Initiative im Plenum - Quorum erreicht: Ende der Prostitution - Umsetzung des "Nordischen Modells"

Nein, es geht nicht um das unterdrücken eines „Triebes“ oder so, sondern darum, dass nicht alle Menschen diesen „Trieb“ überhaupt haben.

Asexualität nennt man das.
Manch einer wird vielleicht schon deren Flagge gesehen haben:

Ich hab sie beim Rainbow March (ähnlich CSD) von Flensburg gesehen und nachgefragt.

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Ich bin sprachlos von der Art und Weise, wie diese Diskussion geführt wird. Auf beiden Seiten: pro Ini / gegen Ini.
Deshalb hier mal der Wink mit dem Zaunpfahl: was fehlt wohl in dieser Diskussion?
Alle reden über uns, aber keiner mit uns.


nicht als Mod

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@Alina weißt du nun was ich meinte?
Es wird doch wohl möglich sein zwei Positionen auszuarbeiten ohne dass dies in einen internen Konflikt führt.

Immerhin wollen wir auch in anderen Punkten (in Chemnitz) weiterhin zusammenarbeiten.

Am Ende steht eine demokratische Abstimmung.
Bis dahin braucht es Respekt für einander und dann gilt es das Ergebnis zu respektieren.

Ich möchte erwähnen dass ich hier nicht für mich kämpfe sondern für jene die es sich selbst nicht trauen. Jene können dann anonym abstimmen und brauchen sich der Diskussion nicht aussetzen.

Mein Antrieb ist, dass DiB eine Wahlmöglichkeit bekommt.

hallo ihr lieben!
ich war das we weg. ich sehe jetzt mehrere stränge hier gleichzeitig ablaufen:

  • auswertung des nordischen models: offensichtlich haben sich alle, die es als „illegalisierung“ bezeichnen nicht damit beschäftigt. für eine bessere auswertung sollten wir bessere quellen als internet suchen.
  • freiwilligkeit und zwangsprostitution: können wir an der stelle festhalten, dass zwangsprostitution kein einvernehmlicher sex ist, sondern sexualisierte gewalt? ist es aufgrund der schwere dieses verbrechens nicht geboten, alles zu tun, um die aufklärung zu erleichtern? bestreitet hier jemand, dass man den unterschied nicht feststellen kann, solange es reichen männlichen bürgern erlaubt ist, die chancenlosigkeit migrantischer frauen auszunutzen? wir können über prostitution nicht reden wie über dienstleistungen migrantischer ziehmütter und reinigungskräfte, auch wenn diese ebenso gezwungen sein können. sie erledigen zwar auch die jobs nicht-migrantischer frauen, aber die härte der physischen gewalt und die grösse des seelischen schadens kann nicht mit der illegalität erklärt werden und hat sich mit der legalität zumindest nicht gebessert. wir reden überhaupt nicht über den warscheinlich marginalen anteil an freiwilliger prostitution, sondern darüber, zwangsprostitution zu bekämpfen.
  • ethik und biopolitik: normativ sollten wir uns einig sein, das menschen keine ware sind und wir eine welt wollen, wo niemand zu arbeit gezwungen wird. prostitution sollte es garnicht geben, sie sollte geächtet werden, ohne die sexarbeiter_innen zu stigmatisieren. das ist das nordische model. zwangprostitution sollte es schon garnicht geben.

was würde dib tun, wenn dib an der macht ist? das bge muss auch für nicht-bürger_innen erhältlich sein und frauen in not sollen unterstützung erhalten. das nordische model schafft kapitalismus nicht ab, so wenig wie der gnd. aber es spricht die freier schuldig, die wie die menschenhändler_innen und zuhälter_innen unrechtmässig von der ausbeutbarkeit profitieren. von einer ökonomie von bedürfnissen kann hier nicht gesprochen werden. in deutschland ist das problembewusstsein für diese art der frauenfeindlichkeit erschreckend niedrig. dib sollte sich gegen den fast kompletten konsens stellen, dass man bestimmte menschen besitzen oder kaufen kann. ob in der ehe oder im arbeitsleben.

Schau bitte hier mal rein, da sind hinreichend viele Quellen:

Das ist ein Oxymoron, d.h. beide Aussagen widersprechen sich gegenseitig. Wie kann man eine Dienstleistung ächten, ohne die Dienstleister*innen zu entwürdigen?

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so wie man andere arten von unvereinnehmlichen sex und sexualisierter gewalt ächten muss ohne die betroffenen/überlebenden zu stigmatisieren.

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Klingt sehr quantitativ.

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Es geht darum, die sexuelle Selbstbestimmung zu wahren und die Anbieter*innen sexueller Dienstleistungen nicht zu stigmatisieren.

Wie es funktionieren soll, dass ich eine Dienstleistung anbieten darf, die Kunden sie aber nicht bezahlen dürfen, das begreife ich nicht. Die Inanspruchnahme wird stigmatisiert, ist illegal, also macht es keinen Sinn mehr, diese Leistung anzubieten.

Somit beraubt man die Sexarbeiter*innen ihrer Exsitenzgrundlage, auch das ist in meinen Augen eine Stigmatisierung.

Niemand will die Legalisierung von sexueller Gewalt.

