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Kandidat*innen gesucht – aber welche?


#41

@Gerald hat sie schon recht gut beschrieben

und @alexanderplitsch verwieß ja nicht ohne Grund (es gibt sie bei uns scheinbar noch nicht) auf https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/meinungsbild-wollen-wir-oeffentlichkeitswirksam-kandidat-innen-fuer-die-europawahl-suchen/22859 verwiesen . Sie wird sich schon melden , wenn sie liest , dass WIR sie brauchen .


#42

Abseits von Arbeitssprachen und DiB-Werten, werden wir Fürsprecher brauchen,
die bereit sind, ihr Leben auf den Kopf zu stellen,
die 12 Stunden Arbeitstage fern von der Familie und Freunden in fremder Umgebung auf sich nehmen zu wollen,

die sich schnell in völlig unbekannte Materie einarbeiten können,

die sich Personalführung erarbeiten wollen,
die Spass daran haben, sich mit Kollegen aus anderen Ländern auszutauschen,
die den Anforderungen an einen schwierigen Auslandsaufenthalt gewachsen sind (oder sich jedenfalls gewachsen fühlen),
die bereit sind, sich auch umfangreicher und manchmal übler Kritik zu stellen

Usw, usw.

Es bedarf einer gefestigt Persönlichkeit mit großem Rückhalt in der Familie.

Wir wollen doch nicht, dass unsere DiBler an der Aufgabe kaputtgehen. Die Kandidatur ist m. E. nicht geeignet zur Profilierung oder zur Befriedigung von Eitelkeiten.

Wer traut sich das zu?


#43

Geeignet möglicherweise schon, nur nicht von den Abstimmenden gewollt!


#44

In der Vergangenheit haben die kandidierenden Menschen immer die Möglichkeit gehabt, sich hier auf dem MP vorzustellen und dann auch bei der Wahl noch mal 2 Takte zu sich zu sagen. Das werden wir selbstverständlich wieder so machen. :slightly_smiling_face:


#45

Anworten auf drei Fragen und ein Vorschlag.

  • Wählen wir eher Menschen als Gesichter für unseren Wahlkampf oder eher Menschen für die spätere Parlamentsarbeit?

Gewählt werden a) aus juristischer Sicht Menschen und b) aus der Wählersicht ebenfalls Menschen.

Zu a) Nach dem Grundgesetz und dem Parteiengesetz werden, egal bei welcher Wahl, Menschen, also Einzelpersonen, gewählt. Einfacher Nachweis: eine gewählte Person tritt sowohl aus der Fraktion als auch aus der Partei aus. Das parlamentarische Mandat behält dieser Mensch trotzdem.

Zu b) es sind immer Personen, einzelne Menschen, die den Löwenanteil bei den erreichten Stimmen auslösen. Das gilt für lokale Bürgermeisterwahlen wie auch für Bundestag oder EU Parlament. Markantes Beispiel: Marina Weisband und die Piraten.

  • Wählen wir die Menschen auf den ersten Plätzen nach anderen Kriterien als den Rest, weil es für sie realistische Chancen gibt, ins Parlament einzuziehen?

Wir haben Grundwerte, die für jede Wahl gelten müssen. Da kann es keine anderen Kriterien geben. Diesen Werten nachgeordnet muss ein ein Europa- und Deutschlandtaugliches Programm geben, das den potentiellen Wähler*innen erläutert, warum sie denn ausgerechnet DiB wählen sollten. Dautschlandtauglich deshalb, weil wir im Land 98-99% der potentiellen Stimmen haben. In anderen EU Staaten werden es nur ganz wenige sein. Da wir aber auch dort auf keine einzige Stimme verzichten wollen, müssen unsere Werte in den Fokus, denn die sind bereits europatauglich.

Und, zum guten Schluss: das dritte Kriterium lautet Charisma, Ausstrahlung plus viel Erfahrung im Umgang mit jeglicher Art von Presse.

Ganz pragmatische Dinge sollten auch erfüllbar sein. Man muss viel Zeit einbringen können, braucht Geduld, und Organisationstalent.
Das beste kommt zum Schluss: Leidenschaft und Herzblut für Demokratie in Bewegung.

  • Soll die Liste gezielt Vielfalt über unsere Quoten hinaus repräsentieren, z.B. in Bezug auf die Herkunft (um das Transnationale zu betonen) oder den Wohnort (um in allen Regionen jemanden für Wahlkampfaktionen zu haben) etc.?

Es ist ein verlockender Gedanke, den ich aber ohne wenn und aber verwerfe.
Er ist grundsätzlich nicht möglich, weil er einen Verstoß gegen unsere Satzung und die darin enthaltenen Quotenregelungen darstellt.
Er ist auch langfristig gedacht genau falsch. In letzter Konsequenz stellen wir dann aus wahltaktischen Gründen bei fast jeder Wahl unsere Satzung auf den Kopf. Damit sind wir aber nicht mehr wählbar. Wir werden quasi unberechenbar.

Wie kann das funktionieren?

Wir brauchen als erstes ein klares, übersichtliches und leicht verständliches thematisch ausgerichtetes Europawahl-Programm. Ein DiB Programm, wohlgemerkt.

