(Neue) E-Scooter-Regelungen

Aufruf: Ich suche Mitstreiter*innen? Expert*innen? Prüfer*innen?
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag, keine PN bitte.
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja
Eine Initiative von: @llkruegro, @sabine, @cheeny
Bearbeitungsstatus: Idee
Redaktionsschluss: 2 Wochen

Einleitung:
E-Scooter sind eine große Umweltsünde. Wir denken, dass eine seltenere Nutzung dieser Geräte angestrebt werden sollte.

Problembeschreibung:
Die Haltbarkeit der Akkus liegt bei ca. 3 Monaten (Quelle folgt). Die Herstellung der Akkus ist sowohl sozial in der Regel nicht tragbar und die Verwertung kaputter Akkus ist es ökologisch nicht. Für das Einsammeln und Neuaufstellen der E-Scooter wird wiederum ein Kraftfahrzeug benötigt, wobei es dazu bisher keine Regelung zur Nachhaltigkeit gibt (ergo werden die Dinger höchstselten mit nicht-fossil betriebenen Autos transportiert).

Wir können außerdem über das Abstell- und Fahrverhalten der Nutzenden diskutieren, aber Hauptaugenmerk sollte auf die Umweltfragen gerichtet sein.

Forderungen
Wir fordern, dass das Fahren der E-Scooter nachhaltiger reguliert wird. @llkruegro schlug dazu anfangs einen kompletten Verbot dieser Geräte vor, doch wurde die konträre Position formuliert, dass Verbotspolitik keine gute Politik sei. Stattdessen kam die Idee auf, dass die App, die genutzt wird, vorab einige Fragen stellen müsse, die das Reflektieren der Nutzung hervorrufen soll. Beispielsweise kann die App fragen, ob man sich über die unsoziale Herstellung im Klaren ist, ob man sich über die Umweltproblematik im Klaren ist etc. Eine kleine Fragerunde und nur wer alles mit „Ja“ beantwortet" kann losfahren.

Andere Ideen sind herzlich willkommen.

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Sorry aber das ist nicht richtig das Problem sind nicht die Scooter sondern der Mensch.

Wenn es technische Probleme gibt dann müssen ganz einfach Mindestanforderung her.

Ein mögliches Scheitern liegt nicht an den Geräten sondern an den Menschen die entsprechende Regelungen zu schaffen haben und es liegt an den Menschen wie mit diesen Geräten umgegangen wird wenn etwas zu ändern ist dann muss man an diese Stellschrauben ran Scooter einfach zu verbieten nein das ist der falsche Weg.

Hast du meinen text aufmerksam gelesen?

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Wenn das nicht deine Aussage ist dann ändere sie.

Wenn die Bedingungen nicht stimmen müssen diese geändert werden und nicht ein ganzer Gerätetyp verboten oder eingeschränkt werden.

Nee, er muss das nicht ändern, es steht nichts da, von total verbieten.

In allererster Linie geht es um die Verleihfirmen, aber nicht nur.

  1. Die Lebensdauer einer solchen Batterie liegt je nach Modell und Handhabung bei ein paar Wochen oder ein paar Monaten. Dann muss eine neue gekauft werden.
    Es gibt aber sogar Modelle, wo die Batterie fest installiert ist. Dann kann man den gesamten Scooter wegwerfen.
  2. Die Batterien enthalten Kobalt, Nickel und andere seltene Rohstoffe, deren Gewinnung häufig mit großen Umweltbelastungen verbunden ist. Zudem findet der Abbau in manchen Regionen unter unmenschlichen Bedingungen statt, etwa bei der Kobalt-Gewinnung im Kongo. Hinzu kommt, dass die Herstellung der Akkus sehr energieintensiv ist. Im Hauptherstellerland China stammt ein Großteil dieser Energie noch immer aus Kohlekraftwerken. (Übrigens ein ganz ähnliches Problem wie bei den Batterien der E-Autos, deshalb bin ich auch nicht so der E-Auto-Fan).
  3. Dadurch wird bei den E-Scootern der Müllberg ausrangierter Batterien und Scooter in absehbarer Zeit rasant wachsen.
  4. Mit Leihgeräten wird sehr frevelhaft umgegangen, hingestellt, wo es gerade beliebt, manchmal egal wo sogar stehen und fallen gelassen. Dadurch verschleißen die Geräte sehr schnell. Oft genug werden sie aber auch Opfer randalierender Fußgänger, die sich von Scootern gestört und belästigt fühlen. Die hat man mal schnell über den Haufen getreten oder umgeworfen.
  5. Und einen weiteren Aspekt gibt es zu bedenken: Selbst wenn die E-Scooter ausschließlich mit Ökostrom betrieben und vorbildlich recycelt würden, entstünden ihretwegen massenhaft Luftschadstoffe. Die Batterien haben nur eine relativ geringe Reichweite und müssen regelmäßig aufgeladen werden, ganze Flotten von Akkusammlern fahren dafür mit dem Auto oder Lieferwagen durch die Städte.
  6. Ein neuer Ausbeuter-Job wurde hier generiert. Einladen, aufladen, ausliefern: Der Juicer!
    Per App findet der Juicer die E-Roller
    Es gibt nur wenige Voraussetzungen, die man als Juicer bei Lime benötigt: man muss mindestens 18 Jahre alt sein, ein Smartphone besitzen und einen Gewerbeschein haben. Die Aufgaben: E-Scooter abends einsammeln, zu Hause deren Akkus aufladen und dann frühmorgens wieder auf die Straßen bringen. Eine Smartphone-App zeigt ihm an wo die E-Scooter mit niedrigem Ladestand stehen. Maximal zehn Stück pro Abend darf er mitnehmen.
    Pro aufgeladenen Roller bekommt ein Juicer bei Lime vier Euro. Die Kosten für Sprit und Strom trägt der Juicer selber, zudem muss er Steuern zahlen. Wer am nächsten Morgen zu spät ausliefert oder die Roller nicht komplett auflädt, muss mit Abzügen rechnen.
  7. Die Probleme mit den Batterien haben auch private E-Scooter-Besitzer, auch wenn sie bestimmt sorgfältiger mit ihren Geräten umgehen.
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Er hat es doch schon geändert.


