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F├Ârderung von LSBTTIQ Jugendlichen


#1

Aufruf: Ich suche Mitstreiter/innen Experte/innen
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag
Inhaltliche Diskussion erw├╝nscht?: Ja
Eine Initiative von: Mir :wink:
Bearbeitungsstatus: Entwurf
Redaktionsschluss: Wenn der Entwurf fertig ist.

Einleitung:
LSBTTIQ ( Lesbisch Schwul Bisexuell Transsexuell Transgender Intersexuell und Queer) Jugendliche m├╝ssen w├╝rdige Chancen haben Kontakte und Hilfe zu bekommen um sich in einer dennoch sehr kritischen Gesellschaft ein normales Leben aufbauen zu k├Ânnen. Ziel ist keine Exklusion sondern die F├Ârderung der pers├Ânlichen Entwicklung um unbeschadet von Diskriminierungserfahrung ein Teil der Gesellschaft zu werden.

Problembeschreibung:
Queere oder LSBTTIQ Jugendgruppen bieten Jugendlichen die M├Âglichkeit im jungen Alter schlichtweg gleichgesinnte zu finden. Diese Jugendgruppen oder Vereine haben zum Teil aber nicht die Mittel um den Gruppenteilnehmern hilfreiche Beratung zu bieten oder gar fl├Ąchendeckend f├╝r Betroffene zur Verf├╝gung zu stehen, sodass queere Jugendliche aus L├Ąndlichen Regionen teilweise nie lernen k├Ânnen sich selbst als ÔÇťin OrdnungÔÇŁ anzusehen.
Die Fl├Ąchendeckung der Vereine ist bereits vorhanden. Ansprechpartner wie zum Beispiel Das Landesnetzwerk LSBTTIQ Baden-W├╝rttemberg als Dachverbund dieser Vereine in Ba-W├╝ sind verf├╝gbar. Aber niemand fragt was diese Jugendlichen brauchen. Es wird von unten so lange gekratzt bis mal ein Obolus dabei herausspringt.

Forderungen
Die L├Ąnder und der Bund m├╝ssen den Dialog ├╝ber die Bed├╝rfnisse von Jugendlichen aus Minderheitengruppen offener angehen. Beispiel hierzu die Konferenz der Gr├╝nen Bundestagsfraktion zum Thema ÔÇťQueer. Jung. Gl├╝cklich?ÔÇŁ
Es m├╝ssen Gelder bereitgestellt werden um Vernetzung und Jugendarbeit sowie Beratungsangebote nicht nur in den gro├čen St├Ądten der L├Ąnder bereitstellen zu k├Ânnen.
Diese F├Ârderung m├╝ssen direkt bei den Jugendgruppen und Beratungsstellen sp├╝rbar ankommen. Die Finanzierung von Verwaltungsebenen ist nicht Sinn und Zweck dieser Initiative.

Quellen
Aus Erfahrungswerten der Arbeit des Landesnetzwerk LSBTTIQ Baden-W├╝rttemberg (www.netzwerk-lsbttiq.net) werden allein f├╝r den Ausbau der fl├Ąchendeckenden LSBTTIQ Jugend- und Gruppenangeboten pro Haushaltsjahr in Ba-W├╝ 1 Mio ÔéČ ben├Âtigt.

Seit zwei Jahren bin ich Jugendleiter einer lesbischen und schwulen Jugendgruppe in Stuttgart. Seit ├Ąhnlicher Zeit vertrete ich meinen Verein (Initiativgruppe Homosexualit├Ąt Stuttgart e.V.) als Delegierter im Landesnetzwerk LSBTTIQ Baden-W├╝rttemberg und werde zeitnah in die Leitung der Themengruppe Jugend ├╝bergehen.
Durch dieses vollkommen ehrenamtliche Engagement sehe ich mich und meine Erfahrungen vorerst als ausreichende ÔÇťQuelleÔÇŁ


#3

Darunter leiden zwar auch alle, aber wo Du Recht hast, hast Du Recht.

Nur, was zum Kuckuck Heisst: LSBTTIQ?
Und was hast Du auf dem Kopp? Sieht geil aus.


#4

Hallo Holger,

genau solche Fragen sind wichtiger Inhalt des Landesnetzwerkes.

Im vergangenen Doppelhaushalt wurden einige Zehntausend Euro verwendet um

  1. eine interkulturelle Coming-Out Brosch├╝re zu erstellen und in Druck zu geben
  2. Wurde in Ulm eine Trans-Jugendgruppe ins Leben gerufen.
  3. Wurden mit den Geldern weitere freie Jugendgruppen auf Nachweis bezuschusst um Materialien, die f├╝r die Gruppenaktivit├Ąten n├Âtig sind einzukaufen.
  4. Gruppen konnten von diesem Geld Kompetenzen einladen um verschiedene Workshops anbieten zu k├Ânnen. Bsp: Gesundheitliche Aufkl├Ąrung, Umgang mit Mobbing, politische Aufkl├Ąrung
  5. die oben genannte Trans-Gruppe in Ulm ben├Âtigte zudem Farhtkostenanteile, da es sonst nur eine in Karlsruhe gibt und aus S├╝ddeutschland die wege f├╝r Jugendliche finanziell zum Teil nicht stemmbar sind.

Mit einem Fl├Ąchendeckenden Angebot rede ich (tut mit Leid ich muss das kurz selber auflisten um nicht aus dem Konzept zu kommen) von:
Stuttgart, Reutlingen, Freiburg, Konstanz, Karlsruhe, Ulm, Biberach, Heidelberg, Mannheim und einige mehr.


#5

Hallo Rojko,

das ist wahr. die komplette Jugendvereinsarbeit ist in Deutschland v├Âllig unterfinanziert. Daran muss sich etwas ├Ąndern.

Ich habe schon von Ideen geh├Ârt gemeinn├╝tzige Vereine und Organisationen zus├Ątzlich mit einem kleinen finanziellen Zuschuss pro geleisteter Ehrenamtsstunde zu f├Ârdern. W├Ąre eine ├ťberlegung aber auch eine Ausarbeitung wert.

LSBTTIQ (man gew├Âhnt sich dran :wink: bedeutet:
Lesbisch Schwul Bisexuell Transsexuell Transgender Intersexuell und Queere Menschen

Zu meinem Foto: Das war ein Kunstprojekt eines Bekannten, der aus Haushaltswaren Kunst machen sollte. Hat echt Spa├č gemacht :slight_smile:


#6

Spa├č im Leben haben, ist alles!
Lass DiÔÇÖ net beirrn!


#7

Was ich mich ja immer frage, ist, warum in LSBTTIQ nicht noch ein A ist. Was ist mit asexuellen Menschen? Die scheinen ja noch weniger Lobby als LSBTTIQs zu haben.


#8

wiel die As fein raus sind? Alle Probleme hinter sich?



#9

W├╝rde ich mal nicht sagen! Daran erkennt man, da├č auf diesem Gebiet eben doch noch viel Aufkl├Ąrungsarbeit n├Âtig ist ÔÇŽ


#10

Hallo barnie,

das Landesnetzwerk LSBTTIQ Baden-W├╝rttemberg hat sich nach gr├Â├čer Diskussion dazu entschlossen das ÔÇťAÔÇŁ in den Untertitel aufzunehmen. Die Gr├╝nde daf├╝r sind zu einem, dass die Vereine der Asexuellen ausschlie├člich die Sichtbarmachung als Ziele haben und zum anderen, dass sich die Landesregierung formell an den Begriff LSBTTIQ gew├Âhnt hat und es quasi schon eine Marke ist. Dies wollte man nicht aufgeben.
W├╝rde man die Buchstabenfolge um jeden erg├Ąnzen, w├╝rde das Vorhaben auf Dauer nicht mehr ernst genommen.
Daher: sobald eine weitere Buchstabengruppe vertreten ist wird diese in den Untertitel aufgenommen.


#11

Hier ein Screenshot aus der Webseite des landesnetzwerks


#12

Hi Valentin,

super coole Initiative, bin gern dabei! Aber erst nach Sonntag :slight_smile:

Liebe Gr├╝├če,
Anne


#13

Super Initiative, ich unterstuetze dich auch. Habe selbst noch eine andere Zeit erlebt ohne jegliche Unterstuezung oder Coming Out Gruppe. Ich glaube jeder zweite schwule Mann in meinem Alter den ich kenne wurde als Kind/Jugendlicher gemobbt und terrorisiert. Was man uns ueber Jahrzehnte angetan hat ist eine Abscheulichkeit! Doch jetzt sind wir auf bestem Wege endlich in der Gesellschaft anzukommen.


#14

Bei uns ist die Bezeichnung LGBT* ├╝blichÔÇŽ das A ist da im * verborgen :wink:
Aber es ist sch├Ân, dass ihr dar├╝ber bereits diskutiert habt. Denn ich habe das Gef├╝hl dass es au├čer Intersexuellen niemand so schwer hat in dieser Gesellschaft akzeptiert zu werden, wie Asexuelle. Gerade da es immer mehr Leute gibt (vor allem auch im LGBT* Umfeld), die ihre Sexualit├Ąt als Teil ihrer Identit├Ąt begreifen. Jemand der mit seiner Sexualit├Ąt Probleme hat, wird in dieser Gesellschaft schnell als sonderbar betrachtet.
Ich halte DiB f├╝r eine Bewegung die vor allem auch Lobbyarbeit f├╝r die Leute machen sollte, die keine Lobby haben und finde eine Unterst├╝tzung von Aufkl├Ąrung zu Sexualit├Ąt sehr passend. Dazu w├╝rde ich dieses Thema dann in diese Richtung erweitern: Jugendliche sollten wissen, dass es nicht schlimm ist, wie sie sexuell empfinden. Egal zu welchem Geschlecht sie sich hingezogen f├╝hlen, ob sie gar kein Interesse daran haben ihre Sexualit├Ąt zu erkunden oder ob sie sich sogar im falschen K├Ârper f├╝hlen. Ebenfalls dazu geh├Ârt f├╝r mich der richtige Umgang mit Pornographie, der viel zu wenig thematisiert wird und dazu f├╝hrt dass viele Jugendliche extrem unangenehme erste sexuelle Erfahrungen machen.
Mein Vorschlag f├╝r eine Forderung w├Ąre also ein Etat der Jugendprojekte f├Ârdert, die Jugendlichen helfen mit ihrer Sexualit├Ąt klar zu kommen, sprich sowohl f├╝r LGBT* als auch f├╝r Cis-Gender. Den Punkt mit der Vernetzung finde ich gut.


#15

Hallo Kai,

in Deutschland gibt es zahlreiche Bezeichnungen. Ich denke aber wenn ein Verbund aus Betroffenen sich selbst demokratisch abgestimmt auf eine Bezeichnung geeinigt hat sollte man diese beachten.
In der Landesregierung in Ba-W├╝ ist aus diesem Grund aus LSBT* LSBTTIQ geworden. Viele der Vereinsvertreter im Netzwerksplenum sind zudem gegen die Sternchen Bezeichnung.
Letzteres ist aber ein Thema, dass noch ausdiskutiert werden muss.


#16

Ich finde diese Initiative gut.
Die F├Ârderung l├Ąuft momentan ├╝ber das jeweilige Bundesland, wenn ich das richtig verstanden habe. Es gibt da was Umfang angeht wohl Unterschiede zwischen Stadt-Bundesl├Ąndern und Fl├Ąchenbundesl├Ąndern.
W├Ąre es daher nicht sinnvoll einen F├Ârdertopf f├╝r solche Programme beim Bund anzusiedeln und von dort aus Gelder an die einzelnen Vereine und Co. zu verteilen? Beim Bundesministerium f├╝r Familie w├Ąre es wohl gut aufgehoben.


#17

Hallo Renaldo,

soetwas w├Ąre auch eine Idee.


#18

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/gleichgeschlechtliche-lebensweisen-geschlechtsidentitaet/arbeitsgruppe--intersexualitaet-transsexualitaet-/73928

Beim Amt gibt es schon eine Arbeitsgruppe daf├╝r, siehe Link. Dort wurde auch eine Kurzzeitbefragung gemacht, die Verbesserungsbedarf ermittelt hat. Ich denke um da jetzt spezifischer einzuhaken m├╝sste man die Berichte mal durchschauen.


#19

Es gab auch 2015-2016 eine Umfrage im gro├čen Stil die deutliche Defizite, in den M├Âglichkeiten der Pers├Ânlichkeitsentwicklung von queeren jugendlichen aufgezeigt hat.
Dennoch wurde auf Bundesebene kein Wort mehr dar├╝ber verloren.


#20

Dann gibt es ja jetzt noch mehr Quellen. Das unterst├╝tzt den Sinn der Initiative noch mehr.


#21

Ich finde diese Initiative auch super und unterst├╝tze sie gern! :slight_smile: