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Englisch als zweite Amtssprache In Deutschland


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Nur einige kurze Anmerkungen:
Auch z. B. fĂŒr Chinesen ist Esperanto leichter zu erlernen als eine Sprache wie Englisch. Zwar sind fĂŒr sie zwar die meisten Wörter in beiden Sprachen unbekannt, aber die vielen UnregelmĂ€ĂŸigkeiten, die andere Sprachen haben, entfallen bei Esperanto. So ist z. B. im Englischen gerade die unregelmĂ€ĂŸige Aussprache bzw. Schreibung (neben dem enormen Umfang des Wortschatzes) eine der großen HĂŒrden beim Erlernen der Sprache. Auch das flexible Wortbildungssystem von Esperanto macht diese Sprache leichter erlernbar. Übrigens gibt es auch auf Esperanto Medien (einschl. aktueller Zeitschriften, Podcasts und Webradio) sondern auch eine internationale Kultur mit allem, was dazugehört (Originalliteratur, Musik usw.). Auch Menschen, die fließend Esperanto sprechen, sind gar nicht so schwer zu finden - nicht nur in den zahlreichen Diskussionsgruppen im Netz, sondern vor allem bei den vielen internationalen Esperanto-Treffen, die ĂŒberall auf der Welt stattfinden. Übrigens treffen sich auch an vielen Orten lokale Esperantogruppen.


#43

“Thema neu beleben ?”

wurde ich von “Gevatter Software” gefragt, und da ich von @Surfista erst am vergangenen Donnerstag in Dortmund davon gehört habe , dass dieses Thema diskutiert wird, lautet meine Antwort: “Ja”, denn mir sind folgende Dinge dazu durch den Kopf gegangen:
1.
Es wĂ€re eine Ungerechtigkeit globalen Ausmaßes, wenn eine Nationalsprache zur europĂ€ischen oder gar weltweiten “Übersprache” quasi amtlich festgelegt wird.
Der Nutzen einer weltweiten (terranischen :wink:) GrundverstÀndigungs- oder gar Amtssprache wird dabei von mir keine Sekunde lang bestritten.
Aber es darf eben keine Bevorzugung einer Nationalsprache geben.
2.
WĂŒrde eine Nationalsprache zu einer offiziellen Amtssprache Englisch/Französich/Spanisch/Russisch/Chinesisch usw
 werden, könnten sich unter den betreffenden Muttersprachler’innen nicht wenige zur der Überzeugung hinreissen lassen, dass sie “etwas Besseres” sind, weil sich “alle Welt” nach ihnen richtet.
Ganz abgesehen davon, dass sie in allen ZweifelsfĂ€llen die weltweite Deutungshoheit ĂŒber Sprache bekĂ€men. Au weia, da hĂ€ngt was dran :thinking:.
Der Testlauf: “Weltweites Englisch” hat doch bereits jetzt schon ergeben, dass Menschen, deren Muttersprache/Heimatsprache/Nationalsprache Englisch (oder gar Amerikanisch ?) ist, kaum einen Anreiz haben, sich mit anderen Sprachen zu beschĂ€ftigen und damit auch mit anderem Denken, denn jede’r denkt in seiner Muttersprache 

(
 warum auch, wenn sich “alle Welt” sowieso schon “freiwillig” nach mir richtet und sich ĂŒber kurz oder lang sogar nach mir zu richten hat ??) ?
Und natĂŒrlich kapseln sich jene Muttersprachler’innen dadurch auch irgendwie vom Denken des Rests der Welt ab. Das ist weder fĂŒr sie selbst, noch fĂŒr den Rest der Welt von Vorteil.
3.
Außerdem 
 hat schon mal jemand die kolonialisierten Völker Afrikas, Asiens (Indien) oder Amerikas gefragt, wie toll sie es finden, dass sie die Sprache ihrer Conquistadoren als Amtssprache benutzen mĂŒssen ?
4.
Und diese Ungerechtigkeit wĂŒrde auch noch quasi fĂŒr alle Ewigkeiten festgeschrieben und wĂ€re ein ein permanenter Quell fĂŒr Streit und Unruhe, denn jede Ungerechtigkeit fĂŒhrt zum Bestreben nach Gerechtigkeit, nach Abschaffung eines als ungerecht empfundenen Zustandes.
Wenn einem das bewusst ist, kann man es auch gleich richtig machen und eine neutrale Sprache zur Übersprache/GrundverstĂ€ndigungssprache erheben. Auch wenn es zu Anfang mehr Arbeit macht. Auf lange Sicht erspart sich die Menschheit dadurch jede Menge versteckte und offene Konflikte.
5.
NatĂŒrlich wĂ€re es praktisch und bequem, im konkreten Fall mit Englisch “durchzustarten”, aber das löst nicht das beschriebene Gerechtigkeitsproblem.
Im Gegenteil wĂŒrde es den Unmut darĂŒber (ĂŒber fehlende Gerechtigkeit) verstĂ€rken.
Und 
 wenn man etwas macht (oder duldet), nur weil es praktisch und bequem ist, kann man sich auch gleich einem König oder sonstigem FĂŒhrer unterwerfen 
 der nimmt einem dann das Denken ab und regelt, was aus dessen Sicht zu regeln ist.
Wobei wir BĂŒrger’innen natĂŒrlich trotzdem alles bezahlen/verantworten/ausbaden mĂŒssen, versteht sich :wink:.
6.
Bei allem wĂ€re es mir persönlich im Prinzip egal, ob Esperanto oder eine sonstige neutrale Sprache das Rennen macht. Ich spreche und verstehe weder Esperanto noch sonst eine andere “Kunstsprache” 

FĂŒr Esperanto wĂŒrde allerdings auch das Argument: “Es ist so schön praktisch” gelten, weil es ĂŒberall auf der Welt bereits “in kleinen Dosen” verbreitet ist.


Initiative: Englisch soll Verkehrssprache werden
#44

Hallo GĂŒnther,

in dieser Ini hier ging es tatsÀchlich um die Amtssprache. Dazu gab es eine Abstimmung und das ist abgelehnt worden.

Die Diskussion, ĂŒber die wir Donnerstag geredet haben, ist diese hier:

Unser Marktplatz ist ein unĂŒbersichtlicher Basar, aber das mag ich so daran :wink:

Ich verlinke dort mal deinen Beitrag.