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Gesetzlichen Mindestlohn für Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten


#61

Hallo zusammen, ich freue mich, dass euch allen wahrscheinlich gut geht. Unsere Initiative zum thema Mindestlohn in Werkstätten läuft gerade. Vorschläge, die ihr habt, welches Thema wir als nächstes bearbeiten
wollen.
@miri: welchen Kanal meinst Du ?


#62

Ein mögliches nächstes Thema könnte das persönliche Budget sein, das Menschen mit Einschränkungen zwar theoretisch zusteht von den Kranken- bzw. Pflegekassen aber in aller Regel zunächst mal verweigert wird, weil zu teuer.

Wenn es zur Gerichtsverhandlung kommt und die*der Richter*in zu dem Schluss kommt dem Antrag stattzugeben, sagt sie*er das in der Verhandlung und die Versicherung schließt dann einen Vergleich mit der*dem Betreffenden, so gibt es kein Urteil, keinen Präzedenzfall und Jede*r muss den gesamten Instanzenweg von vorne beschreiten.

Ein kompliziertes Thema, dass sicher einiges an Energie benötigt, aber vielleicht hat noch Jemand eine andere Idee?


#63

Ich habe hier noch einen interessanten Link, der zu einem Beitrag einer Frau mit Behinderung führt.

der Link lautet:


#64

Soweit ich informiert bin ist @Alfonso ein Spezialist was das persönliche Budget betrifft. Er hat darauf sogar seine Firma aufgebaut um anderen Menschen mit Einschränkungen zu helfen auch in den Genuss des persönlichen Budgets zu kommen. Das waere eine gute Basis um die naechste Initiative anzustossen.


#65

Hallo zusammen. Das Persönliche Budget ist ein super Thema. Ja, da kann ich eine Menge zu sagen. Wenn alle einverstanden sind, machen wir das zum nächsten Thema. Dann würde ich vorschlagen, das Thema von Raimund anschließend zu behandeln. Was meint ihr?


#66

Von mir aus können wir das so machen.


#67

Wäre seitens des Themenkreises Behindertenpolitik der Partei DiB wohl eine Zusammenarbeit der BAG-selbstbestimmte-Behindertenpolitik der Partei “Die Linke” möglich?

Der Link lautet:

Infoquelle über den Linkhinweis:

WhatsApp - Gruppe “Ulpedi - Probleme in Werkstätten”


#68

Ein super Artikel, der absolut lesenswert ist.

Hier ein Auszug:

Sollen spezielle Behinderten-Angebote eigentlich behinderten Menschen nutzen - oder in erster Linie Nichtbehinderten, die damit Geld verdienen oder sich gut darstellen wollen?

Desirees Geschichte ist kein Einzelfall

  • Von Menschen, die zu Bürofachkräften ausgebildet wurden, obwohl diese Ausbildung nicht zu ihren Neigungen oder nicht zu ihren Einschränkungen und Stärken passte, hört man unter behinderten Menschen oft. Viele finden nach dieser typischen Berufsbildungswerk-Ausbildung keinen Arbeitsplatz oder sind dort unglücklich.

  • Auch in den sogenannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) oder in Behindertenheimen und -Wohngruppen kann es fraglich sein, in welchem Mischungsverhältnis es bei der Arbeit dort um die Interessen von behinderten Menschen oder um die wirtschaftlichen Interessen der Behinderteneinrichtung geht. Offiziell werden z.B. die WfbMs dafür bezahlt, dass sie Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation durchführen und das Ziel verfolgen, behinderten Menschen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Tatsächlich wird nur unter 1 % der Beschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt. Die Finanzierung der WfbMs wird dadurch jedoch nicht in Frage gestellt. Das Durchschnittseinkommen der behinderten Beschäftigten beträgt gut 200 € im Monat.

  • Erstaunlich viele der Kunst-, Kultur- oder Freizeit-Projekte, die sich „inklusiv“ nennen oder die extra für behinderte Menschen da sind und dafür finanziert werden, stehen unter größtenteils nichtbehinderter Leitung. Oder haben 90 – 100 % der bezahlten Arbeitsstellen mit Nichtbehinderten besetzt. Behinderte Menschen dürfen teilnehmen. Oder wenn es hoch kommt, in 1-Euro-Jobs arbeiten. Aber die entscheidenden Positionen sind größtenteils mit Nichtbehinderten besetzt. Das heißt nicht, dass dort automatisch schlechte Arbeit geleistet würde. Aber wäre die Arbeit denn schlechter, wenn z. B. 50 % der Positionen von behinderten Menschen besetzt wären? Ähnlich ist es, wenn die „Fachleute“ auf einer Tagung zu behinderungsspezifischen Themen außer einem „Quoten-Behinderten“ alle nichtbehindert sind. Sicher kann man sich gut damit darstellen, etwas „für Behinderte“ zu machen. Die Entlohnung durch soziale Anerkennung kann sehr angenehm sein. Aber es gibt auch viele Expert_innen in eigener Sache, die durch ihre tägliche Erfahrung mit ihren Behinderungen ein umfangreiches und grundlegend wichtiges Wissen weiterzugeben haben. Und vielleicht haben sie sogar einschlägige akademische Abschlüsse noch dazu.

  • Etliche nichtbehinderte Mitarbeiter_innen von Angeboten für behinderte Menschen haben kaum gleichberechtigte Kontakte mit behinderten Menschen. Das heißt, sie haben nur bezahlt mit behinderten Menschen zu tun.

  • Manchmal (nicht immer!) sind nichtbehinderte Menschen vor Publikum nett zu jemandem mit einer offensichtlichen Behinderung. Anscheinend, um sich vor anderen gut darzustellen. Aber ganz normal zusammen Kaffee zu trinken und sich vielleicht anzufreunden, kein Publikum zusieht, dazu kommt es nicht.


#69

Ergänzend dazu möchte ich noch anmerken:

Es ist wichtig, dabei Firmen im Firmenverbund nach Mitarbeiterzahl und Umsatz/Gewinn zu messen. Denn sonst zergliedern sich große Firmen in kleine Unterfirmen, um in den Genuß von Subventionen und anderweitiger Erleichterungen zu kommen.

Auch müssen neben der Mitarbeiteranzahl unbedingt Umsatz und Gewinn berücksichtigt werden. Macht ein 10 Mann-Betrieb 5 Millionen Euro Gewinn im Jahr, so ist diesem bspw. eine ganz andere gesellschaftliche Verantwortung zuzumuten als einem 20 Mann-Betrieb, der gerade mal so über die Runden kommt.


#70

Hallo. Was für ein neues Thema wollen wir jetzt denn bearbeiten? Wie sind die Meinungen? Bin noch morgen hier unterwegs. Dann bin ich erst wieder den kommenden Montag erreichbar. Haut rein!


#71

Mir war gar nicht so klar, daß wir mit diesem Thema jetzt schon durch sind. Was ist denn nun daraus geworden?


#72

Das thema Mindestlohn ist jetzt als Initiative in der Prüfung.


#73

Finde gar nichts unter “finale Prüfung”…


#74

Das wäre ja auch ein bisschen sehr schnell , aber sie ist noch nicht in Vorbereitung , heißt , es wird erstmal geprüft , ob sie als Ini überhaupt ins Plenum darf , woran es zwar keinen Zweifel geben kann , aber so sind nunmal die Regeln , dass sogar eine so tolle Ini erst geprüft werden muss , ob sie der Satzung und den Werten von DiB entspricht und auch das dauert nach der Abstimmungsordnung paar Wochen .


#75

Danke für die Aufklärung. Bin aber immer noch etwas verwirrt. Sie war doch bereits schon auf der Abstimmungsplattform? Unter oben angeführtem Link kann ich jedoch nicht mehr darauf zugreifen. Auch frage ich mich, was aus den Argumenten in dieser Diskussion geworden ist?


#76

Wir hatten schon vor meiner Zeit eine Ini , die Du vielleicht meinst . Jedenfalls habe ich vor ein paar Wochen beim durchblättern der Angenommenen sowas gesehen , kann jetzt aber nicht definitiv etwas dazu sagen , habe auch keine Zeit mehr dort zu suchen , aber das kannst Du ja machen oder vielleicht auch bei den Abgelehnten . ich weiß nicht genau , wo sie mir aufgefallen ist . Aber wie auch immer , wenn unsere Aktuelle besser ist , wird sie die Alte ja ohnehin ersetzen .


#77

Aber ich suche ja die aktuelle Ini … :sob:


#78

Ich fürchte , da kann nur @miri helfen denn im Plenum dauert´s ja noch und hier hat sie keine inbox gepostet , macht sie ja vielleicht jetzt ?


#79

Ich habe für meine Onlinepetition derzeit 165 Unterschriften gesammelt. Diese ist unter der Überschrift “Mindestlohn für Behinderte in Behindertenwerkstätten” unter folgendem Link;

https://www.petitionen24.com/450__mindestlohn_fur_behinderte_in_behindertenwerkstatten

zu finden!

In diversen Facebookgruppen, die von Menschen mit Behinderungen, für Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten für Behinderte Menschen arbeiten, gegründet wurden, wurden Bedenken dahingehend geäußert, ob und inwieweit ein Mindest-(-werkstatt-)-lohn in Höhe von 450 € (netto) auf die Grundsicherung sich reduzierend auswirken könnte?

Daher wäre es Aufgabe der Politik, im Rahmen einer echten(?) Inklusion, definiert durch Politiker, als Teilhabe Behinderter am Leben Nichtbehinderter auf gleicher Ebene, auch finanzieller Art, was aber nur mit einem gerechteren Einkommen als Lohn in den Werkstätten möglich ist, mittels Verabschiedung von Gesetzen, gesetzgeberisch dieses zu ermöglichen.

Als Rentner/in darf man im Rahmen eines 450 Euro-Jobs, ohne Abzüge von der Rente bis zu 450 Euro hinzuverdienen. Deshalb habe ich diesen Betrag als Mindesthöhe für einen Werkstattlohn ausgewählt, da dieser Lohn für Viele eine deutliche Verbesserung bedeutet und die Betreiber der Werkstätten für Behinderte Menschen finanziell nicht überlasten würde!

Welche Einnahmen, abgesehen für die Bezahlung von abgearbeiteten Kundenaufträgen, generieren Alle WfbM in Deutschland und welche Kosten, bzw. Ausgaben stehen dem gegenüber?

Mit steigenden Lebenshaltungskosten über einen längeren Zeitraum vesehen, dürften dann auch 450 € nicht mehr lange ausreichen.

Darüber hinaus, wäre es gut und wichtig zu überlegen und zu überprüfen, sowie auch zu regeln, inwieweit Gewerkschaften für Werkstätten für behinderte Menschen eingebunden und tätig werden können.

Die Onlinepetition kann von Alldenjenigen unterschrieben werden, die mich mit meinem Anliegen, lt. Petition, unterstützen möchten. Die Angabe der Emailadresse soll doppelte Unterschriften verhindern. Nach Anweisungen kann die Petition auch anonym unterschrieben werden.

Ein nach der Unterschrift an die angegebene Emailadresse in der Petition soll den Bestand der Emailadresse prüfen und muss angeklickt werden, da sonst die Unterschrift nicht gezählt wird.

Danke für die Unterstützung.


#80

Hallo @barnie, die Initiative befindet sich immer noch in der Prüfung, die Initiatoren können das sehen, ich weiß nicht, ob andere das auch sehen können. Hier der Link:

https://marktplatz.bewegung.jetzt/initiative182-gsetzlicher-mindestlohn-fur-alle-die-in-werkstatten-fur-behinderte-menschen-arbeiten

Falls ihr sie jetzt noch nicht sehen könnt, liegt das daran, dass sie noch in der Prüfung ist.