Inwieweit es eine Diskiminierung ist, Menschen in Zwangslagen dazu zu bringen unter menschenunwürdigen Bedingungen zu arbeiten, ist eine ganz andere Frage und gehört nicht hierher.

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Das zwei verschiedene Dinge.
Niemand nimmt ihnen die sexuelle Selbstbestimmung.

Aber um genau die geht es.
Solange Prostitution (Sexkauf) legal ist kann Zwangsprostitution und Menschenhandel als legale freiwillige Prostitution ausgegeben werden.

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Aber ich dachte, auch mit dem nordischen Modell wird Prostitution nicht illegal, oder nun doch? Mich würden ja Mal Zahlen interessieren, wieviel Veurteilungen es noch wegen Zuhälterei nach der Gesetzesänderung gegeben hat und unter welchen Umständen die Kontrollen der Freier stattfinden und in was für Verhältnissen die dann die Frauen antreffen usw. Also ob und was sich praktisch als geschützter erwiesen hat.

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Entschuldige dass ich in alte Denkmuster zurückgefallen bin natürlich meine ich den sexkauf und nicht die Prostitution selber.

Aber mein Rückfall zeigt ja worauf es immer wieder zurück läuft.
… wir müssen das ganze neu denken…

Wenn selbst ich bei diesem Thema in alte Denkmuster zurück falle möchte ich nicht wissen aus welchem Denkmustern wir alle anderen erst einmal herausholen müssen.

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Es will niemand den Sex verbieten, nur eben nicht gegen Bezahlung.

Jeder Mensch ist ein Individuum, mit einer individuellen Intimsphäre und das ist gut so.
Es geht überhaupt nicht darum, ob Menschen sich kennenlernen und danach miteinander in die Kiste steigen. Ob nun einmal oder mehrfach ist jede*r selbst überlassen.
Es geht um Sex als Ware.
Keine wissenschaftliche Studie, aber ein Einblick in die Gefühlswelt dreier Frauen.
https://www.emma.de/artikel/ich-habe-mich-freiwillig-prostituiert-266086


und ja es gibt auch andere Meinungen

„… Niemand weiß genau, wie viele Frauen sich in Deutschland prostituieren – und wie viele von ihnen es unter Zwang tun. Es ist fast unmöglich, zuverlässige Zahlen zu diesem Thema zu bekommen. Schätzungen gehen davon aus, dass es hierzulande zwischen 60.000 und 400.000 Prostituierte gibt und dass zwischen 30 und 70 Prozent von ihnen ihr sexuelles Selbstbestimmungsrecht nicht ausüben können. Das heißt zum Beispiel, dass sie keine Kunden ablehnen können – oder bestimmte Praktiken.“

Es ist ein echt schwieriges Thema und wir haben 2 Initiativen dazu. Wir sollten unsere gegenseitigen Ansichten respektieren und das Plenum entscheiden lassen.

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Und es gibt wieder andere Meinungen:

Und hier noch ein paar Erfahrungsberichte von Studentinnen:


Interessant ist auch: „Sexarbeit ist in Studentenkreisen längst kein Tabuthema mehr. So hat eine repräsentative Umfrage unter Berliner Studenten und Studentinnen ergeben, dass 3,7 Prozent einer Nebentätigkeit im Bereich der Sexarbeit nachgehen bzw. nachgegangen sind. Und fast 33 Prozent könnten sich vorstellen, sich während des Studiums auf diese Art und Weise Geld dazuzuverdienen.“

Und ja: Hier zeigt sich, dass bei vielen (womöglich sogar den meisten) Sexarbeiter*innen der finanzielle Aspekt im Vordergrund steht. Ein Sexkaufverbot als Konsequenz ist aber aus genannten Gründen keine Lösung. Vielmehr müssen wir unser Sozialsystem (BGE, BAföG …) überdenken.

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Student*innen sollten überhaupt nicht nebenher Geld vedienen müssen.
Bildungsfreiheit sollte keine Frage des Geldes sein.
Auch deshalb setze ich mich sehr für unser BGE ein.

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Stimme ich voll zu, aber das sind ja zahlreiche andere Baustellen, die wir angehen müssen. Einige Ansätze haben wir ja schon (zB BGE). Ich wollte nur sagen, dass wir finanzielle Aspekte als Motivation zur Sexarbeit nicht als Verbotsgrund interpretieren dürfen (Ursachen bekämpfen und nicht Symptome).

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Für alle die mehr über Menschenhandel erfahren wollen,
empfiehlt sich der Film „Human Trafficking von 2005“

Leider nur englisch

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Neue Quelle

Unsere Initiative ist nun im Plenum und sucht Unterstützung.

Es gibt zwei gegenteilige Initiativen die gegeneinander antreten, es ist wichtig dass über beide im Plenum abgestimmt werden kann.

Bitte gebt diese Initiative die Chance um über sie demokratisch abstimmen zu können.
Es geht jetzt noch nicht darum ob ihr dafür oder dagegen seid sondern ob ihr wollt dass ein demokratischer Prozess in Gang kommen kann.

Nicht viele wollen sich hier öffentlich zeigen und werden an dieser Initiative wahrscheinlich anonym teilnehmen dies ist leider der Thematik geschuldet. Obgleich die Vorgänger Initiative einen sehr großen Unterstützerkreis hatte.

Also bitte gebt der Initiative eine Chance.
Gebt der Demokratie einer Chance.

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