Initiative: Modernisierung der Drogenpolitik, um Kriminellen die Geldquelle zu nehmen und Leidtragenden zu helfen

#21

Sorry, ich bin irgendwie die ganze Zeit nicht auf das Thema gestossen , erst heute.
Genial ausgearbeitet finde ich!
Großes Lob!
Sollte man irgendwo noch einen Verweis auf unsere alte "Legalisierung von Cannabis " Ini geben?
Oder hebt sie diese auf?
Die neue Ini geht ja “tiefer” und umfasst “alle Drogen”.
Sie ist quasi die konsequente Weiterentwicklung des damaligen Themas.
Ganz ohne den Bezug zur Canabis Ini, wĂŒrde ich dann lieber die neue stehen haben, sozusagen als Ablöse des “angerissenen” Themas von damals.
Ich hoffe man versteht irgendwie, was ich meine.
Liebe GrĂŒĂŸe

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#22

Wir wollen es ja nicht verbieten. Nur nicht mehr bewerben.

Nikotin an der Supermarktkasse ist eine UnverschÀmtheit. In Finnland gibt es das nicht. Auch in Fenkreich muss man in ein Tabac, um Fluppen zu bekommen. Funktioniert.

Wie wĂ€re es, wenn wir die Diskussion abwarten und dann ĂŒberlegen?

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#23

In der Ini hab ich es so verstanden, dass auch Alkohol nur an bestimmten Stellen ausgegeben werden darf
 Vllt hab ich das auch einfach wirr gelesen :smiley:

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#24

Na, das wĂŒrde doch das kulturelle Leben in Deutschland zum Erliegen bringen :rofl:

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#25

genau das hab ich verstanden :rofl:

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#26

Liebe Interessierte, unsere Ini steht im Plenum und sucht UnterstĂŒtzung:

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#27

Liebe Interessierte, die Ini steht jetzt zur finalen Bearbeitung bereit.

Ich wĂŒrde gerne den Aspekt der schrittweisen EinfĂŒhrung einbringen und die Anschubfinanzierung.

Die Ini zu kĂŒrzen fĂ€nde ich auch gut. Aber mir fehlt ein wenig die Idee, wie das gehen soll. Das Thema ist komplex und erklĂ€rungsbedĂŒrftig. Vielleicht stellen wir sie einfach zur Abstimmung, wie sie ist und bessern ggf. spĂ€ter nach? Was meint ihr?

Habt ihr noch Dinge, die ihr jetzt nach der Diskussion gerne anpassen wĂŒrdet?

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#28

Ich finde die Ausarbeitung der Initiative sehr gut und möchte an dieser Stelle einmal ein großes Kompliment fĂŒr dieses sehr schwierige Thema ausprechen.

Was mich interessieren wĂŒrde ist, wie man derzeit zum Thema Drugchecking steht.
Durch die Forderung der Initiative wĂŒrde das Thema Drugchecking natĂŒrlich gĂ€nzlich entfallen, da man insbesondere die Struktur des illegalen Handels aufheben möchte und somit das Beimischen von gefĂ€hrliche Substanzen durch die kontrollierte Erzeugung unterbunden wird.

Ich halte jedoch das Thema Drugchecking fĂŒr zwingend notwendig um eine moderne Drogenpolitik auf den Weg bringen zu können. Als Vorbilder könnten hier die europĂ€ischen LĂ€nder Spanien, Schweiz, Niederlanden, Belgien, Portugal, Tschechien, Österreich und Frankreich aufgelistet werden. Dort wird das Drugchecking staatlich oder halb-staatlich betrieben, um dem tödlichen Konsum einhalt zu gebieten.

Deshalb meine Frage, macht es Sinn, das Drugchecking als zusĂ€tzlichen Punkt in dieser Initiative mit aufzufĂŒhren oder sollte dafĂŒr vielleicht eine gesonderte Initiative gestartet werden?

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#29

Hallo Manu, vielen Dank fĂŒr das Kompliment.
Du meinst, dass die Drogen, die derzeit im Umlauf sind, auf ihre Zusammensetzung und evtl. gefÀhrliche Stoffe getestet werden sollen?
Ich weiß nicht, wie verbreitet Angebote dazu in Drogenberatungsstellen derzeit sind. Da mĂŒssten wir erstmal den Status quo herausfinden. Hast du da Daten zu?

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#30

Hallo megaera,
unter Drug-Checking wird die Möglichkeit verstanden, Drogen unmittelbar vor Ort (Club, OpenAir oder andere Veranstaltungen) auf dessen Bestandteile ĂŒberprĂŒfen zu lassen. Das Checking wird in der Regel von Ärzten oder Pharmazeuten durchgefĂŒhrt. Die Finanzierung ĂŒbernimmt der Club und oder Veranstalter.

Die ARD hatte im Jahre 2012 mal eine Dokumentation zum Thema “Drugchecking” veröffentlicht, diese findest du hier: Drugchecking - ARD Dokumentation

In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Vereine die sich explizit mit dem Thema beschĂ€ftigen und hierbei auch beratend zur Seite stehen wĂŒrden. Expemplarisch könnte man hier den Release Stuttgart e.V. nennen. Es gab Anfang der 2000er Jahre bereits einen Verein mit dem Namen Eve & Rave, welcher sich um das Thema Drugchecking in Deutschland gekĂŒmmert hat. Leider ist dieser Verein, aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen, derzeit nur noch in der Schweiz tĂ€tig. Es liegt allerdings eine Ausarbeitung aus dem Jahre 2002 vor, welche genaue Daten zum Thema Drugchecking bietet. Ich habe die Datei hier einmal angehĂ€ngt. drugchecking_eve_rave.pdf (106,4 KB)

Die Stadt Berlin prĂŒft derzeit die Möglichkeit fĂŒr Einrichtungen des Drugcheckings.
Hier findest du einen sehr interessanten und aktuellen Artikel (November 2018) aus der Zeit dazu: Berlin will Einrichtung zum Test von Drogen schaffen.

Liebe GrĂŒĂŸe

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#31

Die Ini steht nun zur Abstimmung bereit! @Surfista, @megaera und ich wĂŒrden uns ĂŒber zahlreiche Stimmen freuen :slight_smile:

Abstimmung Initiative

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#32

Liebe Interessierte,

zunĂ€chst wĂŒnsche ich euch ein wundervolles Jahr 2019, in dem wir gemeinsam hoffentlich viel bewegen.

Außerdem darf ich uns dazu gratulieren, dass unsere Ini mit deutlicher Mehrheit angenommen wurde. Rechnet man die Enthaltungen heraus, kommt sogar eine deutliche 2/3 Mehrheit heraus. Hier die Infos ĂŒber die Abstimmung:

Es haben 62 Abstimmungsberechtigte abgestimmt.

Ja-Stimmen: 40
Nein-Stimmen: 16
Enthaltungen: 6

Folgende GrĂŒnde fĂŒr Nein-Stimmen wurden angegeben:

1x: Keine Angabe
1x: Die Initiative enthÀlt ein Detail, mit dem ich nicht einverstanden bin.
2x: Die Initiative lÀsst sich nicht vertreten.
5x: Die Initiative ist inhaltlich noch nicht ausgereift.
3x: Die Initiative entspricht nicht meiner Überzeugung.

Ich möchte mich bei allen herzlich bedanken, die mit positiver oder negativer Kritik diese Ini verbessert haben. Insbesondere natĂŒrlich bei allen, die konstruktiv mitgearbeitet und dadurch diese Ini ĂŒberhaupt erst ermöglicht haben.

Ich denke, diese Ini ist wirklich progressiv und mutig und ĂŒber eine derart aufgeklĂ€rte Position darf sich DiB außerordentlich freuen.

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#33

Liebe Interessierte,

falls ihr es noch nicht gesehen habt:

Der Blog Post:

Der Beitrag auf FB:

Twitter und Instagram folgen. Gerne Teilen und beweben :angel:

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#34

Erst ein Mal auch von mir ein riesen Lob fĂŒr diese Ini und schön das sie angenommen wurde.
Da ich noch keine 24 Stunden dabei bin, kann ich auch erst jetzt meinen Senf dazu geben:
wie von @manu schon erwĂ€hnt, wĂŒrde ich das Drugchecking mit einbeziehen. Bei der schrittweisen Umstellung wĂŒrde ich neben der “Entkriminalisierung des Besitzes weicher Drogen” noch ‘staatliche Drugchecking Einrichtungen aufbauen’ mit dazu nehmen, aus denen dann spĂ€ter die staatlichen Abgabestellen und KonsumrĂ€ume entwachsen können, da es die Drogen bis dahin weiterhin nur illegal gibt.
Und zum Thema Alkohol wĂŒrde ich noch hinzufĂŒgen: Eventuell alles ĂŒber X% Alkohol (irgendwas zwischen 15 und 20 wĂ€re mein Vorschlag) ebenfalls nur ĂŒber die staatlichen Abgabestellen verfĂŒgbar zu machen. So gibt es Bier, Wein, Sekt u.Ă€. weiterhin im GetrĂ€nkemarkt. Bars, Restaurants, Clubs etc. mĂŒssen ja auch heutzutage schon eine Schanklizenz (GaststĂ€ttenkonzession) besitzen, ĂŒber die dann weiterhin eine Ab-, bzw. Ausgabe aller legal produzierten alkoholischen GetrĂ€nke gewĂ€hrleistet wĂ€re.
Auch wenn die Ini schon durch ist, wollte ich diese beiden Sachen noch loswerden, da sie so noch nicht angesprochen/vorgeschlagen wurden, ich hoffe das ist i.O.

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#35

Willkommen!!! :bouquet:

Man könnte bestimmt auch eine Erweiterungs- oder Änderungs-Ini angehen. Da die Welt sich stets weiterdreht, wird das in Zukunft hoffentlich noch hĂ€ufiger passieren mĂŒssen, denn sonst machen wir in spĂ€testens 20 Jahren konservative Politik. :grinning:

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#36

Wenn euch das Drug Checking wichtig ist, können wir dazu gerne etwas machen.

Aber ich kenne mich da nicht aus.

Könnte jemand einen Entwurf machen? Ich unterstĂŒtze dann gerne mit den FormalitĂ€ten.

Sondervertrieb fĂŒr harten Alkohol finde ich auch gut. In Finnland ist das schon lange völlig normal und wer will, kommt zu seinem Rausch. Nur eben Kinder schwerer. Also kein Verlust von “Freiheit”.

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