Initiative "4 promille" der COP21 Klimakonferenz in Paris umsetzen

umwelt

#62

Hallo Birdy & Alle,

wir hatten gestern einen Call mit Stephan und Thomas und haben vereinbart, Projekte in D und angrenzenden Gebieten zusammen zu stellen. Wird allerdings erst nach Sommer gehen, aber dann dem Plenum zur Verfügung gestellt. Vorab: Ich komme sicher auf 20 Projekte, gibt also schon gutes Material.

Thomas schrieb schon richtig von Lobby-gebundenen Gruppen. Auch der NABU-Artikel schreibt mehr “vom Hörensagen” her, aus Befragung Anderer, wohl nicht / kaum aus eigener Erfahrung. Daher bissl unklar das Ganze. Wir erschließen hier für DiB konkrete Erfahrungen von Leuten / Gruppen, die sich aus eigener Praxis und Forschung auskennen.

Von Natur aus Humus-arme Böden gibt es natürlich auch. Du sprachst richtig Buntsandstein an, auch hier im Süden im Schwarzwald, z.B. aber auch flachgründige Felsböden, ebenso Sandböden etc. Mark brandenburg “Streusandbüchse” - aber Humus auch dort oft runter gewirtschaftet

Ziel des Projekts ist aber KEINESFALLS, irgendwelche - oft sogar für Naturschutz wertvolle - Naturböden - zu verändern - das 4-Promille-Ziel bezieht sich AUSSCHLIEßLICH auf Kulturböden, die in erschreckendem Maß oft Humus verloren haben. Also Böden, die ohnehin schon durch den Menschen degradiert sind. In D ist ungefähr die Hälfte der Staats- / Landesfläche Landwirtschaft - da gibts also genug zu tun. Plus Klein- / Gärten, kommunale Grünflächen etc.

Ich habs auch schon paar Mal erwähnt: Wir arbeiten in unseren Gruppen daran, regionale Pflanzenkohle selber herzustellen. Wer will, kann gerne auch kaufen, aber Hochrechnungen aufgrund der Markt-Verkaufspreise halte ich nicht für zielführend - zumindest nicht, wenn sie als “zu teuer / zu aufwendig” abschrecken.

Ich selber erreiche in unseren Gruppen rund 200 Leute - es gibt andere aktive Gruppen in D mit ähnlicher Größenordnung. Wenn weitere Aktive egal einige 10 oder auch 100 andere Aktive erreichen, das gibt schon einen Schneeball-Effekt.

Und noch was: Nachhaltigkeit umfasst auch die sogenannte “Soziale Säule”: Es ist also auch wichtig, viele Menschen zu erreichen und zu begeistern. und in ihrer Freude und Tatendrang zu unterstützen. Auch hier: Hochrechunung aufgrund von Verkaufspreisen berücksichtigt nicht die Chancen durch und für Menschen!

Wenn wir eine “kritische Masse” an Menschen erreichen, wird´s zum Selbstläufer. In Karlsruhe sind wir gerade dabei - bekomme täglich Anfragen und Projektvorschläge - allein schon durch “Mund-Propaganda”.

Zu Deiner konkreten Frage: 1.000 m² Garten sind 0,1 ha; die Kohle dafür brennen 3-4 Leute unter günstigen Bedingungen an einem Tag. Klar, noch Vor- und Nachbereitung, anreichern bis zur Entwicklung eines guten Bodens etc. Sind schon noch paar Tage mehr. Aber auch kein “Hexenwerk” - wenn man dran bleibt, könnte man so einen Garten gut im Lauf eines Jahres deutlich verbessern.

Soweit für jetzt - übermorgen geht´s auf für mich in ein Projekt im EU-Süden. Ich wünsche Euch Allen einen guten Sommer, erträgliche Hundstage, und freue mich, weiter mitzumachen!

Herzlich Armin

PS: Raba hat mir noch eine PN geschickt, besten Dank! Mir war grad nicht klar, wie darauf antworten (“no reply” in der mail-Adresse), drum auf diesem Weg meinen Dank!


#63

Nee , ich habe Dir keine e-mail geschickt ; das ist das System . Es schickt Dir eine Benachrichtigung , dass ich (oder jemand anderes) Dir eine PN geschrieben hat . Da Du , @stephan.enge und ich in einem PN-Chat sind , kriegst Du solche Benachrichtigung auch , wenn @stephan.enge Dir oder mir schreibt oder ich an ihn . Dort kannst (und solltest) Du auch antworten . Ich schicke Dir gleich ein Test , damit Du nicht danach suchen musst . Du siehst dann einen grünen Punkt a Deinem >A< rechte obere Ecke der Seite .


#64

Der Anspruch, dass jeder die Kohle herstellen kann ist sicher ein GANZ wichtiger Ansatz und sollte nicht unterschätzt werden (O-Ton Armin: Schneeball-Effekt & sozialer Aspekt!!). Dennoch wäre es gut auch Städte mit größeren Anlagen mit im Boot zu haben, denn sie geben dem ganzen auch nochmal besonderes Gewicht und ermöglichen zumindest zum Teil auch eine “Kreislaufwirtschaft” und motivieren die Städte durch Werbemöglichkeit im Sinne von “CO2-Neutrale Stadt”.

Hier zwei prominente größere Projekt, welche bereits auf kommunaler Ebene laufen:

Die Stadtwerke Freiburg:
https://www.abfallwirtschaft-freiburg.de/de/news/ASF-Pflanzenkohle%20ist%20zertifiziert.php
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburg-produziert-jetzt-premiumkohle--149338973.html#downloadpaper

Abfallwirtschaft in Stockholm:
http://www.stockholmvattenochavfall.se/en/waste-and-recycling/development/biochar/

Weitere Referenzanlagen des Herstellers Pyreg stehen hier: PDF


#65

wären auch meine erste Wahl und das nicht nur wegen der übersichtlichen und sehr informativen Seite . Vielleicht kannst Du oder kann @Armin-Siepe aus Freiburg belastbare Zahlen bekommen ; Ihr seid ja aus der Gegend (dafür braucht´s ja persönliche Vorsprache , wenn ich´s recht erinnere) .


#66

Ich habe noch ein wenig Recherche betrieben und 2 sehr gute Seiten vom BUND/Hannover gefunden.

Finde das höchst spannend und vielversprechend!!! :sunflower:


#67

Hallo @stephan.enge, findet der Call heute Abend statt, und wenn ja unter welcher Nummer?


#68

Ja, er findet statt… kann sofort losgehen…


#69

In einem Dokumentarfilm habe ich gehört, dass mehr als die Hälfte der lanschwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland nach UN-Kriterien als Wüstenboden zählen. Wegen des geringen Kohlenstoffgehalts. (Leider fällt mir der Titel des Films nicht mehr ein.

Beim UBA habe ich folgendes zum Humusstatus der Böden entdeckt:

Bodenatlas 2015 der Heinrich Böll-Stiftung:

Ich habe letztes Jahr erfahren, dass eine Frau, die bei einem Solawi-Projekt in Rostock mitarbeitet selbst Pflanzenkohle herstellt. Habe leider keinen Kontakt zu ihr.


geschlossen, #70

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geöffnet, #71

geschlossen, #72

daraus wurde die Initiative Die Kohlenstoffspeicher der Böden wieder auffüllen die in Kürze im Plenum zur Abstimmung kommt.