Initiative: Englisch soll Verkehrssprache werden

europa
workshops
initiative-in-arbeit
#1

Damit man sich verständigen kann, muss man sich auf eine Arbeitssprache einigen. Faktisch ist dies Englisch. Es könnte auch Deutsch, Spanisch, Französisch, etc. sein. Aber man sollte sich auf diese Sprache festlegen und die Kommunikationsfähigkeit in dieser Sprache ausbauen.

Die Auswahl vielleicht per SK?

Auf dem DiB Workshop in Dortmund: Wege in eine gemeinsame europäische Demokratie haben wir dies als einen ersten Schritt identifiziert.

Falls sich jemand inspiriert fühlt, das Thema weiter zu übernehmen: Sehr gerne!

Protokoll SPV-Vorstand 20.11
Englisch als zweite Amtssprache In Deutschland
Kandidat*innen gesucht – aber welche?
#2

Aber diversität ist doch eigentlich ganz cool?

Andererseits, jede Sprache schafft Barrieren und Grenzen. Wenn Auf der Welt alle die gleiche Sprache sprechen würden, würden wir uns alle vielleicht ein bisschen besser verstehen. :thinking:

2 Like
#3

So war das gedacht. Zuerst in Europa. Nur als Arbeitssprache. Gleichzeitig regionale Sprachen stärken.

#4

Mag sein, aber es geht in jedweder Hinsicht VIELFALT verloren. Eine Sprache ist mehr als Kommunikationsmittel; sie ist Poesie, Ausdruck des Geistes.

5 Like
#5

Ich bin bei dem Thema immer zwiegespalten. Schon auf regionaler Ebene. Ich mag nicht wenn Menschen ihren Dialekt so zelebrieren. Andererseits finde ich es aber auch schade, wenn plattdeutsch aussterben würde.

Ich habe alle Meinungen. Oder keine.

3 Like
#6

Und noch etwas:
Wenn wir Europa in Regionen denken, dann ist Sprache auch der ganz besondere “genetische Fingerabdruck” der Region. Virtuos wie ich das formuliert habe, oder? :sweat_smile:

4 Like
#7

Ich glaube mir fehlt noch ein bisschen der Kontext. Arbeitssprache wofür? Von wem? Wer soll das festlegen?

3 Like
#8

Wir haben in Dortmund eine Art Brainstorming gemacht, welche kleinen Details / Schritte zum Ziel einer “Gemeinsamen Demokratie” führen könnten. Dies war einer.

Wenn man Europa als gemeinsame Demokratie aufbauen möchte, kann man nicht immer alles in 26 Sprachen übersetzen. Jetzt da UK geht, kann man Englisch nehmen. Da steht dann nicht der Vorwurf im Raum, ein Land würde bevorzugt. Es ist einfach der de-facto Standard. Weltweit.

Die Sache mit der Vielfalt ist wichtig. Eine gemeinsame Kommunikation ist wichtig. Also lasst uns Beides tun.

Vorschlag:

  • Englisch europaweit als “Verkehrssprache” einführen (https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrssprache)
  • Überarbeitung des Sprachunterrichts in Deutschland. Weg von Grammatik und Shakespeare, hin zu echter Sprachkompetenz
  • Förderung der Regionalsprachen
  • Förderung der Sprachkompetenz in den Sprachen der jeweiligen Nachbaländer
  • Ziel, dass Englisch irgendwann europäische Amtssprache wird

Und das stärkt die Vielfalt! Stellt euch mal vor: Sobald Englisch europäische Amtssprache ist, kann z.B. auf Deutsch verzichtet werden. Die Menschen im Norden lernen dann in der Schule Platt, Dänisch und Englisch. Wenn wir dann dort Urlaub machen, haben wir die Option Platt zu lernen oder Englisch zu sprechen.

Edit: Wir hatten ja mal eine ähnliche Ini dazu, ich lade mal ein paar Fürsprechis ein.

4 Like
#9

Gerade wenn es DIE europaweite Verkehrssprache sein soll, ist es doch wichtig, korrekt zu sprechen und zu schreiben. “Weg von Grammatik” ist dann doch kontraproduktiv.

Soll diese Sprache dann, wenn sie auch europäische Amtssprache ist, auf lange Sicht primäre Sprache (also zukünftig Muttersprache) in den Ländern werden und die jeweilige bisherige Landessprache wird die Zweitsprache?

