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Kandidat*innen gesucht – aber welche?


#1

In einem anderen Thread diskutieren wir gerade, ob wir für unsere Liste zur Europawahl auch öffentlich passende Kandidat*innen suchen sollen.

Um einen Überblick über Kandidat*innen aus unseren eigenen Reihen zu bekommen, haben wir außerdem eine Umfrage angelegt. Wenn ihr euch vorstellen könnt, bei der Europawahl zu kandidieren, beantwortet bitte diese Fragen (die Teilnahme ist freiwillig und keine Voraussetzung – hilft uns aber bei der Vorbereitung!).

In der Runde, die sich derzeit Gedanken über unsere Listenaufstellung macht, kam auch die Diskussion auf, was genau wir uns eigentlich von den Kandidat*innen erhoffen, was wir erwarten, was uns wichtig ist.

Gerne möchten wir mit Euch gemeinsam ein paar Kriterien sammeln, um einen Eindruck zu gewinnen, auf welcher Basis wir eine starke Liste wählen wollen.

Fragen, die unter anderem aufgekommen sind:

  • Wählen wir eher Menschen als Gesichter für unseren Wahlkampf oder eher Menschen für die spätere Parlamentsarbeit?

  • Wählen wir die Menschen auf den ersten Plätzen nach anderen Kriterien als den Rest, weil es für sie realistische Chancen gibt, ins Parlament einzuziehen?

  • Soll die Liste gezielt Vielfalt über unsere Quoten hinaus repräsentieren, z.B. in Bezug auf die Herkunft (um das Transnationale zu betonen) oder den Wohnort (um in allen Regionen jemanden für Wahlkampfaktionen zu haben) etc.?

Also: Was ist Euch wichtig in Bezug auf unsere Liste und die Kandidat*innen?


Hinweis: Dieser Thread wird unabhängig von der Diskussion gestartet, wie genau wir am Ende unsere Liste wählen. Wir haben gesehen, dass bereits die Idee eines Losverfahrens geäußert wurde – und werden diese genau wie andere Vorschläge in den kommenden Tagen noch mal diskutieren.


Initiative: Englisch soll Verkehrssprache werden
#2

Zuerst mal 1000 :luv: für unsere gelebte Basisdemokratie!

Das Wichtigste ist mir, dass unsere Fürsprechis gute Moderatoris sind. Wir suchen keine Egos, sondern den Konsens. Alexander ist da ein leuchtendes Beispiel (ja, ist hier auch als Lob gemeint). Er “führt” DiB zwar formell, vertritt aber hauptsächlich die Meinung und die Position der Basis. In letzter Instanz hat er die Freiheit, davon abzuweichen, begründet das dann aber immer ausführlich.

Da sollten wir uns klar machen, dass wir bei einer Wahl in erster Linie Stimmen suchen und nur in zweiter Linie Menschen, die für DiB aktiv werden. Und “Die Wählers” wollen Gesichter und Persönlichkeiten, die sie authentisch und vertrauenswürdig finden. Ist so, finde ich auch doof, sollten wir ändern. Aber so lange das nicht geändert ist, sollten wir Gesichter suchen.

Weiterhin glaube ich, dass wir mit der Parlamentsarbeit nur beginnen können, wenn wir Fraktionsstärke haben. Darunter sehe ich die Präsenz im Parlament eher als Öffentlichkeitsarbeit. So wie Herr Sonneborn das macht, nur eben mit Inhalten, statt mit Satire. Also ein weiteres Argument für Gesichter.

Spannende Frage. Theoretisch können ja 0-750 Fürsprechis einzihen, da ist die “Zielgröße” variabel.

Vorschlag:
Wir nehmen die interne Liste, die wir aufgestellt haben und nehmen das Kandidati an Platz 1 auf die Europaliste.
Dann schauen wir, wie der nächste Platz der Europaliste nach Quote besetzt sein müsste und nehmen das erste passende Kandidati von der internen Liste. Falls der Platz nicht Quotiert sein muss, weil z.B. Platz 1 schon weiblich und Vielfalt ist, nehmen wir einfach Platz 2 der internen Liste.
Und so weiter. Auf die Weise sollte jede beliebige Größe ausreichend quotiert sein, oder?

