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Grundwerte zum Thema Mieten


#1

Aufruf: Ich suche Mitstreiter*innen Expert*innen Prüfer*innen
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag / persönliche Nachricht
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja
Eine Initiative von: Surfista
Bearbeitungsstatus: Idee
Redaktionsschluss: offen

Einleitung:
Gerade Menschen mit geringem Einkommen sind auf bezahlbare Mieten und Verbraucherschutz angewiesen. Sie haben keine großen Verbände und keine findigen Juristen oder Lobbyvertreter, die ihre Interessen durchsetzen können.
Daher ist es die Pflicht eines Sozialstaates, gerade für diese Gruppen einen wirksamen Schutz bereitzustellen. Die Gruppe der Mieters darf nicht zum Spielball des Großkapitals sein und Wohnraum darf kein Spekulationsobjekt sein.

Problembeschreibung:
Mächtige Lobbyverbände diktieren seit Jahrzehnten die Politik im Wohnungsmarkt. Das Ergebnis sind explodierende Mieten und Mieters müssen einen hohen Anteil ihres Einkommens für die Miete aufwenden.

Forderungen
Erarbeiten wir hier.

Der Betrug:

Aktuell:

Wir diskutieren:

Wir haben schon:


#2

“Pflicht eines Sozialstaates”…
Falls was davon noch übrig blieb.
Fast verwundert mich schon - angesichts des ganzen Privatisierungs-Furor der letzten 3 Dekaden, dass die staatlichen Organe noch in öffentlicher Hand sind - wenn auch kräftig verlobbt.

Biete gerne meine Mithilfe .


#3

Wie wär’s hiermit?


#4

Leider immer noch ein heißes Thema. Trotz allem, eine Forderung nach Enteignung von Großvermietern würde ich nicht zustimmen. Dann schrauben eben die Kleinvermieter die Preise nach oben…:wink: Ist also keine wirkliche Lösung. Zumal, auch große Objekte müssen verwaltet werden. Wir werden ohne Großvermieter nicht auskommen. Und eine zentrale Verwaltung ist allemal kostengünstiger als eine zersplitterte.
Es sind die Rahmenbedingungen, die geändert werden müssen. Du hast ja schon ein schönes Beispiel verlinkt:

  • Den Mietpreisspiegel mal ordentlich berechnen. Da bin ich dabei.
  • Miete darf sich nicht nur am Mietspiegel sondern muss sich auch am örtlichen Einkommensniveau orientieren. Dabei darf Faktor x nicht überschritten werden… Könnte zwar dazu führen, dass die Leute in der Stadt arbeiten und auf dem Land leben (das entlastet die Wohnsituation in den Städten, belastet aber andererseits den Pendlerverkehr, muss man halt mal drüber nachdenken…)

Die Laufzeitbegrenzung wird schon diskuttiert, können wir also hier als Diskussionsbestandteil mal ausklammern.
Aber ich denke, wir sollten das Thema nicht zu einseitig betrachten. Ich hab zwar kein Wohneigentum, denke aber, auch Vermieter sollten vor Mietnomaden und -prellern besser geschützt werden. Es macht einfach keinen Sinn, wenn Wohnraum beinahe konsequenzlos zerstört oder missbraucht werden darf. Denn auch das geht letzten Endes auf Kosten aller.
Was noch?

  • Leerstand unterbinden. Gegenüber meiner Wohnung steht schon seit Ewigkeiten ein ganzes Haus leer, weil der Besitzer keinen Bock (mehr) auf eben solche Mieter hat. Da greift eins ins andere…
    Beim Leerrstand also evtl. Fristen setzen. Konsequenzen bei mutwillgem Leerstand müssten noch besprochen werden. Zwangsvermietung bei Wohnungsnot oder… hier wäre durchaus Enteignung denkbar, denn Eigentum verpflichtet…

Das wärs erstmal, was mir auf die Schnelle dazu einfällt. Aber, wie gesagt, ich bin dabei, wenn Du mich brauchst…:wink:


#5

Die andere Seite der Medaille


#6

Zitat aus dem Artikel:
„Wir haben eigentlich genug Wohnraum in Deutschland - aber wir haben ihn an der falschen Stelle“.

