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Ergänzungen zu Organspendepflicht Teil 2


#21

Dann willkommen. Derzeit laufen ja noch einige Diskussionen und eine Abstimmung, da kannst ja auch mal reinschauen.

Ansonsten steht im zweiten Beitrag dieses Themas schon ziemlich alles was ich in den Initiativtext bringen will.

Den Ergebnissen wie sie da stehen, ist eine systemische Konsensierung (SK) vorausgegangen, wo auch andere Lösungen drin vorkamen.

Das heißt wir können den Text leicht verändern, aber nicht seinen Sinn. Ergänzungen können wir vornehmen, wenn sie nicht so schon in der SK (als abgelehnt) vorkamen und nicht irgendwie im Widerspruch stehen, zu dem was da steht.

Habe Elternteil schon durch Elternteil/Erziehungsberechtigten ausgetauscht, in Forderung 1),

W√ľrde dort auch noch gerne hinzuf√ľgen, dass der Widerspruch der Eltern nach dem 14. Lebensjahr nicht erlischt.

Da nun die Organspendefrage bei Kindern entschieden ist, k√∂nnen wir √ľberlegen, ob wir noch eine Aufkl√§rung der Eltern √ľber ihr Widerspruchsrecht zu Punkt 3 hinzuf√ľgen. W√§re ich daf√ľr.

@stephan.enge: Was hälst du davon?


#22

Ich denke wir sollten diesen Punkt mit Aufnehmen. Punkt 3 hat in meinen Augen eine immense Bedeutung. Nur wer umfassend √ľber ein Thema aufgekl√§rt wurde kann eine profunde Entscheidung treffen. Dabei ist es in erster Linie gar nicht mal so wichtig ob er sich f√ľr oder gegen die Organspende entscheidet.


#23

@Martin_1 und @stephan.enge, habe den Entwurf mal im Plenum eingebracht. Falls ihr was inhaltliches ändern wollt, am besten hier oder per PN diskutieren. Rechtschreibfehler oder ähnliches könnt ihr so korrigieren.


#25

Die Initiative sucht nun nach Unterst√ľtzung:


#26

Gestern gab es thematisch dazu eine passende Sendung:

‚Äúhttp://mediathek.daserste.de/Anne-Will/Wer-nicht-widerspricht-wird-Spender-/Video?bcastId=328454&documentId=55887386‚ÄĚ

Eine sehr ausgeglichene Diskussion mit vielen Argumenten die hier bei uns auch immer mal wieder aufgetaucht sind. F√ľr diejenigen die sich damit noch nicht so viel besch√§ftigt haben sicherlich informativ.

Das Thema doppelte Widerstandslösung haben wir noch nicht erfasst…


#27

Die doppelte Widerspruchsl√∂sung findet im Alltag so √§hnlich schon Anwendung und wird sich rechtlich warscheinlich auch besser implementieren lassen als eine ‚Äúeinfache‚ÄĚ Widerspruchsl√∂sung. Ich hatte es so verstanden, dass wir es bei Kindern so √§hnlich schon mit aufgenommen hatten. Man k√∂nnte es nat√ľrlich deutlicher hervorheben. Aber Bestandteil unserer Idee war es.


#28

Also bei unserer bisherigen Initiative steht davon nichts drin, selbst f√ľr Kinder nicht. Bei Kindern im besten Fall nur indirekt, da die Eltern ja das Recht bis 14 Jahren aus√ľben den Widerspruch zu dokumentieren. Das k√∂nnte dann ja auch noch im letzten Moment verbal erfolgen.

In der Diskussion bei Anne Will wurde sich dazu ja ge√§u√üert. Wenn das Ziel ist durch viel Aufkl√§rung und gut dokumentierte Widerspr√ľche ist, schwierige Situationen in der Klinik zu vermeiden, dann sollte man auf den doppelten Widerspruch verzichten. Sonst erzeugt er √§hnliche Situationen f√ľr die Angeh√∂rigen wie jetzt auch.


#29

Die Initiative hat das Quorum erreicht


#30

Nun zur Diskussion frei:


#31

Die Frage in der Diskussion tauchte auf, ob wir das noch zu den Forderungen hinzuf√ľgen wollen:

@stephan.enge, @Martin_1 und alle anderen:

Was ist mit Menschen, die bspw. einen Vormund haben?

Geistig behinderte Menschen als Beispiel. Wer entscheidet f√ľr die? Der Vormund? Mein Vorschlag w√§re, die Gruppe derer, die nicht in der Lage sind √ľber sich selbst entscheiden k√∂nnen, oder dieses nicht artikulieren k√∂nnen, explizit auszunehmen und die Entscheidung keinem Dritten zu √ľberlassen. Wenn man das nicht integriert, w√§re ich gegen den Vorschlag.

Ich finde das okay.


#32

Ja, das w√ľrde ich so auch unterst√ľtzen.

LG

Martin


#33

@stephan.enge: Was meinst du?

Ich formuliere mal die Ergänzung:

Bei der Problembeschreibung und den dort auftretenden Fragen w√ľrde ich hinzuf√ľgen:

7) Wer entscheidet f√ľr Menschen, die nicht f√ľr sich selbst entscheiden k√∂nnen (ausgenommen Kinder)?

Bei Forderung dann:

zu 7) Textergänzung bei Forderungen:

Menschen die nicht in der Lage sind, √ľber sich selbst zu entscheiden sind von der Widerspruchsl√∂sung ausgenommen.

Bei Arbeitsweise:

Ausnahme ist die Frage 7 und die darauf bezogene Forderung. Diese wurde als Ergebnis der Plenumsdiskussion auf den Marktplatz zur Diskussion gestellt und deren Ergebnis als √Ąnderung mit aufgenommen.


#34

Danke Renaldo, deinem Textvorschlag stimme ich zu. :+1:t3:


#35

Habe die Erg√§nzungen hinzugef√ľgt, einen Rechtschreibfehler im Anrei√üer korrigiert und die Arbeitsweise um zwei Links der anderen Initiativen erg√§nzt.
@stephan.enge, @Martin_1


#36

Aus welchem Grund wird zwischen Kindern, die nach dem Vorschlag unter 14 Jahren nicht selbst entscheiden k√∂nnen, und anderen Personen, die nicht selbst f√ľr sich entscheiden k√∂nnen, unterschieden?
Ich finde die Vorgehensweise problematisch, eine √Ąnderung aufzunehmen, kurz bevor im Plenum nicht weiter dar√ľber diskutiert werden kann.


#37

Wie im Plenum angek√ľndigt, habe ich auf die Diskussion auf dem Marktplatz verwiesen, direkt nachdem die Frage auftauchte. Nachdem es hier keine weiteren Einw√§nde gab, habe ich diesen √Ąnderungsvorschlag auch ins Plenum getragen, damit es dort auch in der Diskussion sichtbar ist.

Die Ausnahme ist n√∂tig um keine unschl√ľssigen Forderungen aufzustellen. Wie beschrieben, haben wir die ersten 6 Forderungen der Initiative konsensiert und damit ein Ergebnis erzeugt, welches √ľbertragen werden muss.

Forderung 7) ohne die Ausnahme aufzunehmen, hätte im Konflikt zur ersten Forderung gestanden und die Frage wieder im Unklaren gelassen.

Alternativ wäre es nur noch möglich die Forderung wegzulassen, dann sind aber wieder alle Menschen automatisch Spender (bis auf die bisherigen Ausnahmen), auch die mit Vormund.


#38

Ich sehe drei Möglichkeiten:
1.) Wenn ich mich richtig erinnere, war die Begr√ľndung im Plenum, da√ü es eine Gefahr des Mi√übrauchs g√§be (Leider habe ich keinen Zugriff mehr darauf). Dann fehlt ein Argument, warum bei Kindern unter 14 Jahren diese Gefahr nicht besteht.
2.) Man folgt der Bef√ľrchtung, dann mu√ü man auch Kinder unter 14 Jahren bei Forderung 7) einschlie√üen und Forderung 1 anpassen.
3.) Man teilt die Bef√ľrchtung nicht, dann macht die Forderung 7) keinen Sinn.

Aber was ist die Folge, wenn ein Personenkreis von der Widerspruchsl√∂sung ausgenommen wird? Bestimmen dann nicht weiter andere (Angeh√∂rige, Vormund, Betreuer) √ľber die Organspende, nur nicht zu Lebzeiten?

Folgender Vorschlag: F√ľr Menschen, die nicht in der Lage sind, √ľber sich selbst zu entscheiden, k√∂nnen Angeh√∂rige, Vormund, Betreuer der Organspende widersprechen (Bei Kindern, wie bei Forderung 1) beschrieben.). Im Falle einer m√∂glichen Organspende mu√ü bei fehlendem Widerspruch ein unabh√§ngiger Dritter (z.B. Richter) zustimmen. In etwa wie es heute z.B. bei der Fixierung eines Patienten in der Psychiatrie auch erforderlich ist.


#39

Du kannst es derzeit nicht sehen, weil die Initiative gerade in Pr√ľfung ist. Somit ist eine √Ąnderung eigentlich jetzt auch nicht mehr m√∂glich.

Hereingenommen habe ich die Forderung 7), weil ohne diese, jeder Mensch (ausgenommen Kinder, weil ja Forderung 1) existent), der keinen Willen bekunden kann, automatisch zum Organspender werden w√ľrde, vollkommen unabh√§ngig davon was Dritte f√ľr Entscheidungen treffen k√∂nnten. Dieser Automatismus der einsetzt durch ein Fehlen von entsprechenden Ausnahmen, soll unterbunden werden.

Die Frage unter welchen Umst√§nden Dritte diese Entscheidung stellvertretend treffen (ob m√ľssen oder k√∂nnen), ist eine offene, die wir nicht mehr durch √Ąndern dieser √Ąnderungsinitiative beantworten k√∂nnen.

Eine n√§chste √Ąnderungsinitiative w√§re dazu also notwendig, am besten unter Einbezug von betroffenen Perspektiven.


#40

Wenn man bei Punkt 7 betroffenen Perspektiven einbeziehen möchte, warum dann nicht bei Kindern?

Eine weitere M√∂glichkeit w√§re, die Forderung 1) rauszunehmen und die Einschr√§nkung bzgl. Kinder bei Forderung 7) und die Punkte zusammen in einer n√§chsten √Ąnderungsini ‚ÄúPersonen, die nicht f√ľr sich selbst entscheiden k√∂nnen‚ÄĚ zu behandeln, da Forderung 1) ein Unterpunkt der Forderung 7) ist.

7.) Personen, die nicht selbst f√ľr sich entscheiden k√∂nnen
7a) Kinder
7b) …

Wenn man aber nichts mehr ändern kann, will ich es damit bewenden lassen.


#41

Die Initiative ist nun zur Abstimmung freigegeben: