Gezieltes Vorgehen gegen Geldwäsche und kriminelle Sorglosigkeit in Deutschland

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Eine Initiative von: Julian S.
Bearbeitungsstatus: Fortgeschrittener Entwurf / Idee

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 100 Milliarden Euro gewaschen. Für die die nicht wissen was das bedeutet; Geldwäsche ist der Prozess in dem „illegales“ Geld aus kriminellen Machenschaften (z.B. Drogenhandel) in den „legalen“ Geld Umlauf eingeschleust wird, versteuert wird und danach blütenrein ist.

Und das sind mindestens 60 Milliarden Euro die Kriminelle Vereinigungen nun ganz legal und ohne Probleme verwenden können. Für den Staat bedeutet das zwar, dass auch Steuern mit kriminellem Geld gemacht werden, aber dieses 40 Milliarden aus Kriminellen Tätigkeiten müssen nicht sein. Zumal macht das Deutschland zu einem wahren Geldwäsche-Paradies für Kriminelle Organisationen in ganz Europa. Toll oder? Nicht wirklich. Nicht für die, die unter diesen Kriminellen Organisationen leiden.

Geldwäsche kann auf zahlreiche Wege durchgeführt werden vor allem in Deutschland wie wir schon wissen. Ich beziehe mich ganz explizit auf Geldwäsche die durch Bargeldgeschäfte betrieben wird.

Ca. 20 Milliarden Euro (von 100Mrd Euro) werden allein durch den Immobilienmarkt gewaschen.

Da Immobilien vollständig Bargezahlt werden können und Notare nicht verpflichtet sind zu prüfen wo das Geld herkommt ist Geldwäsche geradezu Kinderleicht.

Wenn jemand die genauen Paragraphen kennt, dann können sie diese gerne teilen.

Auch wenn der Immobilienboom dadurch gefördert wird und auch die Wirtschaft etwas „gepusht“ wird, ist es doch ein vermeidbarer Unterstützer von unbezahlbaren Wohnraum und sorgenloser Kriminalität.

Nicht nur sehr lockere Gesetze machen es einfach auch unbeachtete lückenhafte Dokumentation ist problematisch. Erst ab einer Barzahlung von 10.000 Euro muss sich ein Käufer bei dem Händler ausweisen, und das wird von „kleineren“ Händlern gerne mal ignoriert.

Und selbst wenn es zu einer Geldwäscheanzeige kommt, kann man nicht damit rechnen, dass diese bald geprüft und nachverfolgt wird. Die* Financial Intelligence Unit (FUI) welche für solche Anzeigen verantwortlich ist hat diesbezüglich noch über 40.000 Geldwäscheanzeigen vor sich.

Durch die folgenden Forderungen ist es potenziell möglich Milliarden von Kriminellen Geld abzuschöpfen und für allgemeine Zwecke zu verwenden.

Forderungen

Geld wird nur dann nachverfolgbar, wenn es über Bankkonten gezahlt wird und diese einfache Möglichkeit sollte maximalst genutzt werden.

1. Für eine leichtere Verfolgung von Geldwäsche fordere ich die Einführung der Beweislastumkehr nach Italiens Vorbild. Wenn der Verdacht auf Geldwäsche besteht muss der in Verdacht stehende Beweisen können wo das Geld herkommt.

2. Begrenzung von Bargeldzahlungen auf 1000 Euro (oder 1500 / 2000 Euro).

ggf. eine monatliche / jährliche maximal Summe festlegen, damit nicht zahlreiche Zahlungen getätigt werden können. Ab dem festgelegten Höchstbetrag muss mit nachverfolgbaren Methoden gezahlt werden.

Der Betrag steht noch zur Diskussion, auch für den maximal Betrag bin ich für Vorschläge offen.

3. Aufgrund der Möglichkeiten im Immobilien Sektor fordere ich, dass Immobilien nicht mehr in bar bezahlt werden können und das ausnahmslos.

wenn dies nicht umgesetzt wird sollen Notare verpflichtet werden bei allen Barzahlungen nachzuweisen wo das Geld des Käufers herkommt, ggf. soll hier auch der Käufer wieder die Geldherkunft beweisen müssen.

4. mehr Unterstützung für Behörden die Goldwäsche verfolgen, solange Geldwäsche in diesem Umfang (100Mrd Euro/Jahr) betrieben werden kann und betrieben wird.

Mittel können dann wieder langsam gestrichen werden wenn die Anzahl an Geldwäscheanzeigen und die Menge an gewaschenem Geld massiv abgenommen hat.

5. Wenn die erwähnte Grenze von 10.000 Euro bestehen bleibt (was bei durch zuvor gestellte Forderungen eigentlich egal ist) fordere ich, dass Händler verpflichtet sind die Ausweisung von Käufern zu dokumentieren um auch hier möglichen Spielraum zu nehmen.

6. Das dadurch abgeschöpfte Vermögen soll möglichst positiv verwendet werden aufgrund seines kriminellen Ursprungs. Ich fordere deswegen, dass dieses Geld in das Bildungssystem fliesen soll, die Digitalisierung von Schulen oder anderen guten Zwecken die der Allgemeinheit nützen.

sofern möglich

(7.) Ich fordere darüber hinaus, dass die Anzahl an im Umlauf befindender 500er Scheine proportional gesenkt wird um auch hier mögliche Geldwäsche offensichtlicher zu machen und es schwerer zu machen große Geldmengen einfach in bar zu bewegen.

Ob der 200er Schein durch eine weniger proportionale Senkung auch mit eingebunden werden soll steht zur Diskussion

Damit ist nicht die vollständige Abschaffung der Scheine gemeint. Die Möglichkeit besteht eine Grenze festzulegen wie viele Scheine im Umlauf bleiben dürfen

Allgemeine Forderungen

8. Außerdem fordere ich, dass bei Überforderung von Behörden die Verjährung von solchen Delikten / Straftaten ausgesetzt werden soll, damit bei tatsächlichen Vergehen mangelnde Mittel zur Verfolgung und Unterbesetzung von Behörden nicht zum Vorteil von Straftätern genutzt werden können.

Ich lade herzlichst dazu ein mit zu recherchieren oder diskutieren. Oder auch fehlende Paragraphen und weitere Gründe zu ergänzen. Und bereits meine Forderungen in konkrete Ziele zu formulieren etc.

Ergänzende & Nachweisende Quellen: konnte nur zwei links teilen

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwihrcjug_DyAhXS0qQKHYthAi0QFnoECAYQAQ&url=https%3A%2F%2Fshop.freiheit.org%2Fdownload%2FP2%40618%2F74195%2FGeldwaesche_Web.pdf&usg=AOvVaw1lOHgbRvY2kQqnpozD2BnM (etwas älter)

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Da ich nicht alle links teilen konnte stelle ich hier noch zwei weitere links ein, hoffe das geht so noch in Ordnung

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Hallo Julian und :heart:ich Willkommen hier auf dem Marktplatz.

Zu deinem Thema bringe ich mal folgende Denkanstösse ein:

Zunächst mal gilt es, die bereits vorhandenen juristischen und politischen Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor man weitere Gesetze und Instanzen installiert.
Wenn man bspw. die Scheuer-Milliarden, die Wirecard-Milliarden, die Cumex-Milliarden, die BER-Milliarden, die S21-Milliarden einfordern würde, die IT-Konzerne anständig besteuert, etc., pp, dann wäre das ein Vielfaches dessen, was Du hier in Euros anführst.
Gut, das ist jetzt ein wenig whataboutism.

Geldwäsche liesse sich schon sehr gut bekämpfen, wenn man statt den Kleinhandwerker zu malträtieren, die Pizzabuden mit Millionenumsätzen ins Visier nähme.

Zu deinen Punkten:

  1. Trage ich mit.
  2. 1.000,- €, gar 500,- €, sind (mir) eindeutig zu wenig. Ich will nicht, dass mein Finanzamt weiss, wenn ich mir eine neue Couch kaufe oder wohin ich in den Urlaub fahre. Die aktuelle Grenze von 10 k€ halte ich da schon für angemessen.
  3. Trage ich mit.
  4. Das ist halbgar. Es gehören auch andere Edelmetalle dazu, sowie Diamanten, Antiquitäten, Autos, usw. Das ginge einfacher, indem für ALLE Geschäfte Pkt. 1 und 2 greifen würden.
  5. siehe vorherige Pkt.
  6. Das wird nicht möglich sein hier eine Zweckbindung herzustellen. Wäre aber auch egal, denn schliesslich wird Bildung auch aus Steuermitteln gezahlt.
  7. Bin ich ebenfalls dagegen. Wenn die anderen Pkt. erfüllt wären, könnte es beliebig grosse Geldscheine geben. :wink:

Ergänzend zu 7.:
Die sukzessive Abschaffung von analogem Geld, führt irgendwann zur absoluten Abschaffung. Das wäre dann die totale Überwachung der Menschen und die komplette Abhängigkeit von staatlichen Institutionen.
Man stelle sich vor, Du hast Steuerschulden (auch unbegründet, da vlt. noch ein Formular fehlte oder ein Kreuzchen falsch gesetzt wurde). Man könnte Dir umgehend, in ein paar Sekunden, alle Konten sperren und Du könntest nicht mal mehr ein Brötchen kaufen.
Das kleine Taschengeld der Oma an den Enkel, die 20,- € für’s Rasenmäher beim Nachbarn, das Trinkgeld im Biergarten, der Glückscent für den Wunschbrunnen, … alles wäre offen für den Staat und die Bank.

Ergänzen möchte ich, dass Deutschland deshalb ein Geldwäscheland ist, weil es eine so undurchsichtige Steuergesetzgebung hat . Meines Wissens ist der Stapel aller Steuergesetze Deutschlands in gedruckter Form höher, als aller Steuergesetze der restlichen Welt zusammen. Da gibt es dann eben auch sehr viele Löcher.

Das Übel an der Wurzel packen, statt hier herum zu frickeln, wäre meine Devise.
Warum filzt man nicht einfach jeden 2. Container? Muss Plastikspielzeug just-in-time kommen? Darf so eine Schiffsladung nach vier Wochen auf See nicht auch noch drei Tage im Hafen verweilen?

Drogen teilweise legalisieren und staatlich kontrolliert anbieten - zack, ein bisschen weniger Schwarz- und Drogengeld.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Ich will nicht 80 Millionen Bürger geisseln um 800 Geldwäschern das Leben zu erschweren. Und mehr als ein Erschweren wäre es nicht. Schon gar nicht, wenn man das als Nation alleine angeht.

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Erstmal danke für die Antwort,

einige Punkte kann ich nachvollziehen bei anderen ist es mir nicht ganz schlüssig.

Zuallererst geht es ja nicht primär darum Geld abzuschöpfen. Das wäre schlichtweg eine sich anbietende Option. Wie die Kirsche auf dem Eisbecher.
Das was sie zuerst ansprechen sind natürlich auch Möglichkeiten, aber das wäre ja ein Thema für sich und wie bereits gesagt, hier Geld abzuschöpfen ist sekundär.

Zu ihrem Punkt, dass damit „Kleinhandwerker“ malträtiert werden und „80 Million Bürger“ zu geißeln gemacht werden, muss ich sagen, dass das absolut nicht der Fall sein wird. Ich werde hier gleich darauf zurück kommen.

  1. Dass das für sie zu wenig sein mag kann ich verstehen aber ganz ehrlich, wie viele Menschen gehen denn heute noch in ein Möbelgeschäft und legen 1000€ bar auf die Teke. Wenn wir mehr Digitalisierung wollen und vielleicht auch irgendwann einen Digitalen Euro, so wie ihn die EZB gerade ausarbeitetet, dann müssen wir von großen Bargeldgeschäften wegkommen.

Man sollte hier realistisch sein und da sind 1500 - 2000 Euro auch nicht zu wenig.

  1. „indem für ALLE Geschäfte Pkt. 1 und 2 greifen würden“ Für Punkt 2 ist das auch genau meine Forderung. Pkt. 1 wäre davon ausgeschlossen , da sich das eher auf die Geldwäscheanzeigen bezieht oder bei Polizeilichen Ermittlungen. z.B. wenn die Polizei eine Ermittlung gegen einen „Drogenboss“ führt und dieser mit einem Superportwagen rumfährt, dass dann die Beweislast Umkehr greifen kann.

  2. In Forderung 5 geht es ja darum, dass lediglich der Ausweis gezeigt werden muss und es keine kontrollierende Instanzen hier gibt, deswegen sollte, nur wenn Forderung 2 sich nicht in dem von mir genannten Rahmen befindet, dass dann eine Dokumentationspflicht herhalten muss.
    Das würde ja wiederum nicht jeden „Kleinhändler“ betreffen und würde ja auch keinen unnötig großen aufwand erzeugen da es schließlich (immer) einen Kaufvertrag gibt. In einem Möbelgeschäft wäre das was anderes aber da verwiese ich wieder auf 2.

  3. Die Beispiele in Forderung 6 wäre ja auch nur ein Beispiel. Letztendlich haben sie auch recht, das Geld würde so oder so dafür verwendet werden, wenn auch nur ein Teil davon.

  4. Das es beliebig große Geldscheine geben könnte verstehe ich nicht so ganz. Schließlich soll es dadurch erschwert werden große Bargeldsummen einfach zu bewegen. Der Schein wird ja lange noch nicht vollständig abgeschafft.
    Hier komme ich auf die Aussage von vorhin zurück, dass 80 Million Bürger darunter leiden würden, und das trifft ja hier nun eigentlich nicht zu.

Das kleine Taschengeld von Oma bleibt ja hier auch völlig unberührt, eine Abhängigkeit gibt es letztendlich auch nicht, solange es Bargeld gibt. Und meine Forderungen schaffen das ja noch lange nicht ab.

Drogen zu legalisieren und staatlich kontrollieren, da bin ich voll bei ihnen. Aber das würde Geldwäsche nicht abschaffen. Die größten Geldwäschekunden kommen schließlich aus ganz Europa, sei es Italien, Frankreich oder sonst wo. Deswegen müssen wir hier die Möglichkeiten zur Geldwäsche stark einschränken. Den normalen Bürger trifft das ja nun lange nicht so hart wie die „800“ Geldwäscher.

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Gerne dürfen wir beim Du bleiben. :blush:

Der Punkt mit dem Handwerker soll dafür stehen, dass unsere Steuerinstanzen, zum Teil auch die Polizei, sich mehr mit Kleinkriminellen beschäftigen als mit den grossen Übeltätern.
Keinesfalls will ich den Eindruck erwecken, dass das Eine weniger schlimm sei als das Andere. Aber zumindest subjektiv habe (auch) ich den Eindruck, dass man den kleinen Fisch „lieber“ fängt, weil es einfacher zu sein scheint.

Bei der Abschaffung des analogen Geldes geht es eben doch ums grosse Ganze. Den 500er aus dem Verkehr zu ziehen wäre nur der 1. Schritt. Du selbst sprichst ja ebenfalls auch schon vom 200er.
Einzig auf Centmünzen könnte man verzichten, da viel zu aufwendig und zu teuer in der Herstellung und Handhabe.

Ich bin auch gegen den Digital-€, zumindest als Ersatz zum analogen. Gründe sind eben diese und hinzu kommt der Mangel an Sicherheit. Digitalwährung ist Spekulation. Selbst wenn das staatlich überwacht und geregelt würde, böte es mehr Risiken als Vorteile.

Grundsätzlich ja, Deutschland sollte Geldwäsche rigoroser entgegen treten. ABER, wie gesagt, zunächst unter voller Ausschöpfung der gegebenen Möglichkeiten, personeller Aufstockung der entsprechenden Behörden und Ausmisten unseres Steuersystems.
Würde ja schon im 1. Schritt (!) reichen, die Hürden der von Dir genannten Staaten Italien und Frankreich zu installieren.

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Aber ich schlage ja nicht die totale Abschaffung des 500er vor, sondern eine über Jahre andauernde Minimierung der im Umlauf befindenden Scheine. Wie ebenfalls schon erwähnt wäre das auch für den 200er möglich.

Ich selbst habe noch nie mit diesen zwei Scheinen etwas bezahlt . Obwohl ich welche zu Hause hätte, hatte ich noch nie den Gedanken diese zu verwenden. Ich weiß ja nicht wie du das siehst aber ich denke die meisten Menschen haben da das selbe Gefühl und eine progressive Minimierung würde den meisten Bürgern meiner Meinung nach noch nicht einmal auffallen.

Eine vollständige Abschaffung wäre dann denkbar, wenn es zukünftig eine Digitale Währung geben würde. Schließlich ist das die Zukunft in die wir uns bewegen sollten. Das man auf Cent münzen verzichten könnte, da würde ich dir definitiv zu stimmen.

In wie fern der Digitale Euro riskant wäre lässt sich nicht sagen, schließlich kann man ihn definitiv nicht mit irgendwelchen Kryptowährungen vergleichen da er nicht wie z.B. der Bitcoin gehandelt werden wird das hätte dann auch nichts mit Spekulation zu tun. (diesen Vergleich hast du nicht gemacht)

Eine Digitale Währung kannst du dir eigentlich genau wie dein Bankkonto vorstellen, bloß ohne analoges Geld. Der Wert des Digitalen Euros wäre ja der selbe und würde sogar die problematische Lage mit dem Euro heute lösen.