Ich finde die Quotierung und die basisdemokratisch aufgestellte Liste wichtiger. Falls wir diese Kriterien einbringen, könnte das zu unnötigem Gezerre um Argumente für eine andere als die gewählte Aufstellung führen.


#3

Fange mal allgemeiner an:

Der offensichtliche Rechtsruck den wir gerade in der Gesellschaft verfolgen (und das weit über die Grenzen Europas hinaus), ist in Wirklichkeit ein Fortschrittsrückschritt in dunklere Zeiten,
wie oft, geschichtlich gesehen, entlang von Grenzmöglichkeiten der Herschaftssystematik führender Gesellschaftssysteme /-gruppen.

Und die Menschen befinden sich mMn, einerseits, durch die MM-Vernebelung in einem mehrheitlich mehr oder weniger künstlich-apatischen und smart-gelenkten Zustand von Konsummarionetten.

Anderseits, gäbe es heute mehr denn je die Möglichkeiten, grundlegende Probleme auf der Erde anders anzugehen und die schlimmsten der Zustände zumindest, die wohl skandalös-verbrecherisch für eine zivilisierte humane Welt sich darstellen, endlich zu lösen (allen voran das Armutsproblem, dessen Auflösung positive Bedingungen für die Lösung auch des ökologischen Problems mitbringen würde).

Im politischen Terrain beobachten wir gerade ebenfalls mal wieder eine Erneuerung des Status-Quo, im Stil der Macron-Bewegung z.B. und ihrer Pendants auch hierzulade und wohl auch anderswo, in entsprechenden Nuancierungen.

Ist dieser sich wiederholende Trend der Umkleidung des im Kern immer gleich bleibenden “Systems” zu durchbrechen, in Richtung einer humaneren, solidarischen ökologischen Gesellschaft ?
Oder übernehmen bald Roboter noch mehr von den regierenden Zentralen gesellschaftlicher Strukturen zu Gunsten weiterhin der über-starken Wirtschaftsinteressen und ihres Klientels ?

DiB und andere progressive Kräfte zeigen einen Weg in die richtige Richtung.
Und doch ist das auch nicht neu.
Ja, es war auch vor 30 Jahren so, habe damals die gleichen Diskussionen geführt. Vor 70 hat sie mein Vater ebenfalls geführt. Vor 100 hat sie mein Opa geführt…
Tatsächlich, in der Substanz sind nur kleine epochale Unterschiede zu sehen.
Doch heute, dachten wir zumindest vor 20 Jahren so, würde die Technologie ein Niveau erreicht haben, insbesondere durch die Informationsrevolution, daß es einen Sprung ins Bessere “von alleine” gäbe.
Stattdessen beobachten wir gerade wieder den Niedergang demokratischer und menschenrechtlicher Werte …

Was machen wir nicht richtig?
oder was müssen wir besser machen?
warum hat es noch nicht gereicht was die progressive Kräfte anstellen - die 30 Jahre ökologische Bewegung z.B. ?

Nun, ich glaube, neben all den kleinen Schritten, die wir ja auch vollziehen müssen in mehreren Richtungen,
brauchen wir eins heute klar und deutlich, sonst bleiben wir in einem ewigen Kreis der Angepasstheit des alten, sich immer wieder erneuernden Systems von Ausbeutung von Mensch und Natur, verhaftet :

Die radikale Forderung an Lösung von Missstände - in eben jenen sozialen und ökologischen Fragen, die unbestritten auch gelöst werden müssen.

In unsere Initiativen muß dieses Ausdruck finden.
Und auch unsere Fürsprecher sollen diesem Ausdruck genauso weitergeben.

Wenn es also jetzt um eine der “grösseren” Wahlen geht :
und Alexander hat hier gewissenhaft paar gute Fragen gestellt über Kandidaturen :
Im Sinne der Aufgabe eines radikalen Ansatzes würde ich jetzt nachfragen,
welche Ideen wir in diesem Zusammenhang generieren können, um durch radikale Forderungen und dabei doch zutreffend, die Wähler aufzuwecken von der politischen MM-Lethargie.
Wie schaffen wir das?

