Initiative im Plenum - Quorum erreicht: Ende der Prostitution - Umsetzung des "Nordischen Modells"

Zu 1. Ist die Ini bereits fertig? Nein
Zu 1a. Unglaubwürdig? Es sind in den Quellen genannte Zahlen
Zu 1b. Nicht recherchierbar? Doch, da alles in den Quellen wieder zufinden ist. Im übrigen bedeutet Recherche selber finden.
Zu2. Videoquellen mit O-Ton sind sogar die besseren Quellen, da sie im Gegenteil zum geschriebenen Wort die Quellnachweise direkt liefern.
Abolition2014 ist ein Zusammenschluss von Politikern und Organisationen, willst du diese jetzt ernsthaft als Lobbyisten bezeichnen? Müssen wir jetzt klären was Lobbyismus ist, dessen Ende DiB fordert?
Die Wikipedia ist nichts einfach zusammengeschriebenes nein dort finden sich auch am Ende jede Menge Quellen wieder.
Zu 3. Wer beurteilt was Quantitativ und was Qualitiv ist? Jede Quelle ist eine Quelle.
Zu 4. Selbstbestimmung ist erstens meist nur ein Vorwand um dieses Geschäftsmodell am Laufen zu halten und zweitens bedeutet es nicht gleich alles machen zu dürfen. (Du darfst zb. nicht nackt Auto fahren oder nackt in der Öffentlichkeit herum laufen.)

Alina, eine Bitte:
Sei fair, ich bin es auch und lass DiB entscheiden welches Modell Teil des Parteiprogramms werden soll.

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Bitte aufmerksam lesen und meine Worte nicht verdrehen. Es geht auch nicht um ein „Gefrustet-Sein“. Ich bin lediglich ein Fan davon, zuerst selbst eine Position zu beziehen. Dazu sollte man möglichst objektive Quellen hinzuziehen. Und das, was eine Partei so schreibt, ist in der Regel eben parteiisch. Deswegen: Ja freilich kann man lesen, was die feministische Partei vertritt, das kann auch Anregungen geben, aber ich denke, wir sollten uns nicht von anderen beeinflussen lassen.

Mit welchen Sätzen war ich bitte nicht fair? Dass ich hier keine Entscheidung vorweg nehmen kann, ist ja völlig logisch, habe ich niemals infrage gestellt (#Initiativprinzip). Ich habe lediglich versucht, konstruktive Kritik zu äußern, derer man sich annehmen kann oder auch nicht. Es steht im Übrigen auch dir frei, unter meinen Beiträgen solche Kritik zu äußern :wink:

Deshalb ja die Anmerkungen. Damit es noch Gelegenheit der Nachbesserung gibt :wink:

Genau, nimmt man andere Quellen, erhält man andere Zahlen. Welche Quellen mit welchen Zahlen man nimmt, hängt vom vertretenen Standpunkt ab. Aufgrund dieser Zahlen zu argumentieren, steht damit auf einem wackeligen Fundament.

Ich meinte das wie folgt: Ja ich kann natürlich jetzt jeder Quelle nachgehen und werde deine Aussagen dort wiederfinden. Aber wenn ich an einer konkreten Stelle einen „Faktencheck“ machen möchte, so muss ich alle Quellen durchforsten, weil ohne Fließtextreferenzen nicht klar ist, welche Infos kommt woher.
Versteh mich bitte nicht falsch, ich denke durchaus, dass alle von dir erwähnten Punkte irgendwo in den Quellen zu finden sind. Nur ist es für uns nicht in stemmbarer endlicher Zeit möglich, das zu prüfen.

Da gehen unsere Ansichten wohl auseinander. Ich halte nach wie vor das geschriebene und belegte (etwa durch Studien) Wort für glaubhafter. Aber ok, verschiedene Ansichten.

