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Ergänzungen zu Organspendepflicht Teil 2


#1

Aufruf: Ich suche Mitstreiter*innen? Expert*innen? PrĂĽfer*innen?
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag / persönliche Nachricht
Inhaltliche Diskussion erwĂĽnscht?: Ja
Eine Initiative von:
Bearbeitungsstatus: Idee / Entwurf
Redaktionsschluss:

Einleitung:
Die angenommene Initiative „Organspende per Gesetz für Alle“ führt zu offenen Fragen, die sich aus dem Ziel der Initiative ergeben.
Durch die nachstehende Änderungsinitiative sollen Zusätze eingebracht werden, um die Umsetzung der ursprünglichen Initiative zu konkretisieren.

Problembeschreibung:
Grundlage soll das folgende Systemische Konsensieren bilden:

https://www.konsensieren.eu/zlsrzbgpn

Daher bitte ich dort um rege Teilnahme.

Forderungen

Quellen


#2

Aufruf : Ich suche Mitstreiterinnen? Expertinnen? PrĂĽfer*innen?
Kontaktart : Kommentar unter Beitrag / persönliche Nachricht
Inhaltliche Diskussion erwĂĽnscht? : Ja
Eine Initiative von : Renaldo, Stephan
Bearbeitungsstatus : Entwurf

Einleitung :
Vorgestern (02.06.2018) war der Tag der Organspende, in der wieder die Forderungen der etablierten Parteien laut wurden, ein Widerspruchslösung für alle durchzusetzen, wie sie DiB ja auch fordert. Leider ohne die nötigen Verbesserungen am ganzen Prozess der Organspende, wie sie eigentlich nötig wären um Vertrauen zu bilden, statt nur die bloßen Spendezahlen zu erhöhen.

Die angenommene Initiative „Organspende per Gesetz für Alle“ führt allerdings zu offenen Detailfragen, die sich aus dem Ziel der Initiative ergeben.
Durch die nachstehende Änderungsinitiative sollen Zusätze eingebracht werden, um die Umsetzung der ursprünglichen Initiative zu konkretisieren.

Um eine Mehrzahl von Lösungsmöglichkeiten zu berücksichtigen und konstruktiv miteinander zu vergleichen, wurden offenen Fragen systemisch konsensiert.

Problembeschreibung :
Folgende Fragen sind im bisherigen Initiativtext offen:

1. Wie soll die Organspende fĂĽr Kinder in Zukunft geregelt werden?

2. Welche Auswirkungen könnte ein Widerspruch/Zustimmung auf den eigenen Wunsch nach einem Organ haben?

3. Wie kann das jetzige System der Aufklärung in der Bevölkerung verbessert werden?

4. Was muss getan werden, um potentielle Organspender besser zu identifizieren und zu melden?

5. Wie kann die Bereitschaft zur Transplantation auch in den Kliniken verbessert werden?

6. Wie kann verhindert werden, dass Transplantation nicht aus Profitinteressen durchgefĂĽhrt wird?

Forderungen
Gemäß dem Ergebnis des systemischen Konsensierens ergeben sich folgende Forderungen. Haben zwei oder mehrere Lösungen einer Fragestellung hohe Zustimmungswerte (>70%) und schließen sich nicht gegenseitig aus, wurden sie gemeinsam aufgenommen:

Zu 1) Textergänzung bei Forderungen:

Ab 14 Jahren kann ein Kind selbst Widerspruch/Zustimmung einlegen vorher ist Widerspruch durch mindestens ein Elternteil/Erziehungsberechtigten möglich.

Bei Zustimmung/Widerspruch in einem Register kann ein Kommentar zu den Beweggründen hinzugefügt werden, welche die Situation zwischen Ärzten und Angehörigen einfacher macht. Einen Kommentar einbringen können Kinder auch schon vor dem 14. Lebensjahr.

Zu 2) Textergänzung bei Forderungen:

Eine Willensbekundung zum Nicht Spenden hat keinerlei Auswirkungen.

zu 3) Textergänzung bei Forderungen:

Die Aufklärung hat zum Ziel die Mitmenschen bestmöglich aufzuklären ohne Zielsetzung zu mehr Organspenden, sondern zu mehr Information.

Einmal jährlich bieten die Transplantationszentren einen Tag der offenen Tür an. An diesen Tagen finden Vorträge zur Thematik der Organtransplantation und Führungen im Krankenhaus statt, die es auch ermöglichen, sich mit Ärzten und Patienten (die ihre Zustimmung dazu geben) persönlich auszutauschen. Aktuell gibt es fast 50 Transplantationszentren, also 50 Möglichkeiten im Jahr, sich zu informieren, wenn jedes Zentrum den Tag selbst festlegt.

Wer Aufklärung möchte, kann sich hierfür an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Die dort angestellten Ärzte können dann alle Fragen zum Thema kompetent beantworten.

zu 4) Textergänzung bei Forderungen:

Der Spendewunsch oder Widerspruch wird in einem Zentralregister vermerkt auf das alle Ärzte und Kliniken zugreifen können.

Als Vermerk oder eigener Unterpunkt kann auch angegeben werden fĂĽr welche Zwecke Organe entnommen werden dĂĽrfen und fĂĽr welche nicht (Spende, Forschung, Ausbildung).

zu 5) Textergänzung bei Forderungen:

Alle entstehenden Kosten die für die Kliniken entstehen müssen vollständig und realistisch durch die Krankenkassen erstattet werden und nicht per Pauschale.

zu 6) Textergänzung bei Forderungen:

Eine unabhängige Kontrollperson wird in der Klinik etabliert und überwacht die Abläufe, eine Art Organspendebeauftragter.

Ein Whistleblower Gesetz das Mitarbeiter von Kliniken ermutigt ohne Bestrafung Mängel aufzuzeigen.

Fehlverhalten wird durch Strafanzeige gegen den behandelnden Arzt konsequent verfolgt.

Quellen

https://www.konsensieren.eu/zlsrzbgpn 8


#3

Folgende Ergebnisse verursachten besonders viel Widerstand :


#4

Ich suche noch Mitinitiatoren, jemand Interesse ?


#5

Ich suche noch immer Mitinitiatoren…

@Mudi, @anon67554951, @torstenhuneke, @megaera, @barnie, @EvaAusKiel, @miri, @Herumor, @RegineDeutsch, @Surfista, @marasita, @stephan.enge, @BuergerJochen, @hoer4er
Habt ihr Interesse? Hattet entweder an der Nachdiskussion oder am SK dazu teilgenommen.


#6

Leider hatte ich das ganze Thema etwas aus den Augen verloren… Von der Konsensierung hatte ich auch nichts mitbekommen und insofern auch nicht mitgemacht. Müßte mich da erst einlesen und eindenken, um zu entscheiden, ob ich mich als Mitstreiter anbieten kann.

Nur eines vorweg:

“zu 6) Fehlverhalten wird durch Strafanzeige gegen den behandelnden Arzt konsequent verfolgt.”

Dazu müßte erst einmal das heutige Patientenrecht grundlegend reformiert werden. Grundlegend. Denn dieses ist nicht nur eine mittlere Katastrophe, sondern eine Riesenkatastrophe. Aufklärung und Aufklärungsbogen zum Beispiel dienen heute in der Hauptsache lediglich der Absicherung des Arztes. Dementsprechend unzureichend wird der Patient in den meisten Fällen aufgeklärt. Im Falle eines Fehlers verschwinden überdies regelmäßig Unterlagen. Krankenakten sind in vielen Fällen nicht revisionssicher, d.h. manipulierbar. Trotzdem trägt der Patient alleine die Beweispflicht. Verschwundene Unterlagen können seitens des Arztes außerdem leicht wegargumentiert werden, wenn er auf eine niedrigschwellig Art glaubhaft darlegen kann, angeblich stets korrekt aufzuklären. Gutachten fallen überdies überhäufig zugunsten des Arztes aus. Nach dem Motto: Eine Krähe und so weiter… Richter dagegen sind nicht entsprechend ausgebildet, um die Sachlage selbst gut genug beurteilen zu können. Eine Beweislastumkehr ist so gut wie kaum zu erreichen. Die Prozesse dauern Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Die Aussichten, so einen Fall zu gewinnen, sind minimal. Und selbst dann werden die Schmerzens- und Schadensersatzgelder oft nicht in voller Höhe zugesprochen. Es fehlt außerdem ein staatliches Register für Behandlungfehler und andere Vorkommnisse. Das ist immens wichtig zu wissen und bedürfte hier noch einer eigenen Initiative.


#7

Ich will mitmachen, kannst mich einladen im Plenum! :smiley::+1:


#8

Guddi, bräuchte dann noch einen weiteren Initiator. Noch jemand Interesse ?


#9

Das heißt, dass ein Kind unter 14 Jahren ausgeweidet wird, wenn die Eltern nicht widersprechen, widersprechen können oder widersprechen wollen?

Das heißt, dass auch Kinder ab 14 Jahren ausgeweidet werden, wenn sie vor lauter Fußballspielen nicht daran denken, sich darum zu kümmern? Wie bringt man Kindern eigentlich schonend bei, dass sie sich des Themas doch bitte mal annehmen mögen?
Viele sind ja schon ĂĽberfordert, eine GemĂĽsesuppe zu kochen.

Wer übernimmt denn die Aufklärung darüber? Die Schule oder die Eltern, die oftmals ebenfalls überfordert sind eine Gemüsebrühe zu kochen.


#10

Die Wortwahl “ausgeweidet” gefällt mir gar nicht, denn sie hat mit der Organspende nicht viel zu tun. Daher möchte ich diesen Begriff hier auch nicht nochmal lesen. Auch gefällt mir die Verallgemeinerung nicht, dass “Viele” mit sowas überfordert wären.

Zum Inhalt:

Ja, das Ergebnis des SK ist, dass Kinder Organe entnommen werden können, wenn nicht wenigstens ein Elternteil oder das Kind selbst Widerspruch eingelegt hat.

Das ein Kind ab 14. Jahren zum Spender wird, also der Widerspruch der Eltern erlischt, ist ein Punkt den die SK und bisherige Diskussionen nicht ermittelt haben. Aus meiner Sicht, macht es jedoch kein Sinn, dass er mit 14. erlischt.

Zur Verbesserung der Aufklärung werden durch Punkt 3 Vorschläge gemacht.

Natürlich können wir durch weitere Zusätze noch einige Ideen einbringen, wie zum Beispiel, dass Aufklärung zum Widerspruchsrecht, Teil der Geburtsvorbereitung sein soll. Macht ja durchaus Sinn.

Weiter fällt mir auf, dass wir “Elternteil” durch “Elternteil/Erziehungsberechtigten” ersetzen sollten…


#11

Nach Durchsicht der bisherigen Diskussion ist mir ein Punkt aufgefallen, den ich gerne anbringen wĂĽrde.
Ich habe bisher noch nicht deutlich lesen können ob die “Ummeldung” von Spender in Nichtspender etwas kosten würde. Wenn diese Gebühren auf den Antragsteller umgelegt werden würden, könnte man anbringen, dass sich reichere Menschen auch nach dem Tod körperliche Unversehrtheit leisten können. Menschen aus dem Niedriglohnsektor, Alleinerziehende oder Rentner könnten sich dabei benachteiligt fühlen.

Prinzipiell bin ich aber fĂĽr die Initiative und wĂĽrde sie auch gerne unterstĂĽtzen.


#12

In der Initiative:

Steht unter der 2. Forderung

Eine persönliche Einsicht zur Prüfung muss möglich sein, denkbar über den Postweg oder/und den Gang zum Bürgeramt.

Die Änderung des Eintrages darf nicht länger als 24 Std. dauern.

Das Abrufen und Ă„ndern des Eintrages muss fĂĽr Anwender kostenfrei sein.


#13

Ah, super! Danke fĂĽr die Nachricht.


#14

Ich glaube bei allem Verständnis nicht, dass ich mir vorschreiben lasse, wie ich Vorgänge bezeichne, solange hierbei nicht Personen verunglimpft oder beleidigt werden.

Als weitere Erläuterung möchte ich einen Fernsehbeitrag aufführen, der vor einiger Zeit lief und bei dem eine Mutter davon berichtete, dass Ihr verunfallter Sohn “geöffnet” wurde und Organe entnommen wurden, bevor sie sich von ihm verabschieden konnte. Der Sohn hatte keine Verfügung getroffen, aber die Mutter hatte in einem kurzen Gespräch zuvor ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Organspende geäußert. Der Ablauf hatte sie aber derart geschockt, dass sie selbst von einem “Ausweiden” sprach.

Es kann von Betroffenen wohl offensichtlich so empfunden werden und nĂĽchtern betrachtet ist es das auch. Also bitte ĂĽberlege Dir, wann Dumeinst, jemandem zur Ordnung rufen zu dĂĽrfen.


#15

@stephan.enge und @Martin_1, wollen wir die Ini dann bald starten?

Habt ihr noch Ă„nderungswĂĽnsche? WĂĽrde Sonntag mal beginnen, den Text ins Plenum zu ĂĽbertragen.

@Martin_1, bist ja recht neu, bist denn schon im Plenum angemeldet?


#16

Anmeldung fĂĽrs Plenum ist raus. Finde die Idee gut und stehe voll dahinter!


#17

#18

Wenn Organe tatsächlich für eine Organspende entnommen werden (dürfen), dann gibt es nur ein sehr begrenztes Zeitfenster, sonst geht es nicht mehr.

Wenn die Mutter die Bereitschaft signalisiert/gegeben hat musste möglicherweise schnell gehandelt werden. Das hat mit Ausweiden nichts zu tun.

Es ist schade, das die Mutter es so empfunden hat und die Wortwahl ist sicher ihrem persönlichen Schmerz geschuldet, in einer öffentlichen Diskussion sollte man solche Worte besser nicht verwenden.


#19

@Martin_1, sagst du bescheid, wenn du verifiziert bist? Hast du sonst noch Anmerkungen zu den obigen Text?


#20

Kann mich jetzt im Plenum anmelden. Soweit alles gut.