Hab mir noch keine neue Gedanken drüber gemacht, ich hole paar teils schon erwähnte Vorschläge jedoch als Erstes hervor :

Wenn wir ein System ändern wollen, wie in diesem Fall, müssen wir oft selbst system-ändernd vorgehen und manchmal uns auch selbst, als ersten Schritt, ändern.

Mir fallen gleich die drei Stichwörter dazu:

1 _ Vielfalt
2 _ Teams
3 _ Mitbestimmung

und fange hinten an:

_ zu 3 : _radikale Mitbestimmung : _ Wir sollten die Menschen in die Parlamente bringen. Als einen radikalen demokratischen Ansatz den wir unserseits vormachen.
Wer Interesse daran hat, sollte die Möglichkeit auch haben, so gut es möglich ist und soweit sieer es schafft,
im politischen Geschehen so mitzumachen, daß sie
er mitbestimmen kann / könnte.
Das gleiche gilt für das innerparteiliche politische Geschehen inkl der Arbeit von Fürsprechern* im Parlament.
Dafür sollten wir eine “technische” Lösung finden.
Momentan sehe ich nur die LiquidDemocracy/-Feedback Möglichkeit projektierbar, wäre sehr froh über weitere Vorschläge.
In diesem Zusammenhang auch das “Mandat Ständiger Versammlung” : (Mandat Ständiger Versammlung (MSV) (Vorschlag für BPT3))

_ zu 2 : _ Teams : _Wir sollten Teams bilden für die Posten, keine Einzelplatzvergabe.
Entsprechend auch die Kandidaturen sollten unter dem Motto sich hervorheben : Zusammenarbeit statt Konkurrenz.
Ob und wie das genau gehen würde, und ob offiziell oder anderswie, wäre sich noch auszudenken,
aber die Arbeit sollte auf jeden Fall auf mehrere Leute verteilt werden.
Das würde das Arbeitsvolumen besser handhabbar machen, höhere Qualität erzielen und weniger Belastung einzelner Personen hervorrufen.

_ zu 1 : _ Vielfalt radikal : _ Wir sollten als Kandidaten - und in Zusammenhang mit obigen Punkt 2, als Kandidaten-“Gesichter” (Team-Sprecher), nur Frauen und quoten-entsprechend Vielfalt haben,
als ein radikales politisches Signal zur Unterstreichung der Forderung nach mehr Frauen und Vielfalt im gesamtpolitischen Kontext

Demnach bzgl der Fragen von Alexander :

  • Wählen wir eher Menschen als Gesichter für unseren Wahlkampf oder eher Menschen für die spätere Parlamentsarbeit? :
    _“Gesichter” sind “markentingmäßig” relevant, Parlamentsarbeit ist wichtig, das kann auch eine Person theoretisch ja auch alles verkörpern, …
    aber der obige Fauen-Kandidatur- und Team-Vorschlag bietet potentiell die beste Möglichkeiten als Kombination

  • Wählen wir die Menschen auf den ersten Plätzen nach anderen Kriterien als den Rest, weil es für sie realistische Chancen gibt, ins Parlament einzuziehen?
    Generell müssen wir Leute finden die es wirklich machen wollen, ich denke Kriterium Nr 1 wäre ,daß wir den einen - evtl wahrscheinlicheren Platz - so besetzen daß die Kombi aus Frage 1, optimal und zuverlässig abgedeckt wird

  • Soll die Liste gezielt Vielfalt über unsere Quoten hinaus repräsentieren, z.B. in Bezug auf die Herkunft (um das Transnationale zu betonen) oder den Wohnort (um in allen Regionen jemanden für Wahlkampfaktionen zu haben) etc.?

Was unsere Listenbeteiligung an die DiEM25-TransnationaleListe angeht, ist die Herkunftsfrage zweitrangig, weil diese Liste sowieso transnational ist :wink:

Da es aber eine von DiEM unabhängige Kandidatur offiziell geben wird (falls wir eine Liste überhaupt aufstellen) ,
(da transnationale Listen nicht zugelassen sind) wäre es ein interessanter extra Punkt, um Vielfalt zusätzlich zu thematisieren, speziell zu Europa-Wahl
_auch wenn ich dem kein besonders grosses Gewicht beimesse…

:dib_spirit:


#4

Wählen wir eher Menschen als Gesichter für unseren Wahlkampf oder eher Menschen für die spätere Parlamentsarbeit?

Am Ende ziehen natürlich immer Menschen in Parlamente ein, um Menschen zu vertreten. Insofern sollten Menschen auch im Vordergrund stehen. Ich würde an dieser Stelle aber tatsächlich eher ein Team von Menschen in den Mittelpunkt stellen. So könnte formell zwar eine Person ins Parlament einziehen, jeder errungene Platz aber aus einem Kompetenzteam bestehen, welches schon im Wahlkampf gemeinsam antritt, um unseren demokratischen und ego-freien Ansatz von Beginn an in den Vordergrund zu stellen. In einem solchen Setup könnten dann auch eventuell fehlende Kompetenzen der eigentlichen Listenkandidaten sinnvoll ergänzt werden.

Wählen wir die Menschen auf den ersten Plätzen nach anderen Kriterien als den Rest, weil es für sie realistische Chancen gibt, ins Parlament einzuziehen?

Analog @drakon wäre für mich die wichtigste Voraussetzung, dass unsere Kandidaten auch wirklich wollen und hinter unseren Werten stehen. Weitere Kriterien oder gar unterschiedliche Vorgehensweisen gemäß Reihenfolge auf der Liste würde ich vermeiden wollen.Um unseren neuen Politikansatz plakativ herauszustellen, würde ich zudem das Losverfahren präferieren - was zusammen mit den genannten Kompetenzteams ganz nebenbei auch ein pressewirksames Alleinstellungsmerkmal sein dürfte!

Soll die Liste gezielt Vielfalt über unsere Quoten hinaus repräsentieren, z.B. in Bezug auf die Herkunft (um das Transnationale zu betonen) oder den Wohnort (um in allen Regionen jemanden für Wahlkampfaktionen zu haben) etc.?

Ich würde an dieser Stelle bei unseren vorhandenen Quoten bleiben…wenn sich eine Überquotierung ergibt ok, aber nicht bewusst forciert. Weitere Quoten würden das Auswahlverfahren zudem nur noch komplexer und unflexibler machen.


#5

Lieber @alexanderplitsch, bevor ich auf deine Fragen eingehe sollten wir den Menschen in und außerhalb von DiB, welche mit einer Kandidatur liebäugeln eine “Stellenbeschreibung” an die Hand geben, um sich zunächst selbstkritisch zu überprüfen, ob Sie sich diesem möglichen Abgeordnetenmandat gewachsen fühlen. und dies unter der Berücksichtigung, wie wir eine/n Fürsprecher*in im Parlament gerne sehen würden. Ich werde den Eindruck nicht los, dass so Manche/r diesbezüglich etwas romantische wenn nicht sogar realitätsfremde Vorstellungen hat.

Im Idealfall sowohl als auch

Sehr befremdlich: welche Kriterien erhöhen den die realistischen Chancen ins Parlament einzuziehen? Da fällt mit spontan als Kriterium nur “hoher Bekanntheitsgrad bzw.bundesweit bekannt” ein. Was zur Folge hätte, dass der/die Kandidat*in zur Zeit außerhalb von DiB zu suchen wäre. In diesem Fall könnten wir dies gleich mit der dritten Frage verbinden.

Kleine Bemerkung am Rande; Wie ich gelesen habe, trägt sich Herr Yanis Varoufakis mit dem Gedanken nicht nur in Griechenland mit seiner Partei als Spitzenkandidat anzutreten, sondern ggf. auch in anderen europäischen Ländern auf den DiEM Listen.

Wie auch immer. Bevor wir uns solchen Gedankenspielen hingeben, würde ich mir wünschen, dass wir erst einmal Klarheit darüber haben, wie wir antreten wollen; Alleine, Zusammen mit DiEM, Zusammen mit anderen Parteien mit/ohne DiEM. Wie viele Listenplätze ausgelobt werden, wenn wir alleine antreten oder in Bündnissen/Kooperationen. Hier sehe ich die vordringlichste Aufgabe des Vorstandes und deren Beauftragten.

Nachtrag: vorletztes Wochenende sollten doch weitere Gespräche mit DiEM geführt werden. Gibt es da Ergebnisse?


#6
  1. Ist der Initiativprinzip - wo Jedermann sich berufen fühlen kann eine zu starten, und die dann ggf. konsensiert wird - nicht radikal genug?
    In diesem Modus laufen doch auch Kandidaturen, oder nicht?
  1. klingt super. Nur ist die Diskussion hiberniert.
  1. Ich (sehr pers.) votiere - aus weiter oben genannten Gründen - für ´Menschen für die spätere Parlamentsarbeit´.
    Bin aber nicht abgeneigt das erstere ernsthaft zu überdenken.
    Und erst recht ein evtl. ´Doppelnutzen´.

#7

Ich hätte diese Frage so verstanden, dass es darum geht, ob Personen auf “hinteren” Plätzen, die kaum Chancen auf einen Sitz im Parlament haben, auch die Eignung für die Parlamentsarbeit mitbringen müssen, nicht in erster Linie darum, wie man mehr Stimmen bekommen könnte.

Vielleicht wäre es gut, hier auch noch auf die Diskussion zu gelosten Listen zu verweisen:
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/gedanken-zur-aufstellung-unserer-europawahl-kandidat-innen/22787


#8

Eher kurzes Feedback meinerseits:
Die Umfrage sollte meiner Meinung nach noch stärker beworben werden, damit mehr Menschen hier die Möglichkeit gegeben ist unverbindlich daran teilzunehmen. Evtl Einbindung in IRIS oder als Banner…

Die Idee in Teams anzutreten finde ich gut, sinnvoll wäre da wahrscheinlich nach Kompetenzen bzw Interessen vorzugehen. Eine andere bzw weiter gehende Möglichkeit wäre die Teams lokal zu verorten, das würde die Planung gemeinsamer Auftritte/Werbeaktionen etc evtl vereinfachen.

Falls wir für die Teams Menschen mit einem gewissen Bekanntheitsgrad außerhalb von DiB gewinnen könnten, würde das die Öffentlichkeitswirksamkeit signifikant erhöhen.

Mir ist allerdings gerade noch nicht klar, wie wir aus den Teams dann unsere Wahlliste ‘befüllen’…


#9

Also ich finde schon, dass die ersten Listenplätze nach anderen Kriterien gewählt werden (sollten), als die hinteren Plätze. Und ich denke auch, dass das schlicht und ergreifend bei einer Wahl immer passieren wird. An die Person, die an erster Stelle gewählt wird, werden immer andere Maßstäbe gesetzt, als an die weiteren Kandidat*innen.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass wir uns klar werden sollten, dass wir als DiB alleine von der Europawahl nicht erwarten sollten, dass wir danach plötzlich im Alleingang unsere Initiativen auf Europaebene durchsetzen. Wenn es unfassbar gut läuft, dann entsenden wir eine Person in das Europaparlament. Wenn eine internationale Zusammenarbeit funktioniert, dann könnte diese “Koalition” vielleicht ein paar Stimmen zusammen bekommen, DiB als einzelne Partei wird aber keine sonderlich bewegende Rolle im Europaparlament spielen.

Von daher ist die Europawahl eine Art Prestigeprojekt. Durch einen gelungenen Wahlkampf könnten wir weiter am Fundament für weitere Wahlen und damit echte Mitbestimmung arbeiten. Dafür braucht es aber mMn auch Personen, die diese Geschichte erzählen können. Menschen wählen am Ende dann eben doch Gesichter und das werden wir nicht in einem Wahlkampf ändern, wenn wir noch nicht einmal in einem Parlament vertreten sind. Deshalb finde ich es durchaus wichtig, dass wir auf die ersten Positionen unserer Wahlliste Menschen wählen, die unsere Geschichte charismatisch erzählen können.


