Organspende per Gesetz für alle

Und daher brauchen wir ein zentrales Spenderregister. Jeder Mensch soll klar bestimmen dürfen, was passieren soll.

Was sollte drin stehen?

  • Organspende ja / teilweise / nein / Person (identisch zum Organspendeausweis)
  • Spende an alle / nur vor ihrer Erkrankung als Spender*innen registrierte
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So sollst du auch entscheiden dürfen. Und ich möchte anders entscheiden. Daher finde ich, dass jede*r selbst die Wahl haben sollte. Primär geht es mir um die Erhöhung der Spendebereitschaft, da diese meiner Meinung nach wichtig ist.

Und siehe oben ist mein Vorschlag geeignet

lässt aber jedem selbst die Wahl. Also wo ist das Problem dabei?

Den anschließenden Text des Experten solltest du aber auch zitieren, damit es in der Diskussion Sinn ergibt:

Und obwohl ich dieses Trittbrettfahrerverhalten – Transplantate annehmen, aber selbst nicht gewillt sein zu spenden – verurteile, hielte ich es für falsch, wenn Sie deshalb nun auch nicht mehr bereit wären, Organe zu spenden. Mehr noch: Zu sagen, bevor meine Organe jemand bekommt, der selbst nicht spenden will, soll sie niemand bekommen, halte ich für inhuman. Das würde bedeuten, ein Prinzip über den Menschen zu stellen, die eigene Vorstellung von Gerechtigkeit und Vergeltung höher zu bewerten als das Überleben anderer. Noch dazu handelt es sich dabei um eine archaische Auge-um-Auge-Zahn-um-Zahn-Gerechtigkeit. Und Sie dürfen nicht vergessen, dass dann auch diejenigen keine Chance bekommen, durch eines Ihrer Organe gerettet zu werden, die auch selbst bereit zur Spende sind.

Den Ausschluss der Trittbrettfahrer über all diese Aspekte zu stellen, hat mir zu viel von Bestrafung und Vergeltung um jeden Preis. Ich halte das Gebot, anderen zu helfen, hier für eindeutig vorrangig.

Dr. Dr. Rainer Erlinger (http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/45340/Organspenden-nur-fuer-Organspender)

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Den Rest vom Artikel des Herrn "Moralexperten Dr. Dr. Rainer Erlinger " hab ich nicht zitiert, da er aus meiner Sicht sinnfrei, überzogen und irrelevant ist.

Begründung:

Wäre nur der Fall, wenn die Warteliste nur aus Nichtspendern bestünde. Da die Warteliste lang genug ist, halte ich diesen Schluss für nicht angebracht.

geht hier entschieden zu weit. Mir geht es nur darum, die Menschen dazu zu motivieren, sich lieber rechtzeitig als

Warum irrelevant? Der Nutzen ist da, das gibt er zu.

Und da es meine Organe sind, darf ich das bestimmen, auch wenn der Herr Moralexperte das falsch findet.

@Franziska, das ist die beste Begründung für die Einführung der Widerspruchsregelung:

Das finde ich auch:

Trotzdem fordere ich das Recht ein, über meinen Körper selbst zu bestimmen. Und zum Zeitpunkt, in dem ein*e Empfänger*in gesucht wird, bin ich ja noch lebendig. Also mein Hirn nicht mehr, aber ich irgendwie schon noch. Das haben wir ja schon geklärt. Daher sollte mein Wunsch bindend sein.

Mal umgekehrt gedacht: Mir das zu verbieten, wäre doch ebenfalls unethisch. Somit liegt ein Dilemma vor und der Eigentümer der Nieren darf entscheiden.

Nun, ob es das ist, entscheidest in einer Diskussion ja nicht nur du. Man sollte anderen auch die Möglichkeit geben, sich ein Meinungsbild zu machen.

Mit ja oder nein zum Spenden, hast du genau diese Möglichkeit.
Und entgegen der Möglichkeit „Spendenwünsche“ ist sie eindeutig und unmissverständlich. Der Vorschlag würde noch mehr Bürokratie und somit Zeit kosten, in einem System, bei dem Zeit nun mal kostbar ist.

Das wollte ich nicht verhindern. Du hast ja den kompletten Artikel verlinkt und alle können sich ein komplettes Bild machen. Ich habe lediglich nur den Teil zitiert, auf den es mir ankommt. Und ich habe gerade dargelegt, dass ich damit kein falsches Bild erzeugt habe. Die Aussage, dass die von mir vorgeschlagene Praxis die Spendebereitschaft erhöhen würde, wird durch das folgende - aus meiner Sicht - Moralgeschwurbel - nicht eingeschränkt.

Mehr Bürokratie ist ohnehin erforderlich, um das Vertrauen zu stärken. Und siehe Spanien, wo es noch mehr Bürokratie gibt, stellt das kein Problem dar.

Jetzt zu meiner Frage: Wäre es nicht unethisch, mir diese Wahl zu nehmen?

Das, was @anon40304920 geschrieben hat, bestätigt den Ansatz Jeder ist Spender, es sei denn sie/er wiederspricht nochmal vehement.

Die Diskussion, ob man nur an Menschen spenden will die vor der Erkrankung auch Spender/in waren, erübrigt sich m.M. nach. Abgesehen von der ethischen Frage halte ich es in der Kürze des Zeitfensters für undurchführbar.

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