Mit Rechten reden (wie und warum - nicht ob)

Liebe DiB,

wir haben auf dem BPT kurz darüber gesprochen, wie man Rechten oder AfD - Sympathisantis entgegen treten könnte. Bei einer Diskussion hier ist mir eingefallen, dass ich ja ein Thema dazu eröffnen wollte, mit dem Ziel, Argumente und Strategien zu sammeln, zu diskutieren und zu erproben.

Als Einstimmung eine Schilderung von @Gerald und die Diskussion dazu in den dann folgenden Posts:
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/auslaenderfeindlichkeit/24809/9

Dann mein Lieblings-Erklär-Bär Video zu meinem Ansatz von meinem Lieblings Internet-Prediger:

Bitte: An diejenigen, die der Meinung sind, man sollte mit Rechten nicht reden, sondern ihnen lieber direkt ins Gesicht spucken: Ich verstehe euch und ich selbst hasse Rassisten und Neonazis wie die Pest. Deshalb möchte ich sie so effektiv wie möglich bekämpfen. Und ich bin eben der Meinung, dass man dazu ihre Argumente kennen muss, um sie auszuhebeln. Nochmals bitte: Falls ihr das anders seht, verabschiedet euch bitte direkt hier. Wir können das woanders diskutieren. Hier geht es um die Strategie, falls man das Gespräch suchen möchte oder muss.

EDIT: Ich füge schrittweise Infos an, damit wir ein paar Eckpfeiler haben, an denen wir uns orientieren können.

Bevor ich uns hier mit Zitaten in Probleme bringe, möchte ich euch dieses Buch ans Herz legen. Die Vorschau ist ziemlich umfangreich und wenn die Einleitung euch gefällt, könnt ihr es bestimmt in der Bibliothek ausleihen oder besser noch kaufen:
https://books.google.de/books/about/Mit_Rechten_reden.html?id=2d-_DgAAQBAJ&printsec=frontcover&source=kp_read_button&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

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Da erlaube ich mir doch gleich, Deine geniale Antwort auf die Frage von @Gerald: „wie ist denn dann die korrekte Ansprache?“ im thread „Ausländerfeindlichkeit“ hier einzufügen:

Für Rassisten: Rassist.
Für A-löcher: A-loch.
Für Menschen, die man bekehren möchte: Mein lieber Freund!

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Wenn man meint, nicht mit den Rechten reden zu sollen - wie geht man dann mit ihnen um? In die Fresse spucken? Oder hauen? Einsperren? Oder aussperren? Oder…? Wer sich als Demokrat versteht, muss sich zuallererst selbst treu bleiben. Daher scheiden die genannten Möglichkeiten schon mal aus.

Wem soll man das Kainsmal „rechts“ aufdrücken und wen kann man gerade noch so zur Mitte rechnen? Wie zuverlässig ist diese Einteilung? Ein Lehrer erzählte von seinem Vater, der zum 1. Mai stets die rote Fahne rausgehängt hatte. Irgendwann war er damit ganz allein. Alle anderen zeigten die Hakenkreuzfahne. Waren sie vorher schon verkappte Nazis oder hatte sich ihre Gesinnung gewandelt. Oder aber hatten sie ihr Mäntelchen nach dem gedrehten Wind gehängt?

Wenn bei der nächsten BT-Wahl die Etablierten ein jämmerliches Fiasko erleiden sollten und die neue Kanzlerin z.B. Alice Weidel hieße, wer würde dann noch auf seinem bisherigen Standpunkt verharren? Nach dem Ende der SED-Herrschaft kam bekanntlich der Begriff des „Wendehalses“ auf. Marienkäferplage im Spätsommer `89? Bewahre - das waren alles weggeschmissene Parteiabzeichen! :wink: Also sollte man den Ball etwas flacher halten, zumal ich die AfD keineswegs als eine Nachfolgepartei der NSdAP betrachte.

Wichtigster Punkt sollte eine offensive Auseinandersetzung mit rassistischem Gedankenmüll sein. Natürlich gibt es über Jahrtausende gewachsene kulturelle Unterschiede. Doch die sind letztlich nicht so gravierend, um eine grundsätzliche Gleichwertigkeit in Frage zu stellen. Als früherer Mitarbeiter eines Asylbewerberheimes kenne ich mich da doch etwas aus.

Schließlich - vergessen wir nicht die Urheber der sonstigen Probleme, mit denen wir selbstverständlich reden. Weil es unsere Chefs und Geschäftspartner sind. Und von denen wir uns in sonstige Weise abhängig fühlen.

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In Deutschland ist die Freude am Diskurs verloren gegangen. Die politische Diskussion - in Frankreich oder England an jedem Tresen zu bewundern - ist in Deutschland komplett abgestorben. Es wird nur über Fußball und Geld (auch in Form von Autos, Häusern, etc.) geredet.

Daher dieser Thread.

Es geht genau um die Fähigkeit, das zu tun, ohne dem Gegenüber direkt den Begriff „Gedankenmüll“ ins Gesicht zu schleudern. Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin auch der Meinung, dass es Müll ist. Aber wenn ich das direkt sage, ist die Diskussion zu ende.

Das ist der härteste Knochen. Lass uns lieber für den Anfang mit denen hier beginnen:

ergänzen möchte ich die Gruppe um diejenigen, die uns in irgend einer Weise nahe stehen. Viele haben Verwandte, die (plötzlich?) abdriften. Denen sollte unsere Mühe gelten, denn da haben wir schon einen Fuß in der Tür.

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Hab gerade diesen Thread gefunden. Ich bin erstaunt, das wir das Thema angehen. Ich will aber erstmal deinen Buchtipp anlesen. Antwort vielleicht Heute abend.
Übrigens, natürlich habe ich rechte Freunde und Freunde im Wirtschaftsbereich, die eher CDU wählen würden.

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Es bleibt gar nichts anderes übrig, als mit Rechten zu reden. Sie sind da und werden immer stärker. Augen zu und durch funktioniert nicht.

Es bleibt nur die Möglichkeit, sie mir Argumenten zu „bekehren“. D. h. ihnen klar zu machen, dass sie falsch liegen.

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Ein interessanter Artikel zum Thema, warum wird man(n) zum Nazi…

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Hier scheint mir ein grundlegender Fehler vorhanden zu sein. Jede/r der AFD wählt, bei Pegida und Co. mit läuft, ist nicht Ausländerfeindlich, sondern tendenziell ein Rassist. Und genau so sollten diese Personen wahr genommen werden.

…ach Robert… vermutlich ist es so einfach auch wieder nicht. Ich persönlich halte mich für einen Idioten, überrasche mich und andere aber doch immer mal wieder damit, dass ich trotz dieses (in diesem Fall eigenen) (Vor?-) Urteils zu richtigen Schlussfolgerungen gelange. Zumindest zu solchen, die allgemein als richtig beurteilt werden…:wink:
Und tendenziell… jaa… das ist ja auch wieder so eine subjektive Einschätzung. Wenn ich 2 Sätze von jemandem höre oder lese, kann ich keine generelle Tendenz seines ganzen Lebens daraus ableiten.
Natürlich frage ich mich auch, wie jemand so bescheuert sein kann, bei Pegida mitzulaufen oder AfD auch nur zu wählen. Ha! Da hätten wir ja eine neue Erklärung… er ist kein tendenzieller Rassist, sondern einfach nur bescheuert… oder? :smiley:
Das Dilemma an diesem Erklärungsversuch ist, es trifft auch wieder nur auf einen Teil der Leute zu… Ich maße mir nicht an, die ganze Palette an Gründen an 2 oder 3 Adjektiven fest zu machen.
Wenn wir so verfahren, dann tappen wir in die gleiche Falle wir die etablierten Parteien. Wir blicken auf sie herab, hören ihnen nicht zu, verstärken ihren Frust…
Klar, die Hardliner wird keiner mehr erreichen, aber die, die einfach nur hilf- und orientierungslos sind, könnten wir, wenn vielleicht auch nicht für uns gewinnen, aber vielleicht über die Konsequenzen ihres vermeintlichen Protests aufklären. Verprellen durch Beschimpfen ist leider auch nicht hilfreich… Das kennen sie schon… sie (also zumindest einige davon) wurden schon immer von den anderen herablassend behandelt… sie haben nur die falschen Schlussfolgerungen daraus gezogen…

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Ja, tendenziell noch viel Schlimmeres. Das Problem daran ist, dass diese „Mitläufer“ sich über Ausgrenzung definieren.