#10

Eine gute Möglichkeit bietet auch hier das Losverfahren , das in dem Fall ja eigentlich nur die Reihenfolge auslost ; bei DiB gibt´s ja eine Amtszeitbegrenzung .


#11

Die Amtszeitbegrenzung hat aber ja nichts mit der Reihenfolge einer Wahlliste zu tun.


#12

Finde schon , wer auf Platz 1 gelost wurde , erhält als erstes ein Mandat und fällt nach seiner begrenzten Zeit zurück ins Team und arbeitet dann für die nächstgeloste Mandatsträgerin zu ; mit aller bereits gesammelten Erfahrung .


#13

I

In der Tat Simon, da hast du wohl recht. Habe ich falsch interpretiert. Da sieht man es Mal wieder. Lesen ist nicht gleich verstehen. Sollte unsere Spitzenkandidatin also “besondere Fähigkeiten” haben?

Dazu eine Frage: wer von euch kann die Spitzenkandidatin der Grünen aus der letzten EU Wahl aus dem Stand benennen. Auflösung: Es ist Rebecca Harms. Wie oft habt ihr seit 2014 von dieser Person gehört, etwas gelesen usw. Ich kann mich daran nicht erinnern.

Wenn wir also unsere Beste nach Brüssel senden wollen, fordere ich euch bzw. den Vorstand auf, zu benennen, was den unsere Beste mitbringen muss. Wie soll sich jemand guten Gewissens um die Spitzenposition bewerben, wenn Sie noch nicht einmal weis, was wir von Ihr an Fähigkeiten usw. erwarten.


#14

Genau darum das zu diskutieren, geht es doch auch hier in diesem Thread. Die Listenaufstellung ist übrigens auch keine Aufgabe des Vorstandes, wäre ja noch schöner.


#15

Liebe @Sabine, habe ich mit keiner Silbe erwähnt. Ist ja originäre Aufgabe der Parteimitglieder.


#16

Wieso sollte dann der Vorstand benennen was Kandidat*innen mitbringen müssen? Auch das ist unser aller Aufgabe und dazu sollten wir vielleicht jetzt auch zurück kommen. Sorry, ich war selber off-topic :see_no_evil:


#17

sorry, aber stellen wir jemanden, oder die ´gemeinsame Liste´?
Dann sollten ´die´ vlt. auch zu Wort kommen.


#18

Lieber @rojko, eine gemeinsame Liste ist derzeit lt. Satzung/Wahlordnung gar nicht vorgesehen. Alle Bewerber*innen bekommen natürlich gemäß Wahlgesetz entsprechende Redezeit anlässlich der Aufstellungsversammlung und werden, wie es bei uns ja schon so schöne Tradition ist, sich wohl auf dem Marktplatz vorstellen und sich unseren Fragen stellen.


#19

Jeinseits meiner Likes, die verschiedene Positionen unterstützen, möchte ich noch hinzufügen:

Wir sollten Menschen wählen die bestimmte Kriterien erfüllen sollten - diese möchte ich ergänzen:

  • Sie müssen voll und ganz hinter den DiB Werten und der Partei stehen
  • Sie sollten sehr gut zuhören und reden können - Ersteres in der Quantität doppelt so viel wie Letzteres.
  • Sie sollten wissen wie man (wissenschaftliche) Quellen bewerten kann - Stichwort: Statistik.
  • Sie sollten wissen wie man ein gutes Team zur Parlamentsarbeit zusammenstellt.

Das kann vorhanden sein oder kann natürlich auch teilweise noch erlernt werden.

Danke für die Aufmerksamkeit =)


#20

Gibt es innerhalb von Satzung und Wahlordnung da überhaupt Spielraum? Oder sollt das nur eine Empfehlung an die Wählenden werden, z.B. “Promis vorne auf die Liste fänden wir gut” ?

Man darf dabei die Wahl auch nicht aus Versehen anfechtbar machen.