Gründung einer "Jugendgewerkschaft"


#21

Hier habe ich was Europäisches gefunden. Schwebt dir sowas vor, Harry?

Ich bin überrascht, dass hier die “Alten” was für Jugendliche anregen und die “Jungen” sich dagegen positionieren. Wir sollten uns fragen, warum das so ist, bevor es weitergeht.


#22

Wieso nicht? Ich war auch lange in der SV. Wir hätten eine Schulstreik-Regelung an unserer Schule locker durchgesetzt bekommen.
Und wenn sie es nicht kann, dann sollte sie dazu befähigt werden, denn sie ist die legitimierte Vertretung der Schüler*innen.

Eben nicht! Es gibt unter “der Jugend“ zigtausend verschiedene Meinungen!

Ich bin ehrlich gesagt nicht überrascht davon, dass ist nicht das erste Mal bei DiB. Es ist aber das erste Mal, dass jemand diese Frage stellt, also danke dafür.

Mich nervt zum einen, dass hier nicht nur versucht wird alle “Kinder & Jugendlichen“ mit “Schüler*innen“ gleichzusetzen, sondern dass ihnen gleichzeitig noch ihre Meinungsvielfalt abgesprochen wird.

Vor allem aber nervt mich, dass die Stimme der Kinder und Jugendlichen angeblich gestärkt werden soll, gleichzeitig aber schon klar ist wofür die Gewerkschaft kämpfen soll? So funktioniert das nicht.


#23

Danke für die deutlichen Worte, @Sabine.

@Surfista, vielleicht müssen wir noch einen oder mehrere Schritte zurückgehen. Du hast mit der Gewerkschaft vielleicht schon ein sehr deutliches Ziel vor Augen. Magst du vielleicht nochmal formulieren, was genau deine Gedanken sind und was du erreichen willst? Dann schauen wir uns den Stauts Quo an und überlegen weiter.

Tatsächlich war die Argumentation bisher schullastig. Schule ist aber nur ein Baustein von Jugend/Kindheit. Mit der Regelschule ist die Jugend auch noch nicht beendet.

Um mal ein bisschen Soziologie mit hereinzubringen: Einige Forscher*innen sprechen vom sogenannten Konzept der Entwicklungsaufgaben. Diese beschreiben Erwartungen der Erwachsenen an die Jugend. Darüber wissen wir sehr viel. Das Problem ist, und das ist ja auch der Vorwurf von Sabine gewesen, dass es sich hierbei eben um die Erwartungen von Erwachsenen handelt, und nicht die Lebensweisen der Jugend. Diesen Fehler dürfen wir keinesfalls machen.

Ach und wenn ich dabei bin: Jugendsoziologisch müssen wir auch von JugendEN sprechen. Mehrzahl. :slight_smile: Wurde ja hier auch schon gesagt.

Wenn ich euch weiter zutexten soll damit, sagt Bescheid. :stuck_out_tongue:


#24

Vielleicht ist das unterstützenswert.

http://demokratische-stimme-der-jugend.de/deutscher-jugendrat/


#25

Der deutsche Bundesjugendring hat sich sehr kritisch geäußert: https://www.dbjr.de/artikel/die-idee-deutscher-jugendrat-hat-viele-maengel/

Ich sehe auch nicht, wie ein Losverfahren für 50 Jugendliche dazu dienen soll, dass sich die Jugend allgemein politisch engagiert. Zumal ein linksalternativer, antiimperialistischer Verein weit davon entfernt ist, als Stimme der Jugend zu sprechen.


#26

Wie wir sehen gibt es bereits eine ganze Menge Einrichtungen doch keine funktioniert so richtig, wenn wir jetzt eine weitere Einrichtung einrichten, wer sagt uns dass diese dann funktioniert?

Wir haben also ein ganz anderes Problem, nicht fehlende Einrichtungen sondern nicht korrekt funktionierende Einrichtungen.

Ergo das ist es was wir ändern müssen.


#27

Man kann das Eine tun und das Andere nicht lassen.


#28

Auf kommunaler Ebene gibt es (zumindest bei uns) Kinder- und Jugendbeiräte, die bei einigen anstehenden Entscheidungen ‘angehört werden’ müssen, nicht aber mitentscheiden dürfen.

Das heißt, die alten Politikerhasen müssen sich zwar mit der Jugend ‘herumschlagen’ - was auch gern medienwirksam gemacht wird - sie und ihre Vorschläge aber letztlich nicht ernstnehmen und in die Entscheidungsfindung einbinden.
Zu anderen Themen hat der Jugendbeirat nicht mal ein Anhörungsrecht. Darin sehe ich ein Hauptproblem, wieso soll man als junger Mensch Zeit in einen ‘zahnlosen Tiger’ investieren?
Wenn man jungen Menschen zugestehen würde, am Verhandlungstisch gleichberechtigt mitzumischen, würden sich sicherlich mehr engagieren und damit würde automatisch auch die Diversität steigen. Natürlich wird jeder Berufspolitiker an dieser Stelle einwenden, das werde viel zu teuer …
Dabei kann man ‘der Jugend’ ( zack! mit einem Wort alle Menschen zwischen 12 und 19 über einen Kamm geschoren! :wink: ) durchaus zutrauen, nachhaltige Lösungen zu finden und dabei den Kostenpunkt nicht aus den Augen zu verlieren.


#29

Ich denke dieser Vorschlag ist nicht vereinbar mit den Grundsätzen einer allgemeinen und gleichen Wahl. Und selbst wenn er das wäre, würde das in neun Bundesländern nur Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren betreffen.


#30

Vielen Dank nochmals für die vielen Rückmeldungen. Ein Zwischenstand / Entwurf (Surfista-Style, muss vielleicht noch in DiB-Style umgemünzt werden):

Es gibt in unserem Land viele Institutionen, die sich um die Rechte und das Wohl von Kindern und Jugendlichen kümmern sollen oder wollen. Alle haben unterschiedliche Ziele, aber ihnen ist eines gemeinsam: Sie bestimmen über die Köpfe der Kinder und Jugendlichen hinweg. Wie sollen sie denn auch anders. Denn es gibt nicht “Die Kindern und Jugendlichen”, sondern sehr viele unterschiedliche junge Menschen. Und es gibt kein Parlament oder keinen Rat, der ihre Interessen vertritt. In Schulangelegenheiten haben sie ein Mitspracherecht. Aber jede Generation Schülis muss sich das Wissen immer neu erarbeiten und die Kontakte neu knüpfen.

Den Minderjährigen stehen mächtige und gut organisierte Institutionen gegenüber. Der Philologenverband, die GEW und die vielen Lobbies, die ihre Zukunft verbauen und verpfänden.

Sollten Minderjährige nicht lieber spielen, statt sich mit Politik zu beschäftigen? Nun, fragen wir sie selbst. Mit “Fridays For Future” ist innerhalb kürzester Zeit eine politische Bewegung entstanden. Greta, damals 15, hatte die Nase voll von Lügen und leeren Versprechen. Eine junge Schwedin, die beweist, wie fortschrittlich das Bildungssystem dort junge Menschen zu selbstbewussten Mitgliedern der Gesellschaft erzieht.

Und man kann Politik machen, ohne dass es nach muffigem Hinterzimmer riecht. DiB beweist das. Wir haben Spaß, uns zu engagieren. Wir entwickeln neue Ideen. Und Kinder können das auch, denn es ist eigentlich kinderleicht. Aber man lernt es bei uns nicht in der Schule. Dort lernt man nur, sich unterzuordnen und unnsinnige Vorgaben zu erfüllen.

Politik ist nicht bierernst. Politik ist die Kunst, die Angelegenheiten einer Gemeinschaft zum Besten Aller zu regeln. Wer nicht will, dass Minderjährige politisch sind, will nicht, dass sie ihre Angelegenheiten regeln.

Zur Unterstützung der Minderjährigen in der Wahrnehmung ihrer Interessen fordern wir die Gründung einer Jugendgewerkschaft. Diese Gewerkschaft soll:

  • Die Minderjährigen über ihre Rechte informieren und ihnen bei deren Durchsetzung helfen
  • Den Minderjährigen dabei helfen, die Rechte zu bekommen, die ihnen noch verwehrt werden
  • Insbesondere Schülervertretungen in Aufbau und Organisation unterstützen, damit eine dauerhaft gute Arbeit möglich ist, da engagierte Schülis die Schule relativ schnell verlassen (die anderen bleiben oft länger :grimacing:)
  • Für ein politisches Streikrecht der Minderjährigen kämpfen
  • Juristischen Beistand bei der Durchsetzung ihrer Interessen leisten
  • Politische Aufklärung in Zusammenarbeit mit der bpb leisten und politisches Engagement fördern
  • Die Bildung von Jugendparlamenten anstreben und dessen Beschlüssen in den Parlamenten Gehör verschaffen
  • Bundesjugendrat: Zur Meinungsfindung der vielen unterschiedlich alten und ausgerichteten Gruppen sollen das Neuland und unser Verfahren “Planungszellen” eingesetzt werden und einen Bundesjugendrat bilden(https://abstimmen.bewegung.jetzt/initiative/138-losverfahren-burgergutachten-mit-planungszellen-fur-alle-entscheidungen)

Es fehlt eine schlagkräftige Organisation, die die Interessen der Jugend uneingeschränkt unterstützt und dafür eintritt. Bei Gewerkschaften und Lobbyverbänden wird auch nicht gefragt, ob eine Forderung sinnvoll ist. Sie versuchen, ihre Meinung durchzudrücken und die anderen Gruppen müssen dagegen halten. Nur die Minderjährigen haben keine solche Vertretung.

Europäisch: https://www.jef.de/eyc/
Aus Deutschland: http://demokratische-stimme-der-jugend.de/deutscher-jugendrat/ (das würde gut zu unseren Planungszellen passen: https://abstimmen.bewegung.jetzt/initiative/138-losverfahren-burgergutachten-mit-planungszellen-fur-alle-entscheidungen)

Es gibt von der Sache her etwas, das den Zielen nahe kommt: https://www.dbjr.de/ueber-uns/ allerdings kennen viele Kinder und Jugendliche diese Organisation nicht. Zu einer wirksamen Arbeit gehört aktives Auffordern zur Meinungsäußerung. Ebenso https://de.wikipedia.org/wiki/Ring_politischer_Jugend , der aber hauptsächlich zur Verteilung von Geldern an die Jugendorganisationen der Parteien zu existieren scheint.


#31

Ich finde es enttäuschend, bezeichnend und auch einigermaßen erschütternd, dass die Meinung derjenigen, die am ehesten noch von dieser Gewerkschaft “profitieren” würden, einfach abgebügelt wird. Daher werde ich mich jetzt noch einmal abschließend äußern und mich danach aus dieser Diskussion zurückziehen. In dieser Form hat es eher etwas von Bevormundung der Kinder und Jugendlichen, als von Empowerment.

Es funktioniert einfach nicht eine Jugendgewerkschaft zu gründen, aber dabei gleich schon festzulegen, welche Ziele diese verfolgen soll. Ich wäre in meiner Schulzeit beispielsweise niemals auf die Idee gekommen, dass es ein Streikrecht braucht und ich bin auch jetzt der Meinung, dass es das nicht braucht. Wenn man das Ziel einer Organisation zur politischen Bildung und Interessensvertretung für Kinder und Jugendliche ernsthaft verfolgen will, dann muss diese Organisation mit einem weißen Blatt Papier beginnen, diese Voraussetzung wird hier schon massiv untergraben. Wenn es um die Interessensvertretung der Kinder und Jugendlichen geht, dann sollten diese Interessen auch von den zu vertretenden Personen erarbeitet und formuliert werden. Jede andere Herangehensweise scheitert meiner Meinung nach schon an der Nichterfüllung des eigenen Anspruchs.

Zur Idee des Bundesjugendrats: Das kann man meiner Meinung nach machen, allerdings hat dieser Rat auch dann wieder keine Entscheidungsgewalt. Das ist auch gut so, jedenfalls so lange man es mit den Grundsätzen unserer Demokratie hält. Denkbar wäre es hingegen, Vertreter*innen dieser Gewerkschaft die Mitarbeit in den verschiedenen Bundestagsausschüssen zu ermöglichen. Ich glaube im ersten Schritt müsste man aber erstmal politische Bildung in der Fläche verstärken und den Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein dafür geben, wie politische Arbeit konkret aussieht und sie dazu befähigen, eigene Meinungen zu erarbeiten und zu vertreten.

Und um noch einmal ein paar Worte zu diesem Verein zu sagen: Als antiautoritärer, linksalternativer und antiimperialistischer Verein wäre dieser Verein vielleicht gerade noch so mit DiB vereinbar. Er ist aber ganz weit davon entfernt, eine Mehrheitsmeinung unter den Kindern und Jugendlichen darzustellen. Ich persönlich möchte diesen Verein jedenfalls keinesfalls unterstützen, und ich gehöre schon mehr zu der entsprechenden politischen Blase als die meisten anderen Kinder und Jugendliche.


So, ich habe fertig. Ihr könnt dann jetzt in Ruhe weiter an eurem angeblich für Kinder und Jugendliche gedachten Projekt arbeiten.


#32

Hier wird nichts abgebügelt. Ich finde auch doof, wenn das so dargestellt wird. Bisher habe ich immer versucht, in die Inis, an denen ich beteiligt war, viele Aspekte einzubauen, die auch von Gegnersen kamen. Du hast halt nur ein paar Dinge geschrieben, die ich anders sehe. Außerdem viel Meinung. Da habe ich halt eine andere Meinung. Vielleicht hast du auch andere Erfahrungen gemacht.

Ich finde jedenfalls, dass im Video, das @sams verlinkt hat, die Sache sehr schlüssig rübergebracht wird:

Von der demokratischen Stimme der Jugend (DSDJ) ist auch viel in die Schul- und Bildungs-Inis eingeflossen.

Es ist also nicht so, dass ich die Meinung von dir, @leon, “abbügle”. Ich finde einfach die Argumentation der DSDJ schlüssiger. Der Kritik am Vorgehen kann ich folgen. Ich finde die vorgeschlagene Anzahl zu gering. Wenn man Planungszellen für Minderjährige macht, kommt man der Sache näher.


#33

Auf meine Kritik am Verein und den geäußerten Bedenken vom deutschen Bundesjugendring gehst du jetzt wiederholt nicht ein. Q.E.D. Genau genommen gehst du auf meinen letzten Beitrag inhaltlich gar nicht ein.

Meine und auch Sabines Vorschläge zu einem breiter gefächerten Spektrum an Vereinen sowie die Mitarbeit in den Ausschüssen findet außerdem auch keinerlei Beachtung. Stattdessen wird hier die Meinung eines Spartenvereins, den die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen fundamental ablehnen würden als Fakt angenommen und ein Konzept als ausgeklügelt verkauft, was sowohl rechtlich als auch praktisch nicht mal ansatzweise ausgereift ist, zumal die Idee der DSDJ die klassische Jugendpolitik explizit ausklammert.

Gleichzeitig werden den Kindern und Jugendlichen hier Ziele aufgedrückt, die sie in der Mehrheit überhaupt nicht haben.

Entschuldigung, dass ich mich nicht ernst genommen fühle, wenn meine Ausführungen komplett abgelehnt werden. Dann habe ich aber halt auch kein Vertrauen mehr darin, dass dein Konstrukt Meinungsvielfalt fördern soll. Ich finde das schlichtweg unverschämt.

Aber mach du mal. Ist mir jetzt auch egal. Auf Wiedersehen.


#34

Ich kann nicht nachvollziehen, warum du dich aufregst.
Es steht doch explizit da, dass es

ist.

Ich würde mir wünschen, dass Kritik auch in dieser Diskussion sachlich und höflich formuliert wird, auch wenn es ein emotionales Thema ist. Es liegt doch auch in der Natur der Sache, dass das Konzept noch nicht ausgereift ist. Deshalb diskutieren wir doch auf dem MP.


#35

Sowohl Sabine als auch ich haben Bedenken geäußert und Alternativvorschläge gemacht, auf beides wird nicht eingegangen und beides findet keinerlei Einfluss auf den “Zwischenstand”.

Es wird hier ein Konzept entwickelt, das von vornherein Ziele für Kinder und Jugendliche voraussetzt während gleichzeitig schon in der parteiinternen Diskussion dazu die Meinungen der betreffenden Personengruppe konsequent ignoriert und abgebügelt werden.

Dadurch entsteht schlussendlich der Eindruck, dass hier der Versuch unternommen wird, dass durch diese Initiative die Kinder und Jugendlichen für die eigenen Zwecke instrumentalisiert werden können.

Das “Konzept” in dem Zwischenstand beinhaltet, dass es einen Jugendrat geben soll, mehr steht in dem Konzept selber nicht. Dabei wird auf das Konzept des (linksalternativen und antiimperialistischen) DSDJ e.V. verwiesen, welches offensichtlich auch unausgereift ist. Auf die dazu geäußerte Kritik wurde ebenfalls in keinster Weise eingegangen.

Das ist hier keine Diskussion, das ist hier der Versuch die eigenen Ziele durchzusetzen und gleichzeitig den Schein zu wahren, dass das aus einer größer angelegten Diskussion entstanden ist.

Gerade in Bezug auf Paragraph 17 unserer Satzung ist dieses Verhalten unfassbar und deshalb stelle ich mich in aller Klarheit dagegen.


#36

Ich kann hier beide Seiten verstehen und frage mich, wie eine Brücke aussehen könnte.
Obwohl es an allen Schulen SMVs gibt, ist die Arbeit, die sie machen sehr unterschiedlich. Die einen können das gut, die anderen sind der Schulleitung hörig. Von daher würde ich mir schon wünschen, dass es eine außerschulische Möglichkeit gäbe, die den Jugendlichen bei Bedarf Beratung geben könnte.
Politische Bildung in der Schule ist wahrscheinlich auch sehr unterschiedlich. Bei meinen Kindern war es eine Katastrophe. Meine Tochter hat sich fast geschämt, dass ich politisch aktiv bin, als die Lehrerin anfing über Politiker*innen herzuziehen, es als notwendiges Übel im Lehrplan bezeichnet hat und schon im Vorfeld wusste, dass sich ja niemand im Klassenzimmer dafür interessiert.
Also im Bildungssystem sehe ich einen immens großen Bedarf an Verbesserungen politische Bildung betreffend.
Mit der bpb habe ich ein Problem, wenn es um politisches Engagement gehen soll. Die bpb ist nicht an einer umfassenden Aufklärung interessiert, sondern informiert über das was sich etabliert hat.
Bei einer Veranstaltung „Jugend wählt“ im Zuge der Bundestagswahl, standen zwar alle Parteien auf dem Wahlzettel, die Informationen zu den Parteien, die aufgehängt wurden, waren jedoch nur von den Parteien, die schon ein Mandat im Bundes- oder Landtag hatten.

Für mich stellt sich die Frage, wie kann es gelingen, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Anliegen ernst genommen werden.
Wer kann sich dafür stark machen, dass die Rechte wahrgenommen werden können. Und wer bringt unsere Politiker*innen dazu den Kinder und Jugendlichen zuzuhören?

Ich denke es geht hier nicht darum, dass DiB den Jugendlichen etwas aufdrücken will. Es soll eine Möglichkeit geschaffen werden, den Jugendlichen den Rücken zu stärken und vorallem das 6. Grundrecht aus der UN-Kinderrechtskonvention zu gewährleisten.

Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln;


#37

Es war doch ziemlich eindeutig , was unsere beiden Vertreter/innen der Jugend geschrieben haben . Sie wollen weder belehrt , noch bevormundet werden ; nicht von uns , noch von irgendeiner Orga , die sie sich nicht selbst ausgesucht oder gegründet haben .

Schon das verteidigen oder erklären des eigenen Vorschlages wirkt wie Bevormundung und wird deshalb abgelehnt . Wir haben doch eine Jugendgruppe , die uns sicher um Unterstützung bitten würde wenn sie diese brauchen ; denkt Ihr nicht auch ?


#38

Ich komme zu einem ähnlichen Schluss wie @raba. @Surfista, wenn du anderer Meinung bist als @leon und @Sabine und dein Vorschlag deshalb anders aussieht als deren, dann sind wir schon mitten drin im Problem.

Das ist nämlich, objektiv betrachtet, genau das Muster, gegen das du selbst eigentlich vorgehen willst: Der Jugend mehr Gewicht verleihen, sie anhören und es dann doch nach erwachsener Methode machen. Mit besten Anliegen und dennoch falsch.

Entweder wir orientieren uns konsequent an dem, was Jugendliche sagen, oder wir lassen es lieber bleiben.

Wir können froh sein, dass @leon hier so vehement die Meinung vertritt und wachrüttelt.


#39

Ja und nein.

Wir haben ja schon festgestellt, dass es mehrere “Jugenden” gibt. Leon ist Teil einer Jugend und sieht vielleicht nur seine Blase. So wenig wie ich für alle Jugenden sprechen möchte, sollte er das tun. Ich sehe, dass er die DSDJ als linksalternativ und antiimperialistisch bezeichnet und daher ablehnt, was sie fordern.

Also ja, ich nehme schon wahr, was er sagt. Aber wir brauchen nicht nur die Meinung von Leon, wir brauchen ein breiteres Bild. Ich war selber in einer SV, ich kenne die SVs von drei Schulen, an denen meine Kinder sind / waren und auch die Berichte von @sams sollten wir ernst nehmen.


#40

Touché. Dann sollten wir aber erstmal mehr Leute dieser Altersgruppe hier in den Thread führen.