Videoempfehlung nochmal als Link: https://www.youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA

Quantitativ ist alles, was in Zahlen messbar ist, z.B. Sätze wie „Und von den geschätzten 400.000 bis 1.000.000 Prostituierten sind gerade mal nur ein paar Hundert in Deutschland organisiert.“ und „Zum Schutz der vielen hunderttausend Prostituierten müssen auch ein paar hundert Freiwillige darauf verzichte

Abgesehen davon, dass hier quantitativ argumentiert wird, halte ich solche Aussagen für super kritisch. Denn Aussagen a la „Zum Wohle vieler müssen wir die Rechte weniger einschränken“ haben nichts mit Vielfalt zu tun und halte ich damit auch nicht für DiB-konform. Das müsste dann aber das gesamte Ini-Prüfteam entscheiden. Und selbst wenn solche Aussagen DiB-konform sind, so möchte ich anraten, von solchen Formulierungen Abstand zu nehmen. Denn genau das sind „Argumente“, die konservative Parteien gern nutzen, um progressive Gesetze zum Minderheitenschutz abzuschmettern.

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ich finds auch nicht fair, sofort loszulegen, bevor der entwurf fertig ist. quellennachweis mache ich auch immer als letztes.

ich wünsche mir schon eine diskussion. aber darin sollen argumente ausgetauscht werden. davon habe ich hier nur eins gefunden und das ist mmn das alles entscheidende:

dib muss sich hier entscheiden, ob der spass einiger das leid anderer aufwiegen kann. egal wie das zahlenverhältnis ist.
für mich ist nicht entscheidend, wer in der mehrheit ist: zwangsprostituierte oder freiwillige sexarbeiterinnen. komisch, dass es trotz legalisierung keine zahlen gibt. so viele sozialversicherungspflichtige stellen sind wohl doch nicht entstanden: 76 laut bundesregierung bundesweit im letzten jahr (laut mdr). wir können uns alle ja vorstellen, wie hoch die dunkelziffern sind und auch die einzelschicksale sprechen für sich.

es geht um die rechte migrierter frauen!

es sollte uns nicht um „minderheitenschutz“ für leute gehen, die es sich leisten können aus spass geld für sex zu verlangen. das ist ja auch nach dem nordischen model möglich.

man kann alles mögliche mit sich machen lassen, wenn man eine einverständnis-erklärung unterschreibt :smile: die freiheit, sich irgendwie auszuleben steht ja hier nicht zur diskussion. zur diskussion steht die freiheit der freier, menschen zu verdinglichen und zu einer ware zu machen, die durch eine wirtschaftliche not, unter umständen physischen bedrohung und einem illegalen aufenthaltsstatus gezwungen werden. in solchen fällen kann man selbstverständlich nicht mehr von freiwilligkeit reden.

wie marx zynisch sagt, sind arbeiter*innen im kapitalismus „doppelt frei“: wir können uns aussuchen, was wir arbeiten, aber nicht ob

wenn das arbeitsamt dich zur bewerbung in einem bordell auffordert kannst du nicht einfach sagen, dass dir das nicht so zusagt.

es geht um die würde!

man sollte wie gesagt auch unbedingt prüfen, welche organisation sich wie positioniert.
wer prinzipiell um das wohl von frauen und migranten bemüht ist, unterstützt in der regel das nordische model.
dib ist auch eine partei und muss parteiisch sein. lobbyismus ist hier sehr stark am wirken - aber auf der seite des business natürlich.

Ein Argument wurde noch nicht berücksichtigt:

Es geht um die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse, und diese Befriedigung wird weiter stattfinden, egal ob legal oder illegal.

Die illegale Befriedigung hat den Nachteil, dass sie unkontrolliert abläuft.

Wenn es legal und kontrolliert abläuft, gibt es hoffentlich irgendwann die Chance, die illegalen Tätigkeiten (Zuhälterei, Zwangsprostitution und Menschenhandel) effektiv zu bekämpfen.

Ja, ich weiß, es gibt zur Zeit legale Protitution und die Bekämpfung der illegalen Taten funktioniert nicht gut.

Das stimmt leider. Aber wenn es je die Chance geben kann die Illegalität zu bekämpfen, dann nur, wenn es legale kontrollierte und damit kontrollierbare Prostitution gibt.

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So ist es…
Also anderer Weg.

Genau das ist der Punkt. Man muss differenzieren zwischen dem, was legal ist und dem, was Illegal ist. Legales zu verbieten, um Illegales zu bekämpfen, ist keine Lösung. Das habe ich eigentlich auch recht ausführlich beschrieben in 7 Punkten unter Progressiver Umgang mit Prostitution - Legalisierung statt Entkriminalisierung. Aber nicht jeden überzeugt diese Argumentation, daher wird am Ende die DiB-Basis darüber entscheiden müssen, welchen Argumentationsstrang sie für plausibler hält.

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Der andere Weg ist genau der:

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Nur ein gesellschaftlicher Wandel kann die Schattenseite unsere Gesellschaft verändern.

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Und inwiefern führt eure Initiative einen solchen gesellschaftlichen Wandel herbei? Und wie genau soll der aussehen?

Und die Gesellschaft ändert man „von oben“, also durch Überstülpen von Gesetzen?

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Steht alles in der Ini…

die Akzeptanz des Gesetzes hat sich geändert z.b. vorher gab’s Ablehnung 70% dagegen heute gibt es Zustimmung 70% dafür .
Es gibt keine schwedisch stämmige Prostituierten mehr die restlichen Prostituierten die es noch gibt sind EU-Ausländer meist aus Rumänien
(die Quelle dazu füge ich später hinzu)
Prostitution wird nicht mehr als Normalität empfunden.
So hat Schweden sogar vor seinen Bürgern dies im Ausland zu verbieten Norwegen macht das bereits.
Ach ja das sexkaufverbot wird übrigens im nächsten Jahr von Israel ebenfalls eingeführt.

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Ich trage diese Ini mit,weil
auch bei sogenannten „Freiwilligen“ hinterlässt es schwere Traumata Quellen und wie freiwillig ist es wirklich?
Wem es Spaß macht, die Partner* innen ständig zu wechseln und dabei mit Unbekannten Verkehr zu haben, egal wie sympathisch und oder sauber (gewaschen) diese sind, der*die kann dies ja gerne weiter tun. Nur halt nicht gegen Bezahlung.

Zwangsprostitution ist heute schon verboten. Aber niemand kann etwas tun, wenn die Betroffenen behaupten, es wäre freiwillig.

Ganz oder garnicht und ein BGE für alle, damit es kein Mensch mehr nötig hat.

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Liebe Regine,
magst du vielleicht deinen Beitrag ändern, sodass er nicht mehr Leute mit wechselnden Partner*innen abwertet. Ich finde die Formulierungen so aus deinem Mund wirklich nicht erträglich.

Abgesehen davon können sich Sexarbeiter*innen in vielen Fällen sehr wohl aussuchen, wem sie ihre Dienstleistung anbieten.

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Wo genau in deiner Quelle ist das belegt? Wir wird dort Freiwilligkeit operationalisiert?

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Ist das jetzt ein Qualitätsmerkmal für das schwedische Gesetz?

Die Prostitution verschiebt sich von der Straße in die Wohnungen und ins Internet


hieraus ein Zitat:

"Schwierig zu beantworten ist auch die Frage, ob es in Schweden seit Einführung des Gesetzes weniger Prostituierte gibt. Die Straßenprostitution ist Streetworkern und Forschern zufolge um die Hälfte zurückgegangen. Doch die Anzeigen auf Eskortseiten im Netz haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht – von rund 300 im Jahr 2006 auf knapp 7000 im Jahr 2014. "

Richtig ist, daß die gesellschaftliche Ächtung offensichtlich größer geworden ist. Wenn das aber nicht in weniger Prostitution oder mehr Sicherheit für die Prostituierten mündet, dann nützt das doch nichts, oder? Ich halte das deshalb für Symbolpolitik und nicht für einen Beitrag zur Verbesserung der Situation.

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Man muss kein Mathe Genie sein um diese Aussage in Frage zu stellen.
Des Weiteren ist diese Aussage da sie sich auf die Jahre 2006 und 2014 beziehen nicht in Relation mit der Gesetzeseinführung zu sehen da diese bereits 1999 war.

Und es gibt wohl Statistiken die belegen dass die Prostitution abgenommen hat

Wenn ich gatuprostitution als Strassenprostitution richtig übersetze, gibt es zu meinem post keinen Widerspruch

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Trauma und Prostitution (zum Lesen klicken)

Schöner Text einer fragwürdigen Seite ohne Verweise auf irgendwelche belastbaren Quellen insbesondere im Bereich der Freiwilligen. Viele Hypothesen ohne jegliche Sachgrundlage.

Mann kann zwar auf „mehr lesen“ klicken, informativer wird es dadurch aber nicht.

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Wie ernst meinen es Menschen, wenn sie sagen, sie seien glücklich verheiratet? Was ich damit sagen will: Freiwilligkeit infrage zu stellen ist halt nur eine Unterstellung.

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