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Initiative CO2 Steuer

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#48

okay, hab den Sonntag noch mit in den Doodle genommen!


#50

sonntag 18.00 geht auch nicht? Vielleicht spÀter 20.00?


#52

Sonntag 20 Uhr. Passt


#53

Ich denke auch, dass ich es schaffe.


#54

Moin Jungs, wir können es um 20.00 Uhr mit Talky probieren. Falls das nicht klappt, dann skype? https://talky.io/c02ini-sonntag


#57

@Ho, sind jetzt zurĂŒck im talky


#60

Kann man. Doch das einigermaßen korrekt zu erfassen und zu berechnen ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Als Berechnungsgrundlage fĂŒr die CO2-Steuer sollte man den Kohlenstoffanteil des jeweiligen fossilen Brennstoffs nehmen. Am besten gleich bei der Förderung bzw. dem Import noch nicht besteuerter Brennstoffe. Zu berĂŒcksichtigen wĂ€ren auch die Dauer der VerfĂŒgbarkeit (das Öl geht wahrscheinlich zuerst zur Neige, gefolgt vom Erdgas und erst deutlich spĂ€ter die Kohle) und der beim Abbau angerichtete Umweltschaden. Das trĂ€fe speziell auf die Nutzung von Teersanden und Fracking zu. Aber auch auf den “erneuerbaren” Rohstoff Palmöl. Die GĂ€nsefĂŒĂŸchen haben durchaus ihren Sinn: Die dafĂŒr abgeholzten bzw. abgebrannten tropischen WĂ€lder lassen sich nicht so einfach erneuern. Damit kĂ€me man einem einigermaßen realistischen Footprint ebenfalls ziemlich nahe.

NatĂŒrlich - und das hast Du gut angemerkt - können wir das nicht völlig losgelöst von der ĂŒbrigen Weltwirtschaft umsetzen. Andererseits sollte man auch nicht auf den allerletzten Sturkopf warten. Z.B. wĂ€re beim Kerosin zunĂ€chst ein ermĂ€ĂŸigter Steuersatz möglich, damit ĂŒberhaupt mal jemand den Anfang macht und damit andererseits die Wettbewerbsverzerrungen nicht gar zu sehr ins Gewicht fallen.


#62

Hallo Jörg, generell eine gute Idee, dass wir uns mit den Initiativen treffen, austauschen und abstimmen. Bei der Initiative „Emissionsabgabe“ können wir zumindest noch Input und Knowhow gebrauchen. Die Initiatoren und Experten sind allerdings ĂŒber ganz Deutschland verteilt, vielleicht sollten wir fĂŒr den Anfang eine Skype oder Zoom Konferenz machen?!


#66

http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/pendler-rekord-in-deutschland-18-4-millionen-und-ihr-weiter-weg-zur-arbeit/20126834.html

Wenn das nicht ein Grund ist ĂŒber nachhaltige Arbeitsmarkt- und Wohnungsbau-Politik nach zu denken. Alleine in meiner Stadt lĂ€sst sich nach SchĂ€tzungen die Emission von CO2 und Feinstaub durch den Berufsverkehr um 2/3 reduzieren. Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit, damals lebten die Hafenarbeit in den vier anliegenden Stadtteilen an den bremischen HĂ€fen. Sie kamen zu Fuß, per Fahrrad und mit dem ÖPNV zur Arbeit. Mein Großvater arbeitete im Ausbesserungswerk der Bahn und lebte keine 400 Meter von seinem Arbeitsplatz entfernt. Heute sind wir Arbeitnehmer Jobnomaden weil es immer weniger sichere Jobs und bezahlbaren Wohnraum gibt. WĂ€re es nicht sinnvoller wieder sichere ArbeitsplĂ€tze und nachhaltigen Wohnungsbau zu schaffen mit einer guten fußlĂ€ufigen Nahversorgung?

Aktuell arbeite ich mit einer kleinen Gruppe politisch Interessierter an konsensfĂ€higen Lösungen fĂŒr unsere Stadt.


#67

@mabi:

So Àhnlich hatte ich es bereits in meinem vorangegangenen Beitrag angeregt.

Wichtig ist das Herstellen einer eindeutigen KausalitĂ€t zwischen ökologisch nachteiligem Verhalten und steuerlicher Belastung. Und diese sollte möglichst einfach gestaltet sein. Der Bio-Anteil sollte jedoch auch tatsĂ€chlich Bio sein. Ansonsten treiben wir den fossilen Brennstoff-Teufel mit dem Beelzebub Naturvernichtung aus. Hinzu kommt die Konfliktlage “Tank oder Teller”.

Die Kfz-Steuer in ihrer jetzigen Form sollte abgeschafft werden. Oder sie könnte auch analog zur Hundesteuer von den Kommunen erhoben werden, um sie bei der BewÀltigung des ruhenden Verkehrs zu entlasten.

@Kalle:

Mein Großvater hatte keine 200 Meter zu bewĂ€ltigen. Vom Stubenfenster im 3. Stock zeigte er mir mal seinen Arbeitsplatz in der Tischlerei des RAW Potsdam. War ĂŒbrigens manchmal ganz interessant, den Leuten bei der Arbeit zuzusehen.

Daher ist auch die großrĂ€umige Trennung von Wohn- und Gewerbegebieten nicht unbedingt sinnvoll. Dieser Fehler sollte sukzessive behoben werden. Bin ĂŒbrigens ebenfalls an der Erarbeitung von Lösungen auf örtlicher und regionaler Ebene beteiligt. :smile:


#68

In Großbritannien hat ein Ă€hnliches Gesetz (20€ pro Tonne CO2 auf Kohlestrom) wohl einiges bewirkt: