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Die DiB-Geschichte zur Europawahl :europe:


#1

Durch das Jahr bis zur Europawahl im Mai 2019 soll uns eine Geschichte, eine Story, begleiten, die sich für die verschiedenen Zielgruppen (Kooperationspartner, Medien, Wähler*innen, …) mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufbereiten lässt.

Zunächst war der Plan, unseren Beteiligungsprozess zur Geschichte zu machen. Doch mehr und mehr ist uns klar geworden, dass dies selbstverständlich ein wichtiger Teil ist – aber zugleich nicht geeignet, komplett in den Vordergrund zu rücken.

Das Mitmachen und Mitbestimmen ist zwar Wesensmerkmal von DiB, aber als zugespitzte Botschaft alleine nicht geeignet, uns einen Platz auf den Talkshow-Sofas dieser Republik zu sichern :wink:

Da kam es ganz gelegen, dass gerade der Entwurf für eine “Theory of Change” entstanden ist – hier findet ihr den aktuellen Stand dazu. Da bietet es sich an, eine Geschichte zur Europawahl aus dieser Theory of Change abzuleiten.

Dies ist dafür ein erster Entwurf:

Ein neues Europa für eine neue Zeit

Die heutige EU hat dem Rechtspopulismus und Rassismus den Nährboden bereitet. Sie muss demokratischer, sozialer und nachhaltiger werden.

Dafür braucht Europa eine neue Vision, erschaffen aus den Ideen und Zukunftsträumen seiner Bürger*innen: eine echte europäische Demokratie, eine Europäische Republik.

So können wir gemeinsam den digitalen Wandel sozial gestalten, Klima- und Umweltpolitik mutig voranbringen, den Frieden nach innen und außen sichern und die Menschenrechte gegen Hass und Hetze verteidigen.

DEMOKRATIE IN BEWEGUNG bündelt Kreativität und Gestaltungswillen der Bürger*innen und progressiven Kräfte, um diese Ideen politisch durchzusetzen.

Jetzt kommt es auf den Mut von uns Europäer*innen an: Wir brauchen einen europäischen Frühling, ein neues Europa für eine neue Zeit!


Zur Info: Am Entwurf haben @franka.kretschmer, @Johanna und @clemensholtmann mitgewirkt.

Wir freuen uns auf Feedback von euch:

  • Fühlt ihr euch mit Kopf und Herz von dieser Geschichte angesprochen?
  • Bekommt ihr beim Lesen Lust darauf, diese Idee mit Leben zu füllen und mit anzupacken?
  • Findet ihr diesen inhaltlichen Fokus, dieses Verdichten, gut und nachvollziehbar?

Protokolle der Europawale :europe:
DIB-Geschichte für Europa zum Thema Demokratie und Transparenz (1. Community Feedback)
Grober Zeitplan bis Dezember
#2

Ich finde den Text an sich gut, aber das “Why” erschließt sich mir nicht recht. Werden wir aktiv, weil “die heutige EU […] dem Rechtspopulismus und Rassismus den Nährboden bereitet [hat]” (und wir dagegen arbeiten wollen) oder weil die EU “demokratischer, sozialer und nachhaltiger werden” muss? Die Beweggründe passen mMn nicht so recht zu einander (haben auf dem ersten Blick nichts mit einander zu tun).

Vorschlag: vielleicht eher das Adjektiv “menschlicher” als “sozialer”?

Mir ist auch nicht klar, inwiefern die EU demokratischer werden soll. Die einzelnen Länder sind doch alle im Großen und Ganzen Demokratien. Oder ist vielleicht “handlungsfähiger” bzw. der Wunsch nach mehr Legitimation durch das EU-Parlament gemeint?

Die Absätze 3 und 4 würde ich in der Reihenfolge tauschen, dann passt es besser, finde ich.


#3

Ehrlich gesagt sehe ich da keine Geschichte. Das ist doch alles total abstrakt und irgendwie … Sprechblasen. Ich kann das jetzt leider nicht positiver ausdrücken.:frowning:

Ich glaube nicht, dass DiB für einen Europawahlkampf genug Kapazitäten hat, weder finanziell noch von der wo*menpower her. Es sieht nicht mal so aus, als ließen sich die Parteimitglieder und Beweger mobilisieren, geschweige denn eine nennenswerte Wählerschaft.


#4

Mir ist das ehrlich gesagt zu schwach. Europa wie es heute existiert, ist schon gut. Aber wir brauchen eher eine Art Revolution, eine Neugründung. Mit einer Vision begeistern wir nicht mehr. Unsere Ini “VSE” ist da deutlicher und in die Richtung zu denken erfordert eher eine Revolution.

Das sehen wir dann.

Wenn man Dinge für unmöglich hält, die andere gerade tun, kann man Teil der Sache sein, oder an ihr zweifeln.


#5

Zum Einstieg in diese “Geschichte”:
(im Wissen, dass es ein erster Erntwurf ist).

Der erste Satz ist also der Basisgedanke / die Grundlage, auf dem das Nachfolgende aufbaut?

Als Begründung, für eine “demokratischer(e), sozialer(e) und nachhaltiger(e)” EU zu arbeiten, reicht mir das nicht. Die Weiterentwicklung der bekanntermassen länger gewachsenen EU ist nötig auch wegen dieser so analysierten Punkte, aber nicht nur wegen diesen hier so präsent als Einleitung platzierten.

Im Detail bitte ich da auch um Sensibilität:
es gibt die Einladung von @Johanna
https://marktplatz.bewegung.jetzt/t/dein-europa-der-zukunft-gerechte-wirtschaftspolitik-workshop/21985
Bgzl. der Einleitung ist das wohl eine Zusammenfassung, oder?
Dass jedoch dort pauschal “Die EU ist undemokratisch, unsozial und unsolidarisch.” sei, ist
a) in der Knappheit m.E. so nicht zu sagen
b) kaum vermittelbar als Grundlage, dann den DiB-Spirit für eine Wende hervorzuholen.

EU ist ungleich Europa
Von was wird hier gesprochen?
Geht es um die Programmatik für eine Politik i.S. der EU
und/oder um eine Programmatik für ein Europa, i.g.S. kontinental gedacht?
Die Frage stellt sich z.B. mit Blick auf die Ukraine/Russland/Krim; oder Richtung Balkan, dessen Bedeutung auf dem EU-Gipfel in Sofia deutlich(er) wurde.

Transformation statt "Neuanfang"
ich plädiere sehr dafür, sich bewusst zu machen, dass es, wenn überhaupt, um Transformationen geht.
Was heisst denn “eine neues” Europa, eine “neue” Zeit?
Europa ist heterogen; erst recht in einer (westeuropäischen) Zeit des Pluralismus’;
die 27 EU-Staaten ringen permantent/im Alltag um “ein” Europa.
Auch die Interessierten an dieser Art von (DiB)-Programmatik sind nur ein Teil des zeitgenössischen Pluralismus’, andere in Europa interessiert ein “Neuanfang” null, weil andere Prioritäten gesetzt werden;
oder gesetzt werden müssten.
Zum Beispiel: es ist in Europa keineswegs überall der Wunsch erfüllbar,
sein Recht nicht durch Korruption erkaufen zu müssen. Das hat viele Ursachen.
Rechtstaatlichkeit ist aber so zentral wichtig, dass es m.E. viel präsenter in den Programmatiken verankert werden müsste.
Ohne Rechtstaatlichkeit ist auch keine politische Arbeit möglich.


#6

Ich musste das erst nochmal lesen, um sicher zu sein, dass es ernst gemeint ist. So ganz sicher bin ich immer noch nicht.

Die EU ist dafür verantwortlich? Nicht die einzelnen Regierungen oder social Media-Hetzer? Gibt es eine Begründung für diese steile These?

Kann sein, aber Visionen hat jeder, was will denn DiB für eine? Das ist nisher nur Politikergefasel, in das jede*r das seine reininterpretieren kann.

Wo ist jetzt der Rechtspopulismus geblieben? Jetzt geht es um digitalen Wandel, was eine 1A-Phrase der etablierten Politiker ist.

Nicht Menschenrechte müssen verteidigt werden, sondern Menschen, denen sie genommen werden.

Warum DiB, wie wollen sie das machen? Hier bleiben nur Fragezeichen übrig.

Da gab ee doch mal eine Umfrage:

Hmm, lese ich die ersten beiden Punkte irgendwo? Oder war das mit der Umfrage und der Basisdemokratie und der “Kreativität und Gestaltungswillen der Bürger*innen und progressiven Kräfte” nicht so ernst gemeint? Ich habe das Gefühl, hier arbeiten zu viele Marketingleute mit.


#7

Diese Geschichte ist für mich eher eine Zusammenfassung von Zielen und keine richtige Geschichte.

Auch ich denke, Europa ist nicht schuld am Rechtspopulismus und am Rassismus. Das liegt m.M.n. an der fehlenden Demokratie in den einzelnen Staaten als auch in der EU.

In den letzten Jahren hatte ich mehr und mehr das Gefühl, es ist egal ist, welche Partei ich wähle, es kommt immer die gleiche Politik heraus. Es gibt keinen echten Wandel mehr, die Parteien sind gleichgeschaltet. Ich denke, das ging vielen Wählern so und die AfD schien für einige die (Er)Lösung zu sein.

An der EU stört mich am meisten, dass das Parlament kein Initiativ-Recht hat, sondern nur der Europarat, das ist nicht wirklich demokratisch.


#8

Musst du deine Kritik unbedingt so unsachlich verpacken? Im Marketing arbeitest du augenscheinlich nicht – da reagiert man zum Glück meist etwas anders auf den ersten Entwurf einer kreativen Leistung, um eine Idee zu verbessern und zu einem guten Ergebnis beizutragen.

Danke euch ansonsten für die konstruktive Kritik. Ich merke, dass wir einige Punkte “mitgedacht/mitgemeint” haben, die man aber nicht einfach voraussetzen kann. Vielleicht liefern wir noch mal eine ausführlichere Version der Idee, um sie inhaltlich besser kritisieren und diskutieren zu können. Und die “Sprechblasigkeit” hab (wieder mal) am ehesten ich zu verantworten . . . da ist sicher noch Luft nach oben :wink:

Diese Diskussion können wir gern, wenn gewünscht, an anderer Stelle führen – in einem konkreten Arbeitsthread zur Europawahl finde ich es etwas demotivierend, die gesamte Teilnahme an der Europawahl infrage zu stellen.

Ich freue mich über weitere Kritik bzw. Anregungen. Und wer gar nicht glücklich ist, darf sich selbstverständlich sehr gern an einem Gegenvorschlag versuchen!

Bevor ich es vergesse:

Ja, und den dritten und den fünften auch.


#9

Markus hat Recht, ich habe wegen des Textes auch schon an Johanna geschrieben. Bitte eine positive “Erzählung” über Vorteile, den Frieden, die Perspektive und auch die Stärke im Hinblick auf die Machtpole auf der Welt.


#10

Es mal vielen Dank, dass ihr die Story hier im MP mit allen Beweger*innen entwickelt. :luv: :dib-spirit: Ich finde der Entwurf geht in die richtige Richtung und ist ein guter erster Enwurft (Version 0.1 sozusagen): guter Fokus, alles wichtige drin. Somit fühlt sich also die Kreativität meines Kopfes angsprochen ;-), eher weniger das Herz :luv:

Was mir nicht gefällt (wie ja einigen hier) ist der negative Start und dass die EU für den Rechstpopulismus verantworlich ist, finde ich als Erklärung dieses Problem zu einfach. Hier meine Überarbeiteter Vorschlag Version 0.2 sozuagen :wink: In fett meine Änderungen

Die EU war ein großer Erfolg des letzten Jahrhunderts. Sie ist aber den Herausforderungen des neuen Jahrhunderts – Klimawandel, Flüchtlingsströme, Soziale Ungerechtigkeit, etc - in ihrer jetzigen, bürgerfernen Form nicht gewachsen.

Deshalb braucht Europa eine neue Vision, erschaffen aus den Ideen und Zukunftsträumen seiner Bürgerinnen: eine echte europäische Demokratie, eine Europäische Republik für uns alle.*

Nur gemeinsam können wir den digitalen Wandel sozial gestalten, Klima- und Umweltpolitik im Sinne unserer Kinder umsetzen, den Frieden nach innen und außen sichern und die Menschenrechte [gelöscht] verteidigen.

DEMOKRATIE IN BEWEGUNG ermlöglicht eine kreative Gestaltung des Neuen Europa durch seine Bürgerinnen und progressiven Kräfte, um ihre Ideen politisch durchzusetzen.*

Es kommt also auf jeden von uns an. Auf die Vielfallt unsere Talente. Wir brauchen einen europäischen Frühling, ein neues Europa für eine neue Zeit
…denn…

We love Europe! Vive l`Europe! Wir, für Europa!


#11

Hello ihr Lieben,
ich finde eininge Kommentare triften jetzt z.T. schon wieder ein wenig aus dem “Wohlwollenden” ab :persevere:.

Ich finde den Text soweit gut - und in der Tat ist er ja hier um verbessert zu werden. Was aber nicht bedeutet, dass er jetzt gleich “zerpflückt” werden muss. Inhaltlich sind wir doch eigentlich mehr oder weniger d’accord, da muss man doch jetzt nicht gleich wieder den Holzhammer auspacken.
Lasst uns freundlich miteinader “reden” und zu einem guten Ergebnis kommen.
@alexanderplitsch hat vorformuliert und wenn jemand gute Ideen zur Verbesserung hat gerne - so wie @MichaelVoss dem ich zustimmen würde ich würde.

@Surfista mit dem Wort Revulution wäre ich vorsichtig, die Menschen wollen in den meisten Fällen keinen Revolutionen, zu viele davon gingen nach hinten los.

@anon88192733 - welche Ziele schweben dir vor bis zur nächsten BTW? Natürlich MÜSSEN wir das Thema EUROPA ganz oben auf der Agenda haben und natürlich ist das ein Ziel von DiB - ich bin kurz irritiert, dass du das in Frage stellst?

@MarkusSommer in der Tat finde ich diese Einleitung auch gewöhnungsbedürftig - aber ich denke viele Meschen denken so. Und manchmal ist Zuspitzung ja auch ein Mittel um in die Disskussion zu kommen und neugierig zu machen, von daher an dieser Stelle nicht ganz unüberlegt gewählt, auch wenn es dich (und mich) im moment nicht so anspricht :wink:.

In der Tat denke nicht, dass die EU Schuld an dem bestehenden Rassismusproblem hat - bzw. nur sekundär. Aber der Nationalismus ist sicherlich durch eine intranspartene EU Politik gefördert worden. Vielleicht kann man da noch etwas differnzieren und erklärend hinzufügen, was wir damit meinen? Dann kann auch die Quintessenz davon besser abgeleitet werden:

An alle Diskutanten hier - bitte nehmt zur Kenntnis, dass alle die hier bei DiB mehr oder weniger aktiv sind, nicht perfekt sind und auch nicht den Anspruch haben. Dieser Marketingvorwurf ist nicht sehr freundlich gewesen und auch nicht sehr passend. Wenn wir alle unsere Kritik freundlich und begründet vorbringen, kann und wird sie auch besser aufgenommen und umgesetzt werden können. Und das ist es doch was wir wollen - zusammenarbeiten.

:dib_spirit:


#12

yeah! super - danke @FriedrichBohn! so kommen wir voran :heavy_heart_exclamation:


#13

Ich würde nicht mit dem negativen Aspekt der Rechtspopulisten beginnen. Vielleicht später darauf eingehen. Lieber aber gar nicht. Wir denken positiv.

Wie wäre eine Einleitung in Richtung:

Seit die EU gegründet wurde, hat sich die Welt stark verändert. Das Hauptziel, den Frieden zu sichern, wurde für Zentraleuropa erreicht. Aber statt Europa zu einem Zuhause für die vielen Kulturen zu machen, die es ausmacht, wurde es zu einem Markt.

Ändern kann sich das nur mit frischen Ideen und visionären Zielen. Viele Bücher und Talkshows sind voller neuer Ideen. Leider greifen die Parteien diese Ideen nicht auf. Sie schicken die zweite Reihe nach Europa. Und wir Wählers fragen uns, warum sich nichts ändert. Wir wählen doch seit Jahren diese Partei und noch immer ändert sich nichts.

…sorry, bin gerade mobil…


#14

Prinzipiell gut - aber diese Aussage würde ich auch weglassen, weil es die Menschen diskreditiert, dabei wollen wir die Institution kritisieten und nicht die Menschen. Außerdem können wir das nicht wirklich beurteilen, ich kenne diese Menschen nicht persönlich und kann sie nicht beurteilen - denke auch das ist etwas überholt vom Ansatz her: jeder Opa geht nach Europa.
Da sind viel junge Leute ;-)!

Lg
Claudia


#15

Hallo,
finde es sehr gut, dass die Geschichte zur Europawahl hier offen für alle entwickelt werden soll!
Danke an für euren ersten Entwurf und an @FriedrichBohn für seine konstruktive Weiterentwicklung zur Version 0.2 :wink:
Nun hierzu noch 2 Gedanken von mir:

Hier wäre es wahrscheinlich hilfreich zu erklären, was das für uns konkret bedeutet (z.B. Initiativprinzip des Europaparlaments wie weiter oben schon zu lesen war). Teil dieser neuen Demokratie sollte mE auch sein, dass man sie den Menschen wieder näher bringt und Entscheidungen erklärt, z.B. über einen europäischen Rundfunk und social media (gerade für jüngere Menschen).

Finde ich persönlich etwas schwierig. Hier werden die Menschen, die keine Kinder wollen oder bekommen können außen vor gelassen. Eine neutralere Formulierung wäre z.B. im Sinne zukünftiger Generationen.


#16

Auch auf mich wirkt der Entwurf sprechblasenhaft und hebt sich vor allem in vielen Punkten nicht von dem ab, was jede andere Partei auch sagen würde.

Die Erwähnung von "Visionen" und "Träumen" wäre vermutlich für viele nicht unmittelbar überzeugend/ansprechend, insbesondere, weil die meisten Menschen bei dem Stichwort "Europa" gerade nicht ins Träumen verfallen, sondern vor allem an Bürokratie, Lobbyismus, Korruption und Intransparenz denken. Diese Themen müssten auf jeden Fall auch behandelt werden.

Das Stichwort "Europäische Republik" ohne eine gleich darauf folgende Erklärung, wie das denn gemeint ist, wirkt entweder angstauslösend oder erscheint naiv/unrealistisch.

  • Angstauslösend, weil die Menschen spontan befürchten würden, dass Deutschland dabei Souveränität abgeben und sich dafür noch enger mit Staaten zusammentun müsste, die gerade dabei sind, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Pressefreiheit abzuschaffen und in denen verschiedene Bevölkerungsgruppen diskriminiert werden, und dass das auch unser Leben negativ beeinflussen würde. Eine weitere mögliche Befürchtung: Zentralisierung und dadurch Stärkung von Korruption und Lobbyismus, noch weniger Einfluss der Bürger/*innen. Daher: wenn so ein Ziel propagiert würde, dann nur mit ausführlicher Erläuterung, wie es umgesetzt werden sollte und warum diese Gefahren dabei nicht eintreten würden.

  • Naiv und unrealistisch, weil eine Neugründung oder Neuverhandlung oder ein engerer Zusammenschluss nur bestimmter Staaten der EU selbst bei vorhandenem politischem Willen extrem schwierig und langwierig wäre. Auch wenn man das Ziel "Republik Europa" positiv sähe, wäre ja trotzdem klar, dass dieses Ziel sicherlich nicht dadurch umgesetzt werden kann, dass einzelne Personen von DiB ins Europaparlament gewählt werden.

Deshalb muss unabhängig von "Visionen", die gar nicht unmittelbar umsetzbar sind, auf jeden Fall dargestellt werden, was Abgeordnete, die von DiB kommen, denn konkret während ihres Mandats zum Vorteil der Wähler/*innen unternehmen würden. Möglicherweise wäre es in diesem Rahmen u.a. denkbar, Aktionen für Transparenz und gegen Lobbyismus zu machen und sich für mehr Kompetenzen für das Europaparlament einzusetzen.

Aus diesen Gründen stimme ich @MarkusSommer darin zu, dass es glaubwürdiger und realistischer wäre, eine Transformation (und nicht einen Neuanfang) zu fordern und für diese Transformation greifbare Etappenziele oder Kampagnen zu formulieren. Weiter meine ich ebenfalls, dass die Rechtsstaatlichkeit ein besonders wichtiges Thema ist und dass das Bewusstsein der Menschen dafür geschärft werden sollte.

Bitte Vorsicht bei der Wortwahl (@FriedrichBohn - ich gehe natürlich davon aus, dass das sicher keine Absicht war): Auf keinen Fall sollte in einer offiziellen Mitteilung von DiB das Wort "Flüchtlingsströme" vorkommen, das bekanntermaßen tendenziös dazu dient, Geflüchtete zu entmenschlichen und sie als katastrophenähnliche Bedrohung darzustellen.


#17

Lieber Alexander, chers amis, dear friends,

ist für DiB doch elementar und ich habe das Empfinden, genau das nach Europa so tragen zu wollen. Warum? Weil es genau daran krankt. In Griechenland, Slowenien, Portugal, …, überall.
All unsere Bemühungen, unsere Politik per Koalition(-en), Abstraktion, Technik oder dergleichen zu “pushen”, ist hilfreich.
Menschen damit zu bewegen, ja. Aber nur eine Minderheit mit den intellektuellen Voraussetzungen.
Nochmal: Ja, das brauchen wir um im politischen Diskurs bestehen zu können.
Aber ein Hausbau beginnt nie mit seinem Dach, allenfalls auf dem Papier.
Wenn du das Dach realisieren möchtest, gründe solide Fundamente, Wände, Zwischenetagen.
Unsere

sollte nicht die Grundbedürfnisse der Europäer*innen in zu leisen Tönen erwähnen, weil wir ja in der Lage sind, das modernste und zukunftsgerichtete Dach herstellen können.

Also ich hoffe die Message ist klar. Menschen reagieren auf eine Botschaft

a) mit Empfinden (“Das klingt gut!”; “Oh, schau mal die!”; “Das habe ich immer gedacht!”)

b) mit Verstand. (“Wie?”; “Wodurch?”; “Welche Zusammenhänge?”)

Erreichen wir b), wird a) nicht unbedingt folgen.

Die a) begeistert :hearts: Und b) zu uns zieht :dib_spirit: :europe:

Außerdem träume ich von dieser Geschichte in mehreren Sprachen. Die bei uns lebenden, arbeitenden Europäer*innen sollten diese Geschichte hören und in ihre Herkunftsländer transportieren.

Je rêve de cette histoire dans plusieurs langues. Les europeens qui vivent et travaillent chez nous devraient écouter et raconter cette histoire à leurs pays d’origines.

In my dream of this story it appears in different languages. The People from other countrys in Europe could here this story and give it to there Country of origin.

(Kallenichda oder kalledochda macht @drakon bitte)

Die DiB Geschichte sollte gefühlt werden.


#18

Genau so etwas wollte ich (mal wieder) schreiben . Zum Glück habe ich erstmal nachgeschaut und festgestellt , dass ich 30 min zu spät bin . So gut hätte ich es auch nicht formulieren können , weil ich schon viel zu ungeduldig bin . Es ist doch nicht so schwer zu verstehen , dass es keinen Aufbau (im wahrsten Sinne des Wortes) ohne einen Unterbau (Viele würden Basis dazu sagen) geben kann .

Natürlich ist Europa als Thema sehr wichtig , jedoch die Wahlen sind dabei zweitrangig (der nächste Schritt) . Leider kann ich nur Europäisch denken ; nicht sprechen , aber in meiner engsten Familie wird französisch , italienisch , polnisch , russisch und nicht zuletzt jiddisch und englisch gesprochen . Von all diesen Sprachen , Kulturen und Traditionen ist bei mir (mehr im Herzen , als im Kopf) hängengeblieben . Und wenn ich eins gelernt habe , ist es , dass nicht das Geld das verbindende Element für die Bausteine Europas sein kann , sondern eher das Fehlen des Geldes (stark vereinfacht) .


#19

Bei all dem ist mir etwas Bestimmtes noch sehr wichtig:

Macron wartet händeringend auf deutsche Unterstützung.
Das mag einerseits antiquiert sein, aber andererseits unumgänglich:
Europa braucht einen Frankreich-Deutschland/Deutschland-Frankreich Antrieb.
Aktuell ist Frankreich in Vorleistung gegangen. Deutschland unter Groko zögert und schafft ein Vakuum.
DEMOKRATIE IN BEWEGUNG KANN/SOLLTE/MUSS DIESES VAKUUM AUFFÜLLEN
Es ist ein historische Chance ihr Liebhaber*innen einer großen europäischen Geschichte.

Wer sprach von Macrons Bewegung vor deren Aufstieg?

An die Arbeit :dib:


#20

Ich habe hier ein Thema dazu eröffnet.