Neue Petition: Sofort alles schließen wegen Corona!

Liebe*r Leser*in,

es wird Zeit, dass Deutschland alles dicht macht wegen Corona. Bitte unterstütze meine Petition:

Herzlichen Dank!
Tobi

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Bitte die Relation beachten:

Wie viele Menschen in Deutschland sterben jährlich an Influenza?

Das höchste Risiko für schwere Verläufe und Todesfälle haben ältere Menschen. Die Zahl der Todesfälle kann bei den einzelnen Grippewellen stark schwanken, von mehreren hundert bis über 20.000.

Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html

Bezüglich der Anzahl der Toten mit Corona-Infektion ist dieser Text auch aufschlussreich:

In BaWü gibt es momentan einen Toten auf etwa 450 Infizierte. In dem ‚kleineren‘ Rheinland-Pfalz gibt es 9 Tote durch Influenza bei über 7000 Infizierten.

Auch wenn die Sterblichkeitsrate bei Corona höher ist, so werden nach derzeitigem Stand vermutlich mehr an Influenza sterben als an Corona.

Könnte es sein, dass gerade viel zu viel unternommen wird?

Weitere interessante Infos findet ihr hier:

https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/dib-und-das-coronavirus-gibt-es-etwas-was-wir-wissen-sollten/33805

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Ein kompletter Shutdown ist das Dümmste, dass man machen kann.

Ja, ein Shutdown reduziert die Verbreitung in kurzer Zeit sehr schnell. Er unterbricht aber auch die Versorgung mit wichtigen Gütern.

Langfristig verzögert ein Shutdown die Immunisierung der Herde erheblich. Das ist der entscheidend Grund warum ein Shutdown das Dümmste ist, dass man tun kann.

Der komplette Shutdown ist eine ultima ratio Maßnahme, wenn die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu schnell wird und damit die notwendige Versorgung der Patienten zur Steigerung der Überlebenschancen gefährdet ist.

Edit: Warum ist der langfristige Herdenimunisierung schnellst möglich zu erreichen? Weil es die derzeit effizienteste Effekt ist Risikogruppen (Alte und Vorerkrankte) besser zu schützen.

Edit2:

(Quelle: nachfolgender Post)

Exakt und genau, dass ist der Grund warum ein kompletter Shutdown gem. deiner Definition zurzeit in Deutschland noch nicht sinnvoll ist.

Ich setzte mal als allgemein Bekannt voraus die Studien Ende der 90iger, Anfang der 2000’er über die Immunisierung von Kindern in „dreckigen“ und fast klinisch reinen Haushalten. Ergebnis: Die totalitäre Verhinderung von Infektionen verhindert eine lebenslanges starkes Immunsystem.

Nichts anderes ist der komplette Shutdown und die Wahrscheinlichkeit, dass das zurzeit (stand heute 13.3.2020) nicht sinvoll ist, schätzt man derzeit sehr hoch ein. Nur damit Tritt man nicht an die Öffentlichkeit aus Angst vor Panikaktionismus.

Letztendlich geht es um die Abwägung von zwei Zielen: „schnellst möglicher Herdenschutz“ gegen „Sicherstellung der Versorgung von Patienten, bestimmte durch die Ausbreitungsgeschwindigkeit“

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Eine Beschleunigung der Infektion war noch nie sinnvoll! (Mir ist kein nutzvoller Fall bekannt.)

Ja richtig, es werden sich Menschen der Risikogruppe anstecken und es werden auch einige davon Sterben bis zur Erreichung der Herdenimmunität, trotz med. Versorgung nach besten Wissen und Gewissen.

Es war noch nie leicht die menschliche Sterblichkeit zu akzeptieren und so wie sie ist anzunehmen, wenn es gilt einen grösseren Nutzen zu erzielen. Wir sind soziale Wesen und daher ist es für uns empathisch absolut unerträglich Menschen auch nur gedanklich zu verlieren.

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So hart es klingt: Anstecken werden wir uns wohl alle irgendwann. Es geht nur darum das so zu verlangsamen, dass die Kapazitäten des Gesundheitssystem das mitmachen.

Schulschließungen etc. können da durchaus sinnvoll sein, allerdings muss dann auch Betreuung der Kinder von Pflegekräften und Ärzt*innen sichergestellt sein, sonst hilft das dem Gesundheitssystem auch nicht wirklich. Und der Ausfall von Arbeitskraft ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen.

Das muss gut überlegt sein und ich maße mir nicht an, da abwägen zu können, was nun richtig ist. Stattdessen veweise ich hier mal auf den Podcasts eines Virologen, der ein paar interessante Dinge gegeneinander abwägt: https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

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Frau Merkel geht bereits noch weiter, als von Dir gefordert. Sie empfiehlt sogar, soweit wie möglich soziale Kontakte einzuschränken. - Soweit es mich betrifft, fallen wir kaum welche ein, auf die ich - und damit die, zu denen sie bestehen - schadlos verzichten könnte(n).

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Liebe Tina,

schau Dir doch nur mal den Flickenteppich an, den wir gerade aktuell haben, was die Schulschließungen angeht. 8 von 16 Bundesländern haben sich dazu entschieden, der Rest - darunter auch NRW, das deutsche Epizentrum - aber noch immer nicht. Dagegen richtet sich meine Petition auch!

Liebe Grüße!
Tobi

Deine Petition richtet sich an Frau Merkel. Daran kann sie jedoch nichts ändern, denn die Entscheidüngen sind in unserer Republik Ländersache.

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Besondere Situationen bedürfen besonderer Maßnahmen. Sie konnte ja auch in Sachen Thüringen.

Ich bin gegen blinden Aktionismus. Dieser Virus wird sich verbreiten, dagegen kann man wenig tun, ausser die Hygieneregeln einhalten.

Auch das Schließen von Grundschulen.und Kitas halte ich nicht für sinnvoll, denn wer soll sich um die Kinder kümmern, wenn die Eltern arbeiten müssen?

Wenn das die Großeltern übernehmen, geht es in die falsche Richtung. Diese Gruppe sollte doch gerade geschützt werden.

Dann werden die Kinder notwendigerweise wieder in Betreuungsgruppen zusammengefasst, damit würde nichts gewonnen.

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Diese Forderung wird mittlerweile weitgehend umgesetzt. Allerdings hatte auch unser Brandenburger MP Dietmar Woidke dazu geäußert, dass lebensnotwendige Bereiche (Medizin, Grundversorgung u. a.) dadurch nicht beeinträchtigt werden sollten. BTW: Auch Klemm & Lange lassen sich durch Corona nicht beeindrucken.

Wäre es nicht interessant Folgendes auf Sozial Media zu posten @Redaktion:

DEMOKRATIE IN BEWEGUNG plädiert für eine überregionale/internationale Abstimmung zur Eindämmung der Infektionsraten des Coronavirus!
Schluss mit nationalen Alleingängen.

?

Es drängt sich jedoch mit Blick auf nationale Maßnahmen wie:
„Wir lassen die oder die Nation nicht einreisen/fliegen.“
der Eindruck auf, dass dieser politische Aktionismus zu extremen Verboten führt, die die internationale Zusammenarbeit eher behindern.

Nein, sie finden statt.
Weil wir dort informieren.
Und wir begrenzen die Teilnehmerzahl, so sie im realen Leben stattfinden. :wink:

Hör dir bitte Nr. 12 und 13 von NDR Info an, dann wird vielleicht klarer, warum bundesweite Aktionen nicht unbedingt sinnvoller sind als regionale.

Es würde die Kosten auch erheblich senken und dennoch viel bringen.

EDIT: ich bin hier im ‚falschen Thread‘, daher hier noch der hilfreiche Hinweis, was ich mit NDR Info Nr. 12 + 13 meine:
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/dib-und-das-coronavirus-gibt-es-etwas-was-wir-wissen-sollten/33805/78

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Könntest Du den Text kopieren und hier einstellen?
da er ein Bezahl-Text ist;
ich würde ihn sehr gern lesen;
Dank und Gruss!

Edit:
hat sich erledigt, s.u.:wink:

Ich kann den Text ohne Bezahlschranke lesen.

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:slightly_smiling_face:
stimmt, jetzt gehts …
hier nun dennoch mal kopiert :wink:

Quelle taz, siehe Link oben:
"Erinnert sich noch jemand an Greta Thunbergs Botschaft angesichts des drohenden Klimakollaps vor gut einem Jahr? „I want you to panic!“. Seitdem hat sich viel getan: Das Thema Klimawandel ist endgültig im Mainstream angekommen, Regierungen haben erste, bei weitem nicht ausreichende, ökologische Reformen beschlossen, man spricht von einer neuen Politisierung der Jugend. Doch die Panik ist ausgeblieben – zu schleichend ist die Katastrophe planetaren Ausmaßes, die zwar aus geologischer und evolutionsbiologischer Perspektive viel zu schnell passiert, aus menschlicher allerdings zu langsam, um wirklich zu drastischem oder gar panischem Handeln zu führen.

