Moore, Feuchtgebiete : Maßnahmen-Plan erarbeiten

Aufruf: Ich suche Mitstreiter*innen. Expert*innen. Prüfer*innen.

Kontaktart: Kommentar unter Beitrag und / oder persönliche Nachricht
Inhaltliche Diskussion erwünscht ist erwünscht: Ja
Bearbeitungsstatus: Idee
Redaktionsschluss: /

Einleitung:
„Inventur“ machen, Übersicht über Deutschland erstellen, Anzahl der verbliebenen Moore und Feuchtgebiete, dann: Maßnahmen-Plan erarbeiten

Problembeschreibung:
Die Politik handelt nicht schnell genug, nicht zielgerichtet genug. Das wollen wir ändern.

Forderungen
Moore , Feuchtgebiete, Auwälder anlegen, Renaturierungsprojekte

Quellen
https://www.worldwetlandsday.org/
facebook, twitter , instagram


https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/welttag-der-feuchtgebiete-moore/37253

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Trockengelegte Moore stoßen jährlich doppelt so viel CO2 aus wie der weltweite Flugverkehr. (Daten aus 2015)
KATAPULT_2018_Moore_Klimaschuetzer.pdf (1,6 MB)

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Hi, sehr interessant. Ich selbst bewirtschafte einen landwirtschaftlichen Betrieb auf Moor Flächen. Ich begrüße es, dass jetzt eine Moorschutzstrategie entwickelt werden soll.

Moorschutzstrategie der Bundesregierung - Diskussionspapie (bmu.de)

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Also macht wer mit? Dann verabreden wir uns und besprechen dann die Planung und das weitere Vorgehen…

Danke für die vielen Reaktionen. Sarkasmus aus:

Aus der Broschüre…

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/naturschutz/moorschutz/190502-broschuere-moorschutz-2017.pdf

Ich erneuere die Frage von oben:

Wer hat Lust mitzumachen? @johanneshoffrogge habe ich bereits auf der Liste, @MichaelVoss vllt auch (?), gibt es sonst weitere Mitstreiter, Mit-Interessenten?

Falls ja, meldet euch!!

Falls nein erarbeiten wir Mal ein Runde zwischen uns drei (zwei) und tragen zusammen, was wir bereits haben und machen uns an die Arbeit, die Ini zu entwickeln…

Vorschläge?

Die Strategie bzw das Arbeitspapier der BReg ist als Ausgangspunkt recht hilfreich finde ich.

Nur die Maßnahmen müssen schneller und stärker, ja, ich wage es sogar das Wort radikaler zu nutzen, gestaltet werden…

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Sorry, ich habe aktuell überhaupt keine Zeit.

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Moore speichern auch enorm viel CO2. So gesehen ergiebiges Thema, dass man/frau schlicht mit ´Landschaftsschutz-Satzung´ und Renaturierung per Fluten/Kappen der Entwässerungsgräben erledigen könnte.
(Beispiele hierfür gibt´s bereits)

Elon Musk sind immerhin (allerdings offensichtlich nur technische) CCS-Systeme
100 Mill.$-Preis wert.
(übrigens, will Microsoft seine gesamten ´historischen´ Emissionen einfangen (!)
mittels eines 1 Milliarde-Fonds - hört, hört. Und etweiges mehr tut sich da auch noch;
Quelle: Technologie Review 02/2021, Seite 97)

Kann mich in d. INI aber nicht mit reinhängen.
Als Unterstützer bin ich aber gern dabei.

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Beispiele für gibt es, ja. Aber die zeigen auch, dass es nicht so einfach ist: Klappe hoch, Entwässerungsgraben zu und dann ist wieder Alles in Ordnung.
Ein Prozess vom Torfaufbau, der Jahrhunderte gedauert hat, lässt sich zwar in wenigen Jahrzehnten zunichte machen aber nicht ebenso schnell wieder zurückführen. Das Zeugs muss halt unter nährstoffarmen Bedingungen wachsen. Und das dauert. Und wo bekommt man nährstoffarmes Wasser her? …
Was die CO2-Speicherung der Böden angeht, lässt sich mit humusaufbauender Landwirtschaft auf Äckern viel schneller was gewinnen, CO2 + Klimaresilienz für die Landwirtschaft.

Aber natürlich sind die Moore naturschutzfachlich viel interessanter.

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also ohne Gülle. Ja das gibts nur mit der ’ neuen Landwirtschaft’ (!).
Wie so Alles mitt Allem zusammenhängt.

Moin Moin zusammen, Sorry, das ich mich hier jetzt erst wieder zurück melde.
Ich möchte die Initiative gerne unterstützen, habe im Moment aber nicht die Kapazitäten mich dort tiefer rein zu hängen.
Die Moorschutzstrategie ist ja erstmal ein erster Aufschlag.
Das Ziel ist für mich klar.
Moore wurden hierzulande kultiviert, damit man sie landwirtschaftlich nutzen kann und hier im Emsland auch bewohnbar wurden. (Emslandplan Bundestag 1950)

Es muss jetzt viel passieren, wogegen sich die jetzigen Nutzer und Bewohner wehren werden, zumindest dagegen diese ohne Perspektive alleine auszubaden.

Ich denke, dass dieser Bereich, also diese Flächen, die im Moment viel zur Erzeugung von Viehfutter genutzt werden, für die Gewinnung von regionalen Lebensmitteln zu nutzen sind. Vielleicht z.B. Nüsse
Vielleicht kann man hierzu eine Gruppe im Chat einfügen.

