Impressumspflicht und Selbstdarstellung Landesverbände - Transparenz der Ämter - Wer macht was

Liebe Menschen aus dem Berliner und Hamburger Landesverband.

Ich habe mal auf euren Webseiten geschaut - und ich vermisse die Nachnamen der Vorstände bzw derjenigen mit Ämtern. Ich sehe lediglich die Vornamen - habe ich da einen Link übersehen?

Ist das Absicht - zum Schutz der Aktiven und/oder um es persönlicher erscheinen zu lassen?

Dazu fallen mir mehrere Punkte ein:

  • Parteiengesetz: Sicher müssen entsprechende Personen genannt werden

  • Öffentliche Wahrnehmung: Das wirkt meineserachtens eher unprofessionell. Bei aller Kritik an der “professionellen” Herangehensweise der Machthabenden, so denke ich doch, dass bestimmte Punkte stimmen müssen.

  • Wie kann ich als potenzieller Wähler bei bloßer Erwähnung der Vornamen schauen, wer da aktiv ist? Stationen im Leben eines Menschen sind eben gerade in der Politik wichtig. Wo war oder ist jemand tätig - welchen Vereinigungen gehört jemand an ( (extrem ) Rechts, (extrem) Links, fundamental Religös etc. )? Wo gibt es Presseberichte/Medienberichte- welche Positionen vertritt jemand öffentlich?
    Wichtige Informationen, um eine Partei und deren Aktive einzuschätzen, wie ich finde

Leider ist Politik ein hartes Pflaster und Aktive werden regelmäßig bedroht. Bei allem Verständis für das Schutzbedürfniss, ich glaube, dass Erfolg bestimmte, grundlegende Voraussetzungen braucht.
Transparenz ist ja nun erklärtes Ziel von DiB. Daher appeliere ich an alle Verantwortlichen, sich diese Form der öffentlichen Selbstdarstellung genau zu überlegen.

Viel Erfolg bei der Europawahl!

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@Anne-K @miko wir werden den Hinweis diskutieren.

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Hallo Ute,

für mich ist Thema sehr wichtig.

Dazu habe ich nochmal in einem übergeordnetem Forum einen Text verfasst.

Ich denke, wie Menschen mit anderen umgehen, kann oft im kleinen große Wirkung zeigen. Ich habe im Service gearbeit und gerade eine Schulung gehabt. Oft hat mensch nur eine Chance, jemanden für sich, seine Idee zu gewinnen, das ist wohl in der Politik ähnlich wie im Geschäftsleben. Dazu gehört für mich auch grundlegende Freundlichkeit. Sich begrüßen, anerkennen was andere (ich bin aussenstehender!) an Gedanken/Inspirationen einbringen. Ich weiss, dass viele Menschen auf solche vermeintlichen Kleinigkeiten reagieren und sich freuen. Und im Gegenzug - je anch Tagesform, schlicht ablehnend reagieren, Gerade Kleinstparteien brauachen JEDEN, der interessiert ist, wenigstens als geistigen Mitstreiter, als Multiplikator im Bekannten/Kollegen/Freundeskreis - so zumindest meine Sicht.

Ach, ich hoffe es klingt wohlwollend und ist wirklich als Inspiration gedacht.

In diesem Sinne, viel Erfolg bei der Europawahl,

Miko

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Hallo Miko,

wir haben über Deine Anregung bzgl. der Vornamen gestern gesprochen und uns die Seiten einiger Landesverbände angesehen. Es sind überwiegend nur die Vornamen genannt und soweit die Erinnerung zurückreicht, war das auch mal so abgesprochen und sollte einheitlich gehandhabt werden.

Ich bin sehr für Transparenz der Personen, deshalb auf dem MP auch zu identifizieren. Anders als Du.

Wir diskutieren das gerne alles innerhalb unserer Gremien (und nehmen deine Hinweise auch mit), ich aber mit Dir erst, wenn ich weiß, wer Du bist.

Das geht nicht gegen Dich, sondern ist meine Haltung auf dem MP seit Anbeginn: Ich erwarte nämlich, daß jede*, die mangelnde Transparenz beklagt, selbst eindeutig identifizierbar ist. Das habe ich mehr als einmal geschrieben.

Wer das Angebot der Anonymität nutzt, was im übrigen völlig okay ist, und damit selbst keine Verantwortung trägt, sollte sich mit Forderungen etwas zurückhalten, Anregungen sind okay.

VG Ute

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Hallo Ute,

ich freue mich, wenn mein Beitrag etwas inspirieren kann.

Richtig ist, dass ich hier nicht mit vollem Namen schreibe, bewusst. Und ich bin auch nicht offiziell tätig in der Politik. Bewusst. Die Realität zeigt, dass Drohungen oft die Folge sind von Engagement. Ich nutze die Möglichkeit, auf etwas hinzuweisen und bringe Ideen ein, wie es anders gestaltet werden kann. So verstehe ich Mitwirkung in der Politik - insbesondere bei DiB -, im Sinne von Mitwirkung derer, die nicht in der ersten Reihe stehen sondern eben als Bürger mitarbeiten. So verstehe ich das Forum hier. Ideen sind ja eine Basis für Entwicklung, denke ich.

Siehst Du in meinen Beiträgen unangemessene Forderungen? Wenn ja, bitte teile mir das mit. Ich habe mich bemüht, es als durchaus dringend gemeinten Vorschlag, als Inspiration zu formulieren.

Mal im ernst - Forderungen darf in der Öffentlichkeit aus Deiner Sicht nur stellen, wer mit Klarnamen etwas fordert? Die “Widerstandsfähigen” dürfen fordern, der Rest soll “schweigen”? Das halte ich mit dem Grundgedanken der Demokratie nicht für vereinbar.

Ich mache darauf aufmerksam, dass die, die öffentlich für eine Partei eintreten, in deren Namen, vermutlich viele Chancen verpassen, wenn sie das anonym tun. Das zumindest ist meine Idee. Du bist Anwältin, die rechtlichen Aspekte der verschiedenen von mir angeprochenen Facetten der Selbstdarstellung kannst Du besser beurteilen als ich.

Wie viele andere, bin ich potenzieller Wähler. Nur mit Wahlstimmen wird das etwas mit mehr Demokratie. Und Transparenz in der Öffentlichkeit erfordert nunmal, dass Mandatsträger – also Machttragende - vom Wähler erkennbar sind. Nun konkret die Frage. Wie stellst Du dir das vor - Vorschläge von Sympathisanten nur unter Klarnamen? Ich verstehe Deinen Text nicht so ganz - wo siehst du die Grenze von Anregungen zu Forderungen - bitte mal definieren, damit ich Deinen Text verstehe. Ich denke, Politik lebt eben auch davon, dass Interessierte, ohne gleich in die Öffentlichkeit zu treten Vorschläge machen, letztlich schreibst Du es so. Und wenn jemand mit Behinderung fordert, dass Rollstuhlrampen gebaut werden sollen, finde ich das durchaus ok, wenn dieser Mensch nicht mit Klarnamen für jeden angreifbar wird. Es geht um Lebensraumgestaltung.

Also ich sehe in meinen Texten keine Forderungen, habe es gerade noch mal gezielt durchgelesen. Wobei ich das auch in der Absolutheit, wie Du es formulierst, nicht teile. Letzlich hieße das ja auch, dass die sich anonym darstellenden Vorstandsmitglieder auch keine Forderungen stellen dürfen. Bin gespannt auf Deine Definition von Forderung!

Ich mache mir echte Sorgen, dass die “sogenannte Demokratie” mit minimalen Mitwirkungsrechten, in absehbarer Zeit durch Sozialbau und weitere Lobbyhörigkeit gänzlich undurchschaubar wird, der Einfluss der Bürger wird völlig verbannt. Darum schreibe ich hier, weil ich die Idee von DiB großartig finde und durch meine Gedanken beitragen will zu einer Entwicklung. Wählbarkeit für viele ist mein großer Wunsch. Ideen werden ja durch viele Faktoren getragen. Ein Entscheidender scheint mir die Selbstdarstellung zu sein - Marketing, Öffentlichkeitsarbeit.

Und der Hinweis auf die Begrüßung - die ja nicht zwangsläufig in jedem Beitrag stehen soll, das habe ich ja begründet. Ist letztlich eine persönliche Entscheidung - viele wollen sich da nicht anpassen. Ist dann oft mit Folgen versehen, eben der entsprechenden Reaktion von den potenziellen Wählern. Letztlich eine individuelle Entscheidung - Grüße ich, trete ich mit vollem Namen auf - wie kurz verfasse ich Texte. Nur, wer eben etwas verändern möchte und das öffentlich tun möchte, hat nach meiner Einschätzung kaum Chancen, das anonym zu tun und wird mit Freundlichkeit in der Regel von mehr Menschen positiv wahrgenommen.

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Hi @miko,

vielen Dank für den Hinweis. Haben wir gleich nach Deinem Post entsprechend umgesetzt (zumindest den Teil mit den Nachnamen):

Landesverband Schleswig-Holstein – DEMOKRATIE IN BEWEGUNG

Liebe Grüße von den Strebern aus dem hohen Norden :upside_down_face:

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Hey Olaf, ja, freue mich, wenn ich inspirieren kann - auch ohne meinen Klarnamen zu nennen ;-).

Beste Grüße hoch hinauf.

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Geh davon aus, dass meine Retourkutsche bald kommt…sobald Du irgendwo in Amt und Würden bist, werde ich Dich daran erinnern :slight_smile:

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Ich bezweifle, dass es dazu Gelegenheit gibt. Ich halte das für sinnlos … Entweder offiziell tätig mit Klarnamen, oder eben nicht. Weil es sonst aus meiner Sicht wenig dazu beiträgt, die Partei ins Parlamanet zu bringen.

Zur Zeit zieht mich nichts in die politische Öffentlichkeit. Wenn, würde ich in der 2. Reihe mitwirken, (Flyer verteilen, Infostände (dannkann ich den Gesprächspartnern meinen Namen sagen) , Plakate kleben) also mein Name ist dann für die Öffentlichkeit unwichtig.

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