Covid-19 löst ganz andere Reaktionen aus: In schier unmöglich gedachter Geschwindigkeit werden Reiseverbote erlassen, Grenzen, Universitäten, Schulen geschlossen, das öffentliche Leben beschnitten und die internationalen Produktionsketten unterbrochen. Flüge werden gestrichen, Fabriken heruntergefahren: Der globale CO2-Ausstoß ging in den letzten Wochen stark zurück – und das auch aufgrund einer Panik, die eigentlich nicht auf dem ökologischen Problem fußt. Abseits von virologischen Kalkülen, gesundheitspolitischen Rationalitäten und Clickbait-Panik sollte auch die Frage gestellt werden, inwieweit sich hier nicht auch gerade ein Bedürfnis nach Panik in unseren ökologisch katastrophalen Lebensweisen äußert.

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Gleich vorweg: Die Bedrohung des neuartigen Covid-19-Virus ist real, dies kann niemand abstreiten. Mit einer Inkubationszeit von zwei Wochen bei gleichzeitig hoher Infektionsrate ist der neuartige Coronavirenstamm ein virologischer Albtraum, dessen Ausbreitung kaum zu stoppen ist. Aktuelle Schätzungen besagen, dass vielleicht bis zu 40 bis 70 Prozent der Weltbevölkerung von dieser „globalen Pandemie“ (so nun die offizielle Einstufung der WHO) letzten Endes infiziert sein werden.

Dennoch ist Panik, wie sie sich in Hamsterkäufen, Liveticker-Updates zur Zahl der Infizierten und übereilten wie teils auch ineffektiven Quarantäneerlassen äußert, fehl am Platz. In der panischen Affektlage des momentanen Diskurses heizen die Katastrophenszenarien die gesellschaftliche Stimmung in einer Weise auf, dass fast alle Maßnahmen unkritisch akzeptiert (und teils sogar eingefordert) werden.

Doch hört man auf nüchtern gebliebene Stimmen wie etwa jene des Infektiologen Pietro Vernazza, ist die Mortalitätsrate, bei Berücksichtigung der hohen Dunkelziffer der Infizierten ohne Ausbruch von Symptomen, wahrscheinlich weit unter den derzeit veranschlagten ein Prozent. Erinnern wir uns: Vor gut einer Woche war noch die Rede von zwei Prozent.

Die Bevölkerung wird sich höchstwahrscheinlich langsam immunisieren und auch Impfstoffe werden vermutlich schon in diesem Monat an Proband_Innen getestet. Es wird zu einer tragischen Anzahl an Toten kommen, aber ob diese die Zahl von Opfern häuslicher Gewalt, ökologischer Schäden, Verkehrsunfällen oder schlichtweg anderer Viren weltweit in selber Zeit übersteigt, bleibt mehr als fraglich.

Manchmal scheint man fast eine Art romantische Erleichterung gegenüber all den Absagen, Flugsperren und Produktionsstopps zu verspüren. Es scheint ja nun plötzlich doch irgendwie möglich zu sein.

Es gibt sogar bereits – zugegebenermaßen etwas an den Haaren herbeigezogene – Gegenrechnungen, die besagen, dass aufgrund des Coronavirus und der ökologisch positiven Auswirkungen der Beschränkungsmaßnahmen weniger Leute sterben werden, als wenn es den Virus nicht gegeben hätte.

Wie kann es also zu dieser vielfach panischen Reaktion angesichts des Coronavirus kommen? Die Philosophin Isabelle Stengers bezeichnet die emotionale Grundhaltung unserer sich der ökologischen Katastrophe bewusst werdenden Gesellschaften als „kalte Panik“. Wir – die in Flugzeugen fliegen, reichen Konsumgesellschaften angehören und von globalen ökonomischen Ungleichheiten profitieren – wissen um unsere Komplizenschaft an der schleichenden Öko-Katastrophe, die uns nicht nur überrollen wird, sondern mit der wir alle mitrollen. Es ist die Normalität des zu großen ökologischen Fußabdrucks, die die Katastrophe ist. Doch vor dem, was normal ist, kann man schwerlich in Panik geraten.

Symptomatisch für diesen Zustand der „kalten Panik“ gibt es offensichtlich eine große Sehnsucht und mediale Nachfrage nach Katastrophen. Doch die eigentlich diesen fragilen Zustand bewirkende Katastrophe ist zu diffus und zu komplex, um als Objekt der Panik herzuhalten. In diesem hypernervösen Zustand stürzen wir uns gierig auf alle möglichen anderen potenziellen Panikquellen: Neben den einfach zu aktivierenden rassistischen Motiven einer „Flüchtlingskrise“ eignet sich das Virus besonders gut – und spielt teilweise sogar dieselben Register eines „Eindringlings von außen“, gegen den man sich abschotten muss.

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Warum aber ist dann die Panik gegenüber Corona höher, als dies bei SARS oder der Schweinegrippe der Fall war? Neben dem virologisch anderen Charakter des Covid-19-Virus mag ein Erklärungselement auch der titelgebende Slogan Thunbergs sein: Das Bewusstsein über den ökologisch katastrophalen Zustand unseres Planeten ist seit der neuen Umweltbewegung stark gestiegen – und mit ihr die „kalte Panik“.

Könnte es sein, dass die heftigen Reaktionen auf das Coronavirus auch aus einem Bedürfnis entspringen, die katastrophale Normalität zu suspendieren? Manchmal scheint man fast eine Art romantische Erleichterung gegenüber all den Absagen, Flugsperren und Produktionsstopps zu verspüren. Es scheint ja nun plötzlich doch irgendwie möglich zu sein, unser katastrophales business as usual zu ändern. Wenn schon nicht durch Fridays for Future, so halt mit Covid-19.

Doch muss man aufpassen, die beiden Probleme nicht zu vermischen. Ein Virus bedarf anderer Maßnahmen als die ökologische Katastrophe. Ziel der staatlichen Maßnahmen ist es, die Ausbreitung der Pandemie so zu verlangsamen, dass es nicht zu einer Überlastung oder gar einem Zusammenbruch der Gesundheitssysteme kommt. Flatten the curve – so der Slogan, der sich viraler als das Virus ausgebreitet hat.

Die neuen alten Führergestalten der Politik inszenieren sich als messianische Beschützer in einem rigorosen Überwachungsstaat.

Eine zu panische Reaktion hingegen übersieht die Gefahren der massiven Eingriffe ins öffentliche Leben, die zurzeit von der allergrößten Mehrheit kritiklos hingenommen werden. So steigt etwa die Zahl der Opfer von häuslicher Gewalt bei Quarantäne stark an, auch die soziale Verrohung in den Supermarktschlangen und das Aufflammen von zwischenmenschlichem Misstrauen und rassistischen Stereotypen (gegenüber ItalienerInnen und AsiatInnen) sind eine reale Bedrohung. Und bei zu exzessiven Hamsterkäufen könnte die Versorgung nicht aufgrund des Virus, sondern aufgrund der falsch ausgelebten Panik zusammenbrechen.

Spielt die „kalte Panik“ unserer ökologisch prekären Situation zu sehr in die gegenwärtige Corona-Krise, laufen wir Gefahr, in ein dystopisches Szenario zu rutschen: Dann werden alle Kulturveranstaltungen und Lehrinstitutionen geschlossen, das öffentliche Leben beschnitten, und die neuen alten Führergestalten der Politik inszenieren sich als messianische Beschützer in einem rigorosen Überwachungsstaat, während andere drängende Probleme wie die Lage von Geflüchteten in Griechenland, die Notwendigkeit eines ökologischen Wandels oder auch nur der vernünftige Umgang mit einer Pandemie unter den Tisch fallen.

Die moderne Gesellschaft wird mit Covid-19 – wie schon mit der Schweinegrippe oder SARS – aller Wahrscheinlichkeit nach einen Umgang finden. In puncto ökologische Katastrophe steuern wir aber weiterhin ungebremst auf den Kollaps zu. Hierbei können wir sogar von Corona lernen: Es ist möglich, Flüge zu verbieten, Produktionen runterzufahren und andere drastische Verbote auszusprechen. Doch die Panik an falschen Orten ist gefährlich."

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Hmmm … Wenn nicht der Titel des Threads bzw. dessen Aufhänger ein Ausdruck von Panik ist, dann weiß ich es nicht. Um so erfreulicher, dass der Diskussionsverkauf des Threads selber (überwiegend) pragmatisch und an Fakten orientiert daherkommt. So wünsche ich mir mein DiB!

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Ich weiß, es ist OT, aber ich kann gerade nicht anders:

War da nicht so was wie DiB gehört keiner*m? :wink:

Zum eigentlichen Thema:

Ich denke, wir alle (Europäer) oder auch Weltbürger sollten gelassen bleiben, Panik ist ein schlechter Ratgeber.

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