Jetzt können wir in die selbe Kerbe schlagen und Kommunikation ablehnen und uns empören. So wie die Nationalisten sich über die „millionenfachen Rechtsbrüche“ empören.

Wirkt super. Nicht.

Oder wir versuchen etwas anderes.

Z.B. uns einen „Werkzeugkasten“ anzutrainieren, um genau da den richtigen „Schraubenschlüssen“ griffbereit zu haben.

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Doch lieber Ralf. Es ist genau so einfach. Und tendenziell, diese Wort habe ich eher abschwächend verwendet. Richtig wäre gewesen, diese Menschen sind Rassisten. Unterschiedlich stark ausgeprägt, mag sein.

…genau das ist es, was ich damit sagen wollte. Das sind ja nicht nur Monster. Viele kennen es nicht anders, wissen sich nicht anders zu helfen, kennen keine anderen Alternativen außer der einen, von der sie glauben, es gäbe, wie bei der Bankenrettung, keine anderen Alternativen, weil das Thema als alternativlos deklariert wurde…:wink:

Naja… sie es, wie es sei… die Leute fühlen sich im Grunde vernachlässigt und (durch reichlich Propaganda von allen Seiten) auch verängstigt. Da helfen keine noch so sachlichen „Belehrungen“ in Form von: das ist jetzt sachlich aber nicht richtig…:wink:
Die Leute fühlen das aber so. Scheiß auf die Realität. Sie sehen es im Fernsehen, lesen es in der Zeitung (hoffentlich eine vernünftige), dass ein Chemnitzer von einem Ausländer umgebracht wird… und haben Angst und Wut und Hass. Sehen, dass sie mit 2 Jobs nicht über die Runden kommen, oder schon lange keinen mehr bekommen haben und auch keinen mehr bekommen werden. Die Kinder ziehen weg, die kleinen Läden machen zu, während sich gleichzeitig ein paar handvoll Unternehmen die Taschen vollstopfen, Steuerschlupflöcher ausnutzen, die Panamapapers Affäre weitgehend geräuschlos ausgessenen wird, Herr Winterkorn, trotz eines zu verantwortetenden Milöliardenschadens täglich 3000 € Rente kassiert während sie von Hartz IV leben müssen und nicht mal annähernd soviel Schaden angerichtet haben … und … und … und…,…
Ich bin kein Naziversteher, aber ich kann verstehen, weshalb sich Leute verlaufen können.
Ich bin kein Psychologe, denke aber, bashing hilft da nicht. Schwarz/Weis Polarisation verhärtet die Situation nur. Ich hab immer gute Erfahrung damit gemacht, wenn ich versuche, die Beweggründe der Leute erstmal erfrage. Oft stellt sich dann heraus, man, das Problem hab ich auch oder kann es zumindest gut nachvollztiehen. Dann ist man nämlich nicht mehr Gegner sondern Verbündeter. Und als Verbündeter ist es dann viel leichter, auch über gegensätzliche Lösungsansätze zu reden.
Ok… ich gebs zu… das ist nicht immer leicht und klappr auch nicht immer… aber einen besseren Ansatz habe ich nicht…

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…hach Ulrik… die Leute wollen alles mögliche, aber eins wollen sie ganz sicher nicht. Überzeugt werden. Das haben sie, gerade im Osten, geradezu gehasst. Viel effektiver ist es, sie selbst auf die richtigen Antworten kommen zu lassen. Das kann man, wenn man die richtigen Fragen stellt. Eine riichtig gute Frage kann viel mehr bewirken, als 100 noch so richtige Antworten, die ungehört abprallen…

…lach… genau… weil sie keiner nach ihrer Meinung fragt. Wer fragt, verlangt Antworten, und wer auf unerwartete Fragen antworten muss, muss dann auch über die bisher nicht hinterfragten Dinge nachdenken. Das ist es, was ich meinte, lass sie selbst drauf kommen…

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Siehe oben das Video „Backfire- Effekt“

Ich glaube, das stellt hier auch niemand in Frage. Die Frage ist, ob man sie durch ein Gespräch zumindest ins Grübeln bringen kann. Oder wie Ralf sagt, durch

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Das siehst Du so. Ich sehe es etwa anders. Sicher sind da manche Rassisten mit. Aber es sind längst nicht alle. Auf einer AfD-Wahlveranstaltung, bei der ich 2014 reinlauschte, ging es hauptsächlich um andere Themen. Dazu einige Auszüge aus meinen Aufzeichnungen:

Als Staats-Kernaufgabe benannte Gauland die innere Sicherheit. Er habe nichts gegen offene Grenzen. Doch dies sei mit stetigen personellen Einsparungen bei der Polizei unvereinbar. „Wir können nicht beides haben.“

Ein AfD-Mitstreiter aus dem besonders von der Grenzkriminalität betroffenen Landkreis Märkisch-Oderland verwies auf den Umstand, dass für einen Streifenwagen 14 Beamte benötigt würden, um eine rund um die Uhr einsatzbereite Beatzung zu gewährleisten.

Zum Thema TTIP meinte Metzger (Dagmar M., Bundespolitikerin, @H. ), Freihandel sei absolut richtig, die Schiedssprüche über Streitfälle müssten aber auch von ordentlichen Gerichten überprüft werden können. Gauland sagte: „So lange ich nicht weiß, was drin steht, bin ich dagegen!“ Ansonsten sei auch er für Freihandel. Dazu gab es mehrere Wortmeldungen aus dem Publikum, wie den Hinweis auf den Export subventionierter Hühner nach Afrika, die den dortigen Bauern die Märkte kaputtmachten. „Globalisierung ist das größte Problem“ - „Deutschland profitiert doch am meisten vom Freihandel…“ - „…aber nur unter fairen Bedingungen!“

Wie man sieht - ein deutlicher Bezug zu den Fehlleistungen der Etablierten. Im konkreten Fall ging es um den brandenburgischen Landtagswahlkampf. Den Bau des neuen Großflughafens hatte Gauland ebenfalls angesprochen und gesagt, es sei nicht zu vermitteln, wenn dieses fast fertige Projekt nicht vollendet werde. Natürlich kann und sollte man die AfD-Wähler fragen, warum sie nicht woanders ihr Kreuzchen machten. Denn da gibt es ja noch einige, die es mit der nötigen Unterstützung sogar über die 5-Prozent-Hürde schaffen würden.

Begonnen hatte diese Partei übrigens hauptsächlich mit ihrer Euro-Kritik. Auch das hat mit Migration nicht gar so viel zu tun. Die Entwicklung der letzten Jahre ist allerdings sehr bedenklich. Noch bezahlen die Sparer mit ihren nicht erhaltenen Zinsen die Zeche.

Ein nicht unwesentlicher Punkt ist der Klimawandel. Gern wird behauptet, CO2 könne mit 0,04% keine reale Wirkung entfalten. Fakt ist: Wenn man es in Bodennähe konzentrieren würde, käme eine 1 bis 2 m starke Schicht zustande. Und es sei ein Fake der Wind- und Solarlobby. Fakt ist: Die Lobby der fossilen Energieträger verfügt über wesentlich mehr Kohle und damit über Einfluss. Der Gipfel - CO2 sei ein lebensnotwendiges Gas. Als wenn das jemand in Frage stellen würde! Aber auch mit den 0,035 Prozent der vorindustrieellen Ära kam die Natur und die Menschheit ganz gut zurecht. Später dazu vielleicht noch mehr.

Ich denke, mit den richtigen Argumenten kann man immer punkten.

Dazu noch einiges zur Ergänzung:

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Liebe Mitstreitis,

ein Hilferuf, Gelegenheit, unsere bisher errungenen Positionen zu teilen!

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Ich glaube, man muss da unbedingt unterscheiden, mit welchen Rechten man reden will, ob sich die Frage dann überhaupt stellt, wie…

denn mit so rechtem, gewaltbereitem Gesindel kann man ja gar nicht reden, im Gegenteil, das kann ja sogar gefährlich werden, die gehen mit Messern, Schlagringen und so Zeugs in der Gegend rum und das gemeinsame Gegröle macht sie glauben, sie seien echt `ne Macht und das enthemmt dann leider … :face_vomiting: und die Polizei macht da leider auch keinen auf beschwichtigenden Moderator…

Mit so Hanseln von der AfD selbst… k.A. - man könnte zumindest als Partei :dib: in die Verlegenheit kommen, und mit welchen von denen sprechen müssen… da hilft nur gute Vorbereitung, so dass man die schnell vorführen kann, und ihre Aussagen als das, was sie sind, entlarven, nämlich als Lügen, populistisches Gebahren und kaum verhohlener Rassismus- das wäre mein Vorschlag für das WIE bei AfDlern.

Mit AfD-Wählern…
Da wird es mal Sinn machen und mal nicht, das Gespräch zu suchen, am besten, indem man die großartige Mitbestimmungsmöglichkeit bei :dib: betont,

dass es mit DiB eine neue :dib: gibt, die jeder*m eine Stimme verleihen will, die*der möchte und solange sie*er DiBs ethische Grundlagen respektiert.


Es sind jetzt kurz hintereinander zwei Menschen ums Leben gekommen von fremder Hand, und dass das ja nun nicht die feine Art ist, sich in dem Land, in dem man Asyl möchte, zu verhalten, genauso wenig, wie auf öffentlichen Sylvesterveranstaltungen Frauen sexuell zu belästigen,kann ja wohl keine*r ernsthaft bestreiten.

Was fordern wir von DiB, dass getan wird, dass solche Vorfälle möglichst gar nicht erst stattfinden?
Was fordern wir jetzt, da es stattgefunden hat?

Taschenkontrollen an Stadtfesten?
Ausweisung (wohin?) der Täter oder Verknastung?
Was kann da helfen, dass AfD-Wähler, die sich selbst vielleicht als Protestwähler bezeichnen würden, sich von dieser gefährlichen politischen Entwicklung abwenden und am besten DiB zu?
:rofl: Manchmal denke ich ja so: Da weißte nicht, welche Partei Du wählen sollst- SPD, CDU, CSU, FDP, die Grünen oder wat, denkst, Mist, irgendwie so alternativlos, da kommt eine Partei, die heißt Alternative für Deutschland, und da denkste- ja Mensch, genau! Da steht Alternative drauf, da wird wohl auch eine Alternative für Deutschland drin sein und wählst die.
DiB oder DiB in Kooperation oder DiB im Bündnis, das dann wie auch immer heißt, müssten sich nur trauen, sich als „die eindeutig viel bessere alternative Partei für Deutschland“ anzupreisen (was ja schließlich auich stimmt!), dann würden die folgerichtig :dib: wählen.:rofl:

Wie kann man wissen, ob in einer*m Asylbeantragenden ein extremistisches religiöses Weltbild oder der Wunsch nach krimineller Aktivität steckt?
Ich kenne eine Familie, die haben zwei Jungs aus Afghanistan bei sich aufgenommen, und was soll man sagen, die beiden sind echte Schätzchen und
mit Hilfe ihrer Gasteltern konnten sie nach kurzer Zeit schon mehr als akzeptables Deutsch sprechen und eine Ausbildung wäre jetzt wohl dran gewesen, genau weiß ich nicht, ob sie schon angefangen hatten oder nicht, jedenfalls sollten die beiden die Lehre nicht fortsetzen bzw. nicht beginnen dürfen, obwohl sie die Voraussetzungen dafür grundsätzlich mehr als hätten… die beiden kämen sicher (trotzdem) nie auf die Idee, hier irgendwem schaden zu wollen, ne, das sind nur zwei liebe und kluge Jungs, die froh sind, aus einem lebensgefährlichen Land entkommen zu sein und sich selbstverständlich hier einbringen und hier eben ihren Lebensunterhalt verdienen und sich in Deutschland integrieren möchten und es sollte für uns selbstverständlich sein, den Flüchtlingen den Aufenthalt hier und die Integration in die Arbeitswelt zu ermöglichen und nicht so auszubremsen…

Hm, sorry, jetzt isses wieder so viel Text geworden…

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Das Kind ist im Brunnen, keine Frage. Aktive Integration findet praktisch nicht statt. Es gibt viel ehrenamtliches Engagement, aber das genügt nicht.

Wir müssen die Neuankömmlinge in die Mitte der Gesellschaft holen. Erstens fühlen sie sich willkommen, zweitens gebraucht und geschätzt und die Gesellschaft nimmt ihren Beitrag wahr.

Es gibt viele offene Lehrstellen, Fach- und Pflegekräfte - Mangel, Kinderbetreuis in Kitas, und und und.

Vielleicht könnte man unbesetzte Stellen mit Flüchtlingen besetzen, Supermärkte im Osten wiedereröffnen, Hilfsangebote für Senioren, etc. Die Flüchtlinge können abends Integrationskurse besuchen („duales Studium: Lehre und Integration“) .

Durch die aktive Tätigkeit werden sie wahrgenommen und bestimmt mehr geschätzt. Dann wird es dem Mob nicht so leicht fallen, über sie zu lästern.

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Hast du, @miri , und habt ihr @alle das Video mit Harald Lesch im Eröffnungspost - nur 5 Minuten - zum Thema Backfire-Effekt gesehen? Wenn ich das richtig verstehe, dann sorgen wir damit:

dafür, dass sie richtig „rechts“ werden, oder?

Jetzt stehen hier schon 28 Beiträge und meiner Meinung nach kaum einer, der auf die Frage „Wie?“ mit funktionierenden Lösungsansätzen kommt. Immer nur was nicht funktioniert und mit „welchen“ Rechten wir reden wollen/müssen/können/nichtkönnen/nichtdürfen.

Geht es uns nicht genauso wie diesen „Rechten“? Wir wollen wahrgenommen werden? Wir suchen nach Gemeinschaft? Wir reden mal drauf los, damit wir was geschrieben haben?

Nicht falsch verstehen: Ich will damit nicht auf euch einschlagen. Schließlich geht es mir ähnlich wie euch und ich habe bisher kaum mit „echten Rechten“ geredet. :blush:

Ich würde gerne ergründen, warum wir auch uns eher darin gefallen, die Problemstellungen hinter Harrys Frage „Mit Rechten reden - wie und warum?“ zu untermauern, als Lösungen zu entwickeln. Ist das auch eine Art Backfire-Effekt? Suchen wir doch nur nach Gründen, damit wir eben nicht mit den „Rechten“ reden müssen? Und laufen somit genau in die Falle, die Harry mit diesem Thread eben nicht haben will, nämlich ob wir mit ihnen reden?

Ich plädiere auf jeden Fall dafür, dass wir nicht ständig von „Rechten“ (egal ob mit oder ohne „“) reden. Sondern von Menschen. Dies würde in einem Gespräch mit ebendiesen schon mal erheblich Druck nehmen. Wer lässt sich schon gerne abstempeln - außer mensch fühlt sich damit wohl, weil Teil einer vermeintlichen Wertegemeinschaft.

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Ich fürchte , es ist nicht mehr die Frage , ob und wie wir (Demokraten) und WIR (DiB-ler/innen) mit den Rechten reden . Die Chancen haben wir schon vor 28 Jahren ungenutzt gelassen (>spielt nicht mit den „Schmuddelkindern“<) und auch in all den folgenden Jahren bis jetzt wurde lediglich über sie geredet , wenn wir das mal wohlwollend so nennen wollen .

