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Initiative CO2 Steuer

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#26

Entschuldigung das ich mal wieder den bösen alten weißen Mann spielen muss, der ich auch bin. Aber auch hier trifft es wieder mal die unteren Einkommen, hier besonders jene mit regelmĂ€ĂŸiger EinsatzwechseltĂ€tigkeit. Trauriger weise ist heute z.B. ein gebrauchter Golf preiswerter als ein Micro PKW.

Keine Frage die Intension der Initiative begrĂŒsse ich sehr.


#27

hallo Kalle, genau das wollen wir natĂŒrlich nicht! Wenn Du Ideen dazu hast, immer her damit. ansonsten schau Dir den Post von Nicolas von vor 5 Tagen an und den TED Talk, da sind gute IdeenansĂ€tzer zu finden
PS: so böse siehst du gar nicht aus.


#28

Leider habe ich keine richtige Lösung fĂŒr das Problem. Aktuell arbeiten wir gemeinsam mit anderen Interessierten an einem Konzept fĂŒr Car-Sharing mit Elektro-Micro-Fahrzeugen. Diese soll lediglich Kosten deckend arbeiten damit auch Menschen mit kleinen Einkommen daran teilnehmen können.


#29

schau mal bei ÂŽbsmÂŽ: Bundesverband fĂŒr Solar- u. ElektromobilitĂ€t.


#30

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann könnte man das alles viel einfacher lösen, indem man einfach die ausgegebene Menge an CO2-Zertifikaten reduziert wird. Die restlichen können mit einem Mindestgebot versteigert werden. Unternehmen haben dann die Möglichkeit sich zwischen zu ersteigernden Zertifikaten und Alternativen zu Verschmutzungen entscheiden.

Insgesamt frage ich mich allerdings, inwiefern eine solche (wie auch immer geartete) Steuer einen wirklichen Effekt am Treibhauseffekt hat, wenn wir es in Deutschland isoliert betreiben. ArbeitsplĂ€tze wandern ab, woanders wird die Luft verschmutzt und mit noch mehr Emissionen werden die Waren nach Deutschland gebracht. Alternative: Carbon-Footprint verpflichtend fĂŒr alle Produkte. Diesen kann man entsprechend mit GebĂŒhren belegen.


#32

Moin, die CO2 Steuer gibt es bereits in mehreren LĂ€ndern (Schweden nimmt sogar 110€ pro Tonne Co2), Deutschland wĂ€re also nicht isoliert. Außerdem hĂ€tte die EinfĂŒhrung hoffentlich Vorbildcharakter. . Improtiere Produkte sollen ĂŒbrigens auch besteuert werden.


#33

Deutschland und Schweden sind im Energiebereich nicht zu vergleichen. Deswegen hat eine CO2-Steuer eine ganz andere volkswirtschaftliche Auswirkung. Schweden kann ca. 3/4 seines Stroms ohne (bzw. kaum) CO2-Emissionen produzieren, in Deutschland sind es nicht einmal 50%.

Eine Besteuerung von importierten Produkten ist ĂŒbrigens nicht unproblematisch. Produkte aus der EU dĂŒrfen nicht mit einer Sondersteuer belegt werden (Gleichbehandlungsgrundsatz bzw. Gefahr von einem Diskriminisierungsverfahrens). Produkte aus China wĂŒrden zur “Veredlung” in Frankreich zwischengelagert und als “neues Produkt” nach Deutschland eingefĂŒhrt werden. Deswegen bin ich gegen eine “CO2-Steuer” und fĂŒr eine “Carbon-Footprint-Abgabe”. Damit wird alles mit eingebunden: Strom, Produktion, Transport, Verpackung, Vertrieb etc



#34

Guten Abend Ho-Yeon,

kannst Du bitte einen Link zu “Carbon-Footprint-Abgabe” oder andere AufklĂ€rungs-Links posten?


#35

Hallo @Thomas, gerne: https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Bilanz. Das ist erst einmal nur der Wikipedia-Artikel. Nehme ich ganz gerne zu Beginn ;).

Man kann im Grunde seinen “CO2-Fußabdruck” (Carbon-Footprint) fĂŒr jedes Produkt und fĂŒr jede Fahrt errechnen. Ein “Spielzeug” (nicht zu 100% wissenschaftlich korrekt) findest du unter http://calculator.carbonfootprint.com/calculator.aspx?lang=de. Wenn man konsequent ist (und das wollen wir ja sein), dann berechnet man alle anderen schĂ€dlichen Emissionen mit hinein. Von daher wĂ€re in einem ersten Schritt eine Berechnungsformel zu definieren (denke mal das Umweltbundesamt und div. VerbĂ€nde helfen dabei gerne mit). Wir können dann fĂŒr jedes Produkt in Deutschland den Carbon-Footprint ermitteln und die Emissionen werden damit eingepreist.


#36

@anon20138361, danke fĂŒr den Input, ich hoffe Du bist dabei, wenn wir uns das erste mal zu dem Thema treffen? Wie die Abgabe oder Steuer spĂ€ter heißt, ist erst einmal nebensĂ€chlich.
„Die Abgabe soll die Freisetzung von Kohlenstoffdioxid und anderen Treibhausgasen bepreisen. Ziel ist es, den Ausstoß des Klimaschadgases zu verringern und so dem Klimawandel entgegenzuwirken. Zeitgleich wird die Industrie animiert, umweltfreundlichere GĂŒter und Dienstleistungen anzubieten und die Energiewende voranzuschieben. Genauso werden Privatleute motiviert, mehr fĂŒr den Klimaschutz zu tun. Ferner dient die Abgabe als Umverteilungsinstrument.“
Lasst uns gemeinsam an einer möglichst effektive und sozial vertrÀgliche Steuer arbeiten.


#38

FĂŒr mich ist das nichts weiter, als wieder eine neue Steuer,deren Gelder eh wieder ganz wo anders landen, als da wo sie fĂŒr Vorgesehen sind. Letztendlich nur noch ne höhere Belastung fĂŒr die die eh zu wenig haben.


#39

Gerne bin ich mit dabei. Wir sollten allerdings die Begrifflichkeiten korrekt fassen: Abgaben, GebĂŒhren oder Steuer.

Abgabe: Ursachengerecht, als Kostenbeitrag (nicht deckend)
GebĂŒhr: Ursachengerecht, zwingend kostendeckend (zumindest im Schnitt)
Steuer: Geld wird erhoben und fĂŒr irgendwas verwendet.

Ich bin dafĂŒr zu haben, dass man pragmatisch und nicht ideologisch an diese Sache herangeht.


#40

also, ich sitze gerade mit Daniel beisammen und wir ĂŒberlegen, wie wir die INitiative nun einen Schritt voran bringen können. Knackpunkt ist die Verwendung der eingesammelten Gelder.
was haltet ihr hiervon:

Bei anfangs 40 Euro/Tonne sammeln wir pro Jahr (ca 900 Mio Tonnen CO2/Jahr) 36 Mrd Euro ein

Variante1:
wir ersetzen die EEG Umlage und befreien die BĂŒrger (vor allem Geringverdiener) von dieser Last. Jetzt zahken die derzeit befreiten Großverbraucher (Konzerne
) auch mit 


Variante2:
wir geben die Gelder direkt zurĂŒck an JEDEN BundesbĂŒrger. Das wĂ€ren pro Kopf und Jahr dann ca 450 Euro. Könnte im Wahlkampf gut ankommen, 4-Kopffamilien 1800 Euro zu versprechen. Hat allerdings wenig Umweltvorteile, wenn das Geld dann wieder an die Airlines zurĂŒck geht 


Variante3:
Die BĂŒrger erhalten nur einen Teil der Einnahmen zurĂŒck. Der andere (grĂ¶ĂŸere?) Teil fließt in einen Umweltfonds.

By the way: Die Initiative geht heute online!

GrĂŒĂŸe aus Hamburg
Bente/Daniel


#41

Hallo Daniel,

ich bin ein wenig irritiert. Wollten wir uns nicht einmal “zusammensetzen” bzw. telefonieren? :slight_smile:

Wenn ich es richtig verstehe konzeptioniert ihr eine neue Steuer. Da stellen sich mir drei Fragen:

  • Wie soll das Ganze gesetzeskonform “trennscharf” verarbeitet werden?
  • Wieso sollen Gelder eingesammelt werden, um im nĂ€chsten Zug als “Wohltat” an die Bevölkerung ausgegeben zu werden? Da werden alleine grĂ¶ĂŸere Anteile verwaltungstechnisch “aufgefressen”.
  • Wieso geht die Initiative direkt online? Es sind nur zwei Initiatoren die an der Initiative damit ausgearbeitet haben, vorgeschrieben sind drei lt. unseren internen Regeln.

Vllt. sollten wir erst einmal eine Telko einberufen und die grundsÀtzlichen Sachen starten, bevor die allererste Initiative direkt an Formalien scheitert!


#42

Hey @anon20138361, gleich kommt der link zum Doodle, wir wollen uns diese Woche noch treffen um alles zu beschnacken. Wir sind bereits 4 Initiatoren, formal ist also alles in Ordnung. Wenn die Initiative online geht, bedeutet das nur, dass sie auf der Abstimmungsplattform steht, dann sind immer noch 2 Wochen fĂŒr die Diskussion vorgesehen und Änderungen können gemacht werden vor der endgĂŒltigen Abstimmung. GrĂŒĂŸe B


#43

Trotzdem finde ich es nicht gut, wenn eine nur zwischen zwei Initiatoren abgestimmte Version auf die Abstimmungsplattform geschoben wird. Ich rate dringenst, dass dies erst geschieht, wenn eine Mehrheit der Initiatoren den Inhalt vollumfĂ€nglich befĂŒrworten und alle daran mitgearbeitet haben. Eine kontrĂ€re öffentliche Diskussion zwischen Mitinitiatoren ist weder förderlich noch zielfĂŒhrend. Die Aussicht auf Erfolg dĂŒrfte in dem Fall gen 0 tendieren.


#44

https://doodle.com/poll/8b3dmzi6r7gzdu5v hier der link zu Doodle fĂŒr unserem ersten Call. Wenn wir nicht zu viele Teilnehmer sind, könnten wir es mit skype versuchen. Kennt ansonsten jemand von Euch ein anderes funktionierens Tool fĂŒr solche Zwecke?


#45

Bitte Telko-Zeiten erst ab 19 Uhr einstellen. Alles andere ist je nach Job leider nicht umsetzbar.


#46

Wochenende geht auch nicht? Die Woche arbeite ich leider immer ab 19.00 Uhr


#47

Okay, das erklÀrt die Zeiten. Sorry :wink:

Dieser Samstag ist bei mir zumindest vollkommen dicht, Sonntags lÀsst sich einrichten.