schlimmsten Falle (“Flugzeug abstĂŒrzen lassen”) auch Hunderte unschuldiger Menschen mit in den Tod gerissen werden können, zwingt.
Ich finde ihn zu strittig, provokativ und die Problematik wird mMn mit den anderen Punkten schon ausreichend abgedeckt.Wenn du damit einverstanden bist, bin ich gerne dabei. LG