Die jeweils führenden Politiker und die Medien haben die Existenz eines „Rechten Problems“ entweder völlig geleugnet oder als ostdeutsches Phänomen angesehen (tun sie ja bis heute in großen Teilen) . Und die Linken (speziell PDS) sind zwar offen und offensiv gegen die „braune Gefahr“ aufgetreten , sind aber genau dafür als Linksextreme von den Verfassungsorganen beobachtet und diffamiert worden .

Der Staat war (NSU) und ist es offenbar selbst heute (De Maizaire , Maaßen , Seehofer , Söder) noch , auf dem rechten Auge blind . Und taub ist er sowieso schon lange , sonst hätte er das Geschrei der Rechten ja gehört , denn leise oder gar zurückhaltend waren sie ja schon seit Jahren nicht (NPD , DVU , Republikaner) .

Jetzt , will sagen : schon seit Pegida , reden sie nicht mehr mit uns . Sie schreien uns nur noch ihre rechten Parolen ins Gesicht und lassen uns ihren Hass spüren . Früher hassten sie nur Ausländer und Linke , doch jetzt hassen sie Alles und Jede/n das/die/der irgendwie demokratisch daher kommt .

Gleichzeitig nutzen sie aber unsere Demokratie , um als drittstärkste (teilweise sogar als zweitstärkste) Fraktion , ihre Parolen in die Parlamente zu brüllen . Sie interessieren sich nicht mehr , was wir über sie denken und Argumenten verschließen sie sich sowieso von Natur aus . Mit rechtsstaatlichen Mitteln oder gar im demokratischen Diskurs sind sie nicht mehr zu stoppen .

Selbst , wenn es uns gelänge , ihnen in drei Jahren die Hälfte der Wählerschaft wieder zu entziehen und sie aus allen Länderparlamenten heraus zu wählen (ich weiß , ist auch ´ne Illusion) , würden sie lediglich parlamentarisches Wirken gegen Gewalt auf den Straßen und Plätzen austauschen .

Das Einzige , was jetzt noch (eventuell) helfen könnte , wären Notstandsgesetze , wie damals 1968 . Das Problem ist nur , dass in den Jahren schon fast alles von damals in reguläre Gesetze übergegangen ist . Wir Bürger müssten also tatsächlich auf sehr viele Bürgerrechte verzichten und ob sie uns jemals zurückgegeben würden , ist sehr fraglich .

Was könnte sonst noch helfen ? Ich fürchte , Alle Demokraten dieses Landes müssen eine wirklich breite Sammelbewegung aufmachen ; auch mit den Demokraten der CDU/CSU , FDP , SPD (ja ; die gibt es auch dort noch) und all den kleinere und kleinen linken Parteien inklusive den Linken und Grünen .

Aber selbst das reicht noch nicht ; einem solchen Bündnis müssten auch gesellschaftlich relevante Organisationen , wie der DGB , die Kirchen/Religionsgemeinschaften , Kinder-und Jugendverbände und Umweltverbände angehören .

Ich denke , unsere Gesellschaft und Demokratie hat noch mehr als 90% der Einwohner/innen unseres Landes als Fans , trotz aller berechtigten Kritik . Natürlich stärken wir damit die aktuell Regierenden , was wir ja eigentlich nicht wollen , doch was ist die Alternative ?

#aufstehengegenrechts ist ein guter Name und sollte auch das Programm sein ; nicht mehr , aber auch nicht weniger , das dürfen WIR nicht länger ein paar Politiker/innen überlassen , denen es vermutlich nur um die eigene Profilierung geht . Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe , den die Rechten bedrohen nicht mehr nur ein paar mio Ausländer und Linke , sondern uns Alle .

Hört Euch nur immer wieder ihre Parolen an und macht Euch bewusst ; die haben unsere Eltern , Großeltern und Urgroßeltern schon gehört und überhört . Lasst es nicht nochmal so weit kommen .

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