Wenn du gegen den Digitalen Euro bist ist das völlig in Ordnung. ich persönlich Denke das dieser die Zukunft darstellt aber das tut ja hier nichts zur Sache. Der Digitale Euro hat momentan nichts mit meinen Forderungen zu tun.

Die „Behörden Aufstocken“ kann man sich ja auf lange Sicht sparen wenn das Volumen der in Deutschland stattfindenden Geldwäsche sinkt durch eine starke Restriktion der Möglichkeiten, von denen es in Deutschland wirklich zahlreiche gibt, das könnten sie sich in der Pdf Datei anschauen die ich geteilt hatte.

Edit: habe gerade festgestellt das der pdf link nichts bringt da er sich auf meine PC file bezieht
Edit 2: jetzt sollte es glaube ich gehen.

Läuft ja dann auf dasselbe hinaus, nur langsamer.

Das ist das Gefährliche daran. Ähnlich verhielt es sich mit der Digitalisierung. „Ich habe nichts zu verbergen …“. Man sollte nicht davon ausgehen, dass die (demokratischen, politischen, wirtschaftlichen, …) Verhältnisse immer so bleiben, wie sie sind.

Und ich finde, das sollten wir nicht - keinesfalls. Jedenfalls nicht, bevor wir nicht all die anderen Baustellen wie Bildung, Gleichberechtigung, unser politisches System hinsichtlich Lobbyismus, Umwelt, Klima in den Griff bekommen haben.
Die Abschaffung von analogem Geld beschleunigt die Krisen.

Doch, genau so ist es. Hier wären wir übrigens beim nächsten Thema: Regulierung der Börsen.

Das weiss ich - ich bin seit 30 Jahren Vermögensberater. :wink:
Genau darin liegt die Gefahr (siehe mein Bsp. mit dem Finanzamt oben).

Korrekt. Trennen wir das und ich bin mit der Unterstützung bzgl. Geldwäsche wieder an Bord.

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Meines Wissens wird der 500er Schein bereits nicht mehr gedruckt und das europaweit, seine vollständige Abschaffung ist damit eigentlich unausweichlich. Man könnte sich aber eine Grenze überlegen wie viele Scheine maximal im Umlauf bleiben dürfen.

Zurzeit sind noch etwa 500 Millionen Stück im Umlauf und können jederzeit umgetauscht werden.

Wenn der Schein Stückweise aus dem Verkehr gezogen wird, dann können ungleiche Verhältnisse durch andere Scheine (100er etc.) ausgeglichen werden.
Der aus dem Verkehr gezogene Betrag müsste eben prozentual gesehen so verteilt werden, dass die Verteilung der anderen Scheine mehr oder minder gleich bleibt.

Der Digitale Euro war ja auch überhaupt nicht in meinen Forderungen enthalten und ich würde den auch sehr gerne hier raushalten, da er nichts mit Geldwäsche zu tun hat. Man kann gerne eine Diskussion darüber starten, aber bitte nicht hier weiter darüber diskutieren.

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korrekt Ende April 2019 wurde die Produktion in Deutschland und Österreich eingestellt, in den anderen Euro-Ländern bereits zu Ende Dezember 2018.

laut EZB waren es Ende Feburar 2021 noch gut 400 Millionen Stück im Gesamtwert von 200 Milliarden Euro. Der höchste Stand war 2015 als 307 Milliarden Euro in 500 Euro Scheinen im Umlauf waren.

Durch die Abschaffung des 500 Euro Scheines ist seit 2019 die Anzahl der im Umlauf befindlichen 200 Euro Scheine stark angestiegen.

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Du könntest Recht haben - aus meiner Sicht leider.
Die Digitalisierung hat ihre Vorteile, jedoch auch ganz erhebliche Nachteile, die ich hier nicht im Einzelnen auflisten will. Einer davon ist das besorgniserregende Fortschreiten der Entwicklung hin zum „gläsernen Bürger“, und das Schlimme daran ist nicht zuletzt, dass die dadurch gewinnbaren Erkenntnisse - insbesondere seitens der Finanzbehörden - vor allem zur „Verfolgung“ jener Bürger genutzt werden, deren „Verfehlungen“ (vermutlich mehrheitlich versehentlicher als vorsätzlicher Art) relativ wenig zum Einholen entgangener Steuereinnahmen beitragen.

Die größten Steuersünder, die dem Staat hohe Milliardenbeträge vorenthalten, sind finanzkräftige Institutionen und Personen (einschließlich der Clans), die ein Heer von Juristen und Steuerexperten dafür bezahlen können, um sämtliche Gesetzeslücken und „Umwege“ aufzudecken, die eine vorsätzliche, also kriminelle Umgehung von Steuerzahlungen ermöglichen. Darauf, u. a. diesem Unwesen Einhalt zu gebieten, dürfte die Anmerkung abzielen

Für mich ist meine persönliche Freiheit, die Wahrung meiner Privatsphäre, ein sehr hohes Gut und bei Weitem wichtiger, als die relativ geringen Steuer-Mehreinnahmen, die durch Aufdecken von Fehlern in Steuererklärungen von weniger finanzkräftigen (schlimmstenfalls kleinkriminellen) Mtbürgern eingeholt werden könnten - und das selbst in dem Bewusstsein, dass der Staat auch mich zum Ausgleich fehlender Steuereinnahmen zur Kasse bittet.

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Auf diese Zahl bin ich mittlerweile auch gestoßen, 500 Million waren es stand April 2019.
Und dann ist es ja schon mal ein gutes Zeichen, dass bereits in einem solch kurzen Zeitraum die Anzahl so stark gesunken ist, womit ich nicht gerechnet hatte.

Ich denke davon haben wir alle nicht so viel mitbekommen.

Ich müsste mal schauen on ich eine aktuelle Verteilung der Euroscheine finde, und in wie fern ich den 200er bereits aus der Diskussion nehmen könnte.

Danke dir für die Aufklärung.

Danke für deinen Beitrag aber, wie ich zuvor schon sagte würde ich den Digitalen Euro aus dieser Diskussion raushalten, da er nun wirklich nichts mit meinen Forderungen zu tun hat. Ich kann gerne eine Diskussion darüber eröffnen wenn man sich weiterhin darüber unterhalten möchte.

Meine Forderungen greifen diese ja auch noch lange nicht an.

Den digitalen Euro habe ich auch nur beispielhaft erwähnt. Mir sind jegliche digitale Maßnahmen zuwider, die mit einem Abschöpfen meiner persönlichen Daten zwecks Übewachung meiner privaten Aktivitäten verbunden sind, da dies eben eine Einschränkung meiner persönlichen Freiheit bedeutet.

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Das ist ja völlig in Ordnung, aber darum geht es hier ja auch nicht. Oder siehst du bei meinen Forderungen irgendeine Form von digitaler Überwachung?

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Man könnte die Punkte 3 und 4 zusammenfassen: die Bezahlung von Sachwerten (egal ob Immobilien, Autos, Edelmetalle oder -steine, sonstige Luxusgüter) über der Obergrenze soll nicht mehr möglich sein.

Als Obergrenze für Barzahlungen könnte ich mir monatlich 5.000 € und jährlich 10.000 € vorstellen.

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Guter Vorschlag. ich glaub du meinst aber die Forderungen 2 und 3 und nicht 3 und 4

Ich würde (wenn du Forderung 2 meinst) dennoch sagen, dass es einen allgemeinen Höchstbetrag gibt.

Aber um dir entgegen zu kommen. Könnten wir eine weitere Forderung aufstellen (Forderung 3.2)
dass wie du bereits gesagt hast, Luxusgüter, Autos etc. nicht über dem Höchstbetrag bargezahlt werden können.
Edit 2: Ich würde hier auch Kunstgegenstände mit einbeziehen.

Edit:
Auch danke für die Vorschläge eines monatlichen / jährlichen Höchstbetrags, dazu würde ich sagen, dass diese für den ein oder anderen zu wenig sein werden. Ich selbst habe aber noch keine wirkliche Idee eines möglichen monatlichen / jährlichen Höchstbetrags, da das doch etwas komplizierter ist als zuerst gedacht.

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geht auch so mit amtlichen Pfändungsvermerk bei Deiner Girobank.
Wegen 200,-€ u. 1 Woche vor Lohneingang mir mal passiert.
Ergebniss: Überziehungsrahmen gekenzelt und um die 200,- zu begleichen musste dann erst 4.000,- aufgetrieben werden um das Konto flott zu bekommen u. Finanzamt zu bedienen.
Ironie des Schicksalls: war in den CumEx-Zeit - was ich dem Beamten dann nicht ersparren konnte, ihn an Prioritäten anzumahnen.

Ich lebe noch !
;- )

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