Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)

Aufruf: Ich suche Prüfer*innen (bitte im Plenum)
Kontaktart: Plenumsdiskussion
Inhaltliche Diskussion erwünscht?: Ja
Eine Initiative von: @llkruegro @Liv @KathrinG
Bearbeitungsstatus: Fast fertig

Einleitung:
Wir fordern eine Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) um den Diskriminierungsschutz für Über- bzw. Untergewichtige sowie für alle körperlichen Merkmale.

In unserer Gesellschaft werden Menschen aufgrund ihres (niedrigen oder hohen) Gewichtes oder anderer äußerer Merkmale diskriminiert. Diese Formen der Diskriminierung sind über das Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz nicht abgedeckt (AGG). Vielmehr besteht eine Diskriminierung des Gewichtes erst, wenn dies in einer Behinderung resultiert.

Problembeschreibung:
In unserer Gesellschaft werden Menschen aufgrund ihres (niedrigen oder hohen) Gewichtes oder anderer äußerer Merkmale diskriminiert. Das gipfelte jüngst in einem Verbot für Menschen, die mehr als 150kg auf die Waage bringen, sich ein Hotelzimmer zu buchen. Eine Handhabe sich dagegen zu wehren, haben diese Menschen nicht. Denn: Diese Formen der Diskriminierung sind über das Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz nicht abgedeckt (AGG). Vielmehr besteht eine Diskriminierung des Gewichtes erst, wenn dies in einer Behinderung resultiert.

Es gibt eine Reihe Krankheiten, die zu Übergewicht oder Untergewicht führen können, ohne, dass der Betroffene etwas dagegen tun kann.

Zu nennen sind hier Lipödem (von dem zudem nur Frauen betroffen sind), Schilddrüsenerkrankungen, Syndrom polyzystischer Ovarien (führt auch noch zu ungewollter Kinderlosigkeit), Depressionen und Angstzustände.

Diese Menschen leiden doppelt. Durch ihre Krankheit und die Diskriminierung. Die Diskriminierung erhöht zusätzlich den Leidensdruck.

Gleiches gilt für andere äußere Merkmale, auch hier gibt es Krankheiten, die zu “Entstellung” führen können. Auch die sind nicht durch das AGG abgedeckt.

Anzuführen sind hier beispielsweise: Tumore, Rosazea, Neurofibromatose oder das Treacher-Collins-Syndrom.

Forderungen
Wir fordern eine Erweiterung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) um den Diskriminierungsschutz für Über- bzw. Untergewichtige sowie für alle körperlichen Merkmale.

Der betreffende Paragraph im AGG lautet bisher:

“Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.”

Reformulierung/Erweiterung:

“Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Identität, des Körpergewichtes oder des körperlichen Erscheinungsbildes zu verhindern oder zu beseitigen.”

Kosten
keine

Finanzierungsvorschlag
keiner, da keine Kosten anfallen

Quellen

https://www.gesetze-im-internet.de/agg/__1.html

https://gewichtsdiskriminierung.de


Wir bitten um Diskussion im Plenum, damit nicht an zwei Orten diskutiert wird.

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Die Initiative steht noch nicht im Plenum?

Oder kann nur sie nicht sehen?

Sie ist noch in der Prüfung :slight_smile:

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Die Ini ist nun geprüft. Danke ans Prüfteam (das noch Verstärkung sucht)!

Es werden noch zwei Unterstützende gebraucht und dann könnt ihr dort diskutieren.

Danke für eure Hilfe!

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Da ist noch das Problem mit Fluglinien, die Dicken den Flug verwähren. Kenne jemanden, der nicht nach USA zurückkehren kann.
Dabei wäre ein simples Austausch von 3 Sitzen, die auf 2Sitze verbreitet wären - demontabel, also nur gelegentlich, nach Bedarf einsetzbar (mobile Rampen für Rollstuhlfahrer gibt’s schliesslich auch) ohne grossen Aufwand machbar.

Muss allerdings gestehen, dass ich mal den ‚Beisitz‘ in der Bahn verweigert habe.
Die Aussicht, stundenlang auf einer Hinternbacke, seitlich mit passgenauem Körperkontakt zu verbringen war mir nicht geheuer - trotz Solidarität.

Dabei wäre bei der DB wie oben bei Fliegern die tech. Lösung eine simple - die Sitze sind hier wie da auf Schienen verschraubt. Modular.

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Gerade im Plenum erst entdeckt…

Ich würde mir wünschen die Initiative würde um Hilfe Angebote erweitert denn das bloße Verbot von Diskriminierung allein löst das Problem nicht, es muss Hilfe Angebote für Menschen mit diversen Situationen geben.
Ein bloßes Verbot würde vielleicht sogar eher das Gegenteil bewirken nämlich die Situation nicht zu entspannen sondern noch zu verstärken, ausbaden müssen es am Ende wieder die die man hier versucht zu schützen.

Das gilt für so ziemlich alle Themen.
‚Ambasherum‘ abfassen.
;- )

Die Diskussionsphase im Plenum läuft jetzt.

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