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Englisch als zweite Amtssprache In Deutschland


#1

Aufruf: Ich suche Mitstreiter/innen Experte/innen Pr√ľfer/innen
Kontaktart: Kommentar unter Beitrag
Inhaltliche Diskussion erw√ľnscht?: Ja
Eine Initiative von: Sara Gomes @spgomes, Marco Gomes @MGomes und Beatrice Behrens @Bea
Bearbeitungsstatus: Fast Fertig
Redaktionsschluss:

Einleitung:
Europa steht f√ľr Gemeinschaft. F√ľr eine Gemeinschaft, die gepr√§gt ist von Vielfalt, von vielen einzelnen Kulturen, die sich gleichzeitig eine Kultur schaffen. Auch ist es eine Gemeinschaft, die wirtschaftlich zusammenw√§chst und auf Austausch basiert.
F√ľhren wir diesen Gedanken weiter, so ist es zweifellos, dass eine gemeinsame Kultur und Wirtschaft auch auf der Grundlage einer Sprache funktionieren.
Um diese Gemeinschaft weiter auszubauen, ist es unabdingbar, dass Deutschland Englisch als zweite Amtssprache einf√ľhrt.

Problembeschreibung:
Bis 2025 werden mehr als sechs Millionen Fachkr√§fte fehlen ‚Äď das sind 15 Prozent aller Arbeitnehmer/innen in Deutschland, in etwas mehr als zehn Jahren. Ohne Zuwanderung ist unser Wohlstandsniveau nicht zu halten.
Wie sollen deutsche Unternehmen ohne IT-Expert/innen, Marketingprofis und Ingenieur/innen aus anderen L√§ndern noch Wachstum schaffen? Bereits heute klagen Branchen wie Metall- und Elektroindustrie, die IT-Branche, aber auch Krankenh√§user und Altenpflege √ľber den Mangel an qualifizierten Fachkr√§ften. Statt Ressentiments zu sch√ľren, brauchen wir also das genaue Gegenteil: eine Initiative f√ľr mehr Willkommenskultur.

Wenn wir ausl√§ndische Investoren, Gesch√§ftspartner und Fachkr√§fte gewinnen m√∂chten, m√ľssen wir unn√∂tige Hindernisse abbauen. Das Beharren auf Deutsch als einzige Amtssprache ist aus wirtschaftlicher Sicht eines der gr√∂√üten Hindernisse.
Eine gemeinsame Sprache f√∂rdert auch den Gedanken einer gemeinsamen Identit√§t , und den europ√§ischen Austausch insgesamt. Als Europ√§er k√∂nnen wir die Zukunft gestalten. F√ľr eine gemeinsame europ√§ische Identit√§t brauchen wir eine gemeinsame Sprache: Englisch.

Englisch als zweite Amtssprache ist somit auch ein Zivilisationsprojekt. Nur als Teil Europas kann Deutschland Teil der Gemeinschaft sein. Wir m√ľssen uns weiterentwickeln: Von Kleinen zum Gro√üen, vom Menschen, der in Deutschland lebt zum Menschen, der in Europa lebt.

Forderungen
Deshalb fordern wir, dass Englisch in Deutschland Verwaltungssprache wird, mittelfristig Amtssprache. Englisch ist heute lingua franca, das hei√üt, die globale Verkehrssprache. Sie wird in Europa, Asien und Lateinamerika fl√§chendeckend unterrichtet. Schon deshalb ist sie die praktikabelste L√∂sung. Die Bev√∂lkerung ist aufgeschlossen: Sechzig Prozent der Deutschen f√§nden es gut, wenn Englisch zweite Amtssprache in ganz Europa w√ľrde!
Nat√ľrlich funktioniert so etwas nicht √ľber Nacht. Niemand erwartet, dass auf dem Tiefbauamt in k√ľrzester Zeit alle in perfektem Oxford-Englisch Antr√§ge annehmen. Es soll ein flie√üender √úbergang entstehen, niemand darf aufgrund von Mangel an Sprachkenntnissen seinen Job verlieren! Deswegen fordern wir zu Beginn, dass Ausl√§nder- und B√ľrgeramts-Mitarbeiter/innen mit Englischkenntnissen dazu befugt und ermutigt werden, auch auf Englisch zu beraten. Formulare auf Englisch anzubieten und Mitarbeiter/innen fortzubilden, ist problemlos.

Kosten:
Schwer einzusch√§tzen, da wir keine Statistik √ľberEnglischkenntnisse in √Ąmtern gefunden haben. Kosten werden zum Einen durch die Fortbildung der Mitarbeiter/innen entstehen wie durch das √úbersetzen und Drucken der Formulare in englischer Sprache. Langfristig sind Gewinne in den Sozialsystemen und durch Steuereinnahmen durch Zuwanderung qualifizierter Kr√§fte zu erwarten.

Quellen


Initiative: Englisch soll Verkehrssprache werden
#2

Das Ziel finde ich gut, die Begr√ľndung sagt mir nicht zu. Die Bedeutung in der Welt oder Investitionen von Unternehmen sind nicht meine Priorit√§t. Eher das menschliche miteinander und sowas. Vielleicht wollt ihr sowas ja noch bisschen mehr hervorheben. Mehr werte, weniger Wirtschaft :slight_smile:


#3

Genau das denke ich, ist der falsche Ansatz.

Rechtlich unterscheidet man nicht ohne Grund zwischen Amtssprache und Verkehrssprache.

‚ÄúEine Verkehrssprache, auch Lingua franca, ist eine Sprache, die auf einzelnen Gebieten Menschen verschiedener Sprachgemeinschaften den Verkehr erm√∂glicht (Handel, Diplomatie, Verwaltung, Wissenschaft). Weit verbreitete Verkehrssprachen sind heute zum Beispiel die englische Sprache und die spanische Sprache.‚ÄĚ

‚ÄúDie Amtssprache ist die im Sprachenrecht verbindlich geregelte Sprache eines Landes oder Staates, die f√ľr die Regierung und alle staatlichen Stellen untereinander und gegen√ľber den B√ľrgern gilt. In der Amtssprache werden Verwaltungsakte und Normen verfasst, Ausk√ľnfte an B√ľrger erteilt, Verhandlungen gef√ľhrt und protokolliert. In ihr m√ľssen auch Schrifts√§tze vor Gericht und Antr√§ge eingereicht werden.‚ÄĚ
https://de.wikipedia.org/wiki/Amtssprachehttps://de.wikipedia.org/wiki/Amtssprache

Ich w√ľrde eher ein halbes Dutzend Verkehrssprachen f√ľr Deutschland anerkennen, als eine - und auch englisch nicht - als Amtssprachen mit rechtlichen Anspruch zuzulassen.
Diesem Anspruch k√∂nnten Sachbearbeiter bis hin zu h√∂heren Beamten gar nicht gerecht werden, da sie dann jederzeit in der Lage sein m√ľssten, auch mal schnell spontan ins englische zu wechseln.
Bei einer Verkehrssprache ist das nicht der Fall.

Au√üerdem w√ľrde ich eher arabisch als englisch nehmen‚Ķ oder russisch.


#4

Ja, und daher w√ľrde ich dieses Argument auch abschw√§chen wollen:

Auf dem Papier stimmt es zwar, da√ü Englisch eine lingua franca ist, aber die Menschen, die als Fl√ľchtling, hierhin kommen, sprechen ein Englisch auf dem Niveau einer Fremdsprache und etwa so, wie nach einen Deutschkurs f√ľr Fl√ľchtlinge nach einem halben Jahr‚Ķ
Dazu kommt, da√ü diejenigen, die von der wirtschaft geholt werden, bereits in ihren Herkunftsl√§ndern Deutsch auf einem besseren Niveau lernen. Von dem Informatiker ais Indien, der Krankenschwester aus China oder dem Studenten aus √Ągyptenoder Brasilien.

Da ist Englisch √ľberbewertet und auch nicht jederzeit √ľberall erforderlich.

Wichtiger w√§re es, bei √Ąmtern verschiedene Sprachen verf√ľgbar zu machen - also, da√ü verschiedene Sachbearbeiter auf verschiedene gro√üe Sprachen aus den Herkunftsregionen trainiert werden. So wie z.B. im K√∂ln bereits in den 70er/80er damit begonnen wurde. T√ľrkisch als feste Verkehrssprachen auf √Ąmtern einzuf√ľhren.
Mein Vater hat das im Schulpsychologischen Dienst mitgemacht und nutzt es noch heute als freiwilliger Fl√ľchtlingshelfer.


#5

Ich bezweifel diese Zahlen. Es wird immer vom Fachkräftemangel geredet und der ist oftmals von der Industrie erlogen.

‚ÄúAktuell zeigt sich nach der Analyse der Bundesagentur f√ľr Arbeit kein fl√§chendeckender Fachkr√§ftemangel in Deutschland.‚ÄĚ
Und da auch heute schon gelogen wird, halte ich die ‚ÄúAnnahmen‚ÄĚ f√ľr die Zukunft ebenso f√ľr eine L√ľge.


#6

Halte ich f√ľr den falschen Ansatz. Wenn man eine zweite Amtssprache etabliert, dann gibt es aufgrund der global-wirtschaftlichen Bedeutung nur das Englische in Frage, eventuell auch das Spanische. Aber weder Arabisch noch Russisch bringt dem Gro√ü der Bev√∂lkerung einen Nutzen, ist dementsprechend schwer umzusetzen. Wieso sollte ich eine Sprache lernen, die mir international nichts bringt?

Halte ich pers√∂nlich aufgrund meiner Erfahrungen hier im Ruhrgebiet f√ľr den falschen Ansatz- hier haben sich beispielsweise im Herner Feldherrenviertel oder um den Karlsplatz in Herne, aber auch in vielen anderen St√§dten wie Gelsenkirchen (Teile von H√ľllen), bereits Parallelgesellschaften gebildet- oft sind dies t√ľrkischsprachige Gemeinschaften, die vom Arzt bis zum Sportverein alles auf t√ľrkisch tun k√∂nnen. Kinder aus diesen Bezirken haben heute bei der Einschulung schon immer Probleme, zum Teil kommen in der weiterf√ľhrenden Schule die Kinder mit ihren M√ľttern zum Sprechtag, die kein Wort Deutsch reden. Dabei gibt es viele sehr gute Beispiele f√ľr Leute aus diesen Gemeinschaften, die sich gemacht haben, eine Uni besuchen, einen Abschluss machen- die alle eines gemeinsam haben: Sie haben ausgezeichnet Deutsch gelernt.
Entweder du machst eine Sprache komplett zur Amtssprache- was bei Sprachen wie T√ľrkisch, Arabisch, Russisch niemals mehrheitsf√§hig oder umsetzbar sein wird- oder du l√§sst es. Was bringt es dir, wenn die Leute auf dem Amt ihren Ausweis auf T√ľrkisch/arabisch/russisch verl√§ngern k√∂nnen, deren Kinder aber in der Schule nicht mitkommen, sie sich im Stra√üenverkehr nicht verst√§ndigen k√∂nnen, ja nicht mal einen Notruf absetzen k√∂nnen, weil sie die Amtssprache nicht sprechen k√∂nnen? Der bessere Ansatz w√§re, das Sprechen und Schreiben der Amtssprachen, sei es nun Deutsch oder auch Englisch, zu f√∂rdern, statt jeden Anreiz zu rauben, die Amtssprache zu lernen.

Man kann höchstens punktuell andere Sprachen offiziell einbinden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt oder es besonders wichtig ist (Warnhinweise bspw.)

Fakt ist: Das Lernen der Amtssprache ist vermutlich der wichtigste Teil der Integration.


#7

Lies dir bitte durch, was eine Amtssprache ist.

Das beinhaltet weitaus mehr, als eine Sprache, die man auf √Ąmtern spricht.

Dann besteht ein Rechtsanspruch, JEDERZEIT Englisch sprechen zu k√∂nnen und bietet genau das Argument, Deutsch nicht mehr lernen zu m√ľssen.

Auch die Argumentation, T√ľrkisch zur inoffiziellen Verkehrssprache in k√∂ln gemacht zu haben, h√§tte was mit Parallelgesellschaften zu tuen, kann i9ch nicht nachvollzieheh.
Ich bin selber Gr√ľndungsmitglied des Internationalen Clubs (ICC) in K√∂ln-Kalk, der dann mit dem CCC Hamburg fusioniert hat und von und mit Migranten kids gegr√ľndet wurde und hab gerade auch in Sprach und Computerkursen das genaue Gegenteil erleben k√∂nnen.

Wenn zwei Menschen nicht die selbe Sprache sprechen, kann gar keine Kommunikation entstehen!
Da mu√ü erstmal eine Verkehrssprache auf √Ąmtern her‚Ķ also eine die sich nicht an den Zielen von Jahrelanger Integration orientiert, sondern an dem Status Quo des Zeitpunktes zu Beginn des Aufenthalts in Deutschland.

P.S.: FAKT ist das, was du sagst sicherNI)CHT, sondern nur deine Meinung - DASist Fakt! :wink:


#8

Lies dir meinen Beitrag bitte richtig durch, dann solltest du sehen können, dass ich dein Konzept von Verkehrssprachen kritisiere- was eine Amtssprache ist, weiß ich, deshalb fordere ich ja, eine Sprache entweder komplett zur Amtssprache zu machen oder es zu lassen- diese halben Sachen aber, die du forderst, bringen uns nicht weiter, wenn wir langfristig integrieren wollen.

Wieder: Ich sage, es f√∂rdert die Bildung von parallelen Gesellschaften- nicht, dass aufgrund bestehender Parallelgesellschaften sowas in K√∂ln gemacht wurde. Es gibt sicherlich auch andere Beispiele, die das Gegenteil zeigen- es kommt immer auch auf die anderen Umst√§nde an, alleine die Sprache schafft keine parallele Gesellschaft, f√∂rdert sie aber. Ich habe es in meiner eigenen Stadt erlebt, in der Stadt meiner Gro√üeltern und in diversen Nachbarst√§dten. Ich wei√ü von ehemaligen Mitstudenten und Mitsch√ľlern, die mittlerweile Grundschullehrer sind, das genau die Kinder aus diesen Viertel wenig bis kein Deutsch sprechen. Ich wei√ü aus eigener Erfahrung, dass zum Teil nach Autounf√§llen minutenlang keine Hilfe gerufen wurde, weil keiner der Anwesenden Deutsch sprach und so keinen Notruf absetzen konnte. Ich kenne aber genauso die guten Seiten solcher Gemeinschaften, es hat eben alles Vor- und Nachteile.

Das haben Amtssprachen so an sich. Es besteht dennoch die Notwendigkeit, eine der beiden Amtssprachen zu lernen, dabei ist es egal, ob ich Englisch oder Deutsch lerne, in beiden Fällen kann ich am gesellschaftlichen Leben teilhaben, weil beide Sprachen heute schon weit genug verbreitet sind. Wenn wir Deutschen im Alltag auch mehr Englisch reden, verblassen unsere Kenntnisse auch nicht so schnell. Nach einer Übergangszeit, in der Englisch nur Verkehrssprache ist, sollte es dann auch kein Problem sein, bei allem zwischen Englisch und Deutsch wählen zu können.

Oder wir setzen eine Stufe vorher an und stellen denjenigen, die es ben√∂tigen, Integrationshelfer zur Seite, die √ľbersetzen und helfen und bieten verpflichtende Deutsch- und Englischkurse an.
Wobei f√ľr das Bundesamt f√ľr Migration hier nat√ľrlich eine Ausnahme gelten muss- weil sie die ersten sind, noch vor etwaigen Helfern, die Kontakt haben.

Wie gesagt, jede Medaille hat zwei Seiten. Nur, weil etwas im mittleren Ruhrgebiet so ist, muss es in Duisburg oder Köln nicht genau so sein, :wink:


#9

Das ist nicht MEIN Konzept, das ist Fakt - kleiner Spaß am Rande :wink:

Das ist ein feststehender Begriff der Sprachwissenschaften‚Ķ auch Linguista Franca genannt, aber ich wollte lieber ‚ÄúEinfach-Sprech‚ÄĚ benutzen, damit es jeder versteht, was gemeint ist.

Nat√ľrlich nicht‚Ķ ich sage auch nicht, meine Meinung sei Fakt oder allgemeing√ľltig‚Ķ im Gegenteil es war konkret auf K√∂ln bezogen: T√ľrkisch in Sachsen h√§tte da kaum Sinn gemacht, wo viele Vietnamesen sind‚Ķ oder?

Aber von mir aus stell ruhig alles in Frage!

Ich hab anderes zu tuen - sorry!


#10

Aus dem selben zitierten Artikel stammt auch der Absatz:

‚ÄúDas Saarland weist den Weg: Bis 2043 sollen dort alle Gesetze und Vorschriften auch auf Franz√∂sisch angeboten werden ‚Äď dort absolut sinnvoll, aber auch vision√§r. Wenn wir es mit dem Wettbewerb um hoch qualifizierte Arbeitskr√§fte ernst meinen, muss Deutschland mutige Schritte gehen. Zu verlieren haben wir nichts, zu gewinnen ein weltoffenes, attraktives und wettbewerbsf√§higes Land, in das kluge Leute gerne kommen.‚ÄĚ

Da macht Franzosisch auch Sinn‚Ķ wie ggf auch in BaW√ľ‚Ķ das ist aber als Verkehrssprache gedacht und somit nur Regional.
Ich meine Schleswig Holstein hat was √§hnliches mit D√§nisch und f√ľr den Osten macht es mit Polnisch oder Tschechisch auch Sinn .,‚Ķaber alles regional und auf Arbeitsmigration aus Europa ausgerichtet und nicht als Mittel der Integration von Fl√ľchtlingen!


#11

Die Initiative zielt auf Arbeitsmigration, darauf, dass Englisch als zus√§tzliche Amtssprache Deutschland auf dem internationalen Parkett f√ľr Hochqualifizierte attraktiver und n√§her an Europa r√ľcken l√§sst. Die Integration von Fl√ľchtlingen dagegen ist ein ganz anderes, eigenes Thema, denn im Unterschied zur Arbeitsmigration m√ľssen hier mehr als nur die sprachlichen H√ľrden √ľberwunden werden, da braucht es ganz andere Ma√ünahmen, die in einer anderen Initiative zu diskutieren w√§ren.


#12

Ich finde die Initiative gut und auch die Unterteilung in kurzfristig und mittelfristig :+1:

Allerdings bef√ľrchte ich, dass die Englischkenntnisse unter √§lteren Erwachsenen als mangelhaft einzustufen sind. Es mag viele positive Ausnahmen geben und mit jedem Jahr besser werden, aber die Kosten f√ľr Fortbildung sollten nicht untersch√§tzt werden.

Vielleicht k√∂nnte hierf√ľr in der Initiative erg√§nzt werden, dass zun√§chst die Finanzierbarkeit durch Statistiken abgesch√§tzt werden muss. In den Statistiken werden dann die Englischkenntnisse (repr√§sentativ) ermittelt. Dieser Aufwand kostet dann nat√ľrlich ebenfalls‚Ķ :money_mouth_face:


#13

Die Einf√ľhrung einer Amtssprache ist eine grundlegende √Ąnderung und sollte sich nicht an mittelfristigen Problemen orientieren. Die aktuelle Integration von Zuwanderungsgruppen muss daher auf andere Mittel zur√ľckgreifen und sollte kein Argument f√ľr oder gegen eine Amtssprache sein.

Das ist eine Langzeitperspektive, auf die sich eine Forderung nach einer zweiten Amtssprache aufbauen l√§sst. Sie setzt die Freiz√ľgigkeit der Personen innerhalb der Europ√§ischen Union praktisch um. In diesen Zusammenhang passt auch das Beispiel Estland. Am sinnvollsten w√§re ein solcher Schritt allerdings auf europ√§ischer Ebene.

K√∂nnte die Initiative in die Kategorie ‚ÄėEuropa‚Äô verschoben werden?


#14

Danke f√ľr den konstruktiven Vorschlag. Ich finde es auch interessant sich zu √ľberlegen, welche Amtssprachen f√ľr die EU oder f√ľr Europa interessant sind. W√§re ja sch√∂n, wenn es √ľberall dann gleich w√§re.

Daher +1 f√ľr die Kategorie Europa.

Die Diskussion k√∂nnte alle EU Staaten involvieren. Die Beschr√§nkung auf Landessprache plus eine Sprache k√∂nnte √ľberdacht werden .


#15

Nach Trump u. Brexit? Lieber Esperanto. ;- )


#16

Als einen Schritt in die richtige Richtung k√∂nnte der Gedanke einer international benutzbaren Sprache als Verkehrssprache von praktischen Sinn sein. Man sollte hier aber nicht nur den Aspekt ber√ľcksichtigen ‚Äúwas ist vorhanden‚ÄĚ sonder, auch qualitativ √ľberlegen, was w√§re alles von Wichtigkeit. Ist Englisch z.B einfach zu erlernen, welche Anforderungen sollte so eine Sprache gen√ľgen und so weiter.
Habe neulich den Hinweis bekommen da√ü eine einfache Plansprache mehr Sinn machen w√ľrde langfristig: z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Latino_sine_flexione


#17

was ist der Vorteil gg√ľ. Esperanto (Synthese der Europ√§ischen Sprachen/Basis Latein)?


…“Esperanto als Muttersprache
Nach Darstellung des Esperanto-Aktivisten Renato Corsetti waren 1996 etwa 350 Familien bei der ‚ÄěFamilia Rondo‚Äú des Esperanto-Weltbundes registriert, in denen die Kinder mit Esperanto als zweiter Muttersprache aufwuchsen.[3] Sch√§tzungen von 2012 gehen von bis zu 2.000 Muttersprachlern aus[2]; der Esperanto-Weltbund gibt derzeit (April 2017) eine Anzahl von 1.000 Muttersprachlern an.‚Ä̂Ķ


#18

Der Vorteil von Englisch gegen√ľber Esperanto ist die Verbreitung der Sprache. Englisch ist heute die f√ľhrende Sprache in Wissenschaft, Diplomatie und Wirtschaft. Das wird sich auch durch Trump und den Brexit nicht √§ndern. Um eine Verkehrssprache zu √§ndern, braucht es sehr viel weitergehende √Ąnderungen, das Englische ersetze das Deutsche in der Wissenschaft beispielsweise durch die Vertreibung der wissenschaftliche Elite durch die Nazis. Die f√ľhrenden Unternehmen in der IT sitzen in Amerika, die f√ľhrenden Universit√§ten sind in Amerika und Gro√übritannien, die Amtssprache der meisten internationalen Organisationen ist Englisch, meist neben anderen. Das alles m√ľsste sich √§ndern. Die Anzahl der Sprecher liegt bei ca. 1,5 Milliarden Menschen.
Englisch ist zudem eine aktive Sprache- es besteht die M√∂glichkeit, sie aktiv durch Gebrauch und passiv durch Konsum zu testen, zu erweitern, zu erlernen. Das ist bei Esperanto nicht m√∂glich, es gibt vielleicht 1.000- 15.000 Menschen, die es flie√üend sprechen. Bei einer nat√ľrlichen Sprache w√ľrde man sagen, die Sprache stirbt in den n√§chsten 100 Jahren.
Kurz: Es gibt mit Englisch bereits eine funktionierende Weltsprache. Wieso alles komplizierter machen und versuchen, etwas von oben durchzudr√ľcken, ohne den Hintergrund von Literatur, Medien und Gebrauch zu haben?

Zus√§tzlich ist Esperanto nur mal wieder ein Beweis f√ľr die Eurozentrisches Denken- die Basis ist Latein, der Rest kommt aus den gro√üen europ√§ischen Sprachen- nur geringe Anteile des Wortschatzes kommen aus anderen Sprachfamilien, die Grammatik ist ebenfalls sehr indogermanisch. Der Wortschatz ist vornehmlich Lateinisch/Romanisch, wird aber mit slawischen Betonungsmustern geschrieben und gesprochen, wodurch ungew√∂hnlich viele Betonungs- und Schreibfehler entstehen. Und ganz ehrlich: Vieles in Esperanto, da bin ich ganz bei von Wahl, lie√üt sich, als h√§tte sich ein Kind eine Sprache willk√ľrlich ausgedacht, an vielen Stellen fehlt eine logische Struktur.

Ob eine Sprache einfach zu erlernen ist, kommt auf den eigenen Sprachhintergrund an. F√ľr einen Deutschen ist das Englische leicht zu erlernen, weil die beiden Sprachen doch recht eng verwandt sind. Franz√∂sisch, Spanisch oder Italienisch sind, ohne den Umweg Latein, f√ľr einen Deutschen einen Tick schwerer zu erlernen, dennoch bestehen immer noch enge Verwandtschaften. Griechisch und Russisch sind dann wieder einen Tick schwerer, weil noch ein neues Alphabet hinzukommt, trotz Verwandtschaft. Arabisch ist dann die n√§chste Stufe, hier fehlt auch die Sprachverwandtschaft. Und am Ende kommen wir dann bei s√ľdafrikanischen Khoisan- Sprachen an, die wir z.T. nicht einmal mehr als Sprache erkennen mit ihren Klicklauten.

Eine Sprache, die von allein Menschen gleich einfach zu erlernen ist, kann man nicht konstruieren, irgendeine Gruppe wird immer mehr Schwierigkeiten haben als andere. Und warum sollte man sowas auch konstruieren? Mit Englisch gibt es eine funktionierende Weltsprache und wenn nicht irgendein Idiot auf den roten Knopf dr√ľckt und uns in die nukleare Eiszeit bombt, wird sich daran vorerst nichts √§ndern.


#19

… und English de facto Überbleibsel des Briteschen Imperialismus, Kolonialismus etc… und wir aus Gewohnheit… aus Bequemlichkeit… wider besseren Wissens…


#20

Provokante Frage: Na und? Die Verbreitung des Spanischen und Portugiesischem in S√ľd- und Mittelamerika ist ebenfalls ein √úberbleibsel europ√§ischen Imperialismus, Deutsch ist Namibia ebenfalls. Die meisten demokratischen Systeme der Welt sind ebenso √úberbleibsel des britischen Kolonialismus (‚ÄúWestminster- System‚ÄĚ). Die gesamte europ√§ische Verfassungstradition geht auf die englische Bill of Rights zur√ľck.
Wenn du auf diese Weise argumentieren willst, werden wir am Ende bei Gebärdensprache herauskommen, denn alle anderen Sprachen haben den ein oder anderen Makel in ihrer Vergangenheit- selbst das von dir gepriesene Esperanto, was auch von europäischer Arroganz zeugt.
Du k√∂nntest nat√ľrlich argumentieren, dass durch Englisch Minderheiten in den ehemaligen britischen Kolonien diskrimiert werden, nur bringt uns das in der Sache nicht weiter. Denn zum Einen ist es Aufgabe der dortigen Regierungen, die Rechte der Minderheiten zu sch√ľtzen, wir k√∂nnen h√∂chstens Protestnoten einreichen, zum Anderen bringt es den dortigen Minderheiten nichts, wenn wir statt Englisch nun Esperanto sprechen- denn die wichtigen Playmaker in diesem Spiel sitzen in Nordamerika und wir schie√üen uns nur selbst ins Knie damit. Zudem: Auch Esperanto schlie√üt diese Minderheiten explizit aus, weil es eine eurozentrische Sprache ist.

Nun, wieso sollten wir einen einfach umsetzbaren Weg ignorieren und stattdessen einen ziemlich kostenintensiven, aufwändigen und kaum mehrheitsfähigen Weg beschreiten, wobei wir die meisten der Faktoren in diesem Fall nicht beeinflussen können?

Wider welchen besseren Wissens? Bisher kamen noch keine guten Argumente f√ľr Esperanto- eigentlich kamen gar keine. Die angeblich einfache Erlernbarkeit zieht nicht, weil sie f√ľr gro√üe Teile Asiens und Afrikas, aber auch Ozeaniens nicht vorhanden ist. Ob ein Chinese oder Araber Esperanto oder Englisch lernt, ist egal, sie sind beide gleich schwer aus dieser Warte. Mit dem Unterschied, dass f√ľr Englisch sowohl Literatur als auch Medien zur Verf√ľgung stehen, zudem 1,5 Milliarden Gespr√§chspartner, mit denen man √ľben kann. Bei Esperanto gibt es keine Medien, keine Literatur und die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen ist ungef√§hr genauso hoch wie die, durch Zufall wen zu finden, der Esperanto flie√üend spricht.