Probleme müssen an der Wurzel gepackt werden.

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das soll wohl heißen, keine gute Politik sei, oder?

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Ich glaube nicht, dass eine spezielle Regelung nur für E-Scooter und besonders die beschriebene effektiv ist. Meiner Meinung nach muss das ganze fundamentaler angegangen werden.
Z.B. könnte man für alle Geräte mit fest eingebautem Akku eine Mindestnutzungsdauer vorschreiben, sodass Geräte, die z.B. nur für weniger als 3 Monate bei geplanter Beanspruchung genutzt werden können, einen wechselbaren Akku nutzen müssen.
Es muss außerdem überlegt werden, wie man die Scooter als das benutzt, was sie sein sollen. Sie sollen ja gerade für längere Strecken genutzt werden und eben nicht für Strecken, die sich auch in 5 min zu Fuß laufen lassen. (Eine Idee dafür wäre z.B. eine Mindestfahrstrecke). Ich habe mich noch nicht genauer mit dem Thema beschäftigt, sodass ich nur schlecht überdachte Ideen einwerfen kann.

Dazu eine schon angenommene Ini:

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Guter Artikel dazu: https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-07/elektroroller-e-scooter-nachhaltigkeit-produktion-umwelt

Den genauen Effekt auf die Umwelt kennen wir also noch nicht. Was man machen kann, ist schädliche Praktiken zu verbieten oder entsprechende Vorschriften zu erheben. Ein paar unausgegorene Ideen dazu:

  • Akkus müssen recycled werden (ich meine, dass geht bei Lithium Ionen Akkus grundsätzlich gut - ist ja das gleiche Thema wie bei den Elektro Autos. Kennt sich jemand damit besser aus?)
  • Roller müssen eine Mindeststrecke in ihrer Lebensdauer zurück gelegt haben, sonst zahlt der Betreiber einen Ausgleich
  • ebenso muss es eine Grundgebühr/Mindeststrecke pro Fahrt geben, um den Einsatz der Roller nur zum Spaß zu reduzieren
  • Hersteller müssen nachweisen, dass die Rohstoffe der Akkus unter bestimmten Bedingungen gewonnen wurden (also kein Kobalt aus Kinderarbeit)
  • etc
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Die Einleitung sollte überarbeitet werden.
Und auf die Produktion abgestellt werden statt der Nutzung.

Ich hab ein wenig Schwierigkeiten den Text einzuordnen.

Was ist ein E-Scooter? Ich verstehe darunter diese Tretroller mit Elektroantrieb. Allerdings nennen manche auch Elektro-Motorroller so.

Was ist mit Aufstellen und Einsammeln gemeint? Gibt es ein Geschäftsmodell was den Leihfahrrädern ähnelt die überall rumstehen?

Ich denke, wenn das beides erklärt ist, hilft das bei der Einordnung und dem Verständnis.

Gut ist vielleicht auch diese Übersicht:


Quelle: https://www.netzwelt.de/elektro-scooter/170332-e-scooter-zulassung-gesetze-gelten-ab-15-juni-2019.html

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Ja. Offensichtlich sind noch nicht alle Orte davon befallen, aber in den größeren Städten ist es wirklich eine Plage. Die Dinger stehen überall wie wild auf dem Gehweg herum, sodass Kinderwagen und Rollstuhlfahrer*innen kein durchkommen haben.

Daher werfe ich als Idee vielleicht auch mal Strafzahlungen ein für nicht-ordentlich abgestellte. Oder Sperrzonen, in denen man nicht abstellen darf, aber das müsste man wohl kommunal klären.

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Wäre da mehr für Gebotszonen.
Klingt weniger nach Verbot, meint das Gleiche und es ist derselbe Effekt. :wink:

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Vlt verbinden?
Hier gibt es an großen Plätzen so gelbe Flächen, auf denen die und auch Elektrofahrräder abgestellt werden sollen.
In luftigeren Bereichen einer Stadt wäre es vlt sinnvoller Regeln zu formulieren, wie „nicht auf Radwegen abstellen“, „nicht vor Hauseingängen“ und in Spielstraßen allgemein nicht (fliegt ein Ball gegen so ein Ding und da steht ein anderes Kind hinter… Besser nicht)?

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Vielleicht brauchen die Städte doch eine andere Lösung.

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Studien zum Nutzen der Tretroller:
http://scooters.civity.de/

https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/ab2da8

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Kam gerade auf Phoenix:

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