Aus meiner Sicht müssen wir zu folgenden Punkten Vorschläge, Ideen, Visionen benennen:

  • Angleichung der Steuer- und Sozialsysteme (ohne die es nie eine wirklich freie Wahl von Arbeitsplatz und Wohnort geben wird, obwohl alle EU Bürger das Recht dazu haben)

  • ein strikter Finanzausgleich zwischen den Mitgliedsstaaten, bis finanzielle und soziale Ungleichheit beseitigt ist

  • die Einführung eines sozialen, ökologisch-nachhaltigen Wirtschaftssystems (z.B. Gemeinwohl-Ökonomie)

  • ein europaweites Einwanderungsrecht und ein europaweites Asylrecht, beides in Verbindung mit einer zu entwickelnden europäischen Willkommenskultur (ich glaube, wir haben sie schon. Wir müssen nur auf 2015 schauen)

  • eine neue Entwicklungshilfepolitik. Hilfe zur Selbsthilfe muss an erster Stelle stehen, gefolgt vom Aufbau eines eigenen Wirtschaftssystems und demokratischer Strukturen

  • einen europäischen Klimawandel. Die EU kann es schaffen, komplett auf ökologisch-nachhaltige Energiesysteme umzustellen

  • europaweit gültige Standards für Schul- und Berufsausbildung

Wenn wir diese Punkte so entwickeln, das sie leicht verständlich und fachlich fundiert sind, werden wir auch Kandidaten*innen finden, die das mit Herz und Leidenschaft vertreten. Und wir werden eine Chance haben, die vielleicht größer ist, wie es aktuell scheint.


#46

Zur Suche nach Kandidatis habe ich hier einen Vorschlag für einen anderen Ansatz. Was meint ihr dazu?

https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/unser-schattenkabinett-liste-fuer-die-eu/23239


#47

Kann man doch parallel machen, oder nicht?


#48

Wir müssten uns nur überlegen, wie man das aufeinander abstimmt.

Sollte jemand aus unserem Schattenkabinett bereit sein, auf unserer Liste zu kandidieren, müsste das ja über den BPT laufen. So wie für die öffentlich gesuchten Bewerbers auch.

Das Schattenkabinett könnten wir vielleicht über eine Ini einbringen.


#49

Wir haben jetzt im Thread “Unser Schattenkabinett / Liste für die EU” eine schöne Sammlung von Expertens erstellt, die wir einbringen könnten. (gesammelt im ersten Beitrag)

Die Frage ist, wie.

Alexander hat oben auf die Aktion verwiesen, mit der sich beliebige Personen für die Liste aufstellen lassen können. Etwas in der Art wäre ja unsere “Experti-Sammlung”. Nur mit dem Unterschied, dass wir diese Personen anschreiben und bei Interesse vorschlagen würden.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es da großen Rücklauf gibt, da die meisten überparteilich arbeiten wollen. Allerdings haben wir deren Argumentation teilweise in unser Parteiprogramm übernommen, sodass es vielleicht eine Chance gibt.

So oder so könnten wir das als Werbeaktion nutzen. Wir bieten Kandidatis außerhalb der Partei an, sich bei uns aufstellen zu lassen. Dazu gehören natürlich auch Menschen, die unser Parteiprogramm inspiriert haben oder unsere Themen öffentlich vertreten.


#50

Ich kann mich mit dem Schattenkabinett nicht anfreunden und bin der Meinung, dass DiB das nicht nötig hat.


#51

Ich bin da Sigis Meinung. Kandidaten für DiB sollten auch aus unseren Reihen kommen. Natrürlich sind bekannte Menschen hilfreich aber für Zwecke wie Publicity sollten wir nicht den Fokus auf Menschen außerhalb von DiB legen.

In diesem Feed hab ich außerdem viel darüber gelesen was ein Kandidat / eine Kandidatin alles können muss… ich sehe dabei aber viele Anforderungen die man an Politiker stellt die einer SPD oder CDU angehören.
Ich kam zu DiB weil wir Politik anders machen wollen.
Daher sind aus meiner Sicht Anforderungen eher auf menschlicher Ebene.

  • klare und feste Meinungen.
  • Lernbereitschaft und keine Scheu vor Neuem.
  • Kommunikationsbereitschaft. (englisch lernt man auch am besten “by doing”)
  • gute Menschenkenntnis.

Das mag in erster Linie naiv und jung klingen aber ist DiB nicht die Partei die wirklich mit Menschen Politik für Menschen machen will? Dann ist unsere wichtigste Waffe doch (Trommelwirbel) Menschlichkeit.


#52

Gut gesprochen , aber auch vorher gut begründet und gar nicht naiv und jung (übrigens kenne ich ´ne Menge naive Menschen , die nicht mehr jung sind) .
Leider scheinen sich immer mehr “Qualitätsmerkmale” auch bei DiB durchzusetzen , wie wir sie bei den Etablierten kennen , aber ich kann mich ja auch täuschen .
Doch Jede/r kann ja die Kriterien für sich selbst festlegen , nach denen sie/er Kandidat/innen unterstützt oder wählt .


#53

die sind meist harmlose Träumer…
Die altklugen Hosenscheisser sind da wesentlich anstrengender.

Punkt!

exakt.