Ich arbeite aber gerade an der Betriebsumstellung, eine Veranstaltung zum Thema Landwirtschaft, an einer anderen Initiative (17 Nachhaltigkeit Ziele der UN) und daran DiB vor Ort auf kommunaler Ebene zu etablieren. Dazu habe ich eine junge Familie mit 3 Kindern.
Ich versuche meinen Beitrag zu leisten. Danke, Gruß Johannes

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Wiedervernässen ist halt gar nicht so leicht. Im Müritz-Nationalpark und im Naturpark Feldberger Seen wurde das z.B. im großen Stil versucht. Aber jetzt hat es die letzten Jahre wenig geregnet, und die Grundwasserspiegel sinken, so dass die gesamte Kalkulation, die in den Vernässungen steckte, irgendwie hinfällig ist.

Inwiefern die Absenkung der Wasserspiegel auch mit der zunehmenden Entnahme von Wasser für die Bewässerung riesiger landwirtschaftlicher Monokulturen zu tun hat weiß ich nicht. Die Behörden dementieren das, aber gefühlt muss das einen Einfluss haben. Seit die Agrar GmbH eine riesen Anlage hier gebaut hat ist der Wasserspiegel in unserem See um ca. 20 cm gesunken. Es mag andere Einflussfaktoren geben, wie die Schleusen und der Regen, aber dass diese starke Entnahme keinen haben soll mag ich nicht glauben.

Wie mir ein Freund, Leiter eines Schutzgebietes, mitteilte muss eine solche Entnahme zwar beantragt werden, es gibt aber (in MV) für die Behörde keine Möglichkeit, diesem Antrag nicht zuzustimmen.

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Die Grundwasser-Modelliere gehen davon aus, dass Grundwasserneubildung in relevantem Ausmaß nur aus den Niederschlägen im Winterhalbjahr erfolgt. Die Vegetation verdunstet über die Kapillarkräfte so gut wie Alles, was kommt. Auch hierzulande wird der mengenmäßige Zustand des Grundwasser selbst in den Sandgebieten meist unkritisch bewertet, die Perspektive aber ungünstig gesehen. Weil es bei tieferen Grundwasserständen wirklich lange, Jahrzehnte, dauert, ehe der Niederschlag des Jahres im Grundwasser ankommt und weil man nur an einigen Messstellen schauen kann und daraus auf riesige Gebiete schließt, ist der Klimawandel dort noch immer nicht statistisch gesichert angekommen.
Die Landwirte pumpen hier für Felder aus 6-7 m Tiefe. Tiefere Brunnen werden deutlich teurer. Sie verschärften und verlängern damit Trockenperioden.
Für das Winterhalbjahr und die Grundwasserneubildung ist die Verkürzung des Winterhalbjahrs vielleicht wichtiger, die mit Drainagen erreicht wird, damit der schwere Trecker jetzt, also viel früher wieder auf die Felder kann.

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Wenn immer mehr Wasser entnommen wird, um Felder zu bewässern und Ernten möglich zu machen, und auf der anderen Seite die Niederschläge sinken, wird es schwer die Moore wieder zu beleben.

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Hallo,

Was genau ist der Plan?

Selbst eine Detaillierte Planung und einen Maßnahmen Plan erarbeiten?

Oder mit einer Ini den Schutz der Moore allgemein ins Partei Programm zu heben?

Kann man die Details nicht nach und nach mit einbringen und zunächst eine Grundaussage treffen was man will?

Das Thema ist sicherlich ähnlich komplex wie der Atomausstieg oder die Energiewende oder so. Es gibt sehr viele Beteiligte auf den unterschiedlichsten Ebenen.

Klar kann man schnell n paar Maßnahmen aufstellen, wie z.B. Verfüllung der Entwässerungsgräben. Dazu müsste man viele Landwirte entschädigen, oder Ihnen alternativ die Option geben, ihre eigenen Flächen z.B. als Klima Vorrangflächen zur Einhaltung des 1,5 ° Ziels zu bewirtschaften, das heißt die Vernässung selbst zu erwirken.

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Sollte es hier eher um Moore in landwirtschaftlicher Nutzung gehen oder um solche im Wald? Oder allgemein? Wenn wir wirklich ernsthaft eine INI zum Moorschutz machen wollen könnten wir, z.B. der TK Umwelt und weitere Interessierte uns in einem Call zusammensetzen. Evtl. könnte ich auch mal nachdenken, wen ich so kenne der sich von Naturschutzseite mit dem Thema auskennt und wen ich evtl. motivieren könnte, uns in einem Call mal beratend zur Seite zu stehen.

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Für mich, ganz allgemein.

Aber wie genau, das muss wohl noch bestimmt werden von anderen Mitstreitern. Sowohl besserer Moorschutz wo es mich welche gibt, egal ob brach liegend nicht wirtschaftlich benutzt bis hin erst Recht zu wirtschaftlich benutzten…

Einige werden wohl in kommunalen/öffentlichen Hand liegen.
Da kann schneller durchgegriffen werden: Naturschutzstatus.

Land-/forstwirtsch. genutzte Flächen müssten wohl über Transformationspläne aus Nutzung/Besitz (?) herausgelöst werden.

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Nein, müssen sie nicht. Man kann sie ja durchaus bewirtschaften, nur halt sinnig. Hochmoore sind in Deutschland recht selten, aber Niedermoore machen glaube ich in einigen Gebieten einen erheblichen Anteil der Nutzflächen aus.

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