1 Like
#10

Da sehe ich den Knackpunkt. Ich sehe nämlich auch, dass man innerhalb der EU eine gemeinsame Verkehrssprache braucht, die alle halbwegs vernünftig lernen. Ich sehe aber nicht, wieso das alle als primäre Erstsprache bräuchten – da lieber Vielfalt.

(und PS: bitte nicht auf Deutsch verzichten, sonst sprechen die hier alle Kölsch und ich verstehe nix :rofl:)

4 Like
#11

Ich bin mir sicher, dass es durch die Digitalisierung in Zukunft Möglichkeiten gibt, die den Aufwand erheblich verringern.

Auch in einem besseren Bildungssystem gibt es Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
Und Menschen, deren Kommunikation nicht auf verbaler Ebene stattfinden kann.

Hab aber leider auch keinen konstruktiveren Ansatz.

1 Like
#12

Ganz im Gegenteil. Ich behaupte mal, Deutsch ziemlich gut zu beherrschen, aber von Grammatik habe ich keine Ahnung. Und das gilt in jedem Land für jeden Menschen. Grammatik ist nicht nur überflüssig, sondern sogar kontraproduktiv. Es verleidet den Menschen den Spaß am Sprechen.

Die Sprache wird man gut lernen, wenn man die Gelegenheit zum Austausch mit anderen Menschen hat. Wenn man Zeitungen, Veröffentlichungen, Bücher liest. Und das wird attraktiver, wenn es ein klares Signal für eine bestimmte Sprache gibt.

Ja, sobald der Babelfisch verfügbar ist :wink: Aber im Ernst: Beim Übersetzen passieren immer Fehler. Wenn man einen Text in 26 Sprachen hat, kann jedes Land für sich interpretieren. Hat man einen Text in einer Sprache, den alle als Basis nehmen, kann man auch interpretieren. Aber alle interpretieren den selben Text. Man redet direkt über dieselben Formulierungen.

2 Like
#13

Deine Komma-Setzung im letzten Beitrag ist aber einwandfrei!

#14

Ich glaube, du missverstehst mich. Die Grammatik soll schon korrekt beherrscht werden. Aber eben durch Übung. So wie Kinder ein Sprache lernen. Wer braucht das Wissen um Interrogariv-Pronomen? Wem nutzt das? Was bringt das und wessen Idee war es, das lernen zu müssen? Und den Konjunktiv 2 gebrauchte man nur, wollte man einen Text schreiben, den ein normaler Mensch schwer verstünde. :wink:

Also weg mit dem ganzen Blödsinn. Die Kinder sollen lernen, mit Menschen zu sprechen. Und nicht Shakespeare oder Hugo lesen, bevor sie über die wichtigsten Dinge des realen Lebens diskutieren können.

Ja doch! Stell dir mal vor, jemand kommt aus Franken nach Köln und es vollkommen logisch, dass man sich auf Englisch unterhält. Dann ist es völlig egal, ob da jemand aus Småland, aus dem Ardèche oder Kalabrien am Tisch stehen. Wie cool wäre das denn?

2 Like
#15

Vor allem muss ich mir die Grammatik meiner Sprache nicht in einer Fremdsprache erklären lassen und sehe schon gar nicht ein , dass ich um z. B. ungarisch lernen zu können , vorher noch lateinisch lernen muss .

Es ist leider ein Unsitte derer , die gut englisch sprechen , dies auch von allen Anderen verlangen zu wollen . Ich bin zwar dafür Nationen aufzulösen , doch das heißt nicht , dass wir unsere kulturelle Identität aufgeben müssen ; und da gehört die Sprache unbedingt dazu . Wer englisch für den Job oder für den eigenen Spaß braucht , soll´s lernen , aber als europäische Sprache sollte es eher keine Option sein , da es nirgends in der aktuellen EU Muttersprache ist . Wenn , dann käme wohl besser deutsch (weil von den meisten Europäerinnen gesprochen) , spanisch (weil von den meisten Weltbürgerinnen gesprochen) oder Französisch (weil´s die schönste Sprache ist) in Frage . Vor allem wie kommen ausgerechnet WIR darauf , von allen Europäer/innen eine Fremdsprache zu fordern , gleichzeitig aber die einfache Sprache als Amtssprache durch setzen zu wollen .

Prinzipiell bin ich aber dafür , dass WIR an der Diversität der Menschen nichts ändern , weil die ist es , die uns Menschen entscheidend mitprägt . Dollmetscherprogramme zu verbessern , halte ich für fairer .