Auch deshalb braucht es das BGE, um unabhängiger von Arbeitsplätzen zu werden, die es nur in Ballungsgebieten gibt.
Folge: Menschen ziehen zurück aufs Land, bauen/brauchen ihre eigene Infrastruktur und schaffen dort Arbeitsplätze. Der Bäcker, der Metzger, der Handwerker, den es dort nicht mehr gibt mangels Masse, kehrt zurück, weil Menschen ihr Auskommen auch ohne Stressjob in der Großstadt haben und wieder die Dörfer und Kleinststädte beleben werden.

Man kann es nicht oft genug wiederholen.


#7

Wenn man über Grundwerte in der Miete spricht muss man auch darüber reden ob Spekulationen mit Mietobjekten überhaupt ethisch vertretbar sind. Es geht ja hier um etwas das ein Grundrecht sein sollte das Grundrecht auf Wohnraum, damit spekulieren ist ein absolutes No-Go.


#8

Geschenktem Gaul…
Schrott Immobilie ist nicht unbedingt Schrottgrund.
Einzig die Steuerausfälle schmerzen, wenn sie nicht mit Verkauf (ggf. unter Marktwert aufgewogen werden - kann ich mir nicht vorstellen).


#9

@rojko, warum müssen die Grundstücke verkauft werden? Der Baugrund kann in Form von Erbbaurechten den Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Erbbauzins in Höhe von 4% des Eiinheitswertes würden den
Gemeinden eine dauerhaft sichere Einnahme sichern. Das Vermögen bliebe in den Händen der Gemeinden.
Es würden sogar noch stille Reserven gebildet werden. Die öffentlichen Haushalte sollen ja bundesweit auf das Doppik-System umgestellt werden.
Es könnte bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Die Gestaltung des Erbbauzinses könnte über die Laufzeiten sozial gestaltet werden (Laufzeit 99 Jahre).
Bei Mehrfamilienwohnhäusern könnte der Erbbauzins, der auf die Mieter umzulegen ist, die Mieten bezahlbar machen und auch eine Stetigkeit der Miete gewährleisten. Oder sehe ich das falsch?


#10

Lieber @rojko. die Kernaussage dieses Artikels ist:

Zitat:

Insgesamt stehen in Deutschland nach einer Schätzung des Bundes zwei Millionen Wohnungen leer, die meisten davon in strukturschwachen ländlichen Regionen. In den Ballungsräumen dagegen fehlen Wohnungen. „Wir haben eigentlich genug Wohnraum in Deutschland - aber wir haben ihn an der falschen Stelle“, sagt Andreas Ibel, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft.


#11

Und da sind wir halt wieder bei der Frage der Wertschätzung ländlicher Räume. Kaum noch jemand kümmert sich um die. Da wohnen aber auch Menschen. Immer weniger zwar, aber noch wohnen da welche. Und dann wohnen da eben noch leerstehende Häuser. Aber wenns mit der Mobilität nicht stimmt und mit dem kulturellen Angebot und mit dem Lebensnotwendigen, ist ja klar, dass die ländlichen Gegenden ausbluten.

Wir bräuchten auch mal ein vernünftiges Raumkonzept.


#12

Danke erst mal für eure Kommentare! Das Thema ist heiß und ich würde gerne einen Entwurf mit “DiB - Style” machen. Also nicht so antikapitalistisch, wie die Linke immer argumentiert, aber doch zum Wohl der Menschen.

Zwischendurch ein paar Zahlen.

Wohnungen sind zum Spekulationsobjekt geworden und das ist das Problem. In der guten alten Zeit hat man ein Haus gebaut und darin gewohnt. Vielleicht hat man gespart, geerbt und hatte mehrere Häuser und hat die dann vermietet.

Heute ist es so, dass Vermietung massenhaft als “Steuersparmodell” oder als “Anlageform” angepriesen wird. Das bedeutet, dass es im Land ganz viele kleine Kapitalistis gibt, die mit ihrer Immobilie Steuern sparen oder Geld verdienen wollen. Am besten Beides.

