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Dib-Strukturen in Bayern


#2

Anlässlich unserer Klausur heute wollte ich den thread jetzt nochmal rauskramen.

Wir hatten mögliche Gründungen von kreisverbänden kurz angesprochen. Bei der Klausur kam auch der Gedanke auf, dass wir auf kleiner Ebene angreifen sollten, “auf die Straße” sollten. Spräche für KVs.

Andererseits sind momentan nicht viele KVs möglich, da wir zu wenig Leute haben. Wieder einerseits könnten KVs aber helfen, neue Leute zu gewinnen.

Lasst uns doch mal Argumente sammeln.


#3

Könnte es evtl. eine sinnvolle Strategie sein, Kreisverbände nach und nach zu gründen, also beginnend in den größeren Städten? Dann könnte man einerseits dort, wo einige Leute beisammen sind, etwas mehr bewegen und andererseits Erfahrungen sammeln. Vermutlich war aber eine flächendeckende Gründung in allen Landkreisen eh unrealistisch und es geht eher darum, ob man in München und Nürnberg schon Kreisverbände gründen soll oder nicht.
Ich denke, ein Argument dagegen könnte sein, dass die Gründung wiederum Arbeitskraft bzw. Zeit benötigt.


#4

Hi Illkruegro, bisschen schwieriger Name, ich weiß nicht, ob dich das inspiriert, aber als ich außer dem Namen noch nichts von DiB wusste, hab ich mir die Arbeit so vorgestellt: In einer (kleinen) Stadt sammeln sich Menschen um ein Thema, dass Ihnen wichtig ist, gestalten dazu einen Stand, treffen sich, diskutieren über Wege und Hindernisse, über Möglichkeiten und Probleme und informieren die Menschen in ihrer Umgebung über das Thema: meinetwegen Plastikmüll. Dabei haben alle, meintwegen, einen DiBsticker an. Aber DiB ist nicht wichtiger als das Thema, soll sagen, Leute von DiB unterstützen sich und arbeiten zusammen, weil ein Thema wichtig ist. Es geht nicht um eine Partei mit dem ganzen alten Mist, den wir damit assoziieren, sondern wir arbeiten, weil es oberwichtige Aufgaben gibt. Wir sind solidarisch, weil wir die Welt verändern müssen, und weil wir deswegen besser als die anderen Parteien zusammen arbeiten können. So kann man viell ernsthaft in seiner Stadt bekannt werden als Leute und Partei, die was tut. Daraus ergibt sich dann wahrscheinlich auch früher oder später ein Ortsverband und ein Kreisverband und ein was es da sonst noch so gibt. der Vorteil wäre, wir müssen nicht mit der Arbeit warten, auf die es ankommt, es hat für mich was organisches, es ist eine gewachsene Struktur oder was ich mir darunter vorstelle. Eine von unten gewachsene Struktur, die sich um Aufgaben und Herausforderungen dreht. Es würde deutlich, DiB ist kein Spaßverein, sondern einer, wo man die Herausforderungen ernstnimmt. Es ist außerdem eine Alternative zum ratlosen Nichtstun, aber gerne Wollen, das viel Leute, wie ich glaube, verspüren. Ich kann ja doch nichts machen, als das bisschen Hausmüll trennen, das ich mache. Also, wenn ich im Februar diesen Sack voll Arbeit gemacht hab, der mir jetzt gerad anhängt, dann würd ich gerne in dieser Richtung was machen. Das Thema Müll ist für mich wirklich wichtig. Und Dib ist für mich ein inspirierender Gedanke: Da sind mehr Menschen, die was ändern wollen. Das gibt Rückendeckung. Ob du dem was abgewinnen kannst, was ich sagen will…ob es haargenau deine Frage trifft…ich bin mir nicht sicher. Gehört wohl eher in die Rubrik “allgemeine Gedanken”. Aber euer aller Meinung würde mich interessieren.


#5

Danke isa. Für das hiesige Thema wende ich deine Ausführungen mal als Argument, sich jetzt keine Gedanken zu machen über die Gründung eines kreisverbandes, sondern sich zusammen zu tun und Dinge zu verändern. Zum verändern braucht man erstmal keine Struktur, sondern Leute und Themen. Wenn sich Strukturen entwickeln ist das gut, wenn nicht ebenfalls. Ließe sich das so zusammen fassen?

Wenn du daneben deine frage gern noch anders diskutiert haben möchtest, mach gern ein neues Thema auf und los geht’s :slight_smile:

@SimonFilser, genau, eigentlich ging es eher nur um die bisher mitgliederstärkeren Orte.


#6

Doch, doch, Strukturen sind immer gut und nötig. Mir ist nur wichtig, dass sie von unten gewachsen und an einen Bedarf angepasst sein sollen. Dass ein Ort mit vielen organisatorisch an einem anderen Punkt steht und einen anderen strukturellen Bedarf hat, ist natürlich. Was brauchen wir für Strukturen, um unsere Arbeit (Themen und Werben für diese Themen und damit auch für DIB) am besten machen können? Ja, vielleicht sollte ich das als ein Thema aufmachen…


#7

Mir ist kürzlich aufgefallen, dass ich selbst zwar halbwegs informiert über Möglichkeiten DiB in München bekannter zu machen bin (Vernetzungstreffen, Veranstaltungen etc.) mir diese Information aber zum Rest von Bayern weitgehend fehlt.
Angesichts der Information dass auch der überwiegende Teil unserer bayrischen Mitglieder aus dem Raum München ist, hat jemand eine gute Idee, wie wir das ohne Einzelkämpfer in anderen Regionen überzustrapazieren erweitern können?
Kennt jemand gute Suchmöglichkeiten die Bayernweit derartige Veranstaltungen rechtzeitig anzeigen, so dass man die Möglichkeit hätte nach Verfügbarkeit bei anderen (z.B. auch Münchner Mitgliedern) zu fragen um vor Ort zu unterstützen?
Ich habe da bisher:
http://www.bayernradar.de/veranstaltungen
gefunden kann aber noch keine Aussage über die Qualität der Treffer machen.


#8

Mir kam letztens der Gedanke, dass es auch eine Möglichkeit wäre, neue Leute zu gewinnen, indem man vielleicht kreisverbände gründet. Was denkt ihr?

Da wäre dann ein harter Kern, der vielleicht dadurch noch stärker infiziert werden könnte. Ist auch riskant, könnte in die Hose gehen. Aber kann man vielleicht versuchen?


#9

Gross in die Hose gehen kann das nicht. Schlimmstenfalls muss man den Verband eben wieder auflösen, wenn die Mitglieder ausbleiben.


#10

In Karlsruhe und Magdeburg gibt es ja mWn schon Kreisverbände. Man könnte die ja mal nach ihren Erfahrungen fragen, ich weiß nur nicht, wer da Ansprechpartner*in ist…


#11

Es ist dort nach meinem Kenntnisstand ruhig. Sehr. Ja.


#12

Halle statt Magdeburg, ja. @MDK was sind deine Gedanken dazu? Ist meine Hoffnung berechtigt, dass man auch neue Leute gewinnen kann, weil es einen KV gibt?

Mein Gedanke wäre, dass man ja erst ein paar Leute überhaupt für die Gründung braucht. Dafür gibt’s sicher regeln. 7 oder so. Lass es so sein, dass 2 jetzt schon aktiv sind, die was auf die Beine stellen wollen. Die aktivieren 5 passive Leute, von denen durch die Gründung 3 aktiver werden und 2 passiv bleiben. Ohne Wertung und nur rumgesponnen. Dann hätten wir schon 3 aktive durch die Gründung gewonnen.

Und weil es jetzt 5 aktive sind, die sich halbwegs regelmäßig treffen, ist überhaupt erst ein ganz neues Potential entstanden, auch weitere Leute zu gewinnen, weil von den 5 Leuten ein paar auch ab und zu nen dibtisch machen oder woanders sichtbar sind.

Klingt das annähernd realistisch?

Edit: uns wenn der KV dann doch inaktiv ist, braucht er auch gar kein Geld. Vielleicht hat man dann doch nix verloren. Aber man hat ne Chance gewonnen.

Edit 2: Jörg hatte immer gesagt, dass man die Strukturen nur über die Gründung von KV vertiefen und verstetigen kann. Vielleicht meinte er das damit?


Pro/Contra: Gründung von Kreis- und Ortsverbänden
#13

Vom KV-Karlsruhe sind Dschee, helen-hass, RalfB, KarinFrey, und ich (bin aber neu dabei).

Grüße aus Baden


#14

es gibt bei DiB bundesweit nur einen Kreisverband und der ist in Karlsruhe.
Bei dem geplanten Kreisverband in Halle sind Regeln des Parteiengesetzes bei den Wahlen nicht korrekt eingehalten worden, daher ist der formal nie aktiv geworden und die Mitglieder dort haben dann beschlossen, dass sie vorläufig doch keinen Kreisverband gründen und keine erneute Wahl durchführen werden.
Auch die Überlegungen bei mir im LV BW in Freiburg einen Kreisverband zu gründen sind aktuell erst einmal verschoben worden.

Wir wissen auch von 9 der 16 Bundesländer von den Landeswahlleitungen (unter anderem auch von Bayern), dass es für den Antritt zu den Kommunalwahlen keine Kreisverbände zwingend geben muss, dass kann auch über die nächst höhere Ebene erfolgen und wenn die nächste Ebene erst der Landesverband ist, dann über den Landesverband, der dann die entsprechenden Unterlagen auf Orts-, Kreis- oder Regioonal-Ebene einreichen muss.
Wir versuchen aktuell auch von den restlichen Landeswahlleitungen der noch fehlenden 7 Bundesländer die entsprechenden Informationen zu erhalten. Unsere Vermutung ist, dass es auch in allen anderen Bundesländern nicht notwendig ist zwingend Orts-, Kreis- und Regional-Verbände zu gründen.

Hier gab es auch mal eine Diskussion zum Pro/Con von Kreis- und Ortsverbänden.


#15

Für Kreis bzw. Ortsverbände fehlt es immer an Leuten, es gilt ja auch die Quoten zu erfüllen, die da immer ein wenig im Weg stehen.

Es muss aber nicht gleich ein solcher Verband sein, sondern am besten gründet man DiB-Tische auch in weiteren Städten. So lange diese Teil des LV sind und aktiven Kontakt halten, ist das ein Anfang. Man kann ja die Orte für DiB Tische rotieren lassen, was bedeutet, dass der LV auf Tour gehen muss. In Bayern ist dann das Ziel, die 7 Wahlbezirke.

Sind dann an einem Ort genug Leute da und der Wille zur KV Gründung vorhanden, können diese durch Mitglieder gegründet werden. Die KV sollten sich bestenfalls in den LVs wiederspiegeln.


#16

Lasst uns doch erst einmal Zwischenschritte machen.

Lasst uns erst einmal mit DiB-Tischen durch die Stadtteile ziehen und das Interesse der Leute abklopfen.

Wenn unsere Ideen genug Leute anstecken, sich unter unserem Einhorn zu vereinen, dann gründen sich die Kreisverbände wie von selbst. :smiley:

#Dezentralisierung


#17

Was ist der Stand der Dinge bei dem Schlagwort “DIB vor Ort?”. Welche Offline- Möglichkeiten wurden schon erprobt (“Mikrobürgergutachten”,…). Gibt es schon DIB- Kommunalpolitisch- Mandatsträger*innen? Gibt es schon Projekte, wo DIB vor Ort sich eingebracht hat und wahrgenommen wurde?


#18

Zb.


#19

@MDK hat ja schon einen Hinweis gegeben. Der harte "Offline-"Kern ist in Bayern eher klein. Wir sollten den unbedingt irgendwie ausweiten.

Dazu gibts morgen einen Kennenlern-DiB-Tisch unter freiem Himmel in München DiB vor Ort: Lerne uns kennen.

Aber du bist nicht aus München, glaube ich? Das Problem in Bayern scheint zu sein, dass momentan alles von München aus geht, glaube ich. Daher ist der Landesvorstand irgendwie gleichzeitig auch Kreisvorstand, könnte man meinen. Der Rest von Bayern kommt leider zu kurz. Vermutlich ganz einfach aus Mangel an Kapazitäten und Bekanntheitsgrad.

Ich selbst bin auch in München und fühle mich da recht hilflos, andernorts mal für Treffen zu sorgen.

Im anderen Thread kam letztens die Idee/der Vorschlag, DiB vor Ort ein bisschen mehr zu strukturieren: Pro/Contra: Gründung von Kreis- und Ortsverbänden , ohne dabei gleich einen Kreisverband zu gründen.

Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für andere DiBler*innen im Rest von Bayern, erstmal mit Kennenlerntreffen aktiver zu werden und da ganz allmählich festere Strukturen zu etablieren. Das benötigt Geduld und Spucke, nehme ich an.


#20

Auf jeden Fall müssen wir die DiB-Tische auch in die anderen Wahlbezirke tragen. Ich mache im LV Bayern mal einen Thread auf, dann können wir sammeln. Vielleicht schaffen wir es, dass wir zumindest zu zweit auch mal außerhalb von München unterwegs sind, um vor Ort einen DiB-Tisch mit zu initiieren. Ich würde mich für Oberfranken melden, bin da ab und zu.


#21

Danke @j.hana

Wahrscheinlich muss es meistens mit dib-tischen losgehen, aus denen dann feste Gruppen werden. Diese Gruppen brauchen etwas mehr Legitimation als nur dib-tische, aber weniger Struktur als ein Verband.