2 Like
#16

Das ist auch nicht geplant. Im Gegenteil wollen wir ja gerade die kulturellen Eigenheiten stärken.

Nicht praktikabel. Soll an jeder Ecke ein Übersetzer darauf warten, dass sich Menschen unterhalten wollen?

ist EN ein klasse Kompromiss. Es gibt ja auch Esperanto, aber das ist eine Katastrophe. Der Typ, der es entworfen hat, kannte sich mit Sprachen überhaupt nicht aus. Dann lieber Klingonisch.

Und damit wird das nationale Gezerre wieder eröffnet.

#17

Wo ich dabei wäre: Englisch als Verkehrssprache, wird überall als erste Fremdsprache gelernt.

Wovon ich noch nicht überzeugt bin: Englisch als “Muttersprache” in der gesamten EU implementieren wollen.

Ich hab aber ehrlich gesagt immer noch nicht verstanden, ob es hier um ersteres oder zweiteres geht :smiley:

1 Like
#18

Ersteres.

Englisch als Verkehrssprache implementieren und als erste Fremdsprache einführen. Sprachunterricht ohne Firlefanz. Echte Kommunikation lernen.

Muttersprachen stärken. Kölsch, Fränkisch, Platt, etc. wieder in der Schule unterrichten.

So, wie seinerzeit “Hochdeutsch” eingeführt wurde. Jetzt hat Hochdeutsch ausgedient, es wird Zeit für Englisch. Und die Menschen dürfen wieder ihre echte Muttersprache sprechen.

3 Like
#19

Meine Muttersprache ist aber Deutsch und nicht Kölsch :rofl:

Da bin ich voll dabei. Aber Muttersprachen (Hochdeutsch vs. Dialekte) würde ich nicht steuern wollen – die Menschen werden halt sprechen, was sie sprechen wollen.

3 Like
#20

Ich kann nicht sehen , dass gerade englich hier die Lösung sein soll (Esperanto sicher auch nicht :smile:) , welches doch von hause aus nur von den Eliten gesprochen wird . Aber in unserem Land leben nicht nur Eliten , sondern mehrheitlich “normale” Einwohner Europas , die neben ihrer Muttersprache und ihrer Regionalsprache erst an dritter oder vierter Stelle etwas englisch lernen (müssen !) . Schon an Rande der Großstädte (wo zugegeben englisch eine gewisse Rolle spielt) , wird fast nur noch Muttersprache gesprochen . Warum sollten wir z.B. den Bäcker im Saarland oder dem Elsass zwingen , englisch zu lernen , wo seine Angestellten und Kundschaft nur deutsch und französisch oder umgekehrt sprechen , nur damit er sich 3-4 mal im Jahr , wenn er auf´s Amt muss , sich verständlich machen kann oder wenn er nach Livorno in den Urlaub fährt . Oder nehmen wir meine Flüchtlinge (sie können fast alle ein bisschen englisch) : wir reden nicht viel , aber wenn es nötig ist , verstehen sie nicht genug und würden sich freuen , wenn ich französisch reden könnte . Im Endeffekt sprechen wir dann doch deutsch , weil auch bei ihnen nur die Eliten englisch können . Oder wenn ich ein , zweimal im Monat nach Polen fahre , können die meisten auch ein paar Brocken englisch , reden aber polnisch (weil sie mich wiedererkennen) oder deutsch mit mir (sie leben ja am Rande zum dt . Sprachraum) . Mein Gemüsehändler spricht kein deutsch aber auch kein englisch (bei ihm kommt mir alles spanisch vor - kann ich aber nicht) ; also reden wir ein Mix aus polnisch und russisch .
An meinen Beispielen (absolut nicht repräsentativ) sehen wir schon , dass eine gemeinsame europäische Sprache schon hilfreich wäre , aber englisch wäre dies eher nicht . Ich kann auch nicht sehen , wie uns diese Sprache gegen nationales Gezerre helfen könnte , welches es sicher zwischen den Politikern geben würde ; da hast Du , lieber @Surfista , schon Recht . Die Menschen neigen jedoch eher zu pragmatischen Lösungen .
Wie gesagt ; englisch ist die wichtigste Businesssprache weltweit und soll es auch bleiben , aber für eine europäische Verkehrssprache nur mäßig geeignet . Da haben wir mindestens 3 , die besser geeignet sind ; eigentlich 4 , da man mit schwedisch im ganzen Norden Europas auch weiterkommt , obwohl dort auch Viele englisch können .