Open Source – freie Software für deutsche Verwaltungen

Aufruf: Wir suchen Mitstreiter/innen, Experten/innen, Prüfer/innen.
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag / persönliche Nachricht / Brieftaube
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja
Eine Initiative von: @Ubuntu , @yanni , @toobi
Bearbeitungsstatus: Entwurf
Redaktionsschluss: offen, da Dringlichkeit gering.

Problembeschreibung:
Restriktive Softwarelizenzen verhindern, dass Behörden die volle Kontrolle über unsere digitale Infrastruktur haben.
Quellcode von unfreier Software gilt als Geschäftsgeheimnis, was die Verbesserung und Weiterverwendung verhindert sowie eine Abhängigkeit zu Software-Herstelllern erzeugt.

Öffentliche Verwaltungen haben häufig Schwierigkeiten den Quellcode untereinander weiterzugeben, obwohl dieser komplett durch sie finanziert wurde.

Sensible Bürgerdaten sind einem unnötigen erhöhten Risiko ausgesetzt, wenn keine Möglichkeit besteht durch unabhängige Dritte Sicherheitslücken zu finden.

Forderungen
Wir wollen dass mit öffentlichen Geldern für öffentliche Verwaltungen entwickelte Software unter einer Freie-Software- und Open-Source Lizenz veröffentlicht wird.

Öffentlichen Verwaltungen, Unternehmen und Individuen soll es erlaubt sein, öffentlich finanzierte Software frei zu verwenden, zu verstehen, zu verteilen und zu verbessern. Dies schützt öffentliche Verwaltungen davor, an die Dienstleistungen einzelner Hersteller gebunden zu sein, und stellt sicher, dass Hintertüren und Sicherheitslücken unabhängig von einem einzigen Dienstleister geschlossen werden können.

Unterstützung dieses Offenen Briefes.

Quellen
Schaut euch am besten zum Einstieg das Video (kurze 3:47 Min.) hier an: https://publiccode.eu/de
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kampagne-Public-Code-Software-fuer-die-Verwaltung-soll-frei-sein-3830705.html
https://digitalegesellschaft.de/2017/09/pmpc-kampagne/

Aktuell, wie viel unterschiedliche Software zur Stimmen-Auswertung bei der Bundestagswahl zum Einsatz kommt (in der interaktiven Grafiik die Bundesländer anklicken): http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/public-code-aktivisten-fordern-freie-software-vom-staat-a-1167416.html

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Ja, klar, das ist praktisch Grundlage der Idee:

Eine Authentifizierung für den Zugriff (nur lesen!) sehe ich da eher im Widerspruch zu Open Source und da digitales eh praktisch in freier Wildbahn ist sobald einer es hat, ginge das auch kaum.

Beim Mitwirken am Code kann man über so etwas nachdenken, auch hier das Prinzip, dass viele Augen böswilliges/schlechtes entdecken.


Sehe keinen Widerspruch zu Open Source. Die Dienstleistung kann man sich ja bezahlen lassen, man hat nur eben kein Monopol/Lizenzrechte.

Muss besser werden? Ist sicher ein wichtiger Punkt, aber das betrifft weniger die Spezialanfertigungen für Behörden.

Geld ist immer ein Faktor, aber hier geht es um mehr, das wären selbst höhere Kosten gerechtfertigt.

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Das ist der Gedanke von Open Source, wir profitieren alle.
Wenn diese ausländischen Behörden oder Unternehmen dann unsere Software weiterentwickeln, können wir deren Arbeit weiternutzen :slight_smile:

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CCC o. DeLuG wissen bestimmt Rat.
SuseLinux als ‚der‘ heimischer DistroAnbieter auch.

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Jo! Bei aller Liebe zu Open-Source-Idee, muss man feststellen das d. Linuxe, Tuxe, Gnome etc sich eher - für unbedarfte User - als Festivall der Eitelkeiten darstellen, denn als ´solide Grundlage´.
Die jeweiligen ´Distros´ kochen ideenreich (!) - aber idealistisch im Konkurenz - eine unübersichtliche Fülle an… Verwirrung.

OK. Das aus der Perspektive eines I-nix-verstehen-Users. Natürlich würde mich jeder DELUG-Mitglied in einer Minute platt-argumentieren.

Aber… Die Idee: Dem Gemeinwohl (Bande Ignoranten) etwas vertrautes, wie X-Os (just fanny people) o. MS (möchtegern-PC-Versteher) über eine konsistente Plattform zu bieten, wäre so schön…

So schön, wie der Traum von einer besserer Welt.

Kannst du erläutern wieso du da eine „Unabhängigkeit“ siehst? Was ist den die Intention, wenn nicht die genannten Vorteile?

Das Rad muss nicht ständig neu erfunden werden und der Aufwand/Detailgrad einer Ausarbeitung muss zum momentanen Nutzen abgewogen werden. Das Kundtun der politischen Intention ist zunächst vorrangig. Deine Mitarbeit ist natürlich willkommen.

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Meine Anmerkung dazu: Groß/ganzheitlich zu denken finde ich meistens nützlich, nur schlage ich vor Initiativen in kompakte, leichter umsetzbare Aspekte von großen Themen aufzuteilen und einzeln einzubringen. Alles hängt irgendwie zusammen, die Kunst ist die richtigen Grenzen zu setzen. Habe hier bei einigen Initiativen erlebt das man vom Hundertsten ins Tausendste gekommen ist.

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Prinzipiell, ja. Wer die Software entwickelt sehe ich nicht als Teil dieser initiative. Als Folge werden sicher „staatseigne Entwicklerteams“ für viele Aufgaben, wie auch die „Cyber-Einheiten“ in der digitalen Kriegsführung, benötig. Irgendwer muss das natürlich auf staatlicher Seite auch koordinieren, wär schon gut, wenn dort Sachkenntnis vorhanden ist, anstatt nur auf externe Berater zu vertrauen.

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unter den vorherrschenden politischen Prämissen… Ja.

Die INI:
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/netze-in-buergerhand/266

wäre aber zB. Beweis dafür, dass die Rolle der ´öffentlichen Hand´ wieder - wie ursprünglich es schon mal war - eine ´verantwortungsvollere´ sein könnte.
Das Drama begann doch gerade damit, dass man genuin ´öffentliche Aufgaben´ (Infrastruktur) outgesorced hat - sprich an priv. Investoren verramscht hat.

NASA zB. ist eine (semi-) nationale Agentur gewesen, keine apriori private, wie X-Space, und hat gewaltiges geleistet.

das nennt man ´funktionale Ausschreibung´. Aber man muss schon wissen (evaluieren) was man braucht.

völlig recht. Insbesondere letzteres.

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Ja, sorry, das Thema scheint nicht besonders viele Menschen zu interessieren und ich kann keine Initiative einreichen. Wenn jemand übernehmen mag, arbeite ich mit, ansonsten beerdigen wir es bis wir die Regierung stellen.

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Hallo @yanni
Hallo @anon13014428
Hallo Alle
Ich wußte bis gestern nichts von dieser Bundesinitiative und habe das Thema: „Open Source Software in den hessischen Verwaltungen“ als Thema für den Forderungskatalog von DiB- Hessen ins Wahlprogramm aufgenommen. Unser Wahlprogramm wird noch bis zum 27.12.2017 abgestimmt. Die Abstimmung läuft auf der offenen Hessen Seite.
Ich habe 2013 im Rahmen der Vorbereitungen für die LTW und das Programm der PIRATENPARTEI in Hessen dieses Projekt Hessenweit vorangetrieben.
Die Abstimmung zum Hessenprogram läuft in einem anderen Thread als die Diskussion.

Wenn das Thema bei uns in Hessen in die Endauswahl kommt, werde ich es auch vorbereiten.

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Hallo Ellen, danke für die Erinnerung
Ja, wir haben es im Rahmen des Hessen-Wahlprogrammes Wahlprogrammes besprochen, es ist aber nicht in die Endauswahl gekommen.Eigentlich finde ich es schade, dass Projekt niederzulegen.

Deshalb Frage ich nochmal: Wollen wir „Open Source Software in die Verwaltungen der Städte“ als Initiative entwerfen?

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Wäre eigentlich sehr sinnvoll. Mexico und einige andere sind da weiter.
Das war zunächst eine Frage der Kosten. Aber arbeiten mit offenem QuellCode oder Abhängigkeit von Konzernen ist auch eine wirtschaftspolitische Prämisse.
Gemeinnutz vs. Konzerninteressen.
Open Source vs. Krieg der Patente.