Natürlich wurden sie bei den Berechnungen ordentlich über’s Ohr gehauen und die Einsparungen und die Renditen fallen nicht so üppig aus, wie sie sich das erhofft haben. Tilgung, Zinsen, Reparaturen, Papierkram, ach, es ist eine Qual für die Klein - Kapitalistis. Daher sind sie sehr zufrieden, wenn die Regierung die Bedigungen für Vermieters verbessert.

Wenn wir also etwas tun, haben wir alle Menschen gegen uns, die eine Wohnung besitzen und daraus Gewinne ziehen möchten. Und auch die Banken haben wir gegen uns, denn die leben sehr gut von den “Steuersparmodellen”. Dabei stellen sich die privaten Vermietis äußerst ungeschickt an. Über 50% der Vermietis nehmen mit ihrer “Kleinvermietung” über 5000 Euro ein. (Quelle https://www.iwkoeln.de/fileadmin/publikationen/2017/361123/Gutachten_Perspektiven_fuer_private_Kleinvermieter.pdf Seite 13).

Warum ist das Ungeschickt? Eine feine Stange Geld könnte man meinen. Weit gefehlt! Geschickte Vermietis machen Verlust und bekommen Geld vom Finanzamt. Hier mal Vonovia. Das ist eine AG und sie muss alles veröffentlichen, was bei der Analyse hilft. Bemerkenswert zunächst der enorme Gewinnanstieg ab 2014. Das sind Mieterhöhungen. Die Erhöhung des Eigenkapitals sind neue Mietobjekte und Modernisierungen (die Wohnungen werden wertvoller).

Die Grafik ist leider ein wenig verwirrend, jede Kurve hat ihre eigene Skala, aber in dem Kasten stehen die korrekten Werte.

Vonovia hat eine Eigenkapitalrendiete von ca. 15%. Was ist das? Wenn ihr 100 € nehmt und auf das Sparbuch einzahlt, habt ihr Eigenkapital eingesetzt und erwirtschaftet daraus 0,01% Zinsen. Eigenkapitalrendite ist 0,01%. Vonovia investiert das Eigenkapital in Wohnungen und macht ca. 15% Gewinn.

Darüber können andere Unternehmen nur lachen. Deutsche Post macht über 20% und Apple über 50%. Stellt euch mal vor, ihr bringt 100 € zur Bank und bekommt jedes Jahr 50 €.

Schaut man mal über den Tellerrand, sieht man, dass in Deutschland gerne zur Miete gewohnt wird (https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/mieten-und-wohnen/nachrichten/warum-die-deutschen-eher-zur-miete-wohnen-14743908.html). Grunderwerb ist teuer, Notarkosten, etc. nicht zu verachten. Mieten ist flexibler.


#13

Harry, beim ersten Lesen Deines letzten Beitrages (Nr. 12) bin ich erschrocken. Eine Entwurf im “Dib-Style”, also nicht so antikapistische wie die Linke argumentiert" hat mich erstmal dazu gebracht nicht weiter zu lesen.
Warum? Was ist “Dib-Style”? Wie argumentiert die Linke in Sachen Miete antikapitalistisch?
Wie kann ich in Mietangelegenheiten nicht antikapitalistisch argumentieren, aber doch zum Wohle des Menschen.
Ist es sinnvoll, von Beginn an eine Art Zensur vorzugeben?
Nach einer gewissen Zeit der Beruhigung habe ich dann doch weitergelesen, sogar bis zum Ende. Ich bin aber zu dem Schluß gelangt. Deine Grafik zur Vonovia Bilanz ist nicht aussagekräftig.
Dein Schlußsatz: “Schaut man mal über den Tellerrand, sieht man, dass in Deutschland gerne zur Miete gewohnt wird.”
Dem kann ich ganz und gar nicht folgen. https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-10/wohnverhaeltnisse-deutschland-mietbelastung-soziale-ungleichheit-sozialverband-deutschland
oder:
Wohnungsmarkt - Der Boden muss Gemeingut werden - Süddeutsche.de.pdf (1,4 MB)
oder meinst du die kapitalisstische Betrachtung des folgenden Gutachtens - siehe Nr. 6 Empfehlungen.
gutachten-wissenschaftlicher-beirat-soziale-wohnungspolitik.pdf (614,9 KB)
oder doch lieber dieser Meinung folgend:
-Zukunft der Stadt-- Wohnen - -Es darf kein privates Eigentum mehr an Baugrund geben- - Süddeutsche.de.pdf (2,1 MB)

Wir sollten uns erstmal im klaren sein, was wir als DiB überhaupt wollen. Welche Richtung im Wohnungsbau wollen wir einschlagen?
Erst dann sollten wir eine dem DiB-Spirit folgende Aussage treffen, so meine Meinung.


#14

Hy Harry.Zunächst einmal Folgendes. Die Grafik ist falsch. Das Ergebnis vor Steuer ist 4 MRD €, das Ergebnis nach Steuer ist 2,4 MRD €

Die Abschreibung ist jetzt auch nicht unbedingt der “Brüller” Im Schnitt sind dies 2% vom Gebäudewert pro Jahr.Lediglich bei denkmalgeschützten Objekten können bis zu 9% des Erwerbspreises pro Jahr abgesetzt werden. (10 Jahre lang)

Und das geschickte “Vermietis” ständig Verlust machen, gehört ins Reich der Märchen.

Ich erinnere mich dunkel daran,dass wir hier schon zu diesem Thema Beiträge hatten. Eine Lösung war unter Anderem, dass die Länder/Kommunen Wohnbaugenossenschaften ohne Gewinnerzielungsabsicht gründen. Mieter vorzugsweise aus prekären sozialen Schichten eine Wohnung erhalten und z.B. über Mietkauf mittelfristig diese Wohnung sogar erwerben können.

Nur wenn die öffentliche Hand massiv in das “Wohnungsgeschäft” einsteigt, werden die Spekulanten ausgebremst


#15

Ich denke wir müssen das (Wohnungs)Rad nicht neu erfinden.

Die Kommunen hatten früher Sozialwohnungen, die an Bedürftige vermittelt wurden für günstige, sprich bezahlbare Mieten. Dann haben sie diese Bestände, oder was davon übrig war, an Immobilienhaie verkauft, mit der Aussage, die privaten können das viel besser und effektiver als die amtlichen Stellen (öffentliche Hand), das wird für alle eine Win-Win-Situation. Haha, schlechter Witz. :joy:

Das Ende vom Lied sehen wir jetzt; außer Gewinnmaximierung können oder wollen die Immobilienhaie nichts, in die günstigen Wohnungen wird nichts investiert, die verfallen vor sich hin, oder sie werden luxussaniert und die ehemaligen Mieter*innen können sehen wo sie bleiben, will die Mieten exorbitant steigen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich würde In der Initiative schlicht fordern, dass wieder ein öffentliches (staatliches) Wohnungsbauprogramm aufgelegt wird.


#16

Ich weiß nicht, ob es vielleicht an anderer Stelle schon diskutiert wurde, aber macht es möglicherweise Sinn, beim Thema Grund"Werte" über ein Recht auf Wohnung zu diskutieren?
Ähnlich wie beim Recht auf einen Kita-Platz für alle könnte über ein grundsätzliches Recht auf eine Wohnung für alle dem Spekulationstrieb Einhalt geboten werden. Wenn dabei z.B. ab einer gewissen Größenordnung (Anzahl der im Eigentum des Menschen/Unternehmens befindlichen Wohnungen/Häuser) die Verpflichtung zur Bereitstellung einer bestimmten Anzahl an günstigen Wohnungen für Geringverdienende gekoppelt wäre.
Wenn dies nicht machbar oder gewollt ist, könnte man eine Abgabe für diese Eigentümer einführen, die ähnlich der Abgabe für Unternehmen, die nicht genug schwerbehinderte Menschen beschäftigen (hier: Ausgleichsabgabe an Integrations- bzw. Inklusionsämter) der Unterstützung des (staatlichen) sozialen Wohnungsbaus dient.


#18

Danke! Die Grafik ist ok, ich hab sie nur falsch gelesen. Ich hab das oben korrigiert.

Vonovia hat 416tausend Wohnungen. Nimmt man die 4Mrd Gewinn und teilt sie durch die Wohnungen, bekommt man einen Gewinn von ca. 9600€ pro Wohnung pro Jahr. Oder ca 800€ pro Wohnung pro Monat.

Der Gewinn kommt ebenso durch Verkäufe rein, aber wenn man es mal so formuliert, dass man mit dem Gewinn jede Monatsmiete jeder Wohnung um 800€ günstiger anbieten könnte, würden wahrscheinlich einige Menschen noch Geld herausbekommen.

Größter Anteilseigner von Vonovia ist übrigens BlackRock. Ja, die Merz BlackRock.

Ja, und ja. Was wäre denn eine progressive Lösung? Mal so frei von allen Zwängen aber noch in der Realität gedacht?

Recht auf Wohnung, staatlicher Wohnungsbau, maximale Transparenz und Kontrolle (Neue Heimat!). Vorkaufsrecht von Mieters wie z.B. in Berlin könnte man für den Anfang machen.

Aber auch Regulierung des Marktes, wie das z.B. die Bundesnetzagentur macht. Es muss für jede Wohnung ein Mietspiegel gelten, der ALLE Mieten (nicht nur die teuren Neuvermietungen) beinhaltet. Und die Einkommenssituation am Ort muss auch berücksichtigt werden. Mieten dürfen nicht mehr steigen, als die Einkommen.

Dann ein Vetorecht bei nicht gesetzlich oder baulich vorgeschriebenen Renovierungen.

Die Renovierungen sind auch so ein Ding. Mal angenommen, Vonovia (als Beispiel) renoviert eine Wohnung und bezahlt dafür 10000€. Diese Kosten kann Vonovia ohnehin von der Steuer absetzen. Also wir Steuerzahlis finanzieren das, bzw. erlassen Vonovia Steuer, weil sie investieren. ZUSÄTZLICH bekommt V dafür höhere Mieteinnahmen. Dauerhaft. Die Mieterhöhung ist ja nicht die Kompensation für die Renovierung. Sie ist Ausdruck des gesteigerten Wertes der Wohnung. Man verdient also doppelt. Toll, oder? Also für Vonivia. Für Mieters irgendwie doof.


#19

“Staatlicher Wohnungsbau” versus “Vorkaufsrecht für Mieter”… vorne aufbauen hinten abreisen oder kosten verstaatlichen und Gewinne privatisieren oder wie muss ich das jetzt verstehen

Ist das jetzt wirklich der Gewinn? Ergo wurden Kosten für Kauf, Bau, Sanierung und zukünftige Instandhaltung schon abgezogen?

… also laut Wikipedia ist das nicht der Gewinn sondern das ist der Umsatz das ist doch schon was ganz anderes.


#20

Bestimmte Dinge könnte man sicherlich schon heute und kurzfristig per Gesetzesänderung/-Anpassung regeln: Entweder Mieterhöhung oder Steuerreduzierung bei Abschreibung plus Erhöhung der Versteuerung bei den gestiegenen Mieteinnahmen.
Eine Quote an günstigem und/oder barrierefreiem Wohnraum für jeden Eigentümer ab einer definierten Menge an Besitz einzuführen, finde ich dazu fair. Es gilt ja noch die Regel “Eigentum verpflichtet”. Also kann ich nicht ein Grundrecht auf Wohnung nur zu meinen eigenen Gunsten betreiben.
Sobald ich beim Finanzamt meine Kosten für mein Eigentum an Wohnraum zur Reduzierung meines Steueraufkommens auf Mieten und Wohnraumbesitz anzeige, greift die Quote.
Wenn ich nicht nachweisen kann, dass ich ausreichend günstigen (und barrierefreien) Wohnraum zur Verfügung stelle, zahle ich einen definierten Prozentsatz meiner Mieteinnahmen an den Fiskus.


#21

Hier liegt der Hasenfuss. Staatlich subventionierte SteuerVeruntreuung!

Die gleiche Schweinerei will der aktuelle Finanzminister durchbringen:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiw1e2fh-vfAhXDiSwKHTIMC8EQqUMwAXoECAAQBQ&url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fpolitik%2Fdeutschland%2F2019-01%2Fbundeshaushalt-ausgaben-steuereinnahmen-ueberschuss-olaf-scholz&usg=AOvVaw0tZ7GfLE6